Tags: Köln, Konzert, MusikAm letzten Samstag ging es für mich zum zweiten Konzert von “Wir sind Helden“. Diesmal war es, dem Sommer angepaßt, ein OpenAir-Konzert im Tanzbrunnen in Köln. Nun, dem Sommer angepaßt ist natürlich maßlos übertrieben. Nach den sonnig-warmen Wochen im Juni und Juli ist das Wetter zur Zeit ja deutlich durchwachsener und so konnten wir wirklich froh sein, daß es den ganzen Nachmittag/Abend am Samstag nicht geregnet hat.
Auf den Weg machten wir uns dann am Samstag gegen halb fünf von Schlebusch aus, denn Einlaß war ja schon ab 1730 Uhr. Gegen zehn vor sechs waren wir dann auch vor dem Tanzbrunnen angekommen und durften mit der Masse eine geraume Zeit warten, bis man sich durch die paar wenigen Tore endlich auf’s Gelände schieben konnte. Etwas ungünstig erschien es, diese Warterei mit Magenknurren bestreiten zu müssen.
Glücklicherweise lies sich das Problem auf dem Konzertgelände ja relativ einfach lösen. Einzig, man mußte Geduld mitbringen. An jedem Bierwagen, Knabberstand oder der Frittenschmiede waren kilometerlange Menschenschlangen zu überwinden. Im Großen und Ganzen dürften weit mehr Zuschauer da gewesen sein, als im Dezember in Münster. Das ist aber auch schwer einzuschätzen gewesen, da das Gelände vor der Bühne sehr weitläufig war und sich die Menschen so weit zerstreuten.
Wie erwähnt wurde letztlich der Hunger gestillt, zum Schnäppchenpreis von 5,30 ¤uronen gab’s dann ‘ne immerhin ordentlich gefüllte Mantaplatte. Gegessen wurde richtig stilvoll im Sitzen auf’m Boden. Dazu gab’s dann lecker Gaffel Kölsch aus Halbliter-Bechern zu ¤ 3,50. Man kann durchaus sagen, daß alleine für die Grundverpflegung dort schon ein bißchen Geld drauf ging. So lies sich aber die Zeit bis zum Helden-Auftritt ganz gut überbrücken. Zwischendurch versuchte Dendemann – angekündigt als “Special Guest” – irgendwie sowas wie Stimmung im Vorprogramm zu verbreiten. Für mich, auch wenn wir die verbalen Ergüsse des Rappers nur aus sicherer Entfernung vernahmen, definitiv eine derbe Enttäuschung für ‘s Vorprogramm. Ich trauere wirklich darum, daß auf der Herbsttour “Robocop Kraus” dabei waren, ich aber auf den zwei Konzerten mit Madsen und Dendemann beglückt wurde
Nun gut, man geht ja nicht wirklich wegen der Vorband zu einem Konzert – aber es würd schon ein wenig mehr einstimmen. Bevor es dann endlich los ging und wir uns ein paar Plätze in erweiterter Bühnennähe suchten lief uns noch Bernd Stelter in dezenter grellgrüner Jacke und mitsamt Familie über den Weg. Da wir ja aber nette Menschen sind belästigen wir solche Personen der Zeitgeschichte nicht weiter und zücken weder ein Handy und schicken ein Bild von Herrn Stelter an die komische Boulevard-Zeitung, geschweige denn schießen ein Photo für den Privatgebrauch.
Nach soviel Rahmenprogramm ging’s dann auch endlich mit den Helden los. Wie schon in Münster war “Guten Tag” der Opener, diesmal kam die Band aber ohne großartiges Intro direkt auf die Bühne. Das Konzert war diesmal – vor allem im späteren Verlauf – eher mit ruhigeren Stücken der Helden-Alben gespickt. Der Stimmung in Köln tat das keinen Abbruch, im Gegenteil. Die große Masse war sehr begeistert und tat sein Bestes sich in Bewegung zu halten. Schade fand ich, daß diesmal keine kleinen Zwischeneinlagen zum Besten gegeben wurden wie in Münster, wo man z.B. mit einem Acoustik-Set glänzen konnte. Alles in allem war das wieder rund 1 1/2 Stunden dauernde Konzert aber wieder klasse.
Die Setlist, laut Helden-Forum:
- Guten Tag
- Zuhälter
- Heldenzeit
- Von hier an blind
- Wenn es passiert
- Du erkennst mich nicht wieder
- Darf ich das behalten
- Denkmal
- Echolot
- Ist das so?
- Gekommen um zu bleiben
- Nur ein Wort
- Aurélie
- Why can’t I be you
- Müssen nur wollen
- Rüssel an Schwanz
- Die Zeit heilt alle Wunder
- Außer dir
- Bist du nicht müde
Das Erlebniss “Helden-Live” würd ich nach dem zweiten tollen Konzert sicherlich nochmal gerne wiederholen. In Hinblick auf die “Von hier an Blind”-Tour vielleicht beim nächsten mal doch dann mit dem neuen Album in der Tasche. Zumal es ja mit Sicherheit bald eine kleine Babypause geben wird. Den Abend haben wir dann noch gelungen in der Kölner Nordstadt am Ebertplatz in zwei netten Kneipen ausklingen lassen. So war’s wirklich ein rundherum gelungenes Erlebnis




commanderx
Was zum Henker ist eine Mantaplatte?
SierraXTC
Mantplatte? Mantateller? Vielleicht auch besser bekannt als Currywurst Pommes Schranke? CPW? Alles gebr
Stefan
und sag noch einer die Bayern spinnen
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