Zwischenmenschliches … (II)
Geschwafel
Tags: Dorfleben, Real Life, seufz, WeihnachtenFür diesen Beitrag muß ich zu so später Stunde leider etwas ausholen: Ich bin partout nicht der Mensch, der die Nähe von wildfremden Menschen gut abkann – und vor allem bin ich auch kein wahrlich religiös-veranlagter Zeitgenosse. Dennoch geht es Weihnachten jedes Jahr ins Gotteshaus. Genau davon handelt dieser Beitrag:
Mir ist es immer völlig unverständlich, warum sich Menschen – wenngleich noch viele, freie Sitzreihen in der Kirche vorhanden sind – immer direkt neben andere, fremde Mitmenschen setzen müssen. Ich mag sowas gar nicht. Zum Beispiel steh ich auch im Bus lieber, als das ich mich auf einen freien Platz neben einem anderen Menschen setze. Diese Nähe empfinde ich als unangenehm. Nun ja, es gibt viele Leute, die denken anders. Dummerweise bin ich der Leidtragende. Schlimm wird’s aber dann, wenn diese Menschen dann anfangen während eines Gottesdienst laut und ohne einen Ton treffen zu können bei Kirchenliedern mitzuschmettern. Das ist definitiv extrem nervtötend. Vor allem spätestens dann, wenn bei “Stille Nacht” richtig laut und richtig schlecht im Gotteshaus mitgegröhlt wird.
Das wiederum Andere nicht in der Lage sind, während eines Gottesdienstes Ihr Mobiltelefon zumindest auf lautlos zu stellen, empfinde ich respektlos. Man schafft es ja mittlerweile im Kino oder Theater darauf Rücksicht zu nehmen. Weihnachten in der Kirche klingeln aber immer mehrere Telefone. Ich finde sowas respektlos. Nicht – wie gesagt – das ich besonders religiös bin, aber einen gewissen Respekt erwarte ich schon. Nicht nur dem vortragenden Pastor, sondern und vor allem grade auch an Weihnachten kann man doch zumindest erwarten, daß man mal 45 Minuten auf ein dummes Telefon verzichten kann.

