“Gruben-Light Dinner”
Geschwafel
Tags: Beruf, Essen, Real Life, WeihnachtenNun, es ist schon fast wieder einer Woche her, aber einen kurzen Nachtrag zur firmeninternen Weihnachtsfeier möchte ich dann schon noch liefern. Immerhin wurde, im Gegensatz zur Vorjahres-Veranstaltung, eine wie ich finde recht interessante Location ausgewählt.
Freitag, nach den Monatsbilanzen und einem netten Kaffeetrinken mit wirklich leckerem Kuchen ging es mit’ nem Bus die rund 90km ins tiefste Sauerland. Und wir waren wirklich tief drin – so tief, daß stellenweise noch Schnee lag. So tief, daß es wirklich saukalt war.
Es ging jedenfalls nach Ramsbesck, zu einem stillgelegten Erzbergwerk. Bevor der gemütliche Teil der Veranstaltung beginnen konnte – dem besagten Gruben-Light Dinner – fuhr man zunächst mit der Grubenbahn ins Bergwerk ein und bekam dann eine umfangreiche Führung durch die Stollen.
Der “junge Herr“, welcher uns an dem Abend in die Interna des Erzabbaus einführte war ein Sauerländer ganz besonderer Sorte: Im Sauerland ist man bekanntlich etwas mundfaul, daß man aber so extrem auf Verben, Adjektive und Artikeln verzichtet, war auch mir neu. Die darüber hinaus noch sehr eigenwillige Betonung von Fachvokabular machte letztlich die Führung zu einer höchst amüsanten Veranstaltung.
Den Abschluß fand der Gang durch das Bergwerk an der Kippstation, welche im hinteren Teil durchaus das Ambiente eines guten Restaurants bot. Dort wurde dann das Dinner – in Form von Schweinshaxen mit Sauerkraut und Kartoffeln aus ‘nem Henkelmann (als Hauptspeise) gereicht. Lecker war es auf jeden Fall und im Gesamten, mit der Führung auch unterhaltsam und interessant. Klar ist die An- und Abreise für eine knapp 3,5 stündige Veranstaltung vielleicht sehr aufwending, aber so etwas untypisches, wie ich finde, macht man nun nicht alle Tage. Ich würde es jedenfalls bedenkenlos weiter empfehlen.

