Tags: Sport, Über michDer ein oder andere mag in der ominösen Welt der Kurznachrichten darüber gestolpert sein, dass hin und wieder eine Nachricht mit dem Inhalt “irgendwas Step irgendwas” in meinem Profil erscheint.
Was hat es also damit auf sich? Zumal obige Nachricht auch schon knapp 3 Wochen zurück liegt. Ein Zeitsprung zurück in den Spätsommer 2010:
(..) Ich hab da wieder was dummes im Kopf, und bei mir will sowas ja sorgfältig durchdacht sein. In diesem Sinne erwarte ich einen Sieg des Verstands, denn dann war der Spaziergang immerhin nicht ganz umsonst (..)
Ob das alles so gut durchdacht war nun sei mal dahin gestellt, Fakt ist: Im Winter siegte definitiv die warme Wohnung gegenüber anderen Aktivitäten. Mittlerweile sieht das anders aus und – jau, kein Scherz – ich find gerade Sonnenschein ungemein klasse. Entsprechend einfacher kann man die rasende Wildsau “innerer Schweinehund” überlisten.
Grade weil es bei mir schon ‘ne halbe Ewigkeit her ist, das ich überhaupt in irgendeiner Form etwas “sportives” unternommen habe ist es in der Tat erwähnenswert, dass ich mal meinen Hintern hochbekommen habe und mich etwas bewege. Richtig von “Sport” möchte ich dabei noch nicht reden – das ist eher das Ziel. Jedenfalls hab ich mich etwas umgeschaut, mich mit einigen Bekannten kurzgeschlossen und im Netz gesurft und lauftipps.ch gefunden.

ehemaliger Nike-Slogan
- Motivation
Wie kommt’s also, dass ich gerade jetzt den Geistesblitz erlangt habe, etwas “tun” zu müssen?
Alles in allem hab ich ewig nix gemacht – und wenn man bei mir noch von “Kondition” sprechen möchte, dann ist die eher unterirdisch. Partielles Rauchen, Genußmittel und nicht abgeneigt gegenüber der schnellen, nicht besonders kalorienarmen Küche zu sein hinterlässt nunmal spuren. Aber wer nun meint, dass ich irgendwelchem Körperwahn verfallen würde: Weit gefehlt! Ich würd mich sicher über einen positiven Nebeneffekt freuen, aber dafür ist wohl etwas mehr nötig als ‘n bißchen frische Luft schnappen. Nein, Antrieb ist schlicht und einfach Frust. In diesem Sinne kann ich meinem aktuellen Arbeitgeber zumindest dafür dankbar sein meinen inneren Schweinhund zunächst im Zaum halten zu können.
- Ziel
Wenn ich also nun in meinen Augen noch kein Sport betreibe, und das Ziel auch nicht sein soll, dass ich mit x-kg weniger durch die Gegend laufen möchte, was zur Hölle soll das Gehampel dann bezwecken?
Schlicht und ergreifend ist das erste Ziel erstmal 30 Minuten am Stück zu laufen. Denn ich hab ja bei null gestartet. Also dem null, wo man schon nach ‘ner Treppe am japsen ist. Wenn ich nun irgendwann im Sommer – zumindest bin ich da optimistisch, dass ich es auch weiter verfolge – das Ziel erreicht haben sollte, dann dürfte ich auch ansatzweise wieder “Fit genug” sein und das Gehampel auch als Sport bezeichnen.
Wie erwähnt hab ich mich auf lauftipps.ch durchgeclickt und zunächst mal ein wenig gelesen. Worauf sollte man vielleicht achten, immerhin – zur Erinnerung – sind meine Knochen so ziemlich keine Belastung mehr gewohnt. Letztlich bin dabei dann über deren Trainigsplänge gestolpert. Die beginnen auch nicht direkt mit dem Laufen, gute Sache für mich. |
Also hab ich mir zumindest ein paar Laufschuhe geordert und mich innerlich damit auseinander gesetzt etwa drei mal pro Woche mich zu bewegen. Dabei hab ich dann entsprechend diese Trainigspläne auf meine auserkorenen Tage abgestimmt, an denen ich gedacht habe, frische Luft zu schnuppern. So hängt ein individueller Plan nun mahnend am Kühlschrank.
Wie man auf dem Bild schon sieht – der Plan ist dabei für mich eher eine Orientierung, als das ich mich da nun strikt dran halte. Reines Gehen – oder neudeutsch Walken – find ich dann nämlich auch nicht so prall, so dass ich eben schon vor einigen Tagen versucht habe, mal mein Gewicht ein paar Minuten am Stück in Wallung zu bringen, also das, was man gemeinhin wohl als Laufen bezeichnet. Ebenso überlege ich, die regelmäßigen Ruhephasen – etwa alle 4 Einheiten einmal 30 Minuten Gehen – auch mal durch Fahrrad fahren zu ersetzen. Wie gesagt, Gehen ist nicht sonderlich spannend – und es geht mir primär darum überhaupt etwas zu machen.
- Zwischenfazit
Auch wenn mir im Moment noch so einige Knochen saumäßig weh tun, weil ich’s eben nicht gewohnt bin, so muss ich durchaus gestehen, dass man sich am Ende von einer Runde durchaus richtig gut fühlt. Kaputt, aber .. ähm .. ja, schon irgendwie “glücklich“.
Die Tatsache, dass ich nun ohne Ausnahme bisher regelmäßig die Schuhe binde und meine Kreise um den Kanal drehe, sogar schon öfter unterwegs war, als ich mir eigentlich vorgenommen habe, bestärkt mich in der Annahme, dass mich Ehrgeiz gepackt hat und ich dieses neu gewonnen “Hobby” mit der notwendigen Konsequenz weiter verfolgen werde. Von daher bin ich zuversichtlich, hier vielleicht irgendwann mal von dem Erfolg berichten zu können, dass ich mein erstes Ziel erreicht habe.





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