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SportUm nochmal auf das Thema körperliche Ertüchtigung zu sprechen zu kommen:
Beim Gehen/Laufen hilft natürlich Musik auf die Ohren ungemein. Da ich dafür als portables Gerät mittlerweile nur noch mein iPhone zur Verfügung habe, bieten sich logischerweise iOS Apps in Verbindung mit dem integrierten GPS zum tracken an. Klar, so’n iPhone ist nicht grad das handlichste Gerät, aber bisher konnte ich noch keine auffällige Behinderung meiner Aktivitäten feststellen.
In Zeiten, an denen bei mir an Sport nicht mal zu denken war, landete durch irgendeine dubiose Kostenlos-Aktion eben die iOS-App von Runkeeper in meinem iTunes. Zu jener Zeit war die Pro-App auch nicht dauerhaft kostenlos, das kam vermutlich erst später. Zumindest mittlerweile kann man diese App für Umme beziehen und seine sportlichen Aktivitäten damit tracken.

Runkeeper ist ein Angebot, der sich wohl als Web-2.0 Dienst verstehen möchte, in dem angemeldete Mitglieder ihre sportlichen Aktivitäten archivieren können und sich darüber austauschen können. Grundsätzlich ist der Dienst ebenfalls für Umme, spezielle Features gibt’s aber nur im kostenpflichtigen Elite-Account.
Besinnt man sich also darauf ein wenig Sport treiben zu wollen und hat sein iPhone am Mann (oder an der Frau), startet man die iOS App und definiert im “Start“-Dialog grundlegende Einstellungen für die kommende Aktivität. Es kann zwischen verschiedenen, vorgegebenen Aktivitäten gewählt werden (Walking, Running, Cycling, etc), welche später vermutlich Einfluss auf die Berechnung der verbrannten Kalorien geben.
In Kombination mit der Webseite kann man sich dort unter seinem Profil Routen anlegen und die zu startende Aktivität einer dieser Routen zuweisen. Dies hab ich noch nicht getestet, werde es aber mal ausprobieren. Leider kann man meinem Kenntnisstand nach nicht aus vergangenen Aktivitäten solche Routen erstellen.
Die “Playlist“-Einstellung ist natürlich gerade für auf’fe Ohren immens wichtig. Blöd nur, das sie wirklich nur erstellte Playlisten oder die gesamte Bibliothek abspielen kann. Eine direkte Auswahl spezieller Alben oder Künstler aus der iPod-App heraus sind nicht möglich. Wie ich finde ist das nicht so wirklich gelungen gelöst.
Was es mit dem “Coaching” auf sich hat kann ich auch nicht sagen. Spezielle, dafür notwendige “Workouts” habe ich noch nicht erzeugt.

Nun geht’s also mit “Start Activity” los. Die App beginnt zu tracken und im Hintergrund wird die gewünschte Playlist abgespielt. Über den aktuellen Verlauf der Aktivität informiert dann obige Seite der App:
Das große blaue Feld beinhaltet die aktuell vergangene Zeit der Aktivität (den dicken Batzen links), das durchschnittliche Tempo und die bisher vermeindlich verbrannten Kalorien. Der Teil darunter teilt sich von den wichtigen Informationen oben. Dort kann man, wie oben zu sehen, einen Verlauf des bisherigen Tempos sich anzeigen lassen, oder durch “Wischen” nach links, die aktuell zurück gelegte Strecke auf einer integrierten Google Maps API anzeigen lassen. Durch “Wischen” nach rechts erhält man eine Statistik pro zurück gelegtem Kilometer als Milestone.
Während der Aktivität informiert die App alle 5 Minuten akustisch über die Playlist drüber geschwafelt über den bisherigen Verlauf. Es werden die oben schon beschriebenen Informationen sprachlich zusammen gefasst und man kann sich kurz Gedanken drüber machen, ob man noch im Soll ist, oder vielleicht doch wieder ‘n Tacken zulegen sollte. Quatschen tut die Dame übrigens nur auf englisch. Nach Abschluss einer Aktivität kann man noch ein kurzes Statement abgeben, wie denn die Einheit gelaufen ist. Die Aktivitäten werden lokal gespeichert, synchronisieren sich aber mit der Webseite bei bestehender Internet-Verbindung.

Die App bietet dabei noch eine Vielzahl an Einstellungs-Optionen, u.a. auch darüber, welche Informationen während der Aktivität in welchen Intervallen dem Sportler mitgeteilt werden sollen. Ebenso, ob die Aktivitäten in anderen Web-2.0 Diensten wie Twitter oder facebook publiziert werden sollen. Es werden logischerweise noch mehr als nur diese zwei Social Networks unterstützt.
Im Profil auf der Runkeeper-Webseite kann man dann u.a. diverse Zusammenfassungen ermitteln. Aktivitäten können auch im nachhinein noch bestehenden Routen zugewiesen werden und ein paar kümmerliche Statistiken stehen auch im kostenlosen Account im “Fitness Report” zur Verfügung. In der Timeline wird zwar mit Rekord-Meldungen gearbeitet, ein Bonus-System, wie z.B. bei 4sq.com gibt es jedoch nicht.
Warum eigentlich gerade Runkeeper? Es war die erste App, die mir zu Beginn in die Finger kam auf dem iPhone. Es gibt natürlich noch weitere Apps, die ähnliches können und manches besser und anderes wiederum schlechter – ohne sie selber nun einem ausführlichen Test unterzogen zu haben. Man bleibt dann auch meist bei der App, die man von Beginn an nutzt – sollte sie nicht unterirdisch schlecht sein.
Genau das ist die Runkeeper-App nämlich nicht. Die Webseite macht einen ordentlichen Eindruck, das Tracking funktioniert gut und in Gänze archiviert sie eben die Einheiten. Also das Rahmenprogramm erledigt sie voll im Soll, soweit ich das bisher beurteilen kann.
Von solch einem Web-2.0 Dienst mag man indes halten, was man möchte: Ich persönlich kann mich mit geo-based social Services anfreunden. Sei es 4sq.com oder eben Runkeeper. Sie schöpfen jedoch nur ihr volles Potential aus, wenn auch eine gewisse Abzahl an Leuten mitmacht, Erfahrungen teilt, Strecken freigibt und aktiv mitgestaltet. Sowohl bei 4sq.com als auch bei Runkeeper fehlt das einfach (noch(?)). Zumal grade in Deutschland dazu sicher der Anteil der Nutzer, die solche Dienste überhaupt wahr nehmen und nutzen verschwindend gering ist und unter diesen Nutzern eine Vielzahl sich befindet, die zu den Aktivitäten kaum aussagekräftige Informationen veröffentlich. Ich will mich da selber in einigen Punkten auch nicht von freisprechen.
Die Runkeeper-App gibt’s übrigens auch für Android.