Tags: Dorfleben, Local-Heroes, MusikWie ich beiläufig erwähnt hatte ging es Samstag Abend zum Nachwuchsband-Wettbewerb für Bands aus Hamm, genannt “Hamm’s Beste Band“. Das diesjährige HBB war mein bisher Drittes und um es vorweg zu nehmen, das vermutlich bisher eher schlechteste. Preislich (¤ 7,00 Eintritt VVK, ¤ 8,00 Eintritt AK, ¤ 2,50 Bier zzgl Pfand) hält sich die Veranstaltung schon eher im oberen Rahmen auf was zu verschmerzen wäre, wenn die Veranstaltung wieder etwas rockiger werden würde. So bestimmt aber seit drei Jahren eher das Bild der “Fun-Punk/Ska“-Bands das Line-Up (und die Gewinner des Wettbewerbs). So löste Dam Sonic die Vor- und Vorvorjahressieger Que Pasa? ab. Sicherlich: Beides sind keine schlechten Bands und machen durchaus ansprechende Musik, doch wird, wenn man sich das Ergebnis anschaut, nicht nur von Zuschauerseite zu wenig die Innovation bewertet. So ist es nach wie vor auch kein Wunder, das Bands, welche die meisten Fans in der Halle haben überraschenderweise auch so gut wie als Gewinner des Wettbewerbs feststehen.
1. Dam Sonic (Jury: 29 Punkte/Publikum: 9 Punkte – insgesamt: 38 ) (254 Publikumsstimmen)
2. Curklin (25/7 – 32 ) (183 Publikumsstimmen)
3. Mazar (24/5 – 29 ) (95 Publikumsstimmen)
Wie im Vorjahr wurde Curklin auch dieses Jahr “nur” Zweiter. Für mich seit dem Abdanken von Kapelle Petra bei der Veranstaltung eigentlich das Beste, was ich auf HBB in den letzten drei Jahren gehört hab. Interessanter, abwechslungsreicher Sound, der diverse Stilelemente mischt und dazu gibst noch ‘ne eindrucksvolle Bühnenshow von Florian Schreibmeier (Gesang, Synthies).
Es zeichnet sich aber beim Wettbewerb allgemein ab, daß Bands zum Wettbewerb zugelassen werden welche die breitere Masse ansprechen sollen, so waren in den Vorjahren durchweg neben Rock/Punk/Pop noch viel mehr härtere Töne zu hören. Mittlerweile vermischt sich auch HipHop mit dem Wettbewerb. Was bei Mazar noch gut paßte, war aber bei den Acts “Teardrop” (2005) oder “Turbolenzen” (2004) eher eine musikalischer Offenbarungseid. Beides ist stilistisch für mich vergleichbar mit EKO und dafür kann ich mich gar nicht begeistern … wie vermutlich die mehreren hundert Punk-Kiddies in der Halle auch nicht ..
Es war ja nicht wirklich allzu schlecht, wenn man bedenkt, das mit “Mazar”, “Make A Stand”, “Mission To Mars”, “Curklin” und “Dam Sonic” fünf mal mehr, mal weniger gut hörbare Bands auf der Bühne standen, aber irgendwie ist die Lücke, die zwischen “Curklin” und dem Rest klafft etwas zu groß. So, daß Sabrina und ich durch den Kauf eines Albums von “Curklin” diese zusätzlich unterstützt haben *g* Jedenfalls laß ich mich mal überraschen, wie es das nächste Jahr wird und ob ich dann Disruptive Minds dort supporten darf


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