Archiv für Juni, 2008
SierraXTC am 30.06.08 um 15:02 Uhr

Deutschland – Spanien [EM]

EM 2008, Fußball, Nationalelf

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Satz mit X….

Japp, datt war mal nüschte – da war die Luft an der Spitze für einige wohl zu dünn. Nur gut, daß diesmal die ARD das Spiel übertragen durfte, 90 Minuten das rumgeheule wie schlecht doch alles ist, hätte ich vermutlich nicht ertragen.

Statistisches

Deutschland:

1 Lehmann (1) – 3 A. Friedrich (3,5), 17 Mertesacker (3,5), 21 Metzelder (3,5), 16 Lahm (2,5) (46. 2 Jansen (2))- 8 Frings (3), 15 Hitzlsperger (3,5) (58. 22 Kuranyi (5)) – 7 Schweinsteiger (3), 13 Ballack (4), 20 Podolski (3,5) – 11 Klose (3) (79. 11 Gomez (-))

Spanien:

Casillas – Sergio Ramos, Puyol, Marchena, Capdevila – Marcos Senna – Silva (66. Santi Cazorla), Xavi, Iniesta – Fabregas (63. Xabi Alonso) – Fernando Torres (78. Guiza)

Tore:

0:1 Fernando Torres (33.)

Gelbe Karten:

Ballack, Kuranyi – Cassilla, Fernando Torres

Zuschauer:

51428 (Ernst-Happel-Stadion)

Das Spiel

Von Beginn an zeigten sich beide Mannschaften konzentriert. Deutschland stand in der Defensive sehr gut, so daß den Spaniern kaum Anspielstationen blieb. In der Offensive kamen dann auch vereinzelte Szenen zu stande, die jedoch spätestens Spaniens Keeper Cassillas vereitelte. Mit zunehmender Spielzeit ließ sich das deutsche Team – wie so oft bei diesem Tunier – das Heft aus der Hand nehmen und wurde zunehmend hinten reingedrängt. Während als erstes Metzelder den blendend aufgelegten Lehmann prüfte, folgten ein ums andere mal Chancen der Spanier, die Fernando Torres in der 33. Minute letztlich auszunutzen wußte. In dieser Phase gelang der deutschen Mannschaft nichts und es ist Lehmann zu verdanken gewesen, das die Mannschaft noch im Spiel war.
Nach dem Pausentee zeigte sich ein unverändertes Bild, wiederum dominierten die Spanier nach belieben und zeigten den Deutschen ihre Defezite auf. Erst nach 60 Minuten besann sich das Team um Ballack wieder Fußball zu spielen und hatte eine kurze Sturm- und Drangphase, wo man auch Schwächen bei den Spaniern erkennen konnte. Letzlich blieb aber auch dieses Aufbäumen ergebnislos und so spielten die Spanier die Führung souverän nach Hause.

Weisheiten

Nun, das Positive ist die Finalteilnahme – das können nicht so viele andere Teams bei dieser EM von sich behaupten. Aber wirklich zu überzeugen wußte das Team auch nicht so recht. Nur zwei gute Leistungen gegen Polen und Portugal reichen nicht aus um den Titel zu gewinnen. Spanien war von Beginn an heiß und wollte den Titel, das Gefühl konnte mir unsere Mannschaft nicht vermitteln.
Irgendwie war das Team weit von dem Offensivfußball von 2006 entfernt – was aber, so würde ich bilanzieren, durchaus daran liegen mag, daß die Mannschaft nicht wirklich optimal in das Tunier gehen konnte. Diverse Verletzungen, wenig Spielpraxis und zum Teil auch mangelnde Fitness haben sich dann doch im Tunierverlauf wieder gespiegelt – aber mental war man (meistens) zumindest auf der Höhe. Es macht sich immer bemerkbar, wenn man mit Spieler in ein Spiel geht, die nicht zu 100% fit sind – so wie Ballack und wohl auch noch Frings. Da es aber zentrale Säulen des deutschen Spiel waren und die Reserve nicht über die Klasse dieser Spieler verfügt mußten sie auf die Zähne beißen und spielen.
Aber alles in allem wird das keine Entschuldigung sein. Fast alle Spieler, bis auf wenige Ausnahmen blieben in vielen Spielen ihr wahres Leistungsvermögen schuldig. Durch die Bank weg klappte vorne wenig (Klose) bis gar nichts (Gomez und Kuranyi), im Mittelfeld war von Aussetzern (Schweinsteiger) bis schlechter Defensivarbeit (Podolski) alles zu finden und was sich die Innenverteidiger in machen Situationen gedacht haben mögen, wird immer ein Rätsel bleiben.
Zwei Dinge sollte Jogi Löw aus diesem Tunier mitnehmen: Podolski im linken Mittelfeld ist eine Option – kein Dauerzustand und 4-5-1 ist ebenfalls eine Option – kein Dauerzustand. Man muß sich schon etwas auf die Gegner einstellen und nicht ein System, was gegen Portugal funktionierte gegen taktisch anders eingestellte Türken ebenfalls spielen. Ich baue einfach darauf, das sich das Team in der WM-Qualifikation nun den nötigen Feinschliff für das nächste Tunier holt.
Eine Mannschaft, die – vermute ich – ohne Neuville auskommen wird, vielleicht erkennt auch Kuranyi, daß die Kombination zwischen ihm und der Nationalmannschaft vermutlich auch nicht mehr funktionieren wird. Bleibt die Hoffnung, daß viele gestandene Größen wie Fritz, Mertesacker und Co wieder zu alter Form finden und mit Spielern wie Marin und Helmes hoffnungsvoller Nachwuchs heran reift.
Auf ein weiteres Sommermärchen 2010. :thumbsup:

Honk des Tages:

Silva – und irgendwo auch Podolski. Die Situation der Beiden, die zum ungeahndeten Kopfstoß von Silva führte, war vielleicht der negative Höhepunkt des EM-Finales. Vielleicht wär nochmal was gegangen, wenn die generell überforderten Schiedsrichter Silva zum duschen geschickt hätte, aber das ist alles Spekulation.

SierraXTC am 29.06.08 um 20:39 Uhr

Bringt ihn heim

EM 2008, Fußball, Nationalelf

SierraXTC am 27.06.08 um 08:02 Uhr

“640K ought to be enough for anybody.”

Technikecke, Windows

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(..) Am heutigen 27. Juni wird der Veteran des Computerzeitalters seinen letzten Arbeitstag auf dem Microsoft-Campus in Redmond haben. Nach 30 Jahren maßgeblichen Einflusses in die Geschicke des Unternehmens hinterlässt sein Rückzug eine große Lücke und wirft die große Frage nach der Zukunft des Unternehmens auf. (..)

Quelle: heise

Da geht er dahin, .. :lol:

Wenn gleich ich von seiner geleisteten “Arbeit” eher weniger überzeugt bin, so muß man zumindest vor seinem Lebenswerk Respekt zollen. Bye, bye, Bill.

SierraXTC am 26.06.08 um 11:25 Uhr

Deutschland – Türkei [EM]

EM 2008, Fußball, Nationalelf

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Mittlerweile hab ich mich durchaus auf Bélà Réthy eingeschossen: Es ist für mich schwer zu begreifen, wie man so schlecht ein Fußballspiel kommentieren kann. Wie grausam Réthy kommentiert, war deutlich zu hören, als er dank dem Bild- äh Stromausfall in Österreich gezwungen wurde radio-like das Geschehen auf dem Platz zu übertragen. Das war völlig emotionslos, selbst wenn die Deutschen mal im Angriff waren und auch dort hat er sich darauf beschränkt das Spiel schlecht zu reden, statt die Aktionen auf dem Platz zu vermitteln. 8-O
Irgendwo beim ZDF muß doch noch jemand versteckt sein, der alternativ sich auf den Kommentatoren-Platz setzen kann. Von mir aus kann auch mal Thomas Wark oder Wolf-Dieter Poschmann ran, auch nicht grad besonders schön, aber mal was anderes.

Statistisches

Deutschland:

1 Lehmann (2) – 3 A. Friedrich (2,5), 17 Mertesacker (2,5), 21 Metzelder (3), 16 Lahm (2,5) – 6 Rolfes (4) (46. 8 Frings (3,5)), 15 Hitzlsperger (2) – 7 Schweinsteiger (2), 13 Ballack (4), 20 Podolski(3) – 11 Klose (2) (90. 2 Jansen (-))

Türkei:

Rüstü – Sabri, Gökhan Zan, Mehmet Topal, Hakan – Mehmet Aurelio – Kazim (90. Tümer), Hamit Altintop, Ayhan (81. Mevlüt), Ugur (85. Gökdeniz) – Semih

Tore:

0:1 Ugur (22.)
1:1 Schweinsteiger (26.)
2:1 Klose (79.)
2:2 Semih (86.)
3:2 Lahm (90.)

Gelbe Karten:

- Semih

Zuschauer:

39374 (St. Jakob-Park)

Das Spiel

Einem mäßigen Beginn folgte eine schwache Partie. Das deutsche Team konnte sich in Zweikämpfen nicht in Szene setzen und in Ballbesitz war zu wenig Bewegung wodurch Anspielstationen Mangelware waren. Die Türken standen sehr gut in der Defensive und nahmen so den ganzen Schwung aus dem deutschen Spiel, wie er noch gegen Portugal gezeigt wurde. Im Gegenzug verstanden es die Türken das träge agierende deutsche Mittelfeld geschickt zu überbrücken und so die Abwehrreihen ein ums andere Mal in Verlegenheit zu bringen. Daraus resultierten einige gute Chancen, unter anderem ein Lattentreffer von Kazim ehe nach einem weiteren Lattenschuß Ugur den Ball aus kurzer Distanz zur Führung einschieben konnte. Im Gegenzug konnte Schweinsteiger die Führung umgehend nach dem ersten Angriff überhaupt auf’s türkische Tor ausgleichen. Danach kam das deutsche Team auch besser ins Spiel und wußte den ein oder anderen Angriff vorzutragen. Das hinderte die Türken aber nicht daran ihrerseits brandgefährlich zu kontern, so sah die deutsche Defensive ein ums andere Mal schlecht aus.
Nach der Pause war das Bemühen offensichtlich, der Favoritenrolle endlich gerecht zu werden und die Kontrolle über das Spiel zu erlagen. So war es auch ein Angriff der Deutschen, der zu einer turbulenten Situation wurde. Strafraumnah – oder gar innerhalb des Strafraums wurde Lahm deutlich sichtbar unfair vom Ball getrennt – der schlechte Schiedsrichter Busacca entschied jedoch auf Weiterspielen, was berechtigterweise ein unüberhörbares Pfeiffkonzert von den Rängen zur Folge hatte. Dadurch kam fortan mehr Unruhe ins Spiel. Das deutsche Team überzeugte weiterhin nicht, bekam aber die türkischen Angriffsbemühungen besser in den Griff. Wie immer bei Spielen mit türkischer Beteiligung wurde es erst in den letzten Minuten spannend. Klose legte 11 Minuten vor Schluß zum 2:1 vor. Mit diesem Ergebnis schien sich das deutsche Team arrangieren zu wollen und wurde kurz vor Ende der regulären Spielzeit von den (O-Ton Bélà Réthy) “Last-Minute Türken” wieder eiskalt erwischt. Als sich nahezu jeder schon mit einer Verlängerung abfinden wollte setzte Lahm dem Fußballabend ein jähes Ende und zimmerte den Ball zum 3:2 ins Netz.

Weisheiten

Es war das – zumindest von mir – erwartet schlechte Spiel. Es war durchaus klar, daß Deutschland kein zweites Feuerwerk wie gegen die Portugiesen abbrennen würde und ich hatte durchaus auch ein mulmiges Gefühl, daß das Spiel zu unseren Ungunsten hätte ausgehen können. Mir behagt es nach wie vor nicht, daß Jogi Löw an einer einmal funktionierenden Taktik festhält. So geschehen nach dem Spiel gegen die Polen und jetzt wieder gegen die Türken. Auch wenn wir unser Spiel spielen müssen, so kann eine gewisse Einstellung auf die taktische Ausrichtung des Gegners nicht schaden. Dann würden solche Mängel im Defensivverhalten vermutlich gar nicht erst auftreten. Wie dem auch sei – die Weisheiten treffen auch nach dem Halbfinale zu: “Was zählt, ist unterm Strich” und “Fußball ist ein Spiel, in dem 22 Spieler einem Ball hinterher rennen und am Ende gewinnen die Deutschen“. :D
Schön wär’s, wenn diese Weisheiten bei der EM weiterhin zutreffen würden. Der kommende Finalgegner wird allerdings wieder ein anderes Kaliber sein als die gestrigen Türken, die aber spielerisch gestern mindestens auf dem gleichen Niveau wie das deutsche Team waren. Immerhin ist man auf der Bergtour nun schon kurz vor dem Gipfelkreuz – man hat das Ziel klar vor Augen, ich hoffe nur, das kein Wetterumschwung kommt und der Aufstieg zur Spitze nun nicht noch abgebrochen werden muß .. (wieviel Euro muß ich nun ins Phrasenschwein zahlen?).

Honk des Tages:

Zum schweizer Schiedsrichter Busacca fehlen mir eigentlich die Worte. In der ersten Halbzeit hat er klar gegen die Deutschen gepfiffen, was dann in der zweiten Hälfte mit einem nicht geahndeten, harten Foulspiel den Höhepunkt erreichte. Ob nun Elfmeter oder nicht, das ist eher zweitrangig, entscheidend ist, daß man das Foul ahndet. Aber Busacca sah noch deutlich öfter über Fouls an deutschen Spielern hinweg, die man dann durchaus getrost als “hart geführte Zweikämpfe” abstempeln kann. Wie schwach der Schiedsrichter war zeigt alleine die Statistik der Karten in einem umkämpften Halbfinalspiel. Jeder andere Schiedsrichter hätte auch Semih nach dessen zweitem, gelbwürdigen Foul vom Platz gestellt. Aber nun gut – das sind Tatsachenentscheidungen, die in Sekundenbruchteilen vollzogen werden müssen .. *blabla* .. Einen Vorteil dürfte sein gestriger Einsatz nun haben: Busacca wird nicht das Finale leiten. :thumbsup:

SierraXTC am 26.06.08 um 08:55 Uhr

Liebe Bürgerinnen und Bürger

Geschwafel

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Hier in meinem Blog war in den letzten Tagen häufiger die Flagge der Bundesrepublik Deutschland zu betrachten. Entgegen dem Faux-Pas der ARD ist die Bundesflagge eine Trikolore von oben nach unten in Schwarz, Rot und Gold. So flattern die Fähnchen auch täglich am Auto. :thumbsup:

Immer wieder hängen freundliche Bundesbürger den Banner auch senkrecht aus dem Fenster und zeigen Flagge. Da es mir jetzt vermehrt aufgefallen ist, daß die Flagge verkehrt herum (von links nach rechts: Gelb, Rot, Schwarz) aufgehangen wurde, ein kleiner Hinweis: Wenn man vor der Flagge steht, dann sollte die Farbkombination von links nach rechts genauso lauten, wie von oben nach unten. Zur Verdeutlichung:

Deutschland Banner senkrecht

Die wiedergewonnene Liebe zu einem Nationalsymbol will man doch nicht mit Füßen treten. Danke! :D

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