Archiv für den Mai 28th, 2006
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SierraXTC am 28.05.06 um 18:08 Uhr

Deutschland – Luxemburg

Fußball, Nationalelf

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Etwas später, aber die Nachbetrachtung des gestrigen Länderspiels zwischen Deutschland und Luxemburg kommt doch noch. Natürlich saß ich am Samstag pünktlich um 1700 Uhr vorm Fernseher und habe das Freundschaftsspiel verfolgt. Vorweg: Ich würde eine Aktion “Neue Kommentatoren” absolut unterstützten. Was Béla_Réthy gestern wieder während der neunzig Minuten vom Stapel gelassen hat war nicht besonders schön anzuhören.

Statistisches

Deutschland:

1 Lehmann (46. 12 Kahn) – 3 Friedrich, 4 Huth (46. 17 Mertesacker), 21 Metzelder, 2 Jansen (46. 15 Hitzlsperger) – 8 Frings (46. 5 Kehl) – 7 Schweinsteiger, 19 Schneider – 18 Borowski – 11 Klose (63. 14 Asamoah), 20 Podolski (71. 10 Neuville)

Luxemburg:

Oberweis – Reiter (26. Schnell), Heinz (71. Federspiel), Hoffmann, Mutsch – Leweck (55. de Sousa Moreira), Peters, Strasser, Remy – Leweck (74. Kitenge), Huss (26. Joachim)

Tore:

1:0 Klose (5.)
2:0 Frings (19., Foulelfmeter)
3:0 Podolski (36.)
4:0 Klose (59.)
5:0 Podolski (65., Foulelfmeter)
6:0 Neuville (90+1.)
7:0 Neuville (90+2.)

Gelbe Karten:

– Remy, Hoffmann, Oberweis

Zuschauer:

23.000 (ausverkauft)

Das Spiel

Trotz eher durchwachsenen Temperaturen und wechselhaftem Wetter konnte man gestern im Breisgau eher den Eindruck eines lauen Sommerkicks bekommen. Die deutsche Nationalmannschaft, die Mitten in den Vorbereitungen zur WM steht, wollte sich nicht weh tun. Das gelang – bis auf Ausnahme von Robert Huth – eigentlich sehr gut. Mit eher müden Beinen spielte man routiniert sein Spiel gegen einen Gegner herunter, der die deutsche Mannschaft zu keiner Zeit richtig fordern konnte. Durch die eher gemächliche Gangart war von dem erhofften Scheibenschießen der Deutschen über längere Zeit nichts zu sehen, trotz des frühen Führungstores aus der fünften Minute wo Podolski Klose mustergültig mit einem Querpaß im Strafraum bedient, der dann nur noch den Fuß zur verdienten Führung hinzuhalten brauchte. Lediglich einmal herrschte vor dem deutschen Tor etwas Gefahr, als in Minute 10 ein Luxemburger nach einem Ausrutscher von Huth frei zum Schuß kommen konnte aber das Tor um einige Zentimeter links verfehlte. Mit einem Foulelfmeter durch Frings und einem sehenswerten Schuß von Podolski schoß man sich ohne größere Mühe die 3:0-Halbzeitführung heraus.
Mit vier Wechsel zur Halbzeitpause nahm Jürgen Klinsmann ein wenig den Spielfluß heraus, was dafür sorgte, daß die Luxemburger kurz nach der Halbzeit sich ein wenig in Szene setzen konnten. Aber diesem kurze Aufbäumen wußten die Deutschen sich routiniert dagegen zu stellen. So gelang Klose noch sein zweites Tor in der 59. Minute zum 4:0, eher nochmals Podolski per Foulelfmeter zum 5:0 in Minute 65 erhöhte. Danach passierte eigentlich verhältnismäßig wenig, man schob sich gemütlich den Ball im Mittelfeld zu und versuchte in größeren Abständen mal einen Angriff auf das Luxemburger Tor zu fahren. Mit der Einwechslung von Neuville schafften die Deutschen dann noch nach einem kapitalen Rückpaß-Fehler den Neuville zum 6:0 (91. Minute) nutzte, sowie einem schnell vorgetragenen Angriff, den ebenfalls Neuville zum 7:0 (92. Minute) abschloß noch das standesgemäße Ergebnis gegen den Fußball-Zwerg.

Weisheiten

Was zieht man nun aus diesem Kick für Schlüsse? Schwer zu sagen, denn das schwächste Glied der Kette, die Abwehr, stand nicht einmal im Mittelpunkt und verlebte einen lauen Nachmittag, genauso wie die Torhüter Lehmann und Kahn. Keiner mußte ernsthaft einschreiten und so fielen die möglichen Abstimmungsprobleme auch nicht weiter auf. Ich denke spätestens gegen Japan wird dann das Konstrukt um – so nehme ich an – Friedrich (*seufz*), Mertesacker, Metzelder, Janssen genug zu tun bekommen um zu beweisen, daß alles in Butter ist und die Null steht. Im Mittelfeld wußte der spielfreudige Schweinsteiger zu überzeugen, während Frings und Schneider eher gemütlich über den Platz trabten. Borowski zeigte bei einem schönen Schuß Torjäger-Qualitäten, den diesmal der sonst überforderte Oberweis aber mit einer Glanzparade halten konnte. Ansonsten bewegte sich Borowski viel und zeigte sich engagiert. Dadurch, daß es “nur” Luxemburg war konnten die Stürmer sich mit jeweils zwei Toren in Szene setzen. Ansonsten möchte ich nicht wissen, wie das Spiel nach vorne ausschaut, wenn man Ballack und Klose jeweils einen Defensivspieler auf die Puschen stellt. Immerhin hat man mit Neuville einen “echten” Joker, der scheinbar seit Neuestem sogar weiß, wo das Tor steht und wie man es treffen kann. Asamoah war wie immer bemüht und holte einen Elfmeter raus, zeigte aber ansonsten das, was er immer zeigt: Einsatz, aber auch nicht wirklich mehr als das.
Haken wir am Besten das Spiel einfach ab. Man hat alles richtig gemacht, sich nicht weh getan und doch standesgemäß gewonnen. Erkenntnisse konnte man aus der Begegnung nicht wirklich ziehen. So schaut man gespannt auf das Spiel am Dienstag um 2030 Uhr gegen WM-Teilnehmer Japan.

SierraXTC am 28.05.06 um 17:20 Uhr

Disruptive Minds – Whatever (EP)

Multi-/Media

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Nun ist es soweit, nach Monaten intensiver Arbeit, vieler Proben und den Aufnahmen im Studio halte ich die offiziell – laut Website – am 06. Juni 2006 erscheinende EP “Whatever” von Disruptive Minds in den Händen.

Disruptive Minds - Whatever EP - Cover
Sechs Lieder mit einer Gesamtspielzeit von rund 26 Minuten erwarten einen auf der EP. Die Auswahl, die getroffen wurde, paßt sehr gut auf die eigene Beschreibung Ihrer Musik, die “ist eine bunte Mischung aus den unterschiedlichsten Stilen moderner Rock- und Alternative-Musik. Mit einer gewissen Punk-Attitüde vereinen sie Einflüsse aus dem Punk-Rock, Hard-Rock, Metal, Hardcore/Crossover und Grunge“.

So geht’s direkt mit Punk-Rock im Stile von The Offspring oder Green Day (- würde ich als Laie mal behaupten und hab ich als Laie gleich mal falsch behauptet-) Bad Religion oder Pennywise bei “Spare Parts Storage” als Opener los. Bei dem rund vier Minuten lange Stück rechnet man schon mal schonungslos mit den hüpfenden Pop-Marionetten der Musikindustrie ab. Das zweite Stück, “The Same” dürfte eher in die Kategorie Metal fallen und hat mir schon bei den Live-Auftritten bestens gefallen. In meinen Augen ein absoluter Anspieltipp, den man seit letztem Wochenende auch auf MySpace.com in voller Länge hören kann. Mit “Libido” gibts dann ordenlichen Punk-Rock auf die Ohren. “Libido” steht seit einigen Wochen auch auf MP3.de zum herunter laden bereit. Das bisher vermutlich bekannteste Stück, welches man im MP3-Format über die Webseite beziehen kann, dürfte “Mirror” sein. Das mit fast sechs Minuten längste Stück auf der EP vermischt dabei gelungen die vielen Einflüsse der Band. Mit “Seperation” gibt’s sogar ‘ne Ballade auf der EP bis dann letztlich die Gesamtspielzeit am Ende das eher in Richtung Grunge gehende “Razor Blade Scars” abrundet.

Die CD hinterläßt aber nicht nur musikalisch einen sehr guten Eindruck. Für den angemessenen Preis von 6,- ¤ für das gepreßte Werk bekommt man eine Audio-CD direkt vom Künstler, ohne Kopierschutz oder anderen Gängelungen. Einfach nur gute Musik in einer schönen Verpackung. Der CD liegt ein sechs-seitiges Booklet mit allen Texten und einigen Bildern der Band bei. Insgesamt hat man sich nicht nur bei den Aufnahmen und der Nachbearbeitung richtig Mühe gegeben, sondern auch der Optik der CD die passende Professionalität zukommen lassen. Sowas sollte durchaus die nötige Erwähnung finden,
TRACKS
    1. Spare Parts Storage
    2. The Same
    3. Libido
    4. Mirror
    5. Seperation
    6. Razor Blade Scars

denn ein ordentliches Booklet scheint ja noch nicht mal bei Produkten der beliebten Musikindustrie zum Standard zu gehören. Es gibt, wie oben verlinkt, die Möglichkeit vorab in einige Stücke hinein zu hören und wer die CD ordern möchte, der macht in meinen Augen eigentlich nicht viel verkehrt. Die CD kann man direkt bei der Band und über MP3.de bestellen.

Mit der EP im Gepäck und einer schon gar nicht mal zu verachtenden Live-Erfahrung gibt’s dann am 10. Juni die offizielle Release-Party zu der guten Scheibe. Dann drück ich Disruptive Minds mal die Daumen, daß die Bewerbung bei Hamm’s beste Band erfolgreich ist und sie im November auch vor ‘nem großen Publikum ihr Können beweisen dürfen.

01. Juni 2006 – Korrigiert nach freundlichem Hinweis von Noodles

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