Archiv für November, 2007
SierraXTC am 26.11.07 um 19:13 Uhr

ÖPNV in Hamm (III)

Geschwafel

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Alle Jahre wieder Anfang August wird der Busfahrplan durch die Stadtwerke Hamm und mit ihnen kooperierende Verkehrsgesellschaften durcheinander gewürfelt. Von den grandiosen Neuerungen 2007 berichtete ich bereits.

Die Chance, die nun um viertel nach ab Hauptbahnhof fahrende Linie 28 zu erwischen liegt praktisch, wie ich heute feststellen konnte, bei null. Also steht man entweder 45 Minuten am Bahnhof, respektive vertreibt sich in der Stadt die Zeit, oder fährt mit einer anderen Linie ein bißchen durch Hamm und hat noch 20 Minuten Fußweg vor sich.

Wie ich in Erfahrung bringen konnte zeigt sich für diesen grandiosen Busfahrplan ausschließlich die Verkehrsgesellschaft Breitenbach zuständig. Bis heute ist mir unersichtlich, auf welche Zugfahrpläne der Fahrplan angeblich abgestimmt gewesen sein soll – auf Zugfahrpläne der Bahn AG jedenfalls nicht. Aber die VG Breitenbach läßt ja mit sich reden.

Denn, wie – wahrlich – beschissen diese Änderungen im Sommer gewesen ist, hat sich erst in der Praxis heraus gestellt. Jeden Mittwoch durfte ich nach der Berufsschule meine Freizeit am Bahnhof absitzen. Geschlagene 45 Minuten, bis der nächste Bus fährt. Nun denn, Breitenbach hatte ein einsehen und hat – *trommelwirbel* – den Fahrplan der Linie 28 zum heutigen Tag geändert. Naja, wo der Bus nun noch so lang fährt juckt mich eigentlich herzlich wenig, da ich nur bis zu meiner Ausstiegshaltestelle fahren möchte, aber immerhin fährt der Bus nun fünf Minuten später am Bahnhof ab. Geschlagene fünf Minuten!

So erhöht sich die maximale Zeitspanne zwischen Ankuft des RE6 in Hamm und der Abfahrt des Busses von 0 (in Worten: null) Minuten auf 5 Minuten. Nette Geste, wenn die Bahn nicht die obligatorischen 5 Minuten Verspätung gepachtet hätte. Natürlich klappte zur Premiere alles reibungslos: Der RE6 hatte in Dortmund 5 Minuten Verspätung und kam, wie sollte es anders sein, um 17:20 Uhr in Hamm an. Paßte nicht so ganz in den Fahrplan der Linie 28, die war nämlich schon weg. :roll:

So konnte ich immerhin den Weihnachtsmarkt in Hamm genießen. Aber mir wär’s lieber, wenn entweder die Bahn an ihrer Pünktlichkeit arbeitet oder, oder noch besser und Breitenbach die Linie 28 bald wieder um fünf vor Halb vom Bahnhof abfahren läßt. Denn es ist nach wie vor zusätzlich völlig sinnlos, daß durch diese grandiosen Fahrpläne im Abstand von fünf Minuten zwei Buslinien von der Haltestelle vor meiner Tür mit Ziel Hauptbahnhof abfahren … ist ja wohl auch logisch, daß die 55 Minuten dazwischen kein weiterer Bus mehr fährt.

Ich frag mich wirklich, wer solche Fahrpläne aus dem Hut zaubert. Da paßt hinten und vorne nichts. Aber auch rein gar nichts. :wall:

SierraXTC am 21.11.07 um 19:26 Uhr

“Spaß” mit Eclipse

Technikecke

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Wer mit Eclipse arbeitet, muß vermutlich einem Hang zum Sado-Masochistischen frönen. Wie oft ich schon in Dortmund fluchend vor der IDE gesessen hab’ vermag ich gar nicht mehr zu zählen. Seit einiger Zeit muss ich mich nun auch auf meinem Laptop mit – jedenfalls für mich – unverständlichem Verhalten von Eclipse herum ärgern:

Hängt mein Laptop fein im heimischen Netzwerk kann ich geradezu problemlos mit Eclipse rumspielenarbeiten. Kaum verlasse ich die heimischen Gefilde mag mich das tolle Tool anscheinend nicht mehr. Letzte Woche wollte Eclipse unter Linux in der Berfusschule partout nicht starten. Nachdem ich eine frische Installation parallel ausprobiert habe, konnte ich den Fehler zumindest irgendwo auf das Arbeitsverzeichnis eingrenzen.

Warum ist mir jedoch nicht klar. Gut, es war ein Projekt offen – ein Projekt, das ich mit dem Subclipse-PlugIn mit meinem SVN-Server abgleiche. Ich vermute, das Eclipse irgend etwas aus meinem lokalen Netz gesucht hat – denn kaum hatte ich das Projekt geschlossen startete Eclipse auch in “fremden Umgebungen“. :shrug:

Wenn’s damit denn genug wäre *seufz*. Kaum startet Eclipse unter Linux wieder, kann es wo anders als im heimischen Keller keine Class-Dateien mehr öffen. Ja keine Ahnung warum – kaum zu Hause konnte ich auch die Projekte weiter bearbeiten. Sehr merkwürdig, sehr merkwürdig. Nun gut, man hat ja noch Windows® – also schnell umgebootet und die Eclipse-Installation unter Vista® probiert.

Dort konnte ich mit Eclipse auch schön arbeiten – man sollte nur nicht probieren ein Projekt auszuführen. Dann öffnet sich ein neues Fenster mit der Meldung: “blabla Building Workspace 0%“. Der Fortschrittsbalken im Fenster bewegt sich kein Stück. Warum auch? ;)

Nur zu Information: Auch unter Windows® hab ich eine frische Installation ausprobiert und siehe da, Eclipse wollte wieder so, wie ich wollte. Ehrlich gesagt kann ich es nicht ganz nachvollziehen – zumal auch in der Shell unter Linux die Debug-Ausgaben sehr dürftig sind. Naja – beschränk ich mich mit Eclipse halt auf meinen Keller. :P

SierraXTC am 20.11.07 um 05:54 Uhr

wicd – Netzwerk Manager

GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke

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Aus unerfindlichen Gründen habe ich vor einiger Zeit die Suche nach einem vernünftigen Netzwerk-Manager für Linux intensiviert. Der Gnome Network Manager kam dabei für mich nicht in Frage, da ich das Tool für sehr rudimentär erachte. Es sollte schon eine Applikation sein, welche mehrere Netzwerk-Verbindungen/-Profile vernünftig verwalten kann, egal ob W-LAN oder Kabel-LAN. So bin ich dann auf wicd gestoßen.

wicd ist ein Python-Script mit graphischer Oberfläche und Tray-Icon. Das Tool setzt auf dbus auf und überwacht darüber die Netzwerk-Devices. Es zeigt verfügbare W-LANs an, inklusiver der unterstützten Verschlüsselungs-Mechanismen. Dabei kann man sich auch zu versteckten W-LANs über Eingabe einer bekannten SSID verbinden. Für Debian/Ubuntu sind Pakete im Netz und meines Wissens auch in den Repositories zu finden. Leider findet sich in portage noch kein Paket, ein eBuild für Version 1.3.1 kann man aber hier finden.

wicd Dialog

Wie aus dem eBuild ersichtlich, und schon erwähnt, benötigt wicd Dbus, welcher als Daemon auch aktiv sein muß. Dazu benötigt der Netzwerk Manager noch mehrere Python-Pakete, u.a. dev-python/pygtk, dev-python/pygobject, dev-python/pycairo und, was bisher nirgends zu lesen war, scheinbar notwendigerweise auch dev-python/dbus-python, ansonsten spuckt das Tool

ImportError: No module named dbus

beim Start aus. Ein Eintrag in der Autostart-Sektion von KDE startet dann auch direkt das Tray-Tool, womit man bequem Zugriff auf die Konfiguration erhält. Das Tray-Icon beinhaltet auch Information per Tooltip über die aktuelle Verbindung/-squalität. Den Zugriff auf das Tray-Tool erhält man über

/opt/wicd/tray.py

wicd Tray

Irgendwie scheinen sich aber wicd und Knemo nicht miteinander zu vertragen – seit der Installation vom Netzwerk Manager läßt sich der Knemo-Daemon nicht mehr durch KDE starten. :shrug:

SierraXTC am 19.11.07 um 05:58 Uhr

“Es wird eng”
“Die Ärzte” in Dortmund (Nachlese)

Multi-/Media

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Das waren also “Die Ärzte” – aus Berlin! Das war also die beste Band der Welt. Und ja, sie sind die Besten. :D

Die Ärzte - Dortmund 2007

Um viertel nach drei ging’s am Samstag Nachmittag zum Bahnhof. Gegen fünf sind wir an der Westfalenhalle angekommen. Also rund eine Stunde vor Einlaß. Mit Longsleeve, T-Shirt und Sweat-Shirt bei den aktuellen Temperaturen eigentlich eher “underdressed“, ließ es sich dennoch vor der Halle aushalten. Kurz vor sechs wurden die Türen dann geöffnet und es dauerte nicht lange und ich fand mich im Innebereich direkt vor der Bühne wieder. Ich muß gestehen – am Anfang ging’s mir nicht ganz so gut. Vielleicht war’s die Aufregung, oder was auch immer. Aber klein Sierra hat sich zusammen gerissen und das Konzert auch überstanden. Die Warterei war natürlich mit rund 2 Stunden etwas langwierig, aber dafür standen wir ja auch ganz weit vorne. :thumbsup:

SETLIST
    1. Himmelblau
    2. Lied vom Scheitern
    3. Hurra
    4. Nie wieder Krieg..
    5. Angeber
    6. (Ich ess) Blumen
    7. 2000 Mädchen
    8. El Cattivo
    9. Heulerei
    10. Deine Schuld
    11. Manchmal haben Frauen…
    12. Die ewige Maitresse
    13. Breit
    14. 1/2 Lovesong
    15. Ich bin reich
    16. Madonnas Dickdarm
    17. Deine Freundin (wäre mir ..)
    18. Tu das nicht
    19. Der Graf
    20. Nichts in der Welt
    21. Perfekt
    22. Westerland
    23. Ignorama
    24. Rebell
    25. Elektrobier
    26. Punkbabies
    27. Schunder-Song
    28. Junge
    29. Anneliese Schmidt
    30. Frank ‘n’ Stein
    31. Teenager-Liebe
    32. Zu spät
    33. Wir sind die Besten
    34. Schrei nach Liebe
    35. Unrockbar
    36. Mysteryland
    37. Dauerwelle vs. Minipli

Die Ärzte - Dortmund 2007

Beim ersten Lied hat’s mich dann auch direkt erwischt und ich wurde etwas heftig von meiner Gruppe getrennt. Dummerweise hab ich sie dann auch während des Konzerts nicht mehr wieder gefunden. Dennoch an dieser Stelle ein Dank an Brini, Sarah, Alena und Nico, das sie mich mitgenommen haben. So verbrachte ich den Abend “alleine” mit vielen Ärzte-Fans um mich rum auf der Seite von Rod. Dieses heftige Pogen ist vielleicht doch nicht ganz meine Welt – aber das rumspringen, klatschen, singen hat dagegen durchaus seinen Reiz. Jedoch war ich nach rund 2 Stunden auch zum ersten Mal etwas am Ende meiner Kräfte und mußte mir einen kurzen Drink gönnen (heyho: Cola). Die Mischung aus Plauderei und Musik ist wirklich klasse. Und an Musik können die Ärzte nach 25 Jahren ja reichlich bieten. Da wird eben nicht immer “alles” gespielt – aber auch wenn ich viele meiner Lieblingsstücke vermisst habe – die Setlist war prall gefüllt vom Besten der Ärzte. Auch die “Jazz ist anders” kam nicht zu kurz. Die Performance bei “Tu das nicht” hat alleine schon die fehlenden “Allein“, “Lasse reden” und “Nur ein Kuss” vergessen gemacht.

Die Ärzte - Dortmund 2007

Sehr genial an der Stelle auch mit den ersten zwei Songs des Albums zu beginnen, zumal “Lied vom Scheitern” auch grandios ist. Mit einer Mischung aus dem Repertoire der 80s, 90s und aktuellen Stücke war das Konzert mitreissend. Auch wenn ich in meiner Ecke wohl relativ allein Stand mit der Textfestigkeit der alten Klassiker.
:lol:

Es war schon reichlich junges Gemüse auf dem Konzert – entsprechend fielen auch die Sprüche von Farin aus, der fast jedes ältere Stuck mit einer süffisanten Spitze auf die Jugendlichen kommentierte. Auf der anderen Seite wiederum konnte ich auch nicht klagen, wenn man recht viel “Halbwüchsige” um sich rum stehen hat. Dann kann man bei knapp 1,83m noch einen guten Blick auf die Bühne genießen. ;)

Jedenfalls spart so ein Konzert jede Diät *g* ich glaub ich bin bestimmt 3kg leichter aus der Halle wieder heraus gekommen. :D Und nächstes Mal hab ich auch Merchandise *g*. Ich denke, es gibt wohl noch ein nächstes Mal. Die letzten Konzerte, siehe WSH, waren auch schon toll, aber die Ärzte, vor bestimmt 12000 Leuten – mit der Show .. das war definitiv das Beste, was ich bisher live gesehn hab.

Die Ärzte - Dortmund 2007

Etwas ärgerlich war lediglich, daß ich fast genau 1 Stunde am unglaublich hässlich kalten Dortmunder Hauptbahnhof auf meinen Zug warten musste. So war ich auch erst nach rund 10 Stunden wieder zu Hause. Aber all das Leiden meiner alten Knochen hat sich definitiv gelohnt :thumbsup: Und wenn alles klappt, dann wird es nicht das letzte Konzert auf dieser Tour gewesen sein. ;)

SierraXTC am 18.11.07 um 02:03 Uhr

Es war eng geil

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Mehr dazu in Kürze – natürlich hier!

P.S.: Die nächsten Konzertbesuche sind schon geplant – mehr dazu wenn die Karten eintrudeln. Wo? Natürlich hier!

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