Archiv für November, 2006
SierraXTC am 25.11.06 um 01:12 Uhr
 Tags: Gadget, USBIn sehr naher Zukunft plane ich eine neue Anschaffung. Weder besonders kostspielig, noch besonders aufwändig. Es geht einfach nur um einen USB-Hub. Ein kleiner Kasten, der bequem vom Schreibtisch aus es ermöglichen soll, USB-Geräte anzuschließen. Nach dem mein altes Keyboard den Geist aufgegeben hat, muß ich zur Betankung meines MP3-Sticks unter den Schreibtisch und zusätzlich hinter den Rechner kriechen. Apple User brauchen an dieser Stelle sich das Schmunzeln nicht extra verkneifen. Was liegt also näher, die USB-Ports bequem auf den Schreibtisch zu legen. Ein USB-Verlängerungskabel schied aus, da ich evtl auch in Zukunft mal mehr als ein USB-Gerät parallel bequem anschließen wollte.
Dadurch fiel die Wahl auf einen USB-Hub. Eigentlich dürfte es ja nicht besonders schwer sein, solch ein “Extra” zu kaufen. Zumindest dachte ich so. USB 2.0 sollte der Hub schon unterstützen, natürlich sollte das mitgelieferte Kabel auch lang genug sein, um den Hub in einer günstigen Position auf dem Schreibtisch abzulegen. Sowas dürfte ja eigentlich nix mehr kosten mittlerweile. Vielleicht ‘n Zehner beim Dealer im Dorf? Nach dem ich nun einige Stunden vor Amazon verbracht habe, erscheint mir das Unterfangen doch schwieriger als erwartet.
Das erste Problem ist, daß Amazon mittlerweile sehr viele Reseller im Programm hat. Dies bedeutet, daß die Waren nicht mehr im Gesamten verschickt werden, sondern einzeln von irgendwelchen Logistik-Unternehmen hier angeliefert werden. Dadurch, das ich – und andere Familien-Mitglieder – besseres zu tun haben, als Tag ein, Tag aus darauf zu warten, daß die Ware angeliefert wird, würde es bedeuten, zu den unsäglichen Öffnungszeiten der lokalen Post die Warensendungen dort abholen zu müssen. Daher muß man gezielt nach den Amazon-eigenen Angeboten schauen, um diesen banalen Wunsch überhaupt ermöglichen zu können.
Stöbert man nun im Angebot, fehlt Produkt A die USB 2.0 Unterstützung, Produkt B ist einfach nur potthässlich und bringt weder USB 2.0 noch ein ausreichend langes Kabel mit. Zu 95% aller auserwählten Angebote findet sich nicht mal eine kurze Rezension. Eigentlich wollt ich mich, wie gesagt, auf ‘n Zehner beschränken, aber scheinbar gibt es doch mehr zu beachten, als ich bisher vermutete. Werden stromintensive Geräten angeschlossen, so fangen dies, per USB mit Strom versorgte Hubs, nicht hinreichend ab. Wie erwähnt ist USB 2.0 noch nicht mal bei jedem 08/15 Hub Standard. Wie lang die mitgelieferten Kabel sind ist oftmals reine Glücksache. Schaut man in die Runde der Angebote, so sind zudem viel zu viele Hubs einfach schlecht design’t um solche “dicken Dinger“, wie meinen alten MP3-Stick überhaupt anschließen zu können. Angaben bei den Produktbeschreibungen fehlen gänzlich. Photos sind Mangelware. Wenn ich den zu erst anvisierten Hub beim Dealer vor Ort bestellt hätte, hätt’ ich mich vermutlich schon auf den Hosenboden gesetzt.
| So steh ich jetzt bei Investitionskosten von Rund ¤ 17,- für einen kleinen, blinkenden, grauen Kasten, der erstmal nix machen soll, als per USB den MP3-Stick zu betanken. Derzeit steht der TRUST HU-5540 im Raum. Per Netzteil zusätzlich angeschlossen und mit USB 2.0 Unterstützung erfüllt er die wesentlichen Kriterien. Wie lang das Kabel ist, kann ich bisher aber auch höchstens erahnen. |
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Dabei sind die Abstände zwischen den Ports eigentlich auch noch zu gering um direkt neben meinem MP3-Stick noch ein weiteres USB-Gerät anschließen zu können. Da kann ich “froh sein“, daß die meisten anderen USB-Geräte permanent hinten am Rechner verankert sind und derzeit noch kein Bedarf besteht, mehr als zwei Geräte parallel am Hub anschließen zu müssen.
Trotzdem werd ich wohl den USB Hub bestellen, zumal ich wohl eh nicht ausreichend Zeit finden werde, um zu meinen bevorzugten PC-Händlern vor Ort zu pilgern und dort wiederum ein paar Tage auf einen extra bestellstes Gerät zu warten. Bei Amazon wartet eh – wer hätt’ es kurz vor Weihnachten gedacht – eine Bestellung auf mich und die komfortable Befüllung von Musik auf den MP3-Stick hat zur Zeit höchste Priorität. Über Linux-Kompatibilität hoffe ich mir eigentlich keine Gedanken machen zu müssen. Die USB 2.0 Karte funktioniert und bisweilen funktionierte der Hub im alten Keyboard auch. Also sollten alle Vorraussetzungen geschaffen sein, um den USB-Hub direkt in Betrieb zu nehmen. Steckdosen gibt es glücklicherweise rund um den “grauen Kasten” genug.
P.S.: Wer sich über die Überschrift wundern sollte, dem sei gesagt: Ein blinkender, elektrischer Kasten, der nur aus purer Bequemlichkeit erworben wird, fällt bei einem durchaus “Technik-Affinen” schon in die Kategorie Gadget. Wenngleich ich eigentlich auch einen neuen Switch bräuchte … aber das ist ein anderes Thema.
SierraXTC am 24.11.06 um 06:05 Uhr
 Tags: gimme5, Über michWieder einmal fünf Fragen an den werten Autor dieses Blogs, diesmal geht’s um:
Damals – Heute
1. Wovor hattest du als Kind Angst? Hast du davor heute noch Angst?
Schwer zu sagen, so auf Anhieb will mir nichts einfallen, wovor ich Angst hatte/habe. Natürlich hab ich wohl vor genug Dingen Angst, aber jetzt definitiv eine Sache zu nennen, vor der es mich am meisten gruselt kann ich wirklich nicht.
2. Welchen Tic hattest du als Kind? Hast du den heute noch?
Oh je – noch so eine Frage. Ich kann mich – wenn – irgendwie nur schwer zurück erinnern. Heutzutage? Puh, vermutlich bin ich da der Falsch den man fragt, das müssen wohl andere beantworten.
3. Welches war dein Lieblingtier als Kind? Welches ist es heute?
Ich glaube ich fand damals Greifvögel faszinierend. So’n Adler hat ja auch irgendwas Anmutiges. So direkt als Haustier mußten mir damals und auch heute keine Tiere unterkommen. Dazu hab ich wohl eher ein gespaltenes Verhältnis.
4. Mit wem hast du als Kind am liebsten deine Zeit verbracht? Mit wem heute?
In der Kindheit natürlich viel mit den Freunden damals. Das hat sich nicht wirklich stark geändert. Dazu kommt natürlich heutzutage die Freundin und auch die Familie, die wohl einen höheren Stellenwert bekommen hat.
5. Was hast du als Kind am liebsten gemacht? Was heute?
Als kleines Kind hab ich viel mit Lego und Playmobil gespielt und auch Oma’s Garten beim Hinterhertreten von Bällen ruiniert. Später wurde dann ganz gerne mal vor der Spielekonsole oder ‘nem Amiga gesessen und heutzutage? Tja, sich mit Freundin/Freunden treffen und am Computer rumfrickeln.
SierraXTC am 23.11.06 um 19:18 Uhr
 Tags: Beseech
| Mitte August hätte ich die Möglichkeit gehabt beim Festival “Rock an der Sieg” Beseech live sehen zu können. Irgendwie hat es aber nicht so ganz hingehauen, so daß ich die wohl allerletzte Chance mal Beseech auf der Bühne zu sehen verpaßt habe. |
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Die allerletze Chance, weil sich die siebenköpfige Band nun dazu entschieden hat getrennte Wege zu gehen:
This is an official statement from BESEECH
All of us in the band have come to the sad conclusion to put Beseech to rest for good. The decision has not been easy because this has been a really big part of our personal lives for many years. We have met so many great people through the music and really loved what we have done. We are proud of the work that we have achieved.
However we cannot hide from the fact that we have grown apart from each other as persons and we have different views of how we want Beseech to work as a band. This has taken away all the inspiration to continue and we see this as the only solution in the end. This way we can all part as friends and wish each other good luck with new endeavors that will follow.
We would like to thank all of our fans, fan clubs and other people that has helped and supported Beseech in their own way. Without you, we would never have lasted this long.
Best regards from
Lotta, Erik, Robert, Manne, Jonas, Mikael and Daniel
of BESEECH
Finde ich wirklich schade, zumal das letzte Album “Sunless Days” wieder richtig klasse war. Nun, so bleiben einem jetzt wohl nur noch die fünf vier richtig guten Studio-Alben von Beseech als Erinnerung. Ich bin mal gespannt, ob ich vielleicht irgendwann in der Zukunft mal auf neue Projekte von den Mitgliedern stoße.
SierraXTC am 22.11.06 um 20:54 Uhr
 Tags: MedienKleine Ergänzung zu meinen Ausführungen von heute Vormittag. Der (angebliche) Abschiedstext, veröffentlich auf Telepolis: Telepolis: “Ich will R.A.C.H.E”. Jetzt versteh ich auch die lauten Forderungen nach einem Verbot von Killerspielen
SierraXTC am 22.11.06 um 08:31 Uhr
 Tags: Medien.. und die unerträgliche Politiker-Posse im Anschluß daran erhitzen derzeit die Gemüter. Das eine Debatte um, von scheinbar weniger informierten Personen so genannten “Killerspielen” und anderen möglichen medialen Einflüssen wie “KillerMetal” losgetreten wurde, war nach der Berichterstattung nur eine Frage der Zeit:
Ein Schüler, der den Täter kannte, berichtet, es sei ein Einzelgänger gewesen, der den ganzen Tag mit Computerspielen verbracht habe.
Zu dieser Zeit begann er auch, sich nur noch schwarz zu kleiden und Death Metal zu hören. Gern erzählte er, dass er später zur Bundeswehr wolle, am liebsten zu einem Einsatz in ein Krisengebiet.
Der Leichnam des Amokläufers war noch nicht kalt, da schlußfolgerten Journalisten und Psychologen schon einhellig, daß definitiv ein Zusammenhang zwischen den von dem Täter gespielten Computerspielen und dem Amoklauf bestehen muß. Natürlich, was liegt näher: Hat doch auch der Täter des Amoklaufs von Erfurt 2002 taktische Ego-Shooter gespielt und auch bei anderen “Massakern” konnte man ähnliche Beobachtungen machen. Dummerweise:
Es gibt keinen einzigen stichhaltigen Beleg dafür, dass gewalttätige Computer- und Videospiele gewalttätiges Verhalten fördern.
Wie auch? Wenn dieser Zusammenhang so einfach und naheliegend wäre, dann würde mit Sicherheit nicht in unregelmäßigen Abständen ein Amoklauf eines Jugendlichen passieren sondern im Minutentakt. Die Masse an Spielern, die in ihrer Freizeit in Phantasiewelten wie Doom, Counter-Strike und Co. abtauchen ist enorm. Nur sind fast alle Spieler nicht besonders auffällig geworden. (Anm. extra für unsere Politiker: bis jetzt noch nicht!)
Tatsache ist, “dass es Millionen vernünftiger Menschen gibt, die jahrelang Shooter gespielt haben”, sagt Müller-Lietzkow. “Und denen stellt man jetzt zwei Einzelfälle gegenüber, in denen Spieler real gewalttätig geworden sind.” Das sei gewissermaßen eine unkontrollierte Langzeitstudie, und zwar die einzige zu diesem Thema.
Nach solch einer Tat ist aber Handlungsbedarf gefordert. Vor allem müssen Politiker jetzt beruhigend auf viele Erziehungsberechtigten einwirken, die Angst haben, daß ihr Kind im nächsten Moment schon Opfer oder Täter sein könnte. An dieser Stelle setzen die nun hilflos wirkenden Rufe nach einem generellen Verbot solcher “Killerspiele” an. Völlig konzeptlos und vor allem viel zu oft auch nur ohne den Ansatz irgendeines Hintergrundwissens zu diesem durchaus komplexen Themas preschen Politiker an die Öffentlichkeit. Oberste Maxime: Alles verbieten!. Alles, was man nicht kennt, was dem ein oder anderen Angst macht oder zumindest verunsichert muß “zum Schutz der Gesellschaft” erstmal generell verboten werden.
Killerspiele haben Sebastian B. zur Gewalt verführt. Sie müssten jetzt endlich verboten werden. Eine Forderung, die so hilf- wie wirkungslos ist. Experten sind sich einig: Kein Spiel macht ein Kind zum Mörder.
Das ihre Aussagen Unwahrheiten beinhalten, in die Irre führen und vor allem noch nicht mal die Wurzel dieses Problems angreifen ist oft unerheblich. Wenn man sich an die Wurzel des Problems begeben würde, dann müßten viele Politiker sich nämlich eingestehen, daß deren Arbeit der letzten Jahrzehnte zu der aktuellen Gesellschaft geführt hat. Solch eine Wahrheit schmerzt, weswegen es einfacher ist sich Schuldige zu suchen, deren Lobby klein genug ist.
Die Behauptung wird durch ständige Wiederholung auch nicht wahrer. Die Rufe nach Verboten dokumentieren vielmehr die Hilflosigkeit einer Politik, deren Einfluss das private Umfeld nicht erreichen kann.
Die immer wiederkehrenden Behauptungen werden sicher nicht wahrer, aber sie bleiben in den Köpfen hängen. Wenn man es nur oft genug wiederholt glaubt es die Gesellschaft auch und stimmt einhellig in den Ruf nach entsprechenden Verboten ein. Wenn man nun aus jedem naheliegenden Zusammenhang schlußfolgert, daß dies die Ursache solcher Probleme sei, dann frag ich mich, wann z.B. die Institution Schule verboten wird. Immerhin waren 99% aller Amokläufer Schüler und der Großteil von Amokläufen findet zur Zeit in Schulen statt. Ein naheliegender Zusammenhang. Wie auch der, daß
99,9% aller Amokläufer vorher Brot gegessen haben
Zitat aus dem Internet
Vielleicht sollte man einfach mal die Situation in Ruhe und genau analysieren, statt in unpassenden Momenten Forderungen auszusprechen, die nicht zu erfüllen sein werden. Dieses Thema gehört sicherlich diskutiert, aber wohl eher in einem angemessenen Rahmen auf der Basis von Fakten und nicht auf Grund von Vermutungen. Genauso unsinnig wie ein generelles Verbot erscheinen auch andere Maßnahmen zur inneren Sicherheit wie die totale Überwachung, die man ja nun auch auf dem Schulhof einzuführen gedenkt. Nur weil man dem Menschen die Rechte nimmt wird man ihn dadurch nicht unter Kontrolle bringen.
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