Archiv für Dezember, 2011
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SierraXTC am 30.12.11 um 17:20 Uhr

TV-Tipp

Geschwafel

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Alle Jahre wieder an Silvester ein Muss: “Ein Herz und eine Seele – Der Silvesterpunsch”

  • 15:00 Uhr – SWR BW
  • 17:55 Uhr – NDR
  • 18:00 Uhr – WDR
  • 18:05 Uhr – RBB
  • 22:40 Uhr – WDR

“Er soll an sein Land denken und denkt an seine Lenden, das Schwein!”

In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches und gesundes 2012. :thumbsup:

SierraXTC am 23.12.11 um 20:06 Uhr

Weihnachtsstimmung 2011

Geschwafel, Photos

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Weihnachtsstimmung 2011 - Weihnachtsbaum
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SierraXTC am 13.12.11 um 22:43 Uhr

Prinzenrolle

Fußball

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Vereinswappen 1.FC Köln
Vereinswappen 1. FC Köln
Es juckt mir schon länger in den Fingern mich zu dem Transfer-Gebrabbel rund um Lukas Podolski zu äußern. Eigentlich bereits schon seit den Gerüchten um einen möglichen Transfer zu Galatasaray Istanbul im Sommer vor Abschluss der Transferperiode. Die Situation, dass solche Gerüchte brodeln liegen auf der Hand: Der FC ist von den Vorstellungen, mit denen man seinerzeit noch unter Michael Meier und Wolfgang Overath in Verbindung mit Christoph Daum den Spieler zurück holen konnte weit entfernt.

Irgendwann innerhalb dieses Grundrauschen rund um seine Person kommunizierte Poldi eben über die Diskrepanz zwischen den Luftschlössern, die seinerzeit von den Verantwortlichen gebaut wurden und der Realität seine Unzufriedenheit. Kann er machen – hätte er nicht machen brauchen, denn zu dem Zeitpunkt hielt ich diese Provokation gegenüber dem Verein für völlig aus der Luft gegriffen.

“Als der FC mich zurückholte, wurde mir gesagt: Am Anfang wollen wir die Liga halten, dann gute Transfers tätigen, um eine Mannschaft aufzubauen, die eine Zukunft hat. Die in drei bis vier Jahren auch mal um die internationalen Plätze spielen kann. Doch diese Entwicklung sehe ich nicht. Wir spielen wieder gegen den Abstieg”

Quelle: n-tv.de

Da frag ich mich nur, was hat Poldi eigentlich in den vergangenen Jahren im Umfeld nicht mitbekommen? Der Aspekt, dass sein Transfer – meinem Kenntnisstand nach – zum größten Teil durch Mäzen Franz Josef Wernze finanziert wurde? Oder hat er vergessen, dass unter der Amtszeit von Michael Meier der Schuldenstand vergrößert statt verkleinert wurde? Die Aussage von Poldi war einfach deplatziert, zumal seit Ende 2010 unter der nun neuen sportlichen Führung eine deutliche Abkehr von den typisch-kölschen Luftschlössern erkennbar ist.

Diese Aspekte sprechen auf den ersten Blick dennoch für Podolski – er spielt zurzeit eine der besten Spielzeiten seiner Profi-Laufbahn und kann – ja, wenn nicht sogar muss – als fast 100-facher Nationalspieler auch selbst zusehen, dass er in absehbarer Zeit auch im Vereinsfußball zu nennenswerten Erfolgen kommt. Dazu ist er mit 26 Jahren im besten Fußballer-Alter und steht kurz vor seiner dritten EM-Teilnahme. Das weiß Podolski auch augenblicklich selber, wodurch er schelmisch diverse Kommentare zu Wechselgerüchten, Angeboten anderer Vereine oder seine eigene Leistung kommentieren kann.

“Dann muss ich eben in der 2. Mannschaft spielen oder setze mich auf die Tribüne”

Quelle: kicker.de

Also geht er? Auf diese Antwort kann höchstens er selbst eine Antwort geben. Ich mutmaße jedoch mal, dass er bleibt – zumindest bis zum Ende der Saison 2011/2012. Das dürfte recht naheliegend sein: Podolskis großes nächste Ziel ist die kommende EM. Ärgerlicherweise möchten die Medien einen Zweikampf um den Platz Linksaußen in der Nationalmannschaft hochkocheln. Sicherlich ist André Schürrle talentiert und kann Podolski ein wenig kitzeln. Aber die Fakten in der aktuellen Saison sprechen klar für Poldi – bspw. Tore, Torvorlagen oder der Notenschnitt bei kicker.

Warum sollte Podolski also kurz vor der EM in ein Team wechseln, bei dem er erst in die Struktur hinein wachsen muss, ggfs. sogar zunächst noch auf der Bank Platz nehmen muss. Eventuell sich sogar zeitweise aus den Augen vom Nationaltrainer spielt. So schlau wird Podolski wohl selber sein. Also kann er sich gelegentlich in einem – nun ja durchschnittlichen Team – durch herausragende Leistungen weiter in den Vordergrund spielen und seinen Marktwert weiter ausbauen.

“Horst Heldt sagte, dass man weder den Verein noch den Spieler kontaktiert habe. Deswegen sollte das man nicht so ernst nehmen. Hauptsache man bleibt im Gespräch.”

Nehmen wir an, Podolski wird seinen Vertrag beim FC nicht verlängern und unter den gegebenen Umständen nach der EM den Verein verlassen. Wer profitiert davon? Klar, Podolski selber. Der FC? Mitnichten! Die Transferrechte liegen – meinem Kenntnisstand nach – bei Wernze und nicht beim Verein. Dadurch bekommt der FC nicht mehr Geld zum Schuldenabbau, geschweige denn, dass sich der Verein durch die Einnahmen personell verstärken kann.

Aber wenn: Wohin könnte Podolski wechseln? Wohl nicht in die Türkei – nichts für Ungut, aber die Tendenz dort die erhofften Erfolge im Vereinsfußball zu erzielen dürfte eher gering sein. Auch nach Lokomotive Moskau dürfte Podolski nicht wechseln: Ums große Geld muss es ihm nicht gehen, denn er ist in der Nationalmannschaft noch lange nicht außen vor und ein Weg à la Kuranyi erscheint unter diesen Gegebenheiten nicht sinnvoll. Zuletzt brachte sich der FC Schalke selbst ins Gespräch. Ein übliches Unterfangen in solchen Situationen, aber auch da halte ich es eher wie Solbakken:

“Lukas kann in jeder Mannschaft dieser Welt spielen. Er spielt das beste halbe Jahr seiner Karriere. Er kann auf jeden Fall in einem besseren Verein als Schalke 04 spielen”

Natürlich, völlig abwegig ist es sicher nicht: Aber – auch Schalke fehlt Geld – und Schalke hat im Offensivbereich derzeit noch ein Überangebot an hochklassigen Spielern. Sollte Schalke Farfán für einen Podolski-Transfer abgeben und evtl. auch Rául, dann geht S04 – wenngleich der Kader besser besetzt ist als der vom FC – dennoch einiges an Klasse ab. Auch der Drops Dortmund dürfte gelutscht sein:

“Das sind ja reizende Aussagen von Herrn Klopp. Vielleicht ist er etwas traurig, weil ich ihm schon zweimal abgesagt habe.” (..) “Andererseits hat er aber auch Recht: Ich bin dem BVB tatsächlich zu teuer, weil ja nun die Champions-League-Einnahmen fehlen. Wo sie doch als Gruppenletzter ausgeschieden sind, kann ich verstehen, dass sich das nicht lohnt…”

Quelle: kicker.de

Unterm Strich bleiben da nicht mehr viele Bundesligisten, die den eigenen Ansprüchen von Podolski genügen und die auch finanziell solch einen Transfer stemmen können. Realistischer erscheint derzeit daher ein Wechsel ins Ausland.

So dürfen sich die Medien weiterhin auf unterhaltsame Schlagzeilen, basierend rein auf Gerüchten, freuen. Das Theater geht also weiter – und es wird auch nicht beendet sein, sollte – wieder erwarten – Podolski im Winter den Vertrag verlängern. Die Situation in Köln wird schwer in kurzer Zeit so zu verändern sein, dass sie den Erwartungen Podolskis entspricht.

Ett hätt noch immer joot jejange

Abwarten, Tee trinken. Das ist das typische Geschäft der Medien mit dem Produkt Fussball. An dieser Stelle kann man noch ein gutes Dutzend Phrasen einwerfen, unterm Strich ist das, was zählt. Als FC-Fan ist klar, was man sich wünscht, aber das ein Spieler, der sich aktuell in einer Top-Verfassung befindet, Begehrlichkeiten weckt bleibt ebenso nicht aus. Freuen wir uns also auf weitere Akte im Drama “Podolski“.

SierraXTC am 02.12.11 um 22:47 Uhr

Auslosung Vorrunde EM 2012

Fußball

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Logo EM 2012
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Hammer-Los” – egal, was noch an weiteren Superlativen von den Medien gefunden werden, sie werden wissen, diese Auslosung wieder übermäßig aufzubauschen für die notwendigen Auflagen. Noch bevor die deutsche Mannschaft einer Gruppe zugelost wurde twitterte ich:

“#em2012 – Also Gruppe B scheint mir im Augenblick etwas unbequem zu sein”

Das es dann zu dieser Konstellation kam bewerte ich nach wie vor als unbequem – aber würde es deswegen nicht mit Superlativen versehen.

Sicher: Man kann als Topfavorit durch’s Tunier spazieren ohne dabei im äußersts günstigen Fall auf keinen Top-Favoriten zu treffen. Aber mal ehrlich: Wer will das? Es sind die Besten der Besten, Sir – es ist ein Tunier, dem nur wenige Spieler es vergönnt ist, es mehr als einmal spielen zu dürfen. Möchte man dort – bei allem Respekt – auf Aserbaidschan oder San Marino treffen, nur damit man mit dem Pokal nach Hause geht?

Das in Polen und der Ukraine eben kein Fallobst auf einen wartet ist klar, wenn sich grade die 14 besten Nationalmannschaften aus Europa für dieses Turnier qualifiziert haben. Und – ohne Witz – auch die Ukraine und Polen sind jetzt nicht wirklich dafür bekannt schlechte Nationalmannschaften zu stellen.

Egal welche der anderen 10 Mannschaften dem deutschen Team zugelost worden wären – es wäre vielleicht “vom Papier her” vermeindlich leichter gewesen, aber man kennt es doch – die Motivation eine der renommierten Mannschaften zu schlagen ist immer einen Tacken höher. Daher 5€ ins Phrasenschwein:

Wer den Titel holen möchte muss alle schlagen (können)

In erster Linie wird das ein Fest für jeden Fan des Fußballs – spannende Spiele zwischen Mannschaften, die ziemlich auf Augenhöhe miteinander konkurrieren können. Klar möchte man – wie auch im Vereinsfußball – seine Mannschaft siegen sehen, aber auch 2004 – trotz des frühen Ausscheiden der deutschen Mannschaft – fand ich das Tunier hoch attraktiv und interessant.

Nehmen wir doch mal hypothetisch an, dass die Teams in Gruppe B so gute Tage erwischt haben, dass am Ende die Deutschen die Heimreise antreten müssen – ja, so what? Muss man sich dann grämen gegen Portugal ausgeschieden zu sein? Wär ja nicht das erste Mal – oder gegen Dänemark ein wichtiges EM-Spiel verloren zu haben? Wär ja nicht das erste Mal? Ja, grämen werd ich mich, wenn uns die Niederländer mal wieder zeigen, wo der Frosch die Locken hat, aber – nun ja … so schlecht sind sie ja auch nicht.

Ich find die Auslosung wirklich toll – denn, so sehr ich es der Mannschaft auch gönne und wünsche den Titel zu holen, bin ich in sofern zu begeistern, wenn ich klasse Spiele sehe, die sich nicht auf Rasenschach beschränken oder durch übertriebene Härte unansehnlich werden. Und mal unter uns Pastorentöchtern: Wer in der Gruppe in die Endrunde einzieht, der hat sich schon richtig viel Respekt erspielt um dann auch offiziell zu einem Topfavoriten auf den Titel gelten zu dürfen. Der braucht in der Endrunde bei keinem Spiel mit zu viel Ehrfurcht vor dem Gegner auf den Platz gehen.

Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief’s ganz flüssig

Paul Breitner

Bis zur EM ist noch reichlich Zeit. Der ein oder andere Spieler wird in den jeweiligen Teams noch zum EM-Kontingent hinzustoßen, vor Verletzungen ist keiner gefeit – wirklich niemand. Von daher schmunzel ich immer über Prognosen, die so weit im Vorfeld abgegeben werden. Fußball ist einfach ein sehr schnelllebiges Geschäft.

Trotzdem spricht doch mal nichts dagegen, die bisherigen Erfolge in Selbstvertrauen umzumünzen und dieses dann mit in das Turnier zu nehmen. Ich hatte selbst eigentlich auch vor, ein paar Worte zum Länderspiel gegen Holland schreiben zu wollen, aber bei aller Lobhudelei – am Ende kackt die Ente.

Verstecken brauchen sich Lahm und Co. nicht. Die Resultate der vergangenen zwei Jahre sprechen für sich – der Respekt vor dem Team bei den anderen Mannschaften ist sicherlich nicht zu unrecht da. Die Medien sprechen ja gerne auch mal von einer “goldenen Generation“. So wäre es sicherlich nicht unverdient, wenn mal wieder ein Pokal nach Deutschland geht – aber auch die “goldene Generation” der Portugiesen ist ohne einen nennenswerten Titel geblieben und bleiben doch jedem Fußball-Freund in Erinnerung. Es ist halt blöd, wenn man zu einer Zeit spielt, in der die Dichte an der Spitze sehr hoch ist. ;)

Ich freu mich jedenfalls auf vier spannende Vorrunden-Gruppen, bei denen sicherlich einige fußballerische Perlen geboten werden. Wenn’s unterm Strich für’s Halbfinale reicht für uns, dann fänd ich das schon sehr respektabel. Unmöglich – trotz der wirklich hochkarätigen Gegner – find ich dieses “Ziel” nicht. Immerhin stapel ich damit ja schon um Längen tiefer, als die Jungs um den Bundes-Jogi, die ja schon gerne den Titel holen möchten. ;)

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