Archiv für den Februar 22nd, 2005
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SierraXTC am 22.02.05 um 16:08 Uhr

rm – löscht Dateien oder Verzeichnisse

GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke

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Diese Erklärung bekommt man beim Aufruf von man rm zu lesen. Erweitert wird das ganze durch sogenannte Schalter, welche rekursiv Inhalte von Verzeichnissen entfernen und dabei auch gerne nicht vorhandene Dateien ignorieren und ohne Nachfrage mit dem Löschvorgang fortfahren. Warum ich das erzähle? Ganz einfach, mit einem solch bescheidenen Befehl habe ich mich grade in quasi Nullkommanix an den Ausgangspunkt meiner Reise von gestern Abend 19 Uhr zurück versetzt:

itchy / # rm -rf * /etc/X11/xorg.conf

Obiger Befehl, unbedacht in das root-Verzeichnis des grade frisch installierten Systems eingegeben eröffnet mir schlicht die Möglichkeit meine zu viele Freizeit sinnvoll in Gentoo-Installationen zu stecken . Für die nicht ganz so Linux-versierten unter meiner bescheidenen Mitleserschaft eine kleine Ergänzung:
rm steht bekanntlich für remove welches nichts anderes als entfernen bedeutet und ein * stellt einen Platzhalter dar. In diesem Falle quasi ein Platzhalter für alle möglichen Dateien. Führt man diesen Befehl so im höchsten Verzeichnis itchy / aus, dann werden alle Dateien und Verzeichnisse in den darunter liegenden Ebenen gelöscht. So braucht man sich natürlich nicht zu wundern, wenn die ganze Arbeit von Montag Abend und heute Vormittag über den Jordan gegangen ist.
Um mich endgültig als völlig senil zu brandmarken (hda8 und hda9 vertauschen, * an die falsche Stelle setzen..) war ich auch kurzfristig nicht in der Lage das korrekte Debian Kernel-Image richtig zu verlinken. Und dann frag ich mich, warum es mich erstaunt, daß das System beim booten mit einem Kernel-Panic abbricht *seufz* :(
So sitze ich nun mit einer heißen Tasse Kaffee vor Debian und führe in einer chroot-Umgebung den Bootstrap der Gentoo-Installation auf’s Neue durch. Vorraussichtliche Dauer: sechs Stunden. Das sollte Zeit genug geben, mich darüber zu Informieren, warum das schon fertig emergte X.org (inkl. GDM und Fluxbox) auf keine Eingabegeräte reagieren wollte *seufz* Man lernt ja bekanntlich nie aus .. aber wichtiger wäre nach wie vor gewesen auf die weise Redensart:

Never change a running system

zu hören … Ich befürchte, ich kann ohne weiteres ein “To be continued ..” hier drunter setzen, wenn ich mich weiterhin so tollpatschig anstelle.

P.S.: Wie froh ich darüber bin, daß ich meine Linux-Partitionen untereinander nur read-only mounte brauch ich im Moment wohl nicht explizit hervor heben ;)

SierraXTC am 22.02.05 um 10:54 Uhr

Es dauert sehr lange, bis man jung wird.

GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke

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So .. oder so ähnlich muß man wohl denken, wenn man sourcebasierende Distributionen einsetzt ;) Ein schönes, kleines Gentoo nach Maß dauert halt seine Zeit *seufz* Auf meinem System lediglich grob 6 Stunden aus einem Stage 1 Archiv. Wohlgemerkt um das erste mal das nakte Basissystem booten zu können. So stehen noch einige große Aufgaben an (X.org, XFce4.2, KDElibs..) bis man überhaupt ein Desktop-System optisch erkennen kann *g*. Im Moment läuft der nächstes Versuch einen passenden Kernel für das Gentoo-System zu erstellen um dann die Installation (laut Handbuch) abschließenden zu können :D
So verbringe ich meinen frühen Dienstag Vormittag damit mein gestern “fertig” gestelltes Debian-System zu bewundern. Einen kleinen Eindruck meines aktuellen Workspaces kann man auch hier bewundern:

Immerhin empfange ich unter Debian auch schon wieder Töne aus meinen Boxen was eine doch erhebliche Erleichterung und Wohltat für meine Ohren darstellt. So mußte ich doch wahrlich meinen gestrigen Abend während des Bootstrappings der Gentoo-Installation damit verbringen meine alten CDs hervor zu kramen und dem Sound der frühen 90er zu lauschen. ;)
Bei einem leckeren Bierchen (oder zwei, oder drei .. 6h können verdammt lang sein :D ) klappte das ja auch ganz gut die Zeit zu überbrücken, insbesondere, wenn man mit dem P1 von Sabrina wenigstens etwas surfen und im IRC chatten konnte. Trotz allem war mir dann doch nach 6 Stunden Compiler-Meldungen im Auge behalten die Lust auf mehr vergangen. Abgesehn davon gilt ja auch nach wie vor zu Recht die alte ingwie’sche Weisheit welche mich dann letztlich auch dazu brachte, das erste Kapitel des Gentoo-Handbuchs zur Seite zu legen:
Don’t drink and root ;)

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