Tags: Gentoo, Linux, seufzman rm zu lesen. Erweitert wird das ganze durch sogenannte Schalter, welche rekursiv Inhalte von Verzeichnissen entfernen und dabei auch gerne nicht vorhandene Dateien ignorieren und ohne Nachfrage mit dem Löschvorgang fortfahren. Warum ich das erzähle? Ganz einfach, mit einem solch bescheidenen Befehl habe ich mich grade in quasi Nullkommanix an den Ausgangspunkt meiner Reise von gestern Abend 19 Uhr zurück versetzt:
itchy / # rm -rf * /etc/X11/xorg.conf
Obiger Befehl, unbedacht in das root-Verzeichnis des grade frisch installierten Systems eingegeben eröffnet mir schlicht die Möglichkeit meine zu viele Freizeit sinnvoll in Gentoo-Installationen zu stecken
. Für die nicht ganz so Linux-versierten unter meiner bescheidenen Mitleserschaft eine kleine Ergänzung:
rm steht bekanntlich für remove welches nichts anderes als entfernen bedeutet und ein * stellt einen Platzhalter dar. In diesem Falle quasi ein Platzhalter für alle möglichen Dateien. Führt man diesen Befehl so im höchsten Verzeichnis itchy / aus, dann werden alle Dateien und Verzeichnisse in den darunter liegenden Ebenen gelöscht. So braucht man sich natürlich nicht zu wundern, wenn die ganze Arbeit von Montag Abend und heute Vormittag über den Jordan gegangen ist.
Um mich endgültig als völlig senil zu brandmarken (hda8 und hda9 vertauschen, * an die falsche Stelle setzen..) war ich auch kurzfristig nicht in der Lage das korrekte Debian Kernel-Image richtig zu verlinken. Und dann frag ich mich, warum es mich erstaunt, daß das System beim booten mit einem Kernel-Panic abbricht *seufz*
So sitze ich nun mit einer heißen Tasse Kaffee vor Debian und führe in einer chroot-Umgebung den Bootstrap der Gentoo-Installation auf’s Neue durch. Vorraussichtliche Dauer: sechs Stunden. Das sollte Zeit genug geben, mich darüber zu Informieren, warum das schon fertig emergte X.org (inkl. GDM und Fluxbox) auf keine Eingabegeräte reagieren wollte *seufz* Man lernt ja bekanntlich nie aus .. aber wichtiger wäre nach wie vor gewesen auf die weise Redensart:
Never change a running system
zu hören … Ich befürchte, ich kann ohne weiteres ein “To be continued ..” hier drunter setzen, wenn ich mich weiterhin so tollpatschig anstelle.
P.S.: Wie froh ich darüber bin, daß ich meine Linux-Partitionen untereinander nur read-only mounte brauch ich im Moment wohl nicht explizit hervor heben


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