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| Hat man einen Mobilfunk-Vertrag steht man alle zwei Jahre vor dem gleichen Problem: Wie geht es weiter? Sollte man endlich den Vertrag kündigen? Telefonieren ist für mich eh kein besonderer Spaß und nur um erreichbar zu sein oder mal ‘n Taxi zu rufen? Hm, achwas – kostet ja fast nix mehr, also können wir den auch nochmal verlängern. |
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Welche vom Anbieter unterbreiteten Vorzüge wählt man dann? Ein Freikontingent an SMS und Gesprächsminuten, respektive eine Gutschrift? Wie gesagt, ich bin wohl eher der Typ “Wenig-Telefonierer”, für mich sind solche Angebote also wenig reizvoll. Also bliebe noch ein subventioniertes Telefon. Das schlägt das Herz doch gleich höher. Unnützes Technikspielzeug, für sowas bin ich geradezu empfänglich. Die Entscheidung für ein neues Mobiltelefon fiel daher bis jetzt immer. Diese Tradition sollte man dann auch nicht brechen.
Also heißt es, sich auf dem Markt nach aktuellen Angeboten umzuschauen. Der erste Weg führt natürlich zum eigenen Provider. Die Auswahl im Online-Shop ist recht übersichtlich. Dabei stellt sich die Frage, was erwarte ich eigentlich von meinem zukünftigen Begleiter?
Fangen wir mit den grundlegenden Dingen an: Es sollte ‘n ordentliches Adressbuch besitzen. Mehrere Nummern sollten einem Kontakt zugewiesen werden können. Auch 2006 scheint so eine Funktion noch immer nicht Standard zu sein. Vielleicht noch mit Mail-Adresse und Postanschrift? Warum nicht. Synchronisation? Ja super, wenn ich denn ein gepflegtes Adressbuch in einem PIM hätte, dann wäre das sicher ein nettes Feature. Aber mit wem synchronisiert sich so ein Telefon? Oftmals nur mit Outlook®. Als Linux-Nutzer bringt mir das auch recht wenig.
Was sonst noch? Extra zu erwähnen, daß es einen internen SMS-Speicher mitbringt, generell als Telefon auch noch als solches bedienbar ist, sollte eigentlich überflüssig sein. Vielleicht noch Bluetooth .. aber was dann? Kommen dann schon die ganzen Gimmicks?
In Zeiten, in denen ich wieder meinen MP3-Stick häufiger in Betrieb habe überlege ich, ob ein ordentlicher Musik-Player vielleicht sinnvoll wäre. Bei meinem aktuellen Samsung SGH-D500 hab ich schon so ein Spielzeug, aber in Anbetracht der Tatsache, daß der interne Speicher des D500 nur knapp 90MB beträgt und die Betankung per Bluetooth unter Linux nicht funktioniert, spielt dieses Feature bisher einfach keine nenneswerte Rolle. Interessant würde es mit den Walkman-Mobiltelefonen von Sony Ericsson indes schon werden.
Was ist mit einer integrierten Digicam? Eigentlich find ich dieses Gimmick mittlerweile ganz angenehm. Man muß nicht ständig ‘ne normale Digicam rumschleppen und kann auch mal unterwegs ‘n nettes Bild machen. Diese Funktion wurde schon mit der aufsteckbaren Kamera vom Siemens S55 damals ausgiebig genutzt. Zumal mittlerweile die Qualität auch ansprechend ist bei 1,3 bis 2 Megapixeln, die solche integrierten Kameras beherrschen.
Sowas setz aber – wie schon der Musik-Player – mindestens einen integrierten Speicher vorraus. Wenn möglich ausreichend (also definitiv mehr als 100MB) oder aber per Speicherkarte erweiterbar. Ansonsten machen solche Spielerein in meinen Augen wenig Sinn. Was bringt es mir ein paar Lieder für Unterwegs mitzunehmen aber dann nur noch Schnappschüsse in schlechter Qualität aufnehmen zu können. Also ein wenig “eierlegende Wollmilchsau” sollte so’n Gerät dann schon sein.
In der Welt der Mobiltelefonie gibt es Millionen von tollen Abkürzungen. Was dahinter steht kann ich nicht mehr überblicken. Ich kenn vielleicht noch den Unterschied zwischen GSM, GPRS und UMTS, aber dann hört es auch schon wieder auf. Brauch ich UMTS überhaupt? Nutze ich das Internet unterwegs? Wenn ja, wie? Die Worte von vor zwei Jahren, daß mein nächstes Mobiltelefon definitiv UMTS hat, sind derzeit eigentlich völlig hinfällig. Wenn’s drin is’, is’ et drin … Es ist natürlich schon verlockend sich unterwegs mal im Netz zu schaffen zu machen, aber wie? Mit dem integrierten Browser? WAP‘pen oder wie das heißt? Was ist, wenn ich doch mal in den Genuß eines PDA oder Laptops komme? Immerhin trägt man das Gerät mindestens zwei Jahre mit sich herum. Das ist für die Entwicklung in dieser Branche eine verdammt lange Zeit.
Wie man merkt bin ich mir überhaupt nicht schlüssig. Dazu kommt noch das Problem des Designs. Immerhin bin ich auch da etwas pingeling. Ich mag keine Klapphandys und den Trend zu der Backstein-Form aktueller Modelle find ich auch unerträglich. Slider find ich nett. Aber da gibt’s auch nicht grad viele Geräte, die meinem Geschmack entsprechen. Und ja: Immerhin ersetzt das Mobiltelefon meine Armband-Uhr, ich hab das Gerät täglich in der Hand und will da nicht auf einen häßlichen Klumpen glotzen.
Aber genug des Vorgeplänkels: Zwei Telefone hab ich gefunden, die mich derzeit – Stand: heute – reizen würden. Beides sind Sony Ericsson Mobiltelefone, beides Geräte aus der Walkman-Serie. Immerhin interessiere ich mich derzeit durchaus ernsthaft für einen MP3-Player mit integrierter Festplatte und einem Akku. Natürlich ist ein Walkman-Handy da keine vergleichbare Lösung, aber schafft mehr Platz in den Hosentaschen. Alle anderen Marken sprechen mich zur Zeit überhaupt nicht an. Nokia-Geräte empfinde ich optisch als eine Zumutung, so daß ich mich mit deren Funktionen noch nicht mal weiter beschäftige. BenQ Siemens ist eh pleite und die aktuellen Modelle sind IMHO nicht so interessant wie damals das S55. Jedes neue Samsung-Telefon wirkt wie ein Aufguß eines Vorgänger-Modells ohne nenneswerte neue Funktionen. Vielleicht wäre da noch LG, aber so richtig überzeugt bin ich davon auch nicht. Motorola sind sicher sehr schicke Telefone, aber von den Funktionen bin ich nicht überzeugt. Also wird vermutlich diesmal wohl alles auf ein Sony Ericsson hinaus laufen.
Da ich aber nun schon viel zu viel geschrieben habe, werde ich die Vorstellung der zwei relevanten Telefone in zwei eigenen Beiträgen niederschreiben. Es bleiben ja noch einige Wochen Zeit. Einigen Wochen, in denen eins der zwei Telefone gerade erst auf den Markt kommen wird und dann auch der Preis bei einer Vertragsverlängerung fest stehen wird. Dies wird sicherlich auch ein entscheidender Faktor sein, denn wieder einmal mehr als ¤ 100,- für so ein Spielzeug über die Ladentheke zu schieben bin ich nicht mehr gewillt. Immerhin fällt der Preis rapide nach der Markteinführung.