Archiv für den November 7th, 2005
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SierraXTC am 07.11.05 um 17:14 Uhr

Phantom der Oper (Nachlese)

Geschwafel

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Um ein ereignisreiches Wochenende abzurunden ging es am Sonntag Mittag per Bahn nach Essen um dort etwas für seine kulturelle Bildung zu tun und das Andrew Lloyd Webber-Musical “Phantom der Oper” zu sehen. Ich muß schon sagen, der Spielort, das Colosseum in Essen, eine zweckentfremdete, alte Fabrikhalle, machte schon mal einiges her. Interessanterweise zogen sich die Fabrikelemente wie die Stahlgerüste bis in den erschaffenen Theatersaal. Unter anderem wurde ein ehemaliges Führerhäuschen eines Krans zur Schaltzentrale der Lichtsteuerung umfunktioniert. Nur war ich überrascht, daß der Saal eher bescheiden in seiner Größe ist (knapp 1700 Plätze) für solch ein bekanntes Musical.
Aber, dafür daß das Theater verhältnismäßig klein ist haben sie auf der Bühne wirklich viel interessante Möglichkeiten. Mehrere verschiebbare Bühnendekorationen, diverse Kerzenmeere, Falltüren und vieles mehr. So konnte man die Geschichte wirklich sehr eindrucksvoll in Szene setzen. Bis auf kleinere, etwas langatmige Durchhänger im Verlauf war das Musical an sich wirklich sehr interessant und spannend. Beeindruckend war natürlich auch die Leistung der Darsteller. Wenngleich so manch eine weibliche Darstellerin sehr hoch und sehr laut sang *hust* Opern sind in meinem Alter entweder nichts für mich oder ich bin noch zu jung, so daß ich sie noch zu gut verstehen kann und erst einen Hörschaden bekommen muß um es richtig schätzen zu lernen. Nee, Scherz beiseite, war wirklich gut
Die erste Hälfte bis zur Pause dauerte gut 80 Minuten und danach war ich auch etwas froh, daß ich mal die Beine vertreten konnte. Die Sitze in den Reihen sind doch eher eng nebeneinander, so daß man mit etwas längeren Fahrwerken nicht weiß, wo, respektive wie man seine Beine unterbringen soll. Alles in allem waren wir (glaub ich) so gegen 1700 Uhr nach gut 2 1/2 Stunden (inkl. gut 20 Minuten Pause) Vorführung wieder unterwegs Richtung Hamm.
Nach dem Starlight Express war das Phantom der Oper erst das zweite Musical was ich sehen konnte und bin durchaus nach wie vor von solchen Musicals angetan *g* In Starlight Express würd ich durchaus auch gerne nochmal gehen, liegt der Besuch nun auch gut über 10 Jahre schon zurück. Ist aber alles leider eine Kostenfrage, denn mit rund ¤ 70,- sind die Karten für’s Phantom der Oper nun auch nicht grade als Schnäppchen zu bezeichnen. Jedenfalls kann ich einen Besuch in Essen nur empfehlen und ich werd noch ein wenig in den Soundtrack hinein lauschen.

SierraXTC am 07.11.05 um 12:14 Uhr

Hamm’s Beste Band (Nachlese)

Geschwafel

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Wie ich beiläufig erwähnt hatte ging es Samstag Abend zum Nachwuchsband-Wettbewerb für Bands aus Hamm, genannt “Hamm’s Beste Band“. Das diesjährige HBB war mein bisher Drittes und um es vorweg zu nehmen, das vermutlich bisher eher schlechteste. Preislich (¤ 7,00 Eintritt VVK, ¤ 8,00 Eintritt AK, ¤ 2,50 Bier zzgl Pfand) hält sich die Veranstaltung schon eher im oberen Rahmen auf was zu verschmerzen wäre, wenn die Veranstaltung wieder etwas rockiger werden würde. So bestimmt aber seit drei Jahren eher das Bild der “Fun-Punk/Ska“-Bands das Line-Up (und die Gewinner des Wettbewerbs). So löste Dam Sonic die Vor- und Vorvorjahressieger Que Pasa? ab. Sicherlich: Beides sind keine schlechten Bands und machen durchaus ansprechende Musik, doch wird, wenn man sich das Ergebnis anschaut, nicht nur von Zuschauerseite zu wenig die Innovation bewertet. So ist es nach wie vor auch kein Wunder, das Bands, welche die meisten Fans in der Halle haben überraschenderweise auch so gut wie als Gewinner des Wettbewerbs feststehen.

1. Dam Sonic (Jury: 29 Punkte/Publikum: 9 Punkte – insgesamt: 38 ) (254 Publikumsstimmen)
2. Curklin (25/7 – 32 ) (183 Publikumsstimmen)
3. Mazar (24/5 – 29 ) (95 Publikumsstimmen)

Wie im Vorjahr wurde Curklin auch dieses Jahr “nur” Zweiter. Für mich seit dem Abdanken von Kapelle Petra bei der Veranstaltung eigentlich das Beste, was ich auf HBB in den letzten drei Jahren gehört hab. Interessanter, abwechslungsreicher Sound, der diverse Stilelemente mischt und dazu gibst noch ‘ne eindrucksvolle Bühnenshow von Florian Schreibmeier (Gesang, Synthies).
Es zeichnet sich aber beim Wettbewerb allgemein ab, daß Bands zum Wettbewerb zugelassen werden welche die breitere Masse ansprechen sollen, so waren in den Vorjahren durchweg neben Rock/Punk/Pop noch viel mehr härtere Töne zu hören. Mittlerweile vermischt sich auch HipHop mit dem Wettbewerb. Was bei Mazar noch gut paßte, war aber bei den Acts “Teardrop” (2005) oder “Turbolenzen” (2004) eher eine musikalischer Offenbarungseid. Beides ist stilistisch für mich vergleichbar mit EKO und dafür kann ich mich gar nicht begeistern … wie vermutlich die mehreren hundert Punk-Kiddies in der Halle auch nicht ..
Es war ja nicht wirklich allzu schlecht, wenn man bedenkt, das mit “Mazar”, “Make A Stand”, “Mission To Mars”, “Curklin” und “Dam Sonic” fünf mal mehr, mal weniger gut hörbare Bands auf der Bühne standen, aber irgendwie ist die Lücke, die zwischen “Curklin” und dem Rest klafft etwas zu groß. So, daß Sabrina und ich durch den Kauf eines Albums von “Curklin” diese zusätzlich unterstützt haben *g* Jedenfalls laß ich mich mal überraschen, wie es das nächste Jahr wird und ob ich dann Disruptive Minds dort supporten darf ;)

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