Archiv für den Juni 20th, 2006
SierraXTC am 20.06.06 um 20:46 Uhr
 Tags: Fußball, Medien, WM 2006Vor einziger Zeit fragte Focus Online in einer Umfrage, welcher TV-Kommentator am meisten nervt. Man konnte unter anderem den aufgeführten Kommentatoren Schulnoten vergeben. Die Auswertung dieser Umfrage findet sich nun in der aktuellen Printausgabe des Focus (Nr. 25/19. Juni 2006). Dabei bekamen die Kommentatoren – absolut zu recht – keine besonders guten Noten. Die Reihenfolge liest sich wie folgt:
1. Bélà Réthy (ZDF) 2,85
2. Marcel Reif (Premiere) 3,02
3. Thomas Wark (ZDF) 3,09
4. Gerd Gottlob (ARD) 3,23
5. Wolf-Dieter Poschmann (ZDF) 3,33
6. Steffen Simon (ARD) 3,39
7. Florian König (RTL) 3,48
8. Reinhold Beckmann (ARD) 4,03
Quelle: Focus Printausgabe Nr. 25/2006 – Seite 12
Für mich eigentlich noch immer viel zu gute Benotungen für die zum Teil gruseligen Leistungen. Das grade meine Spezialfreunde Bélà Réthy (und dann noch auf Platz 1 ) und Steffen Simon so gut abschneiden mag ich gar nicht glauben. Zu Recht wurde aber immerhin Reinhold Beckmann entsprechend abgestraft.
Gemäß dem Artikel im Focus gab’s auch in der zweiten Kategorie, in der es darum ging “welcher Kommentator am meisten nervt” auch einen deutlichen Sieg für Herrn Beckmann vor Steffen Simon. Vielleicht denkt die ARD mal über ihre Kommentatoren nach. Schade, daß die im Vergleich zu Günter Netzer und Gerd Delling zum Teil noch nicht mal Kreisliga-Niveau erreichen. Wer sich fragen sollte, wer denn der “beliebteste” Kommentator sei in dieser Kategorie: Wolf-Dieter Poschmann finden am wenigsten Online-Mitclicker nervig.
SierraXTC am 20.06.06 um 18:28 Uhr
 Tags: Deutschland, Fußball, Länderspiel, WM 2006Heute gibt’s die Nachbetrachtung zum letzten Vorrunden-Spiel bei der diesjährigen Fußball-WM mal direkt nach dem Spiel. Diesmal durfte ich ja auch wieder in Ruhe dem Spiel folgen und den Ausführungen von Reinhold Beckmann konzentriert lauschen. Bei schwül-warmen Wetter ging’s also heute um 1600 Uhr im Berliner Olympia-Stadion los.
Statistisches
Ecuador:
Mora – De la Cruz, Guagua, Espinoza, Ambrossi – Valencia (63. Lara), E. Tenorio, Ayovi (68. Urrutia), Mendez – Kaviedes, Borja (46. Benitez)
Deutschland:
1 Lehmann – 3 Friedrich, 17 Mertesacker, 4 Huth, 16 Lahm – 8 Frings (66. 18 Borowski), 19 Schneider(73. 14 Asamoah), 7 Schweinsteiger, 13 Ballack – 11 Klose (66. 10 Neuville), 20 Podolski
Tore:
0:1 Klose (4.)
0:2 Klose (44.)
0:3 Podolski (57.)
Gelbe Karten:
Valencia – Borowski
Zuschauer:
72000 (ausverkauft) – Olympiastadion Berlin
Das Spiel
Nach einem frühen Führungstor, entstanden durch eine schlaue Kombination im ecuadorianischen Strafraum, geschossen von Klose konnte die deutsche Mannschaft ein ruhiges, kontinuierliches Spiel aufbauen. Souverän in den Zweikämpfen und ein taktisch sehr starkes Stellungsspiel zeichnete Deutschland in der ersten Hälfte aus. Die Ecuadorianer fanden zu keiner Zeit richtig ins Spiel und wurden früh gestört. Dabei schaffte Deutschland einige weitere gefällige Angriffe ohne letztlich zwingend im Abschluß zu sein. Kurz vor der Halbzeit konnte sich abermals Klose nach einem schönen Pass von Ballack gegen zwei Abwehrspieler durchsetzen und den Torhüter überlaufen und zur 2:0-Halbzeitführung einschieben.
In der zweiten Halbzeit fand Ecuador besser ins Spiel, weil die Deutschen ihnen auch mehr Platz zum Spielen lies. Bei den warmen Temperaturen schaltete man einen Gang zurück und es entwickelte sich ein Fußballspiel. Ecuador spielte zum Teil einige wenige Male gefällig bis zum deutschen Strafraum, wurde dann aber konsequent gestört. Dadurch ergaben sich gute Konterchancen für Deutschland die nach einem Traumpaß von Schneider auf Podolski von diesem zum 3:0 abgeschlossen wurde. Im weiteren Verlauf wurde das Spiel zu einem lauen Trainingskick den die Deutschen immer unter Kontrolle hatten. Man präsentierte sich gegen schwache Ecuadorianer souverän, zweikampfstark, technisch geschickt und wächst weiter in eine Favoritenrolle hinein.
Weisheiten
Heute konnte man, wohl vor allem dank der frühen Führung gegen ausgewechselte Ecuadorianer das Spiel bestimmen, gestalten und kontrollieren. Man spielte wie ein ganz Großer gegen einen Gegner, der den Deutschen wieder in die Karten spielte. Bisher wurden wir kaum in den Vorrundenspielen gefordert. Gegen Costa Rica hatte man das Spiel immer im Griff, gegen Polen dominierte man laufstark und zweikampffreudig und heute gegen Ecuardor wußte man auch den Ball laufen zu lassen. Dabei waren natürlich die letzten zwei Begegnungen herrausragend, da man auch in der Abwehr überzeugender spielte. Auch heute wurde man eher selten gefordert, war dann aber immer auf der Höhe des Geschehens und über die vollen 90 Minuten konzentriert.
Wenn ich dieses Gejammer der starken Gegner, die nun auf uns zukommen, schon nicht mehr hören kann, sind Schweden oder England sicherlich ein etwas anderes Format als die ecuadorianische B-Mannschaft oder die Standfußballer aus Polen. Trotzdem wußten beide Teams bisher nicht richtig zu überzeugen, England war ein Totalausfall, Schweden zeigte sich abschlußschwach und ob sich das bis nächsten Samstag enorm ändern wird und man eine eklatante Leistungssteigung erleben kann bleibt in meinen Augen abzuwarten. Wir müssen uns weder vor England noch vor Schweden in die Hose machen. Mit einer konzentrierten und ähnlich konsequenten Abwehrleistung wie heute hat man alle Trümpfe in der Hand und kann bei schnellen Gegenstößen die Gegner enorm unter Druck setzen. Die Stürmer dürften doch “zurück” sein, Klose zeigte durchaus eine gute Leistung, Podolski blieb in Halbzeit eins eher blaß, konnte sich in der zweiten Hälfte aber besser in Szene setzen und man kann auf den gesamten Kader zurück greifen. Das sind allemal positive Aussichten, das Selbstbewußtsein sollte auch vorhanden sein nach dem klaren Gruppensieg und das Publikum steht hinter dem Team. Wer soll uns denn stoppen?
SierraXTC am 20.06.06 um 16:48 Uhr
 Tags: Deutschland, Fußball, WM 2006Dank einer frühen und durchaus sehenwerten Führung konnten wir sicher aufspielen. Das gab die nötige Ruhe und so konnte man bei drückenden Temperaturen das Spiel verwalten. Eigentlich machte man damit genau das, was gegen eine ecuadorianische B-Mannschaft zu erwarten ist. Ecuador steht durch die fünf Veränderungen gegenüber ihrer Stammformation neben sich und findet gar nicht ins Spiel. Damit haben sie immerhin eine Gemeinsamkeit mit Reinhold Beckmann gefunden. Ansonsten stehen die Deutschen gut, gehen früh und aggresiv (ohne übermotiviert zu sein) in die Zweikämpfe. Man kontrolliert das Spiel und kommt zu einigen guten Angriffen bis mindestens zum Sechzehner. Danach ist aber schon wieder Schluß, etwas ideenlos im Abschluß agiert wiedermal die Offensive. Bemüht zeigen sie sich alle, aber gegen diesen Gegner hätte das 2:0 eigentlich eher fallen müssen – so schaffte es aber immerhin Klose nochmal kurz vor der Pause geschickt einzuschieben. Damit läßt sich bisher gut leben, nun kann das Spiel nach Hause geschaukelt werden. Vielleicht tut man noch etwas für die Galerie und versenkt den ein oder anderen Ball im Netz, damit die hervoragende Stimmung im Olympia-Stadion nicht abebbt.
Freundschaftsspiel: Costa Rica – Polen 1:1 – Die Polen sammeln zum Abschluß noch gelbe Kartons. Vielleicht haben die zu Hause davon so wenig?
P.S.: Wen nervt dieses schlechtreden von Podolski auch noch? Gegen Costa Rica und Polen sah er meiner Meinung nach sooooo schlecht bei weitem nicht aus. Heute wird er bisher ziemlich ideenlos ausschließlich lang geschickt. Ich wette da kommt nachher noch Hanke
SierraXTC am 20.06.06 um 14:23 Uhr
 Tags: Blog, feiern, Wordpress300
Man muß sich ja auch mal selber feiern, weil das ja generell hier zu kurz kommt.

SierraXTC am 20.06.06 um 00:23 Uhr
 Tags: Disrupive-Minds, Dorfleben, feiern, Konzert, Local-HeroesEtwas verspätet kommt nun eine kurze Nachbetrachtung des Auftritts von Disruptive Minds zum Release ihrer EP “Whatever” (Anm. des Autors: Kaufen!). In der Kulturwerkstatt Oberonstraße über dem “Hoppe Garden” fand der Auftritt auf der “Kleinen Bühne” statt. Los ging’s am Samstag, den 10. Juni 2006 gegen 2000 Uhr.
Im Vorprogramm gab’s noch zwei weitere “Local Heroes”. Da waren zum einen fe-Nx, eine junge, dreiköpfige Fun-Punk Band. Die drei Jungs haben richtig Spaß gehabt und konnten ihre gute Laune auch auf das anwesende Publikum übertragen. Obwohl sie das vielleicht unglückliche Los hatten, als erste Band aufzutreten zeigten sie einen wirklich richtig guten Auftritt. Zwar kannte ich vorher noch kein Lied von denen, aber die eingängigen Melodien wußten mir durchaus auf anhieb zu gefallen, auch wenn Fun-Punk (und wie sie selber sich beschreiben: Skate- & Summer-Punk) nun nicht meine favorisierte Musikrichtung ist.
Nach einer guten Stunde fe-Nx gab’s dann mit DA-Impact ordentlich Druck auf die Lauscher. Laut und hart kann man die Crossover-Band aus Münster beschreiben. Crossover an sich – DA-Impact würde ich als eine Mischung aus, man verzeihe mir, H-Blockx und Such A Surge bezeichnen – ist jetzt im Gegensatz zu Fun-Punk eher noch ‘n Tacken weniger meine Musik, klappte aber durch sehr melodiöse Titel sehr gut. Nur war mir dann doch der Druck, den DA-Impact mitgeben über die gesamte Spielzeit etwas zu laut auf den Ohren, so daß es mich hin und wieder vor die Tür verschlug, wo man der Performance der Band aber auch sehr gut folgen konnte.
Dann endlich war es gegen halb zwölf so weit, Disruptive Minds konnten die Bühne stürmen. Nun ja gut, die Umbaupause dauerte ein klein wenig länger, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat, da Kolja (Anm. des Autors: der Sänger) das Publikum zum gröhlen von “`54 `74 `90 2006” animierte. So ich mich noch recht entsinne und leider noch keine Setlist vom Auftritt habe müßte der Opener auch der erste Titel von der aktuellen EP “Spare Parts Storage” gewesen sein, der es übrigens auch auf den zweiten S-U-M-O-Sampler geschafft hat. Neben dem bekannten Repertoire von “Whatever” gab es eine gute Hand voll (ich glaube mind. drei) neuer Lieder zu hören, die sich sehr gut in die bisherigen Stücke einfügen. Die fünf Jungs von Disruptive Minds schienen wirklich gut drauf zu sein und brachten das Publikum richtig zum rocken – wenngleich ich da doch in meinen jungen Jahren schon eher zu den etwas ruhigeren Vertretern gehöre. Der Auftritt war auf jeden Fall absolut klasse, wahrscheinlich auch noch besser als die bisher im Mai gesehnen Konzerte beim “City Fest” und bei “Rock-gegen-Rechts” – zumal auch das (leider überschaubare) Publikum wesentlich begeisterungsfähiger war zu später Stunde. Die meisten bekannten Lieder wurden lauthals mitgesungen und letztlich wollte man Disruptive Minds eigentlich nicht von der Bühne entlassen. Ich fand’s auf jeden Fall sehr gelungen, es hat sich definitiv gelohnt dabei gewesen zu sein. |
SETLIST
-
’54’74’90-2006
-
Even If
-
Indifferent
-
Spare Parts Storage
-
The Same
-
Senses
-
Mirror
-
Razor Blade Scars
-
Libido
-
Alienation
-
Seperation
-
Verena
-
Lovesong
-
Sometimes
-
Time Of Your Life
-
Mord ohne Motiv
-
Dub
-
Come As You Are
|
Nachtrag, 21. Juni 2006 – 2030 Uhr: Setlist eingefügt.
Sie browsen
das Archiv für Dienstag Juni 20th 2006.
Kategorien
STATISTIK
- Insgesamt 1289 Beiträge
- mit 305,141 Wörtern
SUCHE
Monatsarchiv
KOMMENTARE 
Top Kommentatoren
commanderx (112)
Manuel (69)
Yank (59)
Marc (53)
Noodles (41)
Links
META
SYNDICATION
|