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LinuxSo eine eigene OSX-Installation ist doch irgendwie etwas anderes, als wenn man schon ein fast fertiges System hingestellt bekommt. Man schaut, sucht, installiert und bekommt ein wenig Gefühl für den Tiger. Wie ich schon unter Windows® mehrfach erwähnt habe, bin ich aber doch von GNU/Linux und OpenSource-Software allgemein eher verwöhnt wie mir scheint. Denn dieses suchen der Software ist genau das, was einem z.B. unter Gentoo durch den Paketmanager Portage deutlich erleichtert wird. Kein langes suchen nach passenden Paketen, diese dann laden und, immerhin, unter OSX wirklich kinderleicht
installieren (nur stundenlanges warten und kompilieren *g*). Was die Software an sich betrifft, so geh ich da zur Zeit doch eher den konservativen Weg nach dem Motto: “Was der Bauer nüsch kennt, datt frät’ er nüsch!” Daher beschränkt sich die Software auf die von OSX direkt mitgelieferten Anwendungen wie Mail oder iTunes, den Anwendungen der entsprechenden Anbieter (AIM, MSN, ICQ) und dem ein oder anderen mir bisher bekannten Share-/Freeware-Programmen wie z.B. Transmit oder XChataqua. Die Software-Welt für OSX wird sicherlich noch mehr Facetten bieten und bestimmt ähnlich gut mit Alternativen bestückt sein wie im “Free Software“-Bereich. Man gebe mir etwas Zeit
Angenehm überrascht bin ich von der Performance von OSX 10.4.5 Tiger auf dem iMac G3 (600MHz, 256MB SD-RAM, 40GB HDD). Seit meinem “Erstkontakt” mit OSX (IIRC 10.2.x) fühlt sich das System mit jeder neuen Version trotz neuer Gimmicks und graphischen Effekte (Dashboard oder Exposé) nicht träger als das vorherige an, eher im Gegenteil. Während man in Redmond mit jeder neuen Betriebssystem-Version die Hardware-Vorraussetzung gar unermeßlich anschwillen läßt (und Vista® dabei noch lange nicht so schick ist), arbeite ich hier mit einem ungefähr fünf Jahre altem System höchst angenehm. Opera, XChatAqua, iTunes, Finder, MSN, AIM, Terminal, Dashboard und NetNewsWire laufen gleichzeit ohne das System irgendwie besonders auszubremsen
In jedem Fall stellt der iMac hier absolut eine vollwertige Alternative zu meinem Desktop-Rechner dar, ganz im Gegensatz zum Pentium I *hehe*. Ich hardere aber nach wie vor, eigentlich seit dem ich zum ersten Mal vor einem Mac einen längeren Text geschrieben habe, mit dem Tastaturlayout
Wie ich mehrfach schon erwähnt habe, liegt die rechte “Apfel”-Taste genau da, wo bei PC-Tastaturen “Alt Gr” liegt und durch die Macht der Gewohnheit schließt dann ein “Apfel”+”Q” welches vermeindlich ein “@” auf den Bildschirm zaubern soll mal schnell die Anwendung
Auch sucht man übermäßig lange nach dem grade gewünschten Sonderzeichen, ob eckige Klammer, Tilde oder Pipe, alles liegt ganz woanders und stellt grade den ständigen Wechsel zwischen PC- und Apple-Keyboard auf eine harte Probe. Nachdem auch Brina dank der MightyMouse die Scroll-Funktionen von Mäusen schätzt, darf ich hoffentlich erwähnen, daß eine Ein-Tasten-Mouse doch sehr puristisch ist
Ebenso fehlen mir doch ein wenig die virtuellen Desktops, wie ich sie von Desktop-Environments wie KDE oder XFce her kenne. Vermutlich wird es eine “aufgesetzte” Lösung wie unter Windows® geben, die aber dann nichts Halbes und nichts Ganzes darstellt. Man hat dann einfach aufgeräumte Oberflächen, zusätzliche Tastenkombinationen mit denen man direkt in Anwendungen springen kann und arbeitet IMHO deutlich flexibler. “Apfel-Tab” funktioniert irgendwie auch nicht so wie ich mir das wünsche, wenn die Anwendung minimiert ist wird sie nicht in den Vordergrund geholt. Für “Alle Anwendung minimieren” fehlt mir irgendwie auch ‘n Icon im Dock. Vielleicht gibt es ja ‘n Keybinding, welches mir Commi oder wer anderes im Comment-Bereich verrät
Zu guter letzt stör’ ich mich ein wenig am Dashboard, dessen Funktionen ich ja sehr schätze, aber ich fänd’s besser, wenn es wie z.B. bei gDesklets auf dem Desktop gepinnt wäre. So kommt man schnell mit der Mouse in ‘ne Ecke und ohne es zu wollen öffnet sich das Dashboard und überlagert alles
Aber genug gemeckert, es sind halt die Dinge, die einem ins Auge springen, wenn man Umsteiger ist. Nur trotzdem vermag bei mir der Funke noch nicht überspringen. Von einem Apple-Faible bin ich als Baby-Pinguin doch noch etwas entfernt. Die Rechner gefallen mir, keine Frage, schickes Design, schicke Performance. Die enge Verbindung mit dem ganz ansprechenden Betriebssystem ist ein springender Punkt bei Apple, die Oberfläche ist sehr stylisch, wie geschrieben performant und dabei einfach und übersichtlich. Aber der Teufel steckt wie immer im Detail, liebgewonnene Angewohnheiten, Usability-Features wie ich sie von anderen graphischen Oberflächen kenne fehlen mir dann doch. Und, ehrlich: amaroK ist doch das bessere iTunes *duck* Man gewöhnt sich natürlich über die Zeit an alles, keine Frage und es ist auf alle Fälle anständiger einen Apple im Haus zu haben, als sich von einem anderen, großen Software-Unternehmen spezielle Sicherheits-Features auf’s Auge drücken zu lassen
Grundsätzlich bin ich jedenfalls froh, den G3 hier auf’m Schreibtisch stehen zu haben
Nun wird die Zukunft zeigen, was meine Linux-Spielerein noch auf dem PPC ergeben und ob ich mir hier Fink oder andere Möglichkeiten hinbastel, mit denen ich dann einige liebgewonnene OpenSource-Anwendungen auf den OSX-Desktop zaubern kann. Anbei die Frage, ob es wohl OpenOffice wohl schon nativ für OSX gibt?
Abschließend noch ein Blick auf den aktuellen Desktop

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Um es nicht unerwähnt zu lassen: Natürlich wurde dieser Artikel unter OSX erstellt