Archiv für Mai, 2006
SierraXTC am 31.05.06 um 23:31 Uhr

Please XTC – Pimp my blog (VI)

Neuigkeiten, Technikecke, Wordpress

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Die heutigen Veränderungen fallen eher in die Kategorie “Feintuning”. Denn außer den kleinen Unterschriften bei den Seiten-Überschriften, die – wie man mir sagte – durchaus zumindest ein wenig für mehr Überblick sorgen. Dazu gab’s noch für die Einzelseiten, in denen die Beiträge angezeigt werden, ein “ähnliche Beträge“-Plugin. Ich hoffe, daß es meinen Wünschen gemäß funktioniert, denn so leichte Zweifel hege ich im Moment noch. Zu guter Letzt gab’s noch ein “letzte Beiträge“-Plugin für die Sidebar, welches auch nur bei Einzelseiten angezeigt wird.
Irgendwie ist mir selber derzeit das Blog zu überladen, aber auf die meisten Sachen möchte ich irgendwie auch wieder nicht verzichten. Vertrackte Situation das 8O

SierraXTC am 31.05.06 um 02:52 Uhr

“Desasterchen”

Fußball, Multi-/Media, Nationalelf

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Ein sehr beschränkter Blick auf einen Teil der Medien zum Freundschaftsspiel gegen Japan gestern Abend in Leverkusen:

Klinsi, diese Schlappwehr macht nur die Gegner froh

tituliert, wie nicht anders zu erwarten, die BILD in ihrer Online-Ausgabe. Zitierenswert erscheinen mir die Kommentare

der Zitter-Kick gegen Japan – ein Dämpfer für viele hochfliegende WM-Hoffnungen…

oder auch

Die Japaner deckten gnadenlos auf, wo’s noch fehlt.

Wir haben keine Abwehr, wir haben eine Schlappwehr! Die macht nur unsere Gegner froh.

Nun ja, nicht wirklich besonders neu, was die BILD-Zeitung zu berichten weiß. Eigentlich nur ganz gut, daß immerhin am Ende ein Unentschieden dabei raus sprang. Wer weiß, zu welchen Aussagen sich die Redakteure noch hätten hinreißen lassen können. Manch einer mag denken: “Ist eben die BILD-Zeitung, die eh im Clinch mit Bundes-Klinsi liegt”. Weit gefehlt, auch Spiegel Online wußte zu berichten:

Vor allem die Abwehr offenbarte noch immer Schwächen.

Nach der Abwehrleistung gegen Italien irgendwann Anfang des Jahres, oder während des Confed-Cups 2005, oder in den Testspielen u.a. gegen die Türkei sah das übrigens ziemlich ähnlich in der deutschen Hintermannschaft aus. Wie wußte der ARD-Kommentator zu berichte, es war die 22te Abwerhrformation im 26ten Länderspiel unter Klinsmann.

Da war ein Japaner (Naohiro Takahara) mit einem Bundesliga-Saisontor plötzlich zu einem “gefährlichen Stürmer” geworden (..) Zum anderen waren auch hanebüchene Fehler in der deutschen Hintermannschaft zu beobachten. Man müsste wohl sogar von einer Blamage sprechen, wären da nicht diese letzten 15 Minuten der Partie gewesen

.. in denen aus dem Desaster ein “Desasterchen” wurde. Ja, diese, wie u.a. auch Fooligan schon schrieb, Gegner, die so ein Testspiel ernst nehmen. Da frag ich mich doch ein wenig, was die Medien erwarten? Nur weil wir durch die WM-Euphorie ein gewisses “Wir sind wieder wer“-Gefühl nach außen tragen muß das doch noch lange nicht heißen, daß wir den ansehnlichen Fußball der Brasilianer mit der Konsequenz der Argentinier und der Zielstrebigkeit der Engländer gepaart mit der konsequenten Abwehrarbeit der Italiener verbinden und nun den weltbesten Fußball spielen :gruebel:

Schweinsteiger rettet Remis

tituliert Kicker Online zu dem Spiel. Gut, er mag das Resultat gerettet haben, aber was bleibt unterm Strich? Laut Kicker eine

mäßige(n) Vorstellung

Denn,

Gegen die flinken und leichtfüßigen Japaner war die müde wirkende Klinsmann-Elf oft in der Abwehr überfordert und konnte auch in der Offensive nur wenig Akzente setzen.

Das solche Aspekte wie die Vorbereitung in Genf, die abgelaufene Saison und der von mir angesprochenen Aspekt des Ausschalten der Offensive zum Teil vernachlässigt wird ist eher unwichtig. Einen Gegner wie Japan – FIFA Weltrangliste Mai 2006 – auf Platz 18 der immer wieder kritisierten Weltrangliste, einen Platz vor Deutschland übrigens, haut man wech.
Wir sind aber noch lange nicht wieder die Nummer eins der Welt, wir sind derzeit ein wenig glücklich Vize-Weltmeister und haben mit der aktuellen Mannschaft den Leistungszenit in meinen Augen noch lange nicht erreicht (was btw Hoffnung für 2010 gibt ;) ). Aber, die Euphorie im Land scheint vielleicht auch bei den Medien entsprechende Erwartungshaltungen zu schüren. Wie sagte einst ein großer Trainer:

Wichtig is’ auf’m Platz

und

Nach dem Spiel is’ vor dem Spiel

letztlich

zählt nur, was unter’m Strich rauskommt

.. und das Zählen beginnt eigentlich ja erst in neun Tagen. Wenn das Team bei der WM groß in Fahrt kommt, dann interessiert einen weder das Ergebnis noch die Schelte nach dem gestrigen Testspiel gegen Japan. Dann hat “Klinsi” alles richtig gemacht. Wenn Deutschland nach der Vorrunde die Segel streicht, dann kräht übrigens auch kein Hahn nach dem Testspiel gegen Japan. Dann sind viele damit beschäftigt des Bundestrainers’ Auswahl an Spielern zu kritisieren. Das dieses Spiel trotz allem nicht so schlecht war, wie es derzeit wieder gemacht wird, sondern nur wieder – wie einst Rudi Völler analysierte

das dauernde Gerede vom erreichten Tiefpunkt, dann noch mal einem. Und dann noch einem niedrigeren Tiefpunkt.

beginnt, ist da aber irrelevant. Wir sind nämlich wer – das wissen die Fans – und weil die Fans das wissen, müssen die Medien ein wenig die Euphorie bremsen. Nur ehrlich, ich glaube, die Fans hauen die Mannschaft weniger in die Pfanne, sondern stehen auch bei einem 0:2 (entgegen Herrn Simons Theorie) auch hinter der Mannschaft und wissen, das der Weg das Ziel ist.

SierraXTC am 30.05.06 um 23:40 Uhr

Deutschland – Japan

Fußball, Nationalelf

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Meine Fresse neee – also ehrlich! Nein, ich ärgere mich nicht über das Spiel an sich. Im Gegenteil – aber dazu später. Ich bin einfach nur maßlos genervt von den Kommentatoren der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. Ich dachte schon Belá Réthy wäre nicht mehr zu unterbieten, da hab ich mich doch schwerlich getäuscht. Heute hat Steffen Simon in der ARD gezeigt, daß er definitiv keine Ahnung hat. Nach wie vor gilt aus meiner Sicht:

Ich würde eine Aktion “Neue Kommentatoren” absolut unterstützten.

Immerhin gefällt mir das deutsche Moderatoren/Experten-Dreamteam Delling/Netzer von Großereignis zu Großereignis besser. Ich liebe diese süffisanten Seitenhiebe und mittlerweile muß ich eingestehen, daß die Aussagen vom Fußball-Experten Netzer durchaus Hand und Fuß haben (können). Aber, ums nomma zu sagen: Kehr, ellich – so’n Kommentator kann man absolut nicht auf die Menschheit los lassen, findet btw auch Fooligan.

Statistisches

Deutschland:

1 Lehmann – 19 Schneider, 17 Mertesacker, 21 Metzelder (55. 6 Nowotny), 2 Jansen – 8 Frings, 18 Borowski (62. 22 Odonkor), 13 Ballack, 7 Schweinsteiger – 11 Klose, 20 Podolski (70. 10 Neuville)

Japan:

Kawaguchi – Tsuboi, Miyamoto, Nakazawa – Kaji (39. Komano), H. Nakata, Fukunishi, Santos – Nakamura – Yanagisawa (81. Tamada), Takahara (78. Oguro)

Tore:

0:1 Takahara (57.)
0:2 Takahara (65.)
1:2 Klose (75.)
2:2 Schweinsteiger (80.)

Gelbe Karten:

Borowski, Ballack, Schweinsteiger – Yanagisawa

Zuschauer:

22500 (ausverkauft)

Das Spiel

Im Vergleich zum Spiel gegen Luxemburg gab’s heute auf Grund des Gegners Japan natürlich mehr zu sehen. Die Deutschen haben das Spiel von Beginn an angenommen – im Gegensatz zum Italien-Spiel – und haben kontrolliert und aggresiv versucht nach vorne zu spielen. Das bei solch einer vorgezogenen Spielweise natürlich Platz für brandgefährliche Konter kommen kann wissen alle, nur Steffen Simon anscheinend nicht. Selbst der Bundestrainer weiß das und nimmt solche gefährlichen Situationen billigend in Kauf. So stand Deutschland mehrfach durch schnell vorgetragener Konter der Japaner (13. und 17. Minute) unter Druck und konnte sich bei einem gut aufgelegten Jens Lehmann bedanken, daß sie nicht in Rückstand geraten sind. Mit zunehmendem Verlauf der Halbzeit drückte Deutschland immer mehr auf ‘s japanische Tor (21., 24. und 41. Minute) und kommt dabei zu glücklichen Chancen die glücklos versiebt werden. Ein bis dahin offenes Spiel, welches die deutsche Mannschaft bestimmt, aber nicht zwingend dominiert.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild wie zu Beginn des Spiels: Deutschland kontrolliert das Spiel und durch individuelle Fehler kommt Japan zu schnellen Kontern wovon Takahara einen Konter chancenlos für Lehmann in der 57. Minute erfolgreich abschließen kann. Schon acht Minuten später zappelt der Ball ein zweites Mal im Netz, nachdem man nach einem schnellen Gegenzug die Japaner um den eigenen Strafraum nicht konsequent attakiert. Takahara kommt ungehindert zum Schuß und auch hier ist Lehmann chancenlos und kann die Fehler der Vordermannschaft nicht ausbügeln. In der Folgezeit nimmt Japan ein wenig das Tempo aus ihren Gegenstößen heraus und Deutschland kann sich zum Teil durch gefällige Kombinationen wieder Chancen erspielen. Was indes besser bei den Deutschen funktioniert sind nun die Standard-Situationen. Japan macht zunehmend Fehler beim Kombinationsspiel der Deutschen und läßt mehr Standards zu, bei denen Klose in der 75. Minute einen Freistoß von Schweinsteiger aus gut fünf Metern einschieben kann. Fünf Minuten später ist es diesmal Schweinsteiger, der mit einem Kopfball einen Freistoß von Schneider unhaltbar verlängern kann. Danach sah sich Deutschland noch mal dem ein oder anderen gefährlichen Konter ausgesetzt ehe der griechische Unparteiische die Partie abpfiff.

Weisheiten

Das Spiel gegen Japan war eine erste Standort-Bestimmung gegen einen – zumindest von mir in der Form – erwartet starken Gegner. Das Japan nicht “irgendwer” ist, weiß man nicht erst seit der WM 2002 in Japan/Südkorea, daß bekamen u.a. auch die Brasilianer (2:2) und der schwache Europameister Griechenland (0:1) im Confed-Cup 2005 in Deutschland zu spüren. Das Spiel der Deutschen nun so entschieden schlecht zu reden wie der ARD-Kommentator kann ich einfach nicht nachvollziehen. Zu dem Zeitpunkt der aktuellen Vorbereitung und der generellen Grundausrichtung des Teams hat man gesehn, daß Deutschland in einem Spiel, welches sie kontrollieren müssen, dieses Spiel auch aggresiv angehen können und auch öfter durch Kombinationen zu Chancen kommen können. Einige Spieler waren heute nicht ganz auf der Höhe des Geschehens was zu entscheidenden Fehlern geführt hat bzw zu mangelhafter Chancenauswertung, dennoch stimmt mich das Spiel an sich nicht traurig. Das man nun dieses Spiel nicht wie vor Jahren/-zehnten einfach nur souverän nach Hause schaukeln konnte hat zwei Ursachen: Zum einen spielt man, das sollte man nicht unbedacht lassen, gegen einen WM-Teilnehmer und eine Nation, die sich irgendwo um die Position Deutschlands in der FIFA-Weltrangliste befindet. Wer Japan heutzutage spielerische Klasse abspricht, der tut dem Team gänzlich unrecht. Zum anderen muß man sehen, daß Klinsmann – ob zu recht oder unrecht – das Team versucht stark offensiv auszurichten. Das führt zu entsprechend brenzligen Situation, die gute Teams noch deutlicher auszunutzen wissen. Wenn die Konzentration der Spieler einfach mal über 90 Minuten anhält und man die individuellen Stellungs- und Abspielfehler noch weiter bis zur WM minimieren kann, dann wird die Häufigkeit solcher schnellen Gegenzüge weniger und die Abwehr wird weitaus weniger in Bedrängnis kommen.
Meiner Meinung nach hat Jens Lehmann heute bewießen, warum er zu recht die Nummer 1 in der Nationalmannschaft geworden ist. An den Gegentoren war er machtlos, konnte sich aber durch einige Paraden auszeichnen. Die Vierer-Abwehrreihe hat sich noch nicht gefunden, u.a. durch den derzeitigen Totalausfall Friedrichs und der Verletzung Lahms. Ob Schneider nun eine Alternative in der Abwehr ist, wage ich eher zu bezweifeln. Mir gefiele da eher die Idee Frings zurück zu ziehen und Kehl ins defensive Mittelfeld zu stellen. Borowski war bemüht, ähnlich wie Ballack aber entweder lags an den Positionen oder es paßt derzeit mit den Beiden noch nicht wirklich zusammen. Wie ich schon prognostizierte nach dem Luxemburg-Spiel ist es wichtig zu sehen, was mit der Mannschaft passiert, wenn elementare Spieler wie Ballack oder Klose ausgeschaltet werden. Japan hat sehr gut die Deutschen gedoppelt oder ist mit noch mehr Spielern auf den ballführenden Spieler gegangen. So konnte auch Schweinsteiger nur eher selten unbekümmert aufspielen. Warum man den einzigen Aktivposten im Sturm Podolski gegen den Stolperfußballer Neuville aufgegeben hat war mir dann aber doch eher schleierhaft. Nur weil der Gladbacher zweimal “zufällig” das Tor gegen Luxemburg getroffen hat konnte er – in meinen Augen – keine neuen Akzente setzten. In vielen Spielsituationen fehlte da einfach ein Podolski, der den Torriecher hat und weiß, wie er’s machen muß. In der Spielweise, wie sie angedacht war, paßte auch Odonkor nur schwer hinein. Auch er mühte sich redlich, aber auch er konnte das Spiel nicht auf die schwache rechte Seite verlagern. Deutschland kombininerte heute schnell, gut und gefährlich, wenn es über Links ging, also über Jansen, Schweinsteiger und Podolski.
Es fehlte – vielleicht verständlich – etwas der allerletzte Biß, die allerletzte bedingungslose Offensivleistung. Ansonsten hinterläßt das Spiel durchaus einen guten Eindruck bei mir. Die Fehler, die uns die Japaner aufgezeigt haben, sind spätestens seit dem Confed-Cup bekannt. Neu hingegen ist, daß Deutschland auch aussichtslose Rückstände drehen kann. Das läßt durchaus darauf hoffen, daß ein auf den Punkt konditionell starkes, konzentriertes und aggresives deutsches Team vielleicht im Eröffnungsspiel die “Ticos” überraschen kann.

Nichts desto trotz: Gebt uns neue Kommentatoren :roll:

SierraXTC am 30.05.06 um 16:51 Uhr

Nu’ ist Holland in Not

Geschwafel

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Es ist passiert – ich habe mal wieder standhaft auf meinem Anliegen beharrt mich wieder mal bequatschen lassen ein Zelt-Wochenende in Kauf zu nehmen. Das ich aus den Erfahrungen der Vergangenheit nicht einfach mal schlau werde und statt im Dauerregen irgendwo in der Pampa zu sitzen (wie vor zwei Jahren auf Rømø) einfach zu Hause im Keller ‘n ruhiges Wochenende verbringen kann *seufz*
Diesmal geht’s über Pfingsten nach Holland, genauer gesagt nach Callantsoog. Ein nicht gänzlich unbekannter Camping-Platz, der schon zu seeligen Zeiten, als ich noch mit der Familie in Urlaub gefahren bin aufgesucht wurde und mich wohl zu letzt irgendwann Ende der 90er gesehn haben muß, wenn ich mich halbwegs richtig entsinne.
Grade hab ich mal einen vorsichtigen Blick auf wetter.com geworfen um zu sehen, was uns denn an der Nordsee für ein Wetter erwartet. So ganz erwärmen (nein, welch ein Wortspiel :P ) können mich die Prognosen für’s Wochenende nicht wirklich:

Freitag:
bedeckt – zwischen 11° und 13°C – Regenwahrscheinlichkeit ~55%
Samstag:
bedeckt – zwischen 12° und 15°C – Regenwahrscheinlichkeit ~25%
Sonntag:
wolkig – zwischen 13° und 16°C – Regenwahrscheinlichkeit ~15%
Montag:
wolkig – zwischen 13° und 16°C – Regenwahrscheinlichkeit ~20%

Quelle: Wetter.com

Ich bin einfach mal so unglaublich optimistisch zu hoffen, daß wir zumindest im Trockenen auf- und abbauen können. Das wäre vermutlich schon viel wert. Wenn’s denn zwischendurch auch mal aufhört zu regnen und nicht so wie am letzten “Urlaubs”-Tag vor zwei Jahren einfach nur ununterbrochen schüttet wär das mal ‘n ordentlicher Ansatz. So recht mag ich nämlich dem 100-jährigen Kalender nicht mehr Glauben schenken, der möchte mir eigentlich erzählen, daß

Juni
1. – 4. herrlich schönes Wetter

herrschen soll. Mit den Regenprognosen im Mai hat er indes aber weitestgehend leider recht gehabt. Hoffen wir das Beste – mit genügend Amstel kann man sich bestimmt auch aufwärmen.
Während ich dann von Freitag bis Montag Holland von innen heraus infiltriere und so den Siegeswillen und die Unterstützung der Oranje-Fans schwäche *hust* wird mich Yank¤¤ hier bestimmt würdig vertreten, so daß es das ein oder andere mal doch noch ein paar Neuigkeiten hier zu lesen gibt :thumbsup:

SierraXTC am 29.05.06 um 14:41 Uhr

Yank¤¤ und SierraXTC – Die Prognose (III)

Fußball, WM 2006

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Gruppe G

Ohne große Einleitung und umschweifende Worte geht es diesmal direkt in die Vorrunden-Gruppe G mit Togo, dem WM-Halbfinalisten von 2002 Südkorea, dem EM-Endrundenteilnehmer 2004 Schweiz und dem ehemaligen Fußball-Weltmeister von 1998 Frankreich.

Beginnen wir mit Togo. In der afrikanischen Qualifikationsgruppe 1 hat sich Togo mit nur 2 Unentschieden und 1 Niederlage gegen die Nationalmannschaften aus dem Senegal, Sambia, dem Kongo, Mali und Liberia durchgesetzt. Wie man diese Leistung nun einschätzen soll kann ich nicht wirklich beurteilen. Ein Blick auf die Ergebnisse Togos bei der diesjährigen Afrikameisterschaft könnte da mehr Aufschluß geben. So weiß der Wikipedia-Artikel zu berichten, daß “(..) nicht automatisch eine Kontinentalmeisterschaft dominieren muss, wer sich für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifizierte. Die Togoer zeigten eine sehr schwache Vorstellung (..)”. Das läßt den vorschnellen Schluß zu, daß der WM-Neuling vermutlich nur nach Deutschland kommt um Erfahrungen zu sammeln. Aber vielleicht überraschen sie uns alle und es gibt doch noch “Pogo in Togo“, wie die Sportfreunde Stiller im gleichnamigen NDW-Cover auf ihrem aktuellen Album zur Fußball-WMYou have to win Zweikampf besingen. :lol:

Werfen wir als nächstes einen Blick auf die Schweiz. Mit bisher sieben WM-Teilnahmen, zuletzt 1994 in den USA, sicherlich kein Unbekannter auf der großen Fußball-Bühne. Der letzte größere Erfolg war die Teilnahme an der EM-Endrunde in Portugal 2004 wo man mit Frankreich, England und Kroatien eine schwere Gruppe erwischte und als Gruppenletzter ausschied. In der WM-Qualifikationsgruppe 4 setze man sich nur durch das bessere Torverhältnis als Gruppenzweiter gegenüber Israel durch. Zwar kassierte man in der Qualifikation keine Niederlage gegen (mal wieder) Frankreich, Israel, den nicht zu unterschätzenden Iren, Zypern und den Farör Inseln – dennoch reichte die Leistung nur zu einem mäßigen zweiten Platz und der eher glücklichen Teilnahme an den Relegationsspielen. Dabei kam es zu dem legendären Skandalspiel gegen die Türkei wo man trotz einer 2:4 Niederlage durch den Hinspiel-Erfolg die WM-Teilnahme sichern konnte. Alles in allem überzeugten die Schweizer bisher nicht so recht. Eventuell schafft es der mit vielen Legionären gespickte Kader aber dennoch die Vorrunde bei der diesjährigen WM zu überstehen – nur wird ganz sicher dann spätestens im Achtefinale Endstation für die Eidgenossen sein.

Südkorea, bei der letzten WM 2002 als einer der Gastgeber automatisch qualifiziert, konnte sich seit 1986 ununterbrochen für WM-Endrunden qualifizieren. In der Qualifikation setzte sich Südkorea gegen Libanon, Vietnam und die Malediven durch, ehe es in der nächsten Zwischenrunde gegen Saudi-Arabien (Gruppe H), Kuweit und Usbekistan ging. Dort wurde man sogar nur Gruppenzweiter hinter den Saudis. Die überraschende Halbfinalteilnahme wie bei der WM im eigenen Land werden die Asiaten auf europäischen Boden bestimmt nicht wiederholen können, dennoch sollte man Südkorea nicht unterschätzen. Das sehr schnelle und laufstarke Spiel raubt vielen Gegner Kraft und oftmals auch den letzten Nerv.

Wie in Gruppe H gibt es auch hier einen klaren Favoriten in der Gruppe, der ebenfalls aus Europa kommt – Frankreich. Das noch immer mit vielen Weltmeistern von 1998 gespickte Team um Raymond Domenech wird sicherlich als einer der Favoriten um den Weltmeister-Titel 2006 gehandelt. Dennoch ist das ehemals erfolgreiche Team um Stars wie “Zinedine Zidane” und “Thierry Henry” auch schon in die Jahre gekommen. Peinlich waren das Ausscheiden bei der WM 2002 als Titelverteidiger ohne Sieg und ohne Tor oder die mühevolle Vorrundenspiele bei der EM 2004 und der überraschenden Viertelfinal-Niederlage gegen den späteren Überraschungs-Europameister Griechenland. Auch beim Freundschaftsspiel im November 2005 in Paris gegen Deutschland (Endstand 0:0) konnte das Star-Ensemble nicht wirklich überzeugen. Die Qualifikation zur WM 2006 überstand man unter anderem gegen den Gruppengegner Schweiz ohne Niederlage mit 5 Siegen und 5 Unentschieden auch eher mühevoll. Dennoch sollte angesichts der Gegner in der Gruppe G Frankreich klar die Finalrunde erreichen, alles andere wäre ähnlich peinlich wie der desolate Auftritt 2002.

Spielplan

Dienstag, 13. Juni 2006
15:00 Uhr: Südkorea – Togo
18:00 Uhr: Frankreich – Schweiz

Sonntag, 18. Juni 2006
21:00 Uhr: Frankreich – Südkorea

Montag, 19. Juni 2006
15:00 Uhr: Togo – Schweiz

Freitag, 23. Juni 2006
21:00 Uhr: Schweiz – Südkorea
21:00 Uhr: Togo – Frankreich

Tacheles

Auch in der Gruppe G wird man kaum Überraschungen erwarten. In meinen Augen werden die Schweiz und Südkorea sich um den zweiten Platz und das erreichen der Finalrunde streiten. Frankreich wird sich vermutlich mit Mühe den Gruppensieg sichern. An dieser Stelle entscheide ich mich dann doch für die Eidgenossen als Gruppenzweiten, da ich glaube, daß sie den “Heimvorteil” auf europäischen Boden ausnutzen können. So schade es um den interessanten Fußball der Südkoreaner ist, der durchaus ansehnlich ist, so wird zumindest in Gruppe G alles seinen geregelten Weg gehen. Wenngleich ich der Ansicht bin, daß die Teams aus dieser Gruppe in den Finalrunden keine besonders große Rolle spielen werden.

Achtefinale

An dieser Stelle noch die prognostizierten Achtefinal-Paarungen, die sich aus meinen Vermutungen ergeben würden:

1. Gruppe G – 2. Gruppe H
Frankreich – Spanien

1. Gruppe H – 2. Gruppe G
Tunesien – Schweiz

Quellen: Kicker, WorldCupWiki und Wikipedia

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