Archiv für Februar, 2005
SierraXTC am 28.02.05 um 15:36 Uhr
 Tags: Debian, Last.fm, Linux, vServerEntscheidet man sich dafür ein Frickler-Betriebssystem einzusetzen, dann muß man wohl damit leben können sich auf einer fortwährenden Baustelle zu befinden Nachdem ich nun mit dem Desktop-PC bis auf weiteres fertig bin habe ich mich dazu durchgerungen mir einen vServer zu mieten. Auf diesen werd ich dann mit einer (hoffentlich der gewünschten) Domain meine Webseite und dieses Blog umziehen. Neben einer ordentlichen Domain die ich vor allem für vernünftigen Mailverkehr nutzen wollte bietet so ein vServer immerhin zu einem angemessenen Preis auch die Option dort einen IMAP-, Groupware-, FTP- und IRC-Server drauf installieren zu können, sowie noch andere Dienste, die ich bisher über die schmale dsl-Anbindung auf meinem Gateway betrieben habe.
Dabei hab ich mich für vollmer.net als Hoster für den vlinux vServer small entschieden. Ich denke für eine etwas aufgebohrte Webseite sollte das mehr als ausreichend sein. So hoffe ich, daß ich gegen Ende der Woche den vServer zur Verfüng gestellt bekomme und dann die ersten Schritte drauf wagen kann. Denn, wenn dann alles auf dem vServer wie gewünscht läuft möchte ich mich meinem Gateway intensiver widtmen
Bis dahin beschäftige ich mich etwas intensiver mit der Online-Plattform Audioscrobbler.com. Dort werden die Musik-Titel, welche man in dem Media-Player seiner Wahl abspielt zu Statistiken und sogenannten “Musical-Networks” genutzt. Darüber kann man dann andere User mit ähnlichem Musikgeschmack finden und bekommt so auch über mehrere Wege neue Anregungen für Musik, die einem gefallen könnte. Bisher zeigt sich für mich durchaus, daß man schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit interessante Musiktipps bekommt. Das ganze System beschreibt sich als offen und transparent so, daß dem Datenschutz-Aspekt zumindest für mich weitestgehend genüge getan wurde . Weitere Informationen dazu finden sich auf der Hilfeseite. Falls wer Interesse hat, auch zu der Online-Community TOW Friends findet sich dort eine Group die man joinen kann
SierraXTC am 25.02.05 um 01:36 Uhr
 Tags: Gentoo, KDE, Linux, XFceSicherlich, es wird noch seine Zeit dauern, bis alles wieder in seinen Ursprungszustand zurück versetzt sein wird hier. Vielleicht ist es grade diese Zeit, die es nochmals braucht für die kleinen Dinge, die mich im Moment etwas entmutigt. Denn die großen, sichtbaren Sprünge, daß sich etwas Richtung Desktop bewegt sind ja nun erstmal vorbei.
So tönte es noch am Nachmittag aus mir heraus. Mittlerweile sieht die Lage sehr rosig und auch wirklich entspannt aus. Ein schönes, leicht verschönertes XFce 4.2, Opera 7.60 als Browser, ein farbig angepaßtes XChat, Evolution als PIM, gKrellm, XMMS für die passenden Töne aus den Boxen, mPlayer zum betrachten der DVDs und Videos, GIMP (vorerst für die Screenshots ) und noch einige Dinge mehr stehen mir schon soweit zur Verfügung. So kann ich eigentlich eine weitere, positive Zwischenbilanz ziehen, denn ohne die selbstgemachten Probleme (Ich erinnere nur ungern an rm -rf * und die mehrstündige Suche nach einer Mouse *seufz*) wäre eine grundlegende Gentoo Installation an zwei Nachmittagen ohne weiteres zu schaffen. Das empfinde ich eigentlich als nicht allzu viel Zeitaufwand, denn auch bei einer Debian Netz-Installationen gibt es Flaschenhälse und auch dort benötigt man Zeit einige Dinge entsprechend zu konfigurieren. Die zwei Nachmittage gelten aber nur unter der Vorraussetzung, daß man erstmal kein KDE benötigt . Mittlerweile bauen die KDE-Libraries und KDE-Metapakete schon seit einigen Stunden, denn den Rest des Desktops versüßen mir nämlich eben jene KDE-Anwendungen wie kfmclient, k3b, etc. So, nun aber erstmal ein kleiner Blick auf meinen aktuellen Stolz, der ganz meine Versionitis befriedigt

Wahrlich, man könnte fast keinen Unterschied feststellen . Jedenfalls geht’s mir endlich wieder deutlich besser. Das Wochenende kann kommen, ich bin meine kleinen Sorgen los und kann mich ganz entspannt zurück lehnen und mir Gedanken über’s nächste Hintergrund-Bild machen. Denn, so ich mir mit meiner Senilität nicht selber im Wege stehe werden dies wohl auf lange, sehr, sehr lange Zeit die letzten Linux-Installationen auf itchy gewesen sein Nur um nochmal dran zu erinnern und damit es sich auch mir ins Hirn brennt:
Never change a running system
SierraXTC am 24.02.05 um 18:20 Uhr
 Tags: CMS, Gentoo, Linux, XFceManchmal könnte es so einfach sein, manchmal macht man es sich eben lieber kompliziert. Neben den nicht grade wenigen Faux-Pas’ der letzten Tage grübelte ich gestern mehrere Stunden darüber, warum ich unter dem X.org-Xserver unter Gentoo keine Mouse hatte. Heute weiß ich, daß der Fehler weder beim Xserver, noch beim DEV-Filesystem lag. Irgendwo hab ich mich schlicht und ergreifend bei der Kernel-Config verkonfiguriert, nur wo .. das weiß ich bis heute nicht .
Letzten Endes hat es aber dennoch geklappt und ich sitze vor einem derzeit recht schlichten XFce 4.2 mit haargenau dem gleichen Hintergrundbild wie beim letzten Gentoo-Screenshot. So fühlt man sich, nach fast vier Tagen, endlich wieder daheim. Trotz aller guten Nachrichten sammeln sich kleine Problemchen. Die Bewegungen der Mouse fühlen sich noch etwas sonderbar an, da werd ich sicherlich bei der Xorg-Konfiguration nochmal nachharken müssen, ebenso was kleinere Graphikfehler in den GTK-Themes für die sogenannten Fenstermanager Einstellungen. Aber auch das wird sich im Laufe der Zeit schon beheben lassen. Sicherlich, es wird noch seine Zeit dauern, bis alles wieder in seinen Ursprungszustand zurück versetzt sein wird hier. Vielleicht ist es grade diese Zeit, die es nochmals braucht für die kleinen Dinge, die mich im Moment etwas entmutigt. Denn die großen, sichtbaren Sprünge, daß sich etwas Richtung Desktop bewegt sind ja nun erstmal vorbei.
Immerhin brachten die letzten Tage soviel Zeit mit sich, daß ich ein wenig an Inhalt ins Content Management System einbringen konnte: Sprich, ich hab eine Hand voll mehr oder minder spannender Artikel für meine Webseite geschrieben. Ein Blick darauf lohnt sich in jedem Fall
SierraXTC am 22.02.05 um 16:08 Uhr
 Tags: Gentoo, Linux, seufzDiese Erklärung bekommt man beim Aufruf von man rm zu lesen. Erweitert wird das ganze durch sogenannte Schalter, welche rekursiv Inhalte von Verzeichnissen entfernen und dabei auch gerne nicht vorhandene Dateien ignorieren und ohne Nachfrage mit dem Löschvorgang fortfahren. Warum ich das erzähle? Ganz einfach, mit einem solch bescheidenen Befehl habe ich mich grade in quasi Nullkommanix an den Ausgangspunkt meiner Reise von gestern Abend 19 Uhr zurück versetzt:
itchy / # rm -rf * /etc/X11/xorg.conf
Obiger Befehl, unbedacht in das root-Verzeichnis des grade frisch installierten Systems eingegeben eröffnet mir schlicht die Möglichkeit meine zu viele Freizeit sinnvoll in Gentoo-Installationen zu stecken . Für die nicht ganz so Linux-versierten unter meiner bescheidenen Mitleserschaft eine kleine Ergänzung:
rm steht bekanntlich für remove welches nichts anderes als entfernen bedeutet und ein * stellt einen Platzhalter dar. In diesem Falle quasi ein Platzhalter für alle möglichen Dateien. Führt man diesen Befehl so im höchsten Verzeichnis itchy / aus, dann werden alle Dateien und Verzeichnisse in den darunter liegenden Ebenen gelöscht. So braucht man sich natürlich nicht zu wundern, wenn die ganze Arbeit von Montag Abend und heute Vormittag über den Jordan gegangen ist.
Um mich endgültig als völlig senil zu brandmarken (hda8 und hda9 vertauschen, * an die falsche Stelle setzen..) war ich auch kurzfristig nicht in der Lage das korrekte Debian Kernel-Image richtig zu verlinken. Und dann frag ich mich, warum es mich erstaunt, daß das System beim booten mit einem Kernel-Panic abbricht *seufz*
So sitze ich nun mit einer heißen Tasse Kaffee vor Debian und führe in einer chroot-Umgebung den Bootstrap der Gentoo-Installation auf’s Neue durch. Vorraussichtliche Dauer: sechs Stunden. Das sollte Zeit genug geben, mich darüber zu Informieren, warum das schon fertig emergte X.org (inkl. GDM und Fluxbox) auf keine Eingabegeräte reagieren wollte *seufz* Man lernt ja bekanntlich nie aus .. aber wichtiger wäre nach wie vor gewesen auf die weise Redensart:
Never change a running system
zu hören … Ich befürchte, ich kann ohne weiteres ein “To be continued ..” hier drunter setzen, wenn ich mich weiterhin so tollpatschig anstelle.
P.S.: Wie froh ich darüber bin, daß ich meine Linux-Partitionen untereinander nur read-only mounte brauch ich im Moment wohl nicht explizit hervor heben
SierraXTC am 22.02.05 um 10:54 Uhr
 Tags: Bier, Debian, Gentoo, KDE, Linux, Musik, XFceSo .. oder so ähnlich muß man wohl denken, wenn man sourcebasierende Distributionen einsetzt Ein schönes, kleines Gentoo nach Maß dauert halt seine Zeit *seufz* Auf meinem System lediglich grob 6 Stunden aus einem Stage 1 Archiv. Wohlgemerkt um das erste mal das nakte Basissystem booten zu können. So stehen noch einige große Aufgaben an (X.org, XFce4.2, KDElibs..) bis man überhaupt ein Desktop-System optisch erkennen kann *g*. Im Moment läuft der nächstes Versuch einen passenden Kernel für das Gentoo-System zu erstellen um dann die Installation (laut Handbuch) abschließenden zu können
So verbringe ich meinen frühen Dienstag Vormittag damit mein gestern “fertig” gestelltes Debian-System zu bewundern. Einen kleinen Eindruck meines aktuellen Workspaces kann man auch hier bewundern:

Immerhin empfange ich unter Debian auch schon wieder Töne aus meinen Boxen was eine doch erhebliche Erleichterung und Wohltat für meine Ohren darstellt. So mußte ich doch wahrlich meinen gestrigen Abend während des Bootstrappings der Gentoo-Installation damit verbringen meine alten CDs hervor zu kramen und dem Sound der frühen 90er zu lauschen.
Bei einem leckeren Bierchen (oder zwei, oder drei .. 6h können verdammt lang sein ) klappte das ja auch ganz gut die Zeit zu überbrücken, insbesondere, wenn man mit dem P1 von Sabrina wenigstens etwas surfen und im IRC chatten konnte. Trotz allem war mir dann doch nach 6 Stunden Compiler-Meldungen im Auge behalten die Lust auf mehr vergangen. Abgesehn davon gilt ja auch nach wie vor zu Recht die alte ingwie’sche Weisheit welche mich dann letztlich auch dazu brachte, das erste Kapitel des Gentoo-Handbuchs zur Seite zu legen:
Don’t drink and root
|