Viva Colonia
Geschwafel
Tags: Bahn, Bier, Essen, Köln, Sommer, SonneJa, es tat sich lange nichts mehr in meinem Blog, das hole ich aber heute ein wenig nach. Aber verwunderlich ist es nicht, wenn man seinen Großeltern im Garten unter die Arme greift und dann von seiner Familie überraschend eingespannt wird. Gestern Abend wurden meine Schwester und ich von unserer Mutter zum Chinesen eingeladen. Bisher hab ich asiatisches Essen meist gemieden und war daher auch eher skeptisch, was mich denn dort erwarten würde. Als Vorspeise gab es eine Frühlingsrolle von der alleine man schon hätte satt sein können. Mir hat sie auch recht gut geschmeckt. Das Hauptgericht bestand bei mir aus doppeltgebratenem, in kleine Scheiben geschnittenem Schweinefleisch mit einer scharfen Gemüße-Soße, dazu natürlich Reis. Es war zwar nicht ganz so scharf wie vermutet, dafür aber auch umso leckerer. Alles in allem bin ich jetzt etwas weniger skeptisch, vielleicht probier ich ja irgendwann nochmal etwas anderes aus deren Sortiment ..
Damit aber noch nicht genug, am heutigen Geburtstag meines Vaters wollte dieser mit meiner Schwester und mir einen Ausflug veranstalten. Dieser führte uns dann in den frühen Morgenstunden per Bus und Bahn in meine Lieblingsstadt, nach Köln. Dort angekommen stand natürlich der obligatorische Besuch des Kölner Doms an. Auch diesmal sparte ich mir die 509 Treppenstufen um die Aussicht über Köln zu genießen, denn wir hatten noch einen weiten Fußweg vor uns. Zuvor stärkte man sich mit lecker Zitronen-Sorbet (mit Sekt :p) um den Weg am Rheinufer zum Schokoladenmuseum zu überstehen. Das Wetter war ja gerade zu herrlich, nur leider auch drückend schwül, so das man schon beim kleinsten Schritt quasi ins Schwitzen kam. Nach gut 2 Stunden, die wir damit verbracht haben uns einen kurzen Überblick über die Geschichte der Kakaopflanze und der Schokoladenherstellung verschafft haben ging’s dann wieder entlang dem Rheinufer zurück in die Altstadt um bei einem Italiener zu Mittag zu speisen. Zu meiner Schinken-Pilze-Pizza gab’s natürlich zwei Kölsch (irgendwie nicht ganz stilecht in 0,4l-Gläsern und dann noch Gaffel, aber et muß ja wech, nech). Wiedermal schmeckte es vorzüglich und danach war ich auch ohne Wenn und Aber satt
Der Verdauungsspaziergang gestaltete sich als Stadtbummel durch die Fußgängerzone, wo uns meine Schwester überwiegend in Mode-Läden zog *seufz*
Damit war auch schon fast der Tag rum, zum Abschluß schlenderten wir noch über die Hohenzollernbrücke Richtung Rheinterrassen um dann in freudiger Erwartung auf Hamm den Heimweg anzutreten.
Soweit, so gut. Doch dann kam der unkalkulierbare Faktor Deutsche Bahn. Zwischen Opladen und Wuppertal hatte das Gewitter wohl ein paar Bäume auf die Schienen geknickt und es war offensichtlich nicht möglich, den Zug (der normalerweise für die Strecke Köln Hbf – Hamm(Westf) knapp 1 1/2h braucht) irgendwie daran vorbei zu steuern. Stattdessen wurde der Zug im Bummeltempo mit längeren Stopps an Lichtsignalen über Düsseldorf nach Wuppertal umgeleitet. Glücklicherweise glich der Innenraum kaum einer finnischen Sauna *seufz* Völlig durchgeschwitzt in einem vollem Regional-Express erreichten wir Wuppertal dann mit gut 1 Stunde Verspätung, die noch um weitere, dagegen quasi lächerlich wirkende 10 Minuten bis nach Hamm erweitert wurden. Nach einem doch sehr langen und anstrengendem Tag liefen wir gegen halb neun reichlich Fußlahm wieder zu Hause ein. Jetzt werde ich mir ein gepflegtes, selbstgemixtes Alster gönnen und mich auf morgen freuen um mal wieder riiiichtig ausschlafen zu können

