Mer losse d’r Dom en Kölle (Nachlese)
Geschwafel
Tags: Bahn, Bier, feiern, Karneval, Köln
.. denn do jehööt hä hin. Ich hab’ ihn denn auch ma’ da gelassen, auch wenn’s schon schwer fiel. Aber, fangen wir einfach mal ganz am Anfang an und erzählen wie ’s an Wieverfastelovend mir in Kölle ergangen ist.
Los ging’s gegen halb elf wo mich mein privates Taxi zum Bahnhof kutschiert hat. Für den Schnäppchen-Preis von ¤ 13,20 bekam ich dann das SchöneFahrtTicket und hatte ab da nur zwei Stunden Zeit bis nach Opladen zu kommen. Denn kaum saß ich im Rhein-Münsterland Express (RE 7) kam schon die Durchsage, daß wegen Signalstörungen auf der Strecke sich die Weiterfahrt zwischen Schwerte und Hagen verzögern würde – Bei ‘ner Fahrstrecke von normalweise in etwa 80 Minuten bekam man da schon etwas Muffensausen
Naja, glücklicherweise war der Zug nich allzu voll und ich entschied mich u.a. dank der Pause vor Hagen dazu das gut gekühlte lecker Oettinger zu plöppen. Man fühlt sich, wie soll ich sagen, naja schon ziemlich wie’n Penner, wenn man alleine morgens um halb zwölf im Zug säuft. Glücklicherweise war ich ja nicht ganz alleine. Diverse weitere Karnevalstouristen waren auch schon fleißig in Feierlaune und so plöppten genug Sekt- und Kronkorken im Abteil.
In Opladen kurz “gefrühstückt”, das Motto des gastronomischen Betriebs in dem gespeist wurde war: “Döner macht schöner“. Danach ging’s zum Freund die Schlafutensilien ablegen und sich in das ungemein kreative Kostüm eines OP-Arztes *hust* zu werfen. However, diese Verkleidung hat vor allem dem Vorteil bequem und sehr robust zu sein
Nach ein paar kleinen Reissdorf ist man dann am frühen Nachmittag in Köln gelandet. Dort ging’s direkt zum “Alter Markt” wo der Wieverfastelovendszuch endet. Mir kam’s irgendwie so’n bißchen so vor, als ob dieses Jahr dort nicht so viel los war wie sonst und der Zuch auch recht kurz war, das nachfolgende Bild trügt etwas

Naja, nach ‘n paar weiteren, großen Reissdorf und diversen “Kölle Alaaf – irgendwer Alaaf – Jan von Werth Alaaf” haben wir auf den englischen Arbeitskollegen meines Mitstreiters und dem sein Gefolge gewartet. Dieses Warten gestaltete sich in sofern schwierig, als das es zum einen draußen reichlich frisch war und die Lokalitäten in der Innenstadt und vor allem rund um den “Alter Markt” so überlaufen waren, daß man gar nicht erst einen Fuß in die Läden setzen konnte. Ich glaube alleine vorm Sion Braushaus haben wir mind. ‘ne halbe Stunde verbracht ohne nur einen Zentimeter sich Richtung Eingang zu bewegen *brrr*
So lies man’s sich nach wie vor draußen im Freien (wie man unten sieht *hust*) weiter schmecken und quetschte sich kurzzeitig noch in eine Kneipe in irgendeiner, nicht näher zu erwähnenden Seitenstraße. Da brauchte man definitiv nicht schunkeln, denn man war stetig in Bewegung durch die Enge und die sich durch den Laden drängenden Menschenmassen

Nachdem man dann mit den Engländern im Gepäck vollzählig war und man letztendlich im gemütlichen Reissdorf Brauhaus gelandet ist wurde dort auf alle Fälle ordentlich gefeiert. Die Engländer waren nämlich offensichtlich auch in sehr guter Stimmung
Letzten Endes war dann aber doch gegen elf/halb zwölf Abends schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Was ja auch kein Wunder ist, wenn man zu dem Zeitpunkt schon gut 10 Stunden unterwegs ist und das ein oder andere Kölsch die Kehle herunter floss’. Am Bahnhof hielt der Bulletten-König noch eine kleine Köstlichkeit für den ausgehungerten Wanderer bereit ehe es dann in eine Minimal-Version eines Samba-Zuges ging. Mit Pauken und diversen (durchaus auch schon sehr abgekämpften
) Jecken im Zug ging’s dann zurück nach Opladen.
Dafür, das ich nach den ganzen Absagen aus dem Freundeskreis nicht wirklich noch Lust hatte und mich doch ein wenig überreden lassen mußte für teuer Geld nach Kölle zu komme war’s ein schöner Tag in Köln. So alles paßt würd ich sicherlich nächstes Jahr auch gerne wieder in Köln feiern






