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Im regelmäßigen Rhytmus werden neue Säue durch klein Bloggersdorf gejagt. Ob nun Vodafail, die SPD, die vermeindlich rechtsgerichtete Piratenpartei oder nun Jack Wolfskin. Mag ich auch grundsätzlich im wesentlichen den meisten Bloggern zustimmen, das der gesunde Menschen- verstand bei dem Thema einfach sagt: “Das kann nicht sein.” stelle ich immer wieder mit |
erstaunen fest, dass auch Blogger, wie auch etablierte Medien, den Permalink-Hype nach spätestens zwei Wochen vergessen haben und ein neues kleines Ferkelchen durchs Dorf treiben. Selten – wenn überhaupt – das einige Wochen später nochmal ein Blick auf die letzte Sau geworfen wird und geschaut wird, wie sie auf der Schlachtbank elendig verreckt, ohne das sich irgendein Schwein irgendwer noch dafür interessieren würde.
Der Aufschrei um die Abmahnwelle von Jack Wolfskin ist wieder groß, A-, B-, C-Blogger schustern sich gegenseitig die Links zu und pushen das Thema soweit, dass etablierte Medien drauf anspringen. Ein schöner Effekt – nur was kümmert es Jack Wolfskin, wenn nun zwei Wochen lang in 70 Blogs debattiert wird, wie – in meinen Augen zu recht – unverhältnismäßig das Unternehmen reagiert hat, wenn in wenigen Wochen kein Hahn mehr danach kräht, weil bei Spiegel Online genauso andere Themen vorherrschen wie in jedem x-beliebigen Blog auch.
Vom “PR-Supergau” von Vodafon im Sommer diesen Jahres scheint sich der Telefonriese auch nicht weiter beeindrucken zu lassen und fängt fleißig neue Kunden, vornehmlich in dem Segment, den Blogger nicht erreichen – die nicht “netz-affinen, 08/15-Standard-Menschen”. Auch Jack Wolfskin wird diesen “PR-Supergau” nahezu unbeschadet überleben. Leider ist das kein attraktives Ende für die sympathische Geschichte über David und Goliath.
Ja, grundsätzlich ist dieser Abmahnwahn wahrlich nicht schön. Aber so lange es vornehmlich gilt Besitzstände zu wahren wird vermutlich immer diese juristische Keule geschwungen, zumal neben Geld die Einschüchterung vermutlich wesentlich wichtiger ist. Das es dabei die großen Markenpiraten aus fernen Ländern eher selten trifft statt Kleingewerbetreibende, ist ein blöder Seiteneffekt. Ich frage mich dabei, wer überhaupt ein Allerwelts-Symbol wie eine Tatze als Markenzeichen einträgt, der zuständige Sachbearbeiter sollte da mal tief in sich gehen.