Tags: Bahn, Nahverkehr, seufzEs ist erstaunlich, wie gelassen man die aktuellen “Fahrpläne” im ÖPNV nach ein paar Tagen Urlaub sieht. Na ja, aber die ganze Erholung löst sich durch die unnachahmliche Penetranz nach und nach in Luft auf. Während ich gestern Abend noch mit einem breiten Grinsen in einer Sardinenbüchse gruppenkuschelnd nach Hause tuckerte gefriert selbiges Grinsen bald nicht nur auf Grund der Temperaturen.
Ich wär ja schön blöd, wenn ich den alltäglichen Wahnsinn bei dem Wetter nicht erwartet hätte – wie mir geht’s wohl Tausenden von Pendlern, die sich durchaus drauf einstellen, dass ein reibungsloser Ablauf bei Schnee und Frost eher ungewöhnlich wäre. Warum sich der ÖPNV nicht auf den Winter einstellen kann – der, Überraschung, jedes Jahr zur gleichen Zeit wieder kommt – wird wohl auf ewig ein Mysterium bleiben.
Witzige Randerscheinung gestern Abend in Dortmund: Durch die Verspätung vom RE6 und der Verspätung sämtlicher Fernverkehrszüge Richtung Hamm drängelten sich ein paar .. nun ja, wirklich nur ein PAAR .. halt geringfügig mehr Reisende in den RE3. Durch lustige Zulassungspannen verkehrt der RE3 etwas unorthodox. Zwischen Hamm und Dortmund fährt die Strecke die Deutsche Bahn, ab Dortmund die Eurobahn. Die Bahn hat – trotz aller Widrigkeiten – die normale Kurzfassung des RE3 eingesetzt. Ich weise bewußt drauf hin, dass Dortmund Endpunkt für die DB-Züge ist. Nachdem der RE3 der Eurobahn in Dortmund ankam, wurde direkt ein weiterer Zugteil angekoppelt, denn die Fahrpläne ins Ruhrgebiet deuteten ebenfalls auf überfüllte Nahverkehrszüge hin. Merkwürdig, dass die Eurobahn reagieren kann.
Wir haben erst Dienstag, die Woche ist noch lang – ich nehme Wetten an, ob ich es diese Woche schaffe, eine normale Fahrt zu erleben.
Chronologie des Grauens ( .. to be continued):
- Mittwoch Morgen
.. verdammt, die Wette hätte ich verloren ..
- Dienstag Nachmittag
17:06 – Kamen, es ist kalt, was auch kein Wunder ist, immerhin werden wir noch ca. 10 Minuten mit offenen Türen in der Pampa stehen, weil es “Probleme mit den Türen gibt”
- Dienstag Morgen
06:34 – Verwundert setze ich mich in einen leeren, bereitgestellten RE6 in Hamm.
06:51 – Mit dem Hinweis auf eine Streckensperrung zwischen Hamm und Bielefeld teilt man uns mit, dass der RE6 Richtung Dortmund später losfahren wird.
07:45 – Die H-Bahn hat heute auch nicht alle Ketten auf der Schiene, also lauf ich von der Uni zur Arbeit.
- Montag Nachmittag
16:50 – RE6 Richtung Minden wird mit 25 Minuten Verspätung angezeigt, ICE Richtung Berlin mit 45 Minuten.
17:00 – Gefühlt ca. 1500 Menschen quetschen sich in den für etwa 500 Personen ausgelegten RE3.
- Montag Morgen
07:07 – S1 Richtung Düsseldorf wird mit 5 Minuten Verspätung angezeigt.
07:22 – Zugführer der S1 Richtung Düsseldorf stellt fest, dass sein Zug anscheinend nur noch in 1 Richtung fahren kann – Zugausfall.
Da fällt mir nur noch zu ein:

image by Deutsche Bahn


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