SierraXTC am 22.03.07 um 08:24 Uhr

iPhone

Technikecke

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Ehrlich – ich weiß wohl, das Apple plant mit dem “iPhone” ein Mobiltelefon auf den Markt zu bringen. Aber – genauso ehrlich – es hat mich nicht weiter interessiert. Warum auch? Was Mobiltelefone betrifft, so blicke ich selten über den Tellerrand der aktuell verfügbaren Modelle zum Zeitpunkt einer möglichen Vertrags-Verlängerung hinaus. Kein Wunder – warum sollte ich Gedanken für ein Gerät verschwenden, was mir frühestens 24 Monate später bei der nächsten providerseitigen Subvention zur Verfügung stehen wird?

Was das “iPhone” kann, oder gar wann es erscheint, war mir daher relativ gleichgültigt. Im Moment beschäftige ich mich daher mit dem für mich relevanten Potential an Telefonen. Ein einziger Blog-Eintrag macht dieses bisher unscheinbare Gerät aber auf einmal interessant. Beim technoskop werden einige Gedankengänge vollzogen, die mich hellhörig werden lassen. So stimme ich Yves vor allem bei Aussagen wie ..

Mit heutigen Mobiltelefonen verhält es sich wie mit unserem Gehirn: Wir nutzen nur einen geringen Teil. Als Nicht-Neurologe kann ich nur für Mobiltelefone sprechen, aber deren Navigation und vor allem Usability ist unter aller Kanone. Aussagelose Icons, totgebrandet von Mobilfunkanbietern, Begrifflichkeiten bei denen es einen schüttelt, Menütiefen bei denen jede Taucheruhr implodiert, Tasten die Bäumchen-wechsle-dich spielen und vieles mehr. Mit anderen Worten mehr als die Hälfte des Handypreises ist rausgeschmissenes Geld, weil wir Funktionen nicht nutzen (können).

.. zu. Die Usability von Mobiltelefonen ist oftmals unter aller Kanone. Jeder Anbieter kocht sein eigenes Süppchen. Ich denke viele können ein Lied davon singen, das nach einem Wechsel auf einen anderen Hersteller alleine schon das Schreiben einer Kurzmitteilung zu einer Entdeckungsreise über den Ziffernblock wird.

Wenn das “iPhone” nur halb so viel hält, wie der Beitrag von Yves verspricht, dann wäre das Gadget, vor allem in Hinblick auf eine mögliche Synchronisation mehr als nur ein spannendes Spielzeug und ein gewinnbringender Image-Träger für Apple. Aber so ganz möchte ich auf diesen gutgemeinten Zug noch nicht aufspringen. Denn alleine die Aussage ..

Und das iPhone? Das wird mit iTunes zu synchronisieren sein. (..) Es funktioniert einfach und dass über zeitgemäße Schnittstellen wie USB 2.0. iPhone-Besitzer, die noch nie einen iPod hatten, werden sich wundern wie wunderbar Daten von einem Mac und(!) einem PC auf das iPhone wandern können und wie nutzbringend sich diese dort einsetzen lassen.

.. wurmt mich schon gewaltig und läßt den gerade erst erstrahlenden Glanz des “iPhones” schon bald wieder verblassen. iTunes – so schön es auch sein mag – ist nicht nativ für GNU/Linux verfügbar. Ein Grund, warum sich in der Abgeschiedenheit der Niesche eine Software wie amaroK zum derzeit – möglicherweise – besten Media-Player entwickeln konnte. In Funktionsvielfalt und Usability übertrifft eben amaroK meine Ansprüche gegenüber iTunes um Längen. So lange die Rechteinhaber der Content-Industrie auf proprietäre Formate und DRM setzen wird es vermutlich ein iTunes für GNU/Linux nicht geben. Also ist alle Synchronisation vom “PC” aus – wie es Yves verallgemeinert – dahin.

Und gerade da setzen die “Business“-Funktionen doch an. Wie ich Musik auf ein Multimedia-Mobiltelefon bekomme ist mir im Endeffekt gleichgültig. So lange USB und Bluetooth unterstützt werden steht ein Nieschensystem wie MacOSX oder GNU/Linux nicht außen vor. Wenn aber – wieder einmal – eine Software zum Abgleich von simplen Kalender-Einträgen oder gar “komplexen” Adressbüchern sich proprietärer Schnittstellen bedient und nur für Closed-Source Systeme verfügbar ist, scheidet der prakmatisch orientierte Nutzer unnötigerweise aus. Nicht GNU/Linux ist dabei das Problem, daß Problem ist – vielleicht – die Denkweise der Unternehmen. Auch Closed Source kann auf GNU/Linux-Systemen funktionieren, wenn man denn einfach mal eine Lösung anbieten würde.

So schmackhaft mir das “iPhone” auch gerade gemacht wurde, wenn nicht alleine der Provider einem das Telefon durch den Preis wieder verdirbt, so verderben es sich nach wie vor die Hersteller – und da würde Apple keine Ausnahme darstellen – mit potentiellen Kunden selbst, dank unsinniger Software-Politik.

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3 Feedbacks zu "iPhone"
a gravatar
commanderx
Geschrieben am: 22.03.07 um 08:34  |  

Ich seh da mit dem syncen eigentlich nicht so das Problem.
Da sich ja auch der iPod mit amarok bef

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SierraXTC
Geschrieben am: 22.03.07 um 09:03  |  

Ich hab den Blog-Eintrag so verstanden, da

a gravatar
Lester
Geschrieben am: 22.03.07 um 12:57  |  

Das IPhone an sich find ich auch schick und wenn man sie die Videos auf der Homepage von Apple anguckt, dann kommt bei mir auch sofort ein “Haben will” Gef

Kommentare

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