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KölnNun ist es auch schon wieder rund 1 Woche her, das ich Karneval in Köln gefeiert habe. Eine kurze Zusammenfassung zum Erlebten will ich aber noch nachtragen. Im wesentlichen, ums direkt auf den Punkt zu bringen, war es wie alle Jahre wieder auch: Schön, und zu kurz.
Los ging’s Donnerstag Morgen gegen halb zehn, bepackt mit Trolley und Umhängetasche zum Bahnhof. Ich frag mich, warum ich so viel Klamotten mit hatte, wenn ich eh nur 1 Tag da war. Der Bahnsteig in Hamm war wiedermal rappelvoll mit Jecken, die alle zusammen mit mir in den RE7 Richtung Köln einsteigen wollten. Entsprechend kuschelig sollte es werden. Während ich überglücklich noch einen Klappsitz ergattern konnte, wurde das Platzangebot im Zug von Bahnhof zu Bahnhof spürbar geringer. Mit Karnevalsstimmung war es an dem Morgen noch nicht so weit her, weswegen ich froh war, mich hinter meinem Buch zu verschanzen und durch den iPod mich von der Außenwelt abzukapseln. Das klappte so lange, bis irgendwelche “jecken” mittfünfzigjährigen Frauen irgendwelche Staubwedel durch die Gesichter der anwesenden Herren zogen. Nüchtern betrachtet sind Westfalen einfach extrem unlustig.
Die Fahrt fand ihren Höhepunkt im Ausstieg in Opladen. Mit viel Mühe konnte ich mich, inklusiver meiner Klamotten, bis zum Türbereich vorkämpfen, für die 3 Meter brauchte ich auch nur etwa 10 Minuten – um mir dann die letzten Kilometer vor Opladen von betrunkenen Karnevalisten ihre Alkoholfahne direkt ins Gesicht blasen zu lasse *schauder* Ich hoffe, nächstes Jahr fahr ich mit ‘m Auto.
Einem angemessenen Frühstück, traditionell abgehalten im Schlebuscher Grill, folgte dann die Weiterfahrt nach Köln. Wie eben alle Jahre wieder, begann die Tour auf dem Heumarkt. Direkt neben dem Reiterdenkmal sammelte sich die Gruppe, lauschte der Wiederholung der Übertragung auf Videowänden vom Alter Markt vom Vormittag. Merkwüdigerweise waren wir dieses Jahr gar nicht zum Zug auf dem Alter Markt. Vom Heumarkt ging’s nämlich direkt in die Altstadt. Für uns spielte sich vornehmlich alles im Freien ab, da die kleinen Kneipen in der Altstadt gerammelt voll waren, was uns später zum eigenen “Verhängnis” werden sollte. Generell war’s auch nicht wirklich verkehrt draußen durch die Gegend zu ziehen, immerhin war es zumindest wettertechnisch trocken und – im Vergleich zu Westfalen – vergleichsweise mild. Diese Meinung teilte aber nicht zwingend jeder, der anwesenden Jecken.
Irgendwann wurde aber genug gequängelt und wir haben nach wärmeren Örtlichkeiten gefahndet. Diese fanden wir – wie schon gesagt – nicht in der Altstadt. Ein einziges Lokal wurde auf dem Alter Markt zwar angetestet, aber innerhalb der Kneipe war man durch die sich bewegenden Menschenmassen ständig selber in Bewegung und hatte definitiv mehr als genug Körperkontakt, so voll war das da. Nach langem hin und her einigten wir uns darauf, doch wieder raus aus der Altstadt zu wandern. Ziel war – seit langem mal wieder – das “Reissdorf Brauhaus“. Für € 5,- Eintritt beglückte uns am frühen Abend das Brauhaus noch mit verhältnismäßig viel Platz und Luft zum Atmen.
Dort haben wir auch den Rest des Abends zu guter kölscher Karnevalsmusik verbracht, die – so hatte es den Anschein – einigen nach gewisser Zeit aber ein wenig auf den Keks ging. Die Stimmung im Brauhaus war, wie ich fand, super – zumal je später der Abend es auch umso voller wurde. Es war auf jeden Fall eine gute Idee, sich im Reissdorf niederzulassen, bisher wurden wir von der Location auch nicht enttäuscht. Gegen Mitternacht wurd es auch Zeit sich wieder auf den Weg zurück nach Schlebusch zu machen und Karneval für dieses Jahr Karneval sein zu lassen. Aber, ich komme wieder, keine Frage … ich werde mir zeitnah für den 03. und 04. März 2011 schon mal Urlaub nehmen.
* Motto der Session 2009/2010
** Bilder sind Mangelware, da sich der Photograf auf Portraits beschränkt hat