Tags: Bahn, Nahverkehr, seufz| Da ist er also nun auch offiziell: Der Herbst ist auch bei der Deutschen Bahn angekommen. Mein Reiseunternehmen erster Wahl bietet wieder die Herbst-/Winter-Specials. Für kleines Geld wird große Erholung geboten. Das Angebot reicht von reichlich Frischluft dank verspäteten oder ganz ausgefallen Zügen bis hin zu kuscheligen Plätzchen in den Zügen |
dank gezielt hoch gehaltenem Fahrgastaufkommen bei niedriger Waggon-Anzahl, womit jedem Menschen mit Platzangst eine kostenfreie Kur zur Beseitung des psychischen Traumatas geboten wird. Auch kontaktscheue Menschen werden in dieser Umgebung aufblühen. Es wird ein Erlebnis garantiert, welches in allen Belangen jeden Samba-Zug toppt. Wer nach soviel Action noch Lust auf mehr verspürt gesellt sich doch gerne zu den wartenden Reisenden auf großzügig gestalteten Bahnsteigen bei einer frischer Brise.
Mal im Ernst: Seit dem ich wieder täglich den “Spaß” ÖPNV genießen darf, haben Fahrtzeiten von unter 2 Stunden von Dortmund nach Hamm Seltenheitswert. Wenn ich mal Glück haben sollte die direkten, anvisierten Anschlüsse zu ergattern, dann auch nur durch sportliche Höchstleistungen. Das macht ehrlich gesagt überhaupt keinen Spaß.
Ausgefallene, vielmehr extrem verspätete S-Bahnen, die dank reichlich Studenten extrem überfüllt sind, sind derzeit schon zur Anreise Standard. Nachmittags gleichen diese Züge eher Sardinenbüchsen, von “Komfort” und “Platzangebot” ist da selbst in den 1. Klasse Abteilen nichts zu finden. Wenn ich nicht grade in Dortmund 30 Minuten dank Verspätung aus vorheriger Fahrt nur 20 Minuten in der Kälte stehe, dann darf ich in Hamm bis zu 40 Minuten warten, weil der Zug genau dann in Hamm einfährt, wenn mein Bus grade los fährt. Es ist zum Kotzen.



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