Super, Stau!
Geschwafel
Tags: Auto, Autobahn, StauNach knapp 1 Jahr hat es mich heute richtig erwischt. Im feinsten Feierabend-Verkehr musste ich von einer angenehmen Reisegeschwindigkeit auf 0 km/h herunter bremsen.
Klar, hier mal 10 Minuten Stop & Go am Kamener Kreuz sind quasi Usus, auch hin und wieder mal ‘ne ½ Stunde vor/in der Baustelle bei Bönen – geschenkt. Meist bin ich noch glimpflich aus der Geschichte “Stau” heraus gekommen. Mit Glück, das ich direkt vor der Vollsperrung stand und somit quasi die Alternativ-Route auf’s Auge gedrückt bekam, oder eben, dass der Unfall, der den Stau provoziert hat, nur ein kleiner Blechschaden war.
Irgendwie hab ich’s heute am Spätnachmittag vor meiner Abfahrt verpasst mich kurz über die Verkehrslage zu informieren. Blöd gelaufen, denn als ich kurz vor der Anschlusstelle Dortmund-Landstrop mit Schwung auf der linken Spur Richtung Kamener Kreuz angerauscht kam, offenbarte sich schon das Grauen – dummerweise offenbarte sich keine Chance, sich noch irgendwie von ganz links nach ganz rechts zur Abfahrt zu mogeln. Keine 500 Meter hinter der Ausfahrt war dann Stillstand angesagt. Gut, das man ein iPhone hat ..
.. denn da erfährt man von einem Unfall zwischen der AS Kamen/Bergkamen und dem Kamener Kreuz – inklusive Vollsperrung der Richtungsfahrbahn ab Kamen/Bergkamen. Nun gut, klar das man dann erstmal steht. Während dessen kann man auch bei DerWesten den dazugehörigen Artikel lesen und sich irre drüber freuen, dass die Vollsperrung bis ca. 23 Uhr aufrecht gehalten wird.
Ich hatte heute eh nicht’s besonderes vor – außer ‘n bißchen lesen. Lesen konnte ich während der Rückfahrt immerhin schon genug. Denn für die schlappen 5km zwischen Lanstrop und Kamen brauchte ich heute lediglich 100 Minuten. Was dann auch der Grund dafür ist, dass ich mich überhaupt bemühe, diesen tollen Stau so ausgiebig zu erwähnen. Etwas mehr als 1 ½ Stunden schönste Freizeit auf der Autobahn verplempern … Moment, wer glaubt, das ich mich hier darüber beschweren möchte: Nee, nee .. immernoch um Welten besser als witterungsbedingte, streikbedingte, Personen-im-Gleis-bedingte, oberleitungsschädenbedingte oder was-auch-immer-bedingte Himmelfahrt-Kommandos mit der Bahn.
Gegen 19:35 Uhr war ich dann endlich auch an obiger AS Kamen/Bergkamen von der Blechlawine mehr oder minder erlöst. Immerhin kenn ich mich zwischen Dortmund und Hamm doch etwas besser aus, als 90% der Mitinsassen dieses tollen Staus – Schleichwege sei dank! Aber, Freunde der Sonne, mal ehrlich:
Die Blitzidee, den Standstreifen zu benutzen, wenn die Bahn eh von drei auf eine Spur verengt wird und das Reisverschlußverfahren in Deutschland sowieso nicht wirklich funktioniert ist einfach nur selten dämlich. Während ich schon auf der Landstraße in Richtung Bergkamen endlich davon rauschen konnte standen die Helden des Individualverkehrs immernoch auf dem Standstreifen und warteten sich ‘n Pinn in den Bauch.
Damit hab ich heute den unrühmlichen Rekord von 2 ½ Stunden für den Heimweg aufgestellt – und dabei auch noch schön den Verschleiß von Kupplung und Bremsen in die Höhe getrieben. Das alles, weil wieder einmal ein Berufs-Kraftfahrer im Feierabendverkehr gepennt hat und dabei sogar noch ein Menschenleben auf dem Gewissen hat.






