It’s A Bit Of An Audioscrobbler.
Last.fm
Tags: Last.fm| Ruhig geworden ist es um Last.fm, mein liebstes Spielzeug im Netz, hier im Blog. Im Grunde aber ist diese Tatsache nicht weiter verwunderlich, seit dem Sommer-Update mit dem Redesign der Webseite hat sich bei Last.fm nicht viel verändert. |
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Während das Projekt das Balancing des Webserver scheinbar endlich im Griff zu haben scheint – ich kann mich kaum an Downtimes der Webseite erinnern – sind Submissions nach wie vor temporären Stimmungsschwankungen der Cluster unterlegen. Immerhin werden diese Probleme dann auch meist relativ schnell wieder behoben. Die Probleme mit dem “Tracks Played” Counter in meinem Profil (auf meinem Cluster?) haben sich irgendwann auch aufgelöst. Irgendwann, immerhin nach dem 35.000ten, übermittelten Titel an Last.fm, lief dann auch mal der Counter kontinuierlich durch. Ob er aber wirklich eine nahezu korrekte Titelanzahl und nicht eine stark vermutete Annäherung im Profil offenbart wird wohl das Geheimnis von Last.fm bleiben. Übrigens, unter anderem auch ein Grund, warum es so wenig über Last.fm von meiner Seite aus zu berichten gab, wenn ich noch nicht mal die nächsten Milestones der Tracksubmissions bloggen konnte.
Neben den altbekannten Problemchen gesellte sich im August/September noch das neuerliche Fehlen der “Rolling Charts” hinzu. Es wäre vielleicht auch etwas vermessen gewesen, zu erwarten, daß dieses mit dem Sommer-Update eingeflossene neue Feature auch auf Anhieb problemlos funktioniert. So hakt es nach wir vor an allen Ecken und Enden, wenn das eine Problem behoben ist, dann treten gleich zwei, drei neue Probleme wieder auf. Zumindest erkennt man eine fortlaufende Arbeit am bestehenden System, was ich den Machern wirklich hoch anrechne.
Neuigkeiten gibt es aber dennoch welche zu vermelden: Mitte September wurde das Design der Recent Tracks Played nochmals überarbeitet und das blassrosa ist einer schwarzen Unterlegung des aktuell gespielten Tracks gewichen. Dazu gibt es noch eine farblich abgegrenzte zeitliche Einstufung, wann zu letzt ein Track gehört wurde. Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, ich hab mich zwar ans aktuelle Layout von Last.fm generell gewöhnen können, aber die Recent Tracks Played-Liste gefällt mir immernoch nicht.
Dazu gibt es eine Beta-Version der Last.fm-Software nun auch für Linux-Systeme. Was dieses Tool nun können soll und was nicht bleibt mir aber noch immer verborgen. “Taggen” kann ich damit nicht, Last.fm-Streams kann ich auch bequem mit amaroK hören und für Submissions brauch ich die Software auch nicht – zumal sie ja eh nicht als Media-Player funktioniert :Oo:
So gesehn sind diese Neuigkeiten ja schön und gut, nur kann ich damit in Bezug auf Last.fm nicht viel anfangen. Was aus den drei hochtrabenden Aussagen “more usability, more featureful, more social” von Juli 2006 geworden ist kann ich auch nur schwerlich sagen. Insbesondere mit der “social“-Komponente hardere ich etwas: Viele der Gruppen entstehen schon aus einer existierenden Community und ob ich unbedingt mit einer relativ simpel gestrickten Board-Software mich mit “Gleichgesinnten” austauschen möchte, wenn’s im World Wide Web sicher eine große Alternative an vollwertigen Community-Seiten dazu gibt? Vielleicht bin ich da einfach noch zu sehr Web1.0
Auch würde ich darauf plädieren statt Dashboards, Wikis, Foren und Live-Journals einzuführen eher Arbeiten am Recommandation-System vorzunehmen. Langsam gehen nämlich Last.fm die Empfehlungen aus: Gut, wenn ~ 75% der Musik im Doom-, Gothic-, Metal-Bereich anzusiedeln ist, dann ist bei rund 38.000 Titeln irgendwann mal das Ende der Empfehlungen erreicht. Aber alleine in den Top 20 meiner Overall Artist finden sich einige Künstler andere Musikrichtungen (Wir sind Helden, Bon Jovi, 3 Doors Down, Goldfrapp, Kaiser Chiefs (..)) zu denen sich sogar ähnliche Künstler in den Niederungen der persönlichen Overall Charts finden. Recommandations für solche Musik bekomm ich hingegen von Last.fm aber nicht – und ehrlich gesagt, als ich vor rund eineinhalb Jahren auf Last.fm Audioscrobbler hingewiesen wurde bestand das System nur aus Statistiken und Empfehlungen – beides fand ich sehr gut, beides steht heute IMHO aber hinter der “social“-Komponente zurück.


