Kurz-Rezept: Wir backen einen Kernel
GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke
Tags: Debian, Linux, witzischDas Backen eines Linux Kernels gehört jetzt nicht unbedingt zu den Aufgaben, die ich eher selten machen. Dennoch gibt es heute dafür einen speziellen Eintrag:
Zutaten:
- eine Prise config (~23kB)
- etwas Kernel-Sourcen (~38MB)
- viel Space (~350MB)
Anleitung:
Nun nehme man die Kernel-Sourcen, entpacke sie auf den freien Space der Arbeitsplatte und vermische sie kräftig mit der config
# cd /usr/src/
# tar xfj linux-2.6.15.2.tar.bz2
# ln -s linux-2.6.15.2 linux
# cp /boot/config-2.6.10-3 linux/.config
# cd linux
# make oldconfig
Nun schiebt man die fertige Mischung in den vorgeheizten Ofen und läßt sie bei rund 100% CPU-Last ordentlich vier Stunden backen:
# make
# make modules_install
Nach vier Stunden ist der Kernel gut durch und mit rund 1,2MB zwar nur ein Schatten seiner selbst, aber dafür dank Grub lecker serviert.
Wie dem ein oder anderen vielleicht aufgefallen ist, dreht es sich nicht primär um den Vorgang wie man den Kernel backt, sondern um den kleinen Zeitaufwand. Fast auf den Kopf genau braucht es eben vier Stunden bis ein 2.6er Kernel auf krusty fertig gebaut ist. Von den rund fünf bis zehn Minuten, die das Entpacken des Tarballs in Anspruch nahm sehen wir hier mal ab. Jedenfalls ist krusty jetzt auch wieder up2date, das ist ja auch das wichtigste


