Phantom der Oper (Nachlese)
Geschwafel
Tags: Bahn, Kultur, Musical, MusikUm ein ereignisreiches Wochenende abzurunden ging es am Sonntag Mittag per Bahn nach Essen um dort etwas für seine kulturelle Bildung zu tun und das Andrew Lloyd Webber-Musical “Phantom der Oper” zu sehen. Ich muß schon sagen, der Spielort, das Colosseum in Essen, eine zweckentfremdete, alte Fabrikhalle, machte schon mal einiges her. Interessanterweise zogen sich die Fabrikelemente wie die Stahlgerüste bis in den erschaffenen Theatersaal. Unter anderem wurde ein ehemaliges Führerhäuschen eines Krans zur Schaltzentrale der Lichtsteuerung umfunktioniert. Nur war ich überrascht, daß der Saal eher bescheiden in seiner Größe ist (knapp 1700 Plätze) für solch ein bekanntes Musical.
Aber, dafür daß das Theater verhältnismäßig klein ist haben sie auf der Bühne wirklich viel interessante Möglichkeiten. Mehrere verschiebbare Bühnendekorationen, diverse Kerzenmeere, Falltüren und vieles mehr. So konnte man die Geschichte wirklich sehr eindrucksvoll in Szene setzen. Bis auf kleinere, etwas langatmige Durchhänger im Verlauf war das Musical an sich wirklich sehr interessant und spannend. Beeindruckend war natürlich auch die Leistung der Darsteller. Wenngleich so manch eine weibliche Darstellerin sehr hoch und sehr laut sang *hust* Opern sind in meinem Alter entweder nichts für mich oder ich bin noch zu jung, so daß ich sie noch zu gut verstehen kann und erst einen Hörschaden bekommen muß um es richtig schätzen zu lernen. Nee, Scherz beiseite, war wirklich gut ![]()
Die erste Hälfte bis zur Pause dauerte gut 80 Minuten und danach war ich auch etwas froh, daß ich mal die Beine vertreten konnte. Die Sitze in den Reihen sind doch eher eng nebeneinander, so daß man mit etwas längeren Fahrwerken nicht weiß, wo, respektive wie man seine Beine unterbringen soll. Alles in allem waren wir (glaub ich) so gegen 1700 Uhr nach gut 2 1/2 Stunden (inkl. gut 20 Minuten Pause) Vorführung wieder unterwegs Richtung Hamm.
Nach dem Starlight Express war das Phantom der Oper erst das zweite Musical was ich sehen konnte und bin durchaus nach wie vor von solchen Musicals angetan *g* In Starlight Express würd ich durchaus auch gerne nochmal gehen, liegt der Besuch nun auch gut über 10 Jahre schon zurück. Ist aber alles leider eine Kostenfrage, denn mit rund ¤ 70,- sind die Karten für’s Phantom der Oper nun auch nicht grade als Schnäppchen zu bezeichnen. Jedenfalls kann ich einen Besuch in Essen nur empfehlen und ich werd noch ein wenig in den Soundtrack hinein lauschen.

