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Fußball,
Köln
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Unser Hätz schlät för dr 1.FC Kölle
un eins dat bliev beston
dr FC Kölle, jo dr FC Kölle
der weed niemols ungerjon
Hätten mich Mitte der 80er Jahre nicht Klaus Allofs, Pierre Littbarski, Toni Schumacher und ein gewisser Christoph Daum so elendig versaut, würde ich mich wie jeder normale Ruhrpottler über die |
(je nach Verein) nationalen und internationalen Erfolge von irgendeinem Revierclub freuen können. So aber leidet man seit wohl über 20 Jahren mehr passiv im Stillen mit dem FC. Im Prinzip bräuchte ich hier auch keine Saison-”Prognose” schreiben, nach 34 Spieltagen wird alles wie immer sein – gut, hin und wieder betrauert man einen Abstieg oder wähnt sich kurzzeitig im Freudentaumel eines Aufstiegs.
Spielerisch ist der FC das “Freudenhaus der Liga” – solche Hardcore-Streifen werden nämlich nur in den dunkelsten Ecken gezeigt. Eigentlich sollte ich mich ja schämen, schämen darüber, das mir mein Geld für die (grottigen) Kicks des FC im Rhein-Energie-Stadion doch zu schade war bisher. Was unter Zvonimir Soldo in der letzten Saison gezeigt wurde, grenzte nur in seltenen Fällen an Fußball. Also, so “Fußball”, wie man ihn z.B. von Bayern München, Werder Bremen oder der deutschen Nationalmannschaft kennt. Aber was zählt ist unterm Strich! Und deswegen darf Soldo noch ein paar Wochen beim FC dran hängen.
Spielerisch, so darf man meiner Einleitung entnehmen, vermute ich keine Steigerung gegenüber der vergangenen Saison. Wo auch? Der Kader wurde nur punktuell ergänzt/umgebaut und der Trainer ist der Gleiche. Also bleibt wie immer alles beim Alten: Solides Mittelfeld, mit gelegentlichen Herzkaspern auf Grund der temporären Platzierung auf einem Abstiegsplatz und mit etwas Glück ein beruhigendes Saisonfinale, an dem der Klassenerhalt schon zwei bis drei Spieltage vor Ende gesichert wird.
Mer schwöre dir he op Treu un op Iehr:
Mer stonn zo dir FC Kölle
Un mer jon met dir wenn et sin muß durch et Füer
Halde immer nur zo dir FC Kölle!
Obwohl der Kader ja eigentlich … nein, ich träum nicht, aber da ist doch irgendwo Substanz. Das Novakovic Tore schießen kann, das hat man schon mal gesehn, sogar beim FC. Auch Podolski scheint was zu können – das glaubt sogar Jogi Löw nach wie vor. Zwischenzeitlich war in der letzten Saison die FC-Abwehr sogar die Beste der Liga. Von Geromel scheint man nicht nur in Köln Notiz genommen zu haben und zumindest Petit ist im Gegensatz zu Maniche durchaus noch ‘ne Bereicherung für die Mannschaft. Selbst Mondragon kann an guten Tagen jeden Ball halten.
Von daher bräuchte man eigentlich keine Sorgen haben, wenn man auf Mannschaft wie Freiburg, Kaiserslautern, St. Pauli oder Gladbach trifft. Aber merkwürdigerweise ärgert man sich oft nach Spielen gegen diese Gegner still in sich hinein über wieder einmal verschenkte zwei oder drei Punkte.
So sehr sich die Mannschaft wohl wieder über die Runden grätschen wird, so überraschender ist es eigentlich, dass das “Umfeld” anscheinend die Definition des Wortes Konstanz gefunden hat. Konstant sind nicht nur die spielerischen Feuerwerke, die der FC – nicht – abbrennt. Konstant ist auch das Team: Der Präsident sitzt ein paar Jahre ruhig im Sessel und prescht kaum mehr an die Öffentlichkeit. Herr Meyer scheint sich in Dortmund wohl damals zu heftig die Finger verbrannt zu haben, so dass er anscheinend auch nicht mehr ausgibt als er kann. Und auch der Trainer wird nicht mehr im Halbjahresrythmus entlassen. Das ist doch schon mal was.
Wat och passeet
dat Eine es doch klor
et Schönste, wat m’r han
schon all die lange Johr
es unser Veedel,
denn he hält m’r zosamme
ejal, wat och passeet
en uns’rem Veedel.
Bleibt also alles beim Alten: Ich mühe mich endlich ins Stadion zu kommen – vielleicht ist diese Saison der werte Yank€€ hartnäckiger mich ins Stadion zu zerren – der FC müht sich durch die Liga und am Ende ist eh scheiß egal wo der FC steht, nächstes Jahr leidet und selten auch freut man sich mit dem Verein.