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LänderspielZunächt ist noch nachzutragen, daß die deutsche Nationalmannschaft letzten Samstag in Liechtenstein zum Auftakt der WM-Qualifikation “standesgemäß” mit 6:0 gewonnen hat. Gestern Abend bekam es das Team mit einem qualitativ hochwertigeren Gegner zu tun. Kommentiert Geplärrt hat während der 90 Minuten mal wieder mein Freund Bélà Réthy. Nachdem das ZDF das halbe Team ausgemistet hat, warum dann nicht endlich auch ihn?
Statistisches
Finnland:
Jääskeläinen – Lampi, Pasanen, Hyypiä, Kallio – R. Eremenko, Heikkinen – J. Johansson, Väyrynen (75. N. Kuqi), Kolkka – Forssell (41. Sjölund)
Deutschland:
Enke (3,5) – C. Fritz (4) (82. Hinkel (-)), Tasci (3,5), Westermann (4), Lahm (2) – Rolfes (2,5) (82. Helmes(-)), Hitzlsperger (2,5) (69. Gomez(-)) – Schweinsteiger (3,5), Trochowski (2) – Klose (1,5), Podolski (4)
Tore:
1:0 J. Johansson (32.)
1:1 Klose (38.)
2:1 Väyrynen (43.)
2:2 Klose (45.)
3:2 Sjölund (53.)
3:3 Klose (83.)
Gelbe Karten:
Kallio -
Zuschauer:
38000 Olympiastadion (ausverkauft)
Das Spiel
Nach mäßigem Beginn, in denen die Finnen schon mal die ein oder andere Unsicherheit in der deutschen Abwehr aufzeigte, kamen die Deutschen besser ins Spiel. Daraus resultierten jedoch beiderseits keine klaren Chancen. Erst nach gut dreißig Minuten wurde es gefährlicher, als Klose einen Kopfball nicht im Netz unterbringen konnte. Im Gegenzug zeigten sich die Finnen deutlich torgefährlicher und riss die sichtlich schlafende deutsche Innenverteidigung mit dem 1:0 aus allen Träumen. Wie in der Vergangenheit konnte das Team um Jogi Löw schnell zurück schlagen, Klose ließ Jääskeläinen zwei Minuten später keine Chance. Danach war deutlich mehr Tempo im Spiel, in denen die konterstarken Finnen nach 43. Minuten ihre Klasse wiederum ausspielten und zum 2:1 erhöhten. Doch auch diesmal währte die Freude nur kurz, im direkten Gegenzug schlug abermals Klose zu und schickte das eher mäßig aufspielende deutsche Team mit einem noch versöhnlichen Ergebnis in die Pause.
Doch kaum auf dem Platz klingelte es erneut in Enkes Gehäuse. Nun mußte die DFB-Elf mehr tun, die Finnen hielten jedoch gut dagegen und waren stets bei ihren Kontern gefährlich. Nachdem im dritten Anlauf eines Angriffs endlich Klose den Ball durchs Getümmel ins Tor stochern konnte schien zumindest der Schaden in Grenzen gehalten zu sein. In den letzten zehn Minuten spielte das deutsche Team stärker und wollte auch den Siegtreffer erzielen. Es blieb jedoch nach 90 Minuten beim 3:3 – mehr oder minder verdient für beide Seiten.
Weisheiten
So eine schlechte Abwehrleistung habe ich seit März 2006 nicht mehr feststellen können. Die Innenverteidigung war völlig überfordert und immer einen Schritt zu spät. Die Außen agierten unsicher, brachten nur wenig, wenn dann über links, nach vorne. Drei Gegentore sind immer schlecht – zumal es diesmal weder Italien, noch Brasilien war, sondern nur Finnland. Abgesehn davon, daß im Defensivverhalten (was nicht nur die Abwehr betrifft) Fehler gemacht wurden, mit einem Kahn oder Lehmann nur in Normalform wär der ein oder andere Schuß nicht im Netz gelandet. So schön der Konkurrenzkampf auf dieser Position auch sein mag, Enke ist eben kein Weltklasse-Schlußmann und ein Adler, Neuer oder gar Rensing davon leider auch noch weit entfernt.
Wie heißt es so schön: Mund abputzen und weitermachen. Der Schaden hielt sich in Grenzen, ärgerlich ist’s allemal, aber noch is die WM-Quali nicht verloren. Am 11. Oktober hat man direkt die Chance Russland zu zeigen, daß die in dieser Gruppe nicht Gruppensieger werden können.
Honk des Tages:
Auf Grund des fairen Spiels entfällt der Honk – denn der gute Bélà bekommt nicht die Ehre hier zum Seriensieger aufzusteigen.