Tags: Linux, Ubuntu| Irgendwo auf einer Partition fristete hier ein gestörter Erpel sein Dasein im Schatten des weithin strahlenden Gentoo. Nicht, das mir besonders langweilig wäre, aber irgendwie funktioniert grad alles unter meinem Lieblingslinux, also kann ein Blick über den Tellerrand nicht schaden. Da die spontane Idee OpenSUSE zu verwenden mir den Download-Aufwand nicht wert war riskierte ich einfach nochmal ein Blick auf das installierte Kubuntu 6.06 (aka Dapper Drake). |
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Kubuntu kam noch nahezu im Auslieferungszustand daher, quasi wie out-of-the-box – nur eben mit echtem root-Account. Während nach rund 2 Monaten das erste Update überhaupt über die Installation drüber lief, hatte ich schon mal genügend Zeit der Oberfläche einen ersten Feinschliff zu verpassen. Kubuntu kommt standardmäßig mit KDM als Anmeldemanager daher, den ich – trotz Verwendung von KDE als graphische Oberfläche – schon seit Monaten nicht mehr eingesetzt habe. Mittlerweile kann man auch aus KDM optisch einiges heraus holen, wenngleich ich die Installation von Themes unter GDM doch noch deutlich komfortabler finde. Entschieden hab ich mich für das KDM-Theme “DEEP beta” inkl. dem passenden Moodin-Splashscreen DEEP KDE Splash. Konsequenterweise hab ich dann den “DEEP”-Hintergrund auch als Desktop-Wallpaper gesetzt.
Das der Paketmanager blockiert ist, wenn ein Up[gr|d]a[d|t]e durchgeführt wird empfinde ich mittlerweile als sehr nervig. Da pressen sich mehr als 200MB durch die dünne Leitung und man kann nicht mal eben schnell ncftp oder andere Kleinigkeiten installieren. Da (K)Ubuntu ja meist – und in meinem Fall besonders – auf einer CD daher kommt fehlt, wie ich feststellen mußte, eine ganze Menge an Software. Das fängt übrigens beim GCC schon an. Ich meine mich zu erinnern, daß zu seeligen Zeiten, als SuSE den GCC aus der Standard-Installation geworfen hat, das Gejaule (IMHO zu recht) groß war. Naja, sei’s drum, auch fehlen GIMP, aus lizenzrechtlichen Gründen diverse Media-Codecs, dann diverse Schriftarten, von Samba oder MySQL ganz zu schweigen. So bastelt man sich nach und nach auch unter dem “Einstiegswunder” (K)Ubuntu sich seine angepaßte Installation zurecht – ein Grund, weswegen ich mir ja eigentlich mal die volle OpenSUSE-DVD geben wollte, nur um zu sehen, was direkt auf die Platte geschaufelt wird, wenn man aus einem 4GB großen Software-Archiv bei der Installation schöpfen kann.
A pros pos Schriftarten: Irgendwie hab ich scheinbar, wenn man den DropDown-Menüs im KDE-Kontrollzentrum Glauben schenken darf, eine umfangreiche Auswahl an Schriften installiert, nur scheinbar nicht wirklich brauchbare. Vermutlich deswegen verhaut Opera auch ziemlich viele Webseiten. Sie sind nicht nur unansehnlich, sondern die Schriftgröße verlangt geradezu nach einer Lupe um überhaupt den Content entziffern zu können. Irgendwie hatte ich so ein Phänomen bisher noch nicht. Wenn ich nur wüßte, welches der diversen Font-Pakete wohl mein Problemchen beheben könnte …msttcorefonts war’s jedenfalls nicht.
Wie der aufmerksame Leser aber mitbekommen haben dürfte: Es geht immernoch vornehmlich um Dapper Drake. Nachdem das Update erfolgreich durchgelaufen ist und ich in Erfahrung bringen konnte, wie man die source.list auf Edgy Eft umstellt – ohne dabei drei Stunden in graphischen Tools rumclicken zu müssen, die angeblich einem das Leben vereinfachen – konnte ich das dist-upgrade anstoßen. Das war rund 700MB groß, ob man sich da nicht auch gleich ‘ne Install-CD ziehen kann und das ganze in bewährter Windows-Manier direkt neu installiert? Soweit so gut, ungünstigerweise startete nach dem dist-upgrade der X-Server nicht mehr :Oo:
Fatal server error Could not open default font 'fixed'
Die Frage ist, kam dieser Fehler daher, daß das Paket xfs nicht installiert war, oder daß APT nahezu den kompletten X-Server beim/nach’m dist-upgrade zurück gehalten hat? Jedenfalls ist jetzt xfs auf der Platte und der X-Server wurde mit
# apt-get --reinstall install xserver-xorg
eh zwangsweise nochmal installiert. Zumindest funktioniert nun auch alles – jedenfalls bei mir. Ich möchte nicht wissen wieviel Um- und Einsteiger das selbe Problem haben und nun Webforen bevölkern weil’s nix mehr zu clicken gibt unter (K)Ubuntu. Ansonsten bin ich auch noch nicht viel weiter gekommen als darüber hinaus die Samba-Shares einzuhängen und amaroK einzurichten. Auch Kontact will z.B. noch konfiguriert werden .. Was mir übrigens durchaus gefällt ist die Option GTK-Programme mit dem benutzten QT-Theme zu versehen. Ist das Kubuntu-spezifisch oder gibt’s das auch für andere Distributionen? Nur irgendwie ist mein “Systemeinstellung”s-Dialog seit dem dist-upgrade ziemlich geschrumpft und ich find den Menü-Punkt auch nicht mehr wieder :Oo:
Wie ich schon einst bei commanderx im Blog schrieb ist dieser “Systemeinstellung”s-Dialog in meinen Augen ziemlich unübersichtlich ist. Nett an MacOS angelehnt, aber das ist nicht Fleisch, nicht Fisch. Da bleib ich dann doch beim altbewährten KDE-Kontrollzentrum. So wie es ausschaut hab ich heute noch genug Zeit ein wenig mehr mit Kubuntu rumzuspielen, aber ich befürchte, daß meine vorurteilsbehafteten Vorbehalte gegen diese “Wunderdistribution” sich nicht bedeutend legen werden. Schon aus Sympathie-Gründen würde ich vermutlich beim nächsten mal doch eher zu einem Debian Testing oder SID greifen. Auch mit der schönen Ubuntu-Community und den rein auf “click hier und dann click da” basierenden Anleitungen kann ich für meinen Teil nicht viel anfangen. Das beantwortet nicht meine Fragen und sowas läßt sich gar nicht bis höchstens mangelhaft auf ähnliche Probleme bei anderen Distributionen anwenden. Und ehrlich gesagt: So freundlich gegenüber anderen Distributionen klingen einige Postings im Ubuntu-Forum auch nicht. Da unterscheidet sich (K)Ubuntu wohl doch nicht besonders von anderen Distributions-Foren





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