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Mittwoch wurde bekanntlich von Apple das neue Wunderwerk der Technik, der Tablet-PC iPad vorgestellt. Einhergehend mit jeder Apple-Veranstaltung macht sich im Vorfeld immer ein gewisser Hype im Netz breit. Über Sinn und Unsinn der vergangenen Berichte in Online-Medien wie Spiegel Online haben sich dabei auch schon diverse Blogger Gedanken gemacht. Mittlerweile ist der Tenor – zumindest im deutschsprachigen Raum im Bereich der von mir genutzten Netzwerke – weit von einem Hype entfernt. |
Ob Blogger, Twitterer oder Journalisten, allen gemein ist eine anscheinend grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber dem iPad. Begründet wird dies oftmals mit dem enttäuschenden technischen Umfang des Tablet-PCs. Es ist ja durchaus richtig, das HDMI fehlt, das USB oder SD-Card-Slots fehlen und 3G mal wieder extra bezahlt werden muss. Nur ob das iPad deswegen auch gleich zum – vielleicht von einigen Berufspessimisten erhofften – Flop wird wage ich trotzdem zu bezweifeln.
Rückblickend hat das iPhone damals™ bei der Präsentation auch nur Hohn und Spott geerntet ob der fehlenden Funktionen für ein Smartphone wie UMTS, GPS oder einer Kamera. Apple hat auf Kundenwünsche reagiert und mit dem iTunes-Store und den ganzen Apps um das iPhone drumherum einen äußerst gut funktionierenden Markt geschaffen, der ebenfalls nun das iPad bedienen kann. Mittelfristig wird Apple sicherlich auch im technischen Bereich nachbessern (müssen) wenn das Kundeninteresse für bestimmte Anschlüsse entsprechend vorhanden ist.
Trotzdem glaube ich kaum, dass der iPad, wie er anscheinend von vielen technikinteressierten Bloggern und Journalisten gesehn, von Apple genau in dem Bereich eines Netbooks platziert sein soll – sprich: am Besten alles können sollte, was ein “richtiger” Computer auch können soll. Wenn das das Ziel hätte gewesen sein sollen, wäre auch in Cupertino höchst wahrscheinlich jemand auf die Idee gekommen, das MacBook Air entsprechend umzugestalten und dem iPad gleich ‘ne OSX-Version einzuimpfen. Ich vermute einfach mal, dass genau diese Simplizität, die durch die beschränkte Größe von kleinen, mobilen Geräten notwendig wurde, gerade zum Vorteil des iPads werden kann.
Hingegen kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dass das iPad als Speichertank für Digitalphotographie, Bildbearbeitung, Office oder heimische Medienzentrale jemals dienen sollte, geschweige denn dienen wird. Wenn es die wesentlichen Funktionalitäten so einfach und komfortabel umsetzen kann, wie zB der iPod touch mich derzeit erfreut, wird auch dieses Apple-Produkt reissenden Absatz finden. Und bei den murrenden Berufspessimisten wird vielleicht ebenfalls irgendwann so ein Teil auf dem Schoß liegen.
Zur Zeit seh’ ich für mich zwar auch nicht wirklich Bedarf, da ich mich eher in anderen Bereichen des Apple-Portfolios im Moment auslassen würde, aber ich sehe durchaus genug Nieschen im Moment, in denen ein iPad punkten kann. Und wenn es nur in der Bahn ist, wenn morgens der Sitznachbar nicht mehr mit der quadratmetergroße Bildzeitung einem vor dem Gesicht rumwedelt. Alleine von daher plädiere ich schon für einen vollen Erfolg des Tablets.