Apache unter OpenSuSE
GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke
Tags: LinuxSeit meinen Anfangstagen mit Linux bin ich kein besonderer Freund von RPM-Distributionen. Die Dependency-Hell hat zu sehr ihre Spuren hinterlassen, auch wenn das heutzutage dank YUM und Konsorten kein wirklich elementares Thema mehr ist. So beschränken sich meine Kontakte mit SuSE- oder RedHat-Derivaten auf das Nötigste – meist auf die Arbeit.
Im Grunde ist es eigentlich auch nicht mal ein richtiges (Open)SuSE-eigenes Problem, sondern vielmehr vom Apache-Projekt hausgemacht. Die Konfigurations-Datei httpd.conf vom Apache httpd ist – vorsichtig ausgedrückt – umfangreich. Deswegen splitten die Maintainer unter OpenSuSE die Konfiguration in übersichtliche Teildateien, welche dann auch bequem mittels Yast bearbeitet werden können.
Aber ehrlich – so ganz blick ich das Konzept hinter den einzelnen, aufgesplitteten Teildateien immer noch nicht – auch wenn in der httpd.conf quasi eine Liste aller Dateien und ihrer Abhängigkeiten aufgeführt ist. Denn so ganz will mir die Unterscheidung zwischen httpd.conf und default-server.conf schon nicht in den Kopf. Wer läßt denn mehr als einen Apache httpd gleichzeitig auf einem System laufen?
Von der durchaus zweifelhaften Menüführung durch die HTTP-Server-Konfiguration im “Konsolen-YaST” möcht ich auch nicht groß sprechen.
vi /etc/apache2/httpd.conf ist da eher mein Freund.
Wo ich mich aber grade auch so weit aus dem Fenster lehne: Mein geliebtes Gentoo splittet die Apache-Konfiguration auch in mind. zwei Dateien. Unter anderem /etc/conf.d/apache für das Laden der benötigten Module. Definitiv suboptimal – auch wenn dort klar nur die wesentlichen Konfigurationen wie Module, DocumentRoot und Ort der Konfigurations-Datei erwartet werden.
Aber die mehrere, hundert Zeilen lange Konfiguration des Apache Bedarf dringend einer Überarbeitung. Sonst steuern bald 100kB große Text-Dateien vornehmlich mit Kommentaren das Verhalten eines einzelnen Webservers.

