Never change a running system
GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke
Tags: Debian, Gentoo, Linux, seufzEs ist wahrlich schon ein großes Phänomen: Wenn ein System bei mir läuft, dann kommt immer ein Tag, an dem ich’s in den Kopf bekomm und unfreiwillig mehr kaputt mache, als eigentlich nötig *seufz* Aber, der Reihe nach: Nachdem ich mich dazu durchgerungen hatte, den Rest des heutigen Abends meine Debian-Installation auf itchy zu plätten und eine Debian Sarge-Netinstallation durchzuführen machte ich schön (wie es sich gehört) von den relevanten Daten back-ups und legte sie auf die Gentoo-Partition. Dort lagen sie, wie sich nachher herausstellte, aber nicht wirklich sicher
Also, schwupps die Netinstall-CD auf’n RW gebrannt, ab in’s Laufwerk und schnell den Installer starten. Ein kurzer Moment im Partitionierungs-Menü nicht aufgepaßt und schwupps statt Partition hda9 eben Partition hda8 formatiert. Dumm nur, das auf letzterer sich mein schönes Gentoo eingenistet hatte. Wohlgemerkt, hatte .. Nun ja, so sind sie dahin, die relevanten back-ups von /etc/ und anderen wichtigen Einstellungen
Jetzt schreibe ich mittlerweile unter einem frischen Debian SID mit Gnome 2.8.1 diesen Beitrag und warte darauf, daß mein neuer Kernel endlich fertig gebacken hat. Mit bißchen Glück und Streichhölzern für meine Augen versuche ich vielleicht den Abend noch mit der Konfiguration von ALSA ausklingen zu lassen. Denn den Rest der Woche bin ich ja damit beschäftigt auf meiner Gurke ein Gentoo aus einem Stage 1 Archiv zu bauen ..
Immerhin hab ich nun freiwillig den Sprung vom NTloader weg zu Grub gewagt, was sogar überraschenderweise völlig ohne Komplikationen von statten ging. Nun werd ich aber weiter mit halboffenen Augen den Compiler-Meldungen zuschauen, mich dabei in den Schreibtisch festbeißen und innerlich
wallbashen
So bewahrheitet sich halt immer wieder die alte Weisheit auf’s Neue:
Never change a running system

