Kategoriearchiv 'Nationalelf'
SierraXTC am 11.08.11 um 13:34 Uhr
 Tags: Deutschland, Fußball, LänderspielEin Freundschaftsspiel – und wie immer, so wie jedes Freundschaftsspiel, zu einem höchst ungünstigen Augenblick – glaubt man zumindest den Verantwortlichen der DFL. Sechs Auswechslungen waren möglich, wieviel Wert mag so ein Freundschaftsspiel haben? Für einen ehemaligen Nationalspieler anscheinend kein sonderlich Hohen. Ganz ehrlich, ob nun in China ‘n Sack Reis umgefallen wäre oder Deutschland sang und klanglos gegen Brasilien untergegangen wäre, es wär vermutlich auf’s selbe hinaus gekommen.
Statistisches
Deutschland:
Neuer (3,5) – Träsch (2,5), Hummels (2,5) (88. Boateng (-)), Badstuber (3), Lahm (2) – Schweinsteiger (3,5) (85. Rolfes (-)) – T. Müller (3), M. Götze (1,5) (88. Cacau (-)), Kroos (2,5), Podolski (4,5) (46. Schürrle (2)) – Gomez (4,5) (46. Klose (3))
Brasilien:
Julio Cesar – Dani Alves, Lucio, Thiago Silva, André Santos – Ralf, Ramires (86. Luiz Gustavo) – Fernandinho (69. Ganso), Robinho (86. Renato Augusto), Neymar – Pato (77. Fred)
Tore:
1:0 (61.) Schweinsteiger (FE)
2:0 (67.) Götze
2:1 (71.) Robinho (FE)
3:1 (80.) Schürrle
3:2 (90.+2) Neymar
Gelbe Karten:
– Ganso
Zuschauer:
54.767 – Mercedes-Benz-Arena
Das Spiel
Schwungvoll ging’s los – zumindest hatte man den Eindruck. Mental waren die Deutschen von der ersten Minute auf dem Platz. Das konnte man von Brasilien vielleicht nicht unbedingt behaupten. Der Ball zirkulierte schick durch die eigenen Reihen und die Zauberer vom Zuckerhut standen andächtig daneben. Die Ballzirkulation endete aber irgendwo im Niemandsland vor dem brasilianischen Strafraum. Und über die Ecken der Deutschen hüllt man besser den Mantel des Schweigens. Naja, irgendwann tauchte dann doch noch jemand vor Julio Cesar auf – aber das war auch die einzige Schrecksekunde in den ersten 45 Minuten. Denn nach 20 Minuten wurden auch die in den gelben Laibchen spielenden auf den Ball aufmerksam. Dadurch kam zumindest Bewegung ins Mittelfeld – man hielt sich nunmehr nicht nur 5-10 Meter in der brasilianischen Hälfte auf, nein, ebenso fand man auch 5-10 Meter in der deutschen Hälfte Platz.
So schwungvoll wie Halbzeit eins begann, begann auch Halbzweit 2 – nur schienen die Brasilianer durch den Pausentee aufgeputscht zu sein. Irgendwann spielte Deutschland mal einen vielversprechenden Angriff in den Strafraum und schwupps, da schnupperte Kroos auch mit der Nase an den Graswurzeln. Den – naja, nett gemeinten Elfmeter verwandelte Chefchen Schweini Schweinsteiger recht sicher zur durchaus verdienten Führung. Das Deutschland auch zielgerichtet kombinieren kann zeigte der neue Super-Bubi Götze. Eine nette Aktion führte zum zu diesem Zeitpunkt schon eher schmeichelhaftem 2:0. Im Gegenzug schaute sich auch Dani Alves mal die Graswurzel im deutschen Strafraum konkreter an und wurde mit einem Strafstoß belohnt. Das lustige Budenschießen, was in der ersten Halbzeit gar nicht stattfand, ging munter weiter. Schweinsteiger der alte Wadenbeißer setzt sich galant im Sechzehner durch und Schürrle findet den Abschluß. Im Gegenzug fällt Neuer nochmal sachte wie ‘ne Bahnschranke und so darf Naymar doch jubeln.
Weisheiten
Also mal unter uns, das System.. oder zumindest die subjektive Auslegung der Spieler des Systems.. in Halbzeit eins war das eher unterirdisch. Links standen sich Poldi, Lahm und Kroos gegenseitig auf den Puschen, rechts machten Götze, Müller und hin und wieder Träsch sich selbst die Räume eng. Ja nee, so nicht Freunde. Also mir gefiels bei weitem nicht so gut wie dem Gerd Gottlob, der sich bei jeder wirkungslos verpufften Ballstaffette unserer Nationalmannschaft equicklich erfreute. Offensive Auslegung der Außen und des Mittelfelds ist gut, aber ich glaub da muß entweder das Spielerpersonal noch etwas geschult werden, oder gänzlich ausgetauscht werden.
Es weiß nun jeder, ich bin EffZeh-Fan und Poldi ist ja unser Prinz. Aber man muss realistisch sehen, dass Podolski zurzeit besser auf der Bank platz nimmt im Nationaldress. In den ersten 45 Minuten, auch dank der Überzahlsituationen, lief das Spiel völlig an ihm vorbei und er war – so machte es den Eindruck – auch nicht Willens, entsprechend im Raum zu rotieren. Das konnte Schürrle besser – der aber auch davon profitierte, dass im Sturmzentrum ein deutlich beweglicherer und agilerer Spieler in der zweiten Hälfte auf dem Platz stand.
Ja, der Gomez da in Halbzeit 1 … der war irgendwie, naja, nicht so wirkungsvoll. Aber generell muss ich beim Lesen der Fachmedien und Boulevardpresse feststellen: Ich muss wieder ‘n anderes Spiel gesehn haben. Die öffentliche Meinung scheint zu sein: Alles super, alles toll. Und der Schweini, ‘n ganz Großen. Nun, für mich war Schweinsteiger eher die größte Enttäuschung des Abends und die Körpersprache vor dem Elfmeter sprach nicht gerade dafür, dass er die Kirsche sicher versenkt.
Und das alle Welt nun von Super-Bubi Götze fasziniert ist .. herrje, der Jung kann watt, unbestritten. Der hat grad auch ‘n super Lauf. Aber der ist erst 19. Wo sind denn die so hochgejubelten Heilsbringer wie Marin heute? Die wurden seinerzeit ähnlich hochgejubelt. Nur, das mit dem Ball flach halten, das schafft vielleicht mittlerweile die Nationalmannschaft, die Presse wird es wohl nie schaffen.
Honk des Tages
Unanfechtbar: Gerd Gottlob – eine gequirlte Hühnerkacke hat der gequatscht, unglaublich. Schön seine Kommentare zu den Aktionen von Manuel Neuer. Alles super, hat er alles richtig gemacht, vor allem war Neuer auch immens gefordert. Nee, bloß unseren Super-Keeper nicht kritisieren – denn dann hätte er auch gesehn, dass Neuer den Schuß von Naymar durchaus hätte halten können – in meinen Augen. Und die dusselige Lobhudelei auf Ballack hätte er sich ebenfalls schenken können. Ich frage mich wirklich, wie man 90 Minuten so fernab dem tatsächlichen Geschehen auf dem Platz kommentieren kann. Geht Herr Gottlob bei Herrn Rhéthy in die Schule?
SierraXTC am 13.10.10 um 08:46 Uhr
 Tags: Deutschland, Fußball, LänderspielJa, ich weiß: Letzten Freitag spielte die deutsche Nationalmannschaft schon ein EM-Qualifikationsspiel. Gegen den vermutlich stärksten Gruppengegner, die Türkei. Und nein, ich hatte Gründe mich zu verweigern: Bélà Réthy! Von daher musste ich auch auf eine Zusammenfassung verzichten. Zwar wurde das Spiel gegen Kasachstan wieder im ZDF übertragen, aber immerhin hat Réthy sich und uns den 4000km Flug nach Astana erspart.
Statistisches
Kasachstan:
Sidelnikov – Azovski, Abdulin, Popov, Kirov – Nurgaliyev (63. Averchenko), Irismetov (68. Rozhkov), Geteriyev, Schmidtgal – Zhumaskaliyev, Khiznichenko (79. Finonchenko)
Deutschland:
Neuer (2) – Lahm (4,5), Mertesacker (3,5), Badstuber (4,5), Westermann (5) – Khedira (5,5), Kroos (2) – T. Müller (5) (70. Marin (-)), Özil (6) (79. Cacau (-)), Podolski (4,5) – Klose (4) (55. Gomez (6))
Tore:
0:1 (48.) Klose
0:2 (76.) Gomez
0:3 (79.) Podolski
Gelbe Karten:
Abdulin, Irismetov –
Zuschauer:
20.000 – Astana-Arena
Das Spiel
Ich hab keine Ahnung, was die deutsche Nationalmannschaft da in den ersten 45 Minuten gemacht hat: Stoppfehler, Fehlpässe – insbesondere von Khedira – en masse, Querpässe bis zum erbrechen und lächerliches Unvermögen vorm Tor. Respekt vor den Kasachen, denn die standen schön auf dem Platz und machten “die Räume eng“. So ideenlos wie gegen die Kasachen hab ich aber die deutsche Mannschaft seit 2006 nicht mehr gesehn. Die Kasachen wiederum konnten sogar schnell von Defensive auf Offensive umschalten – etwas, das die Deutschen während der WM 2010 eigentlich perfekt beherrschten. Zwischenzeitlich sah ich schon den Geist Erich Ribbecks über der Astana-Arena schweben.
Netterweise hat Jogi in der Halbzeit-Ansprache etwas geschwäbelt und wohl der Mannschaft ein wenig den Allerwertesten aufgerissen. Immerhin brachte Klose den Ball im Tor unter und das Spiel wurde zum (vermeindlichen) Selbstläufer. Wenn da nicht zwei gute Aktionen der Kasachen gewesen wären. S konnte Deutschland zwischenzeitlich wahrlich glücklich sein, nicht den Ausgleich hingenommen haben zu müssen. Das Gomez ungünstig im Weg stand und den Ball ins Tor schoß erleichterte dann die Situation. Warum Podolski für den Antritt zum 3:0 jedoch 79 Minuten gebraucht hat erschließt sich mir nicht. Solch eine Aktion wäre auch schon in Halbzeit eins möglich gewesen.
Weisheiten
(..) Zuvor hatte die deutsche Nationalmannschaft zwar erwartungsgemäß das Spiel gegen die vom deutschen Trainer Bernd Storck betreuten Kasachen bestimmt, vor dem Tor aber reihenweise gute Chancen nicht genutzt. (..)
Was Lukas Rilke von Spiegel Online dort gesehn hat erschloss sich mir nicht. Ich war echt enttäuscht, was das Team dort gezeigt hat. Insbesondere die Fehlpässe von Khedira in der ersten Halbzeit konnte auch sein Lattentreffer kurz vor der Pause nicht wieder gut machen. Von Khedira kam gefühltermaßen kein Ball bei einem Mitspieler an. Sein “königlicher” Mitspieler Özil tauchte während der gesamten 90 Minuten vollständig ab. Die linke Seite – auch wenn Podolski an allen drei Toren beteiligt war – war völlig harmlos, Westermann und Podolski hatten überhaupt kein Gespür für die Laufwege des anderen. Rechts mühte sich Müller, während sich Lahm oft tief in der eigenen Hälfte versteckte. Das war mal nicht viel und vermochte so grade gegen Kasachstan auszureichen. Die einzigen Spieler auf normalem Niveau waren Kroos, der in meinen Augen ein wirklich gutes Spiel gemacht hat, und Neuer.
Naja – Pflichterfüllung nennt man das nun. Vor wenigen Jahren wäre das wohl wieder eines dieser Spiele gewesen, bei denen ein Rudi Völler in einem Interview aus sich heraus gegangen wäre. Da Löw für die letzten Länderspiele 2010 fleißiges Rotieren voraus gesagt hat, werden vermutlich optisch diese Spiele auch kein Weihnachtsgeschenk mehr.
Honk des Tages
Gute Frage – nehmen wir es mal sportlich und benennen einfach mal Gomez, der sich ärgerlicherweise geschickter als erwartet angestellt hat. Vielleicht müssen nun doch die hämischen Sprüche verstummen.
SierraXTC am 08.09.10 um 08:59 Uhr
 Tags: Deutschland, Fußball, LänderspielDer Ball rollt wieder. Nach großen Tunieren bin ich persönlich immer von der Nationalmannschaft übersättigt. Daher auch die eher geringe Resonanz auf solch unnötige Testländerspiele, wie im August. Nach dem mühsamen Start in den Nationalelf-Alltag am Freitag gegen Belgien gab es nun – wenn man dem ARD-Kommentator (Steffen Simon??) Glauben schenken mag – wieder eines dieser wunderbaren, weltbesten Länderspiele.
Statistisches
Deutschland:
Neuer (5) – Riether (3), Mertesacker (-) (11. Westermann (2,5)), Badstuber (1,5), Lahm (1,5) – Schweinsteiger (2) (78. Cacau (-)), Khedira (2,5) – T. Müller (2,5) (62. Marin (2,5)), Özil (3), Podolski (1) – Klose (1,5)
Aserbaidschan:
K. Agayev – Medvedev, R. F. Sadygov, Yunisoglu (56. V. Huseynov), Allahverdiyev – S. Abbasov, Shukurov, Nadyrov (85. Abdullayev), Melikov, Chertoganov (64. R.A. Sadygov) – Dzavadov
Tore:
1:0 Westermann (28.)
2:0 Podolski (45. + 1)
3:0 Klose (45. + 2)
4:0 R. F. Sadygov (53., Eigentor)
4:1 Dzavadov (57.)
5:1 Badstuber (86.)
6:1 Klose (90. + 2)
Gelbe Karten:
Fehlanzeige
Zuschauer:
unbekannt – Rhein-Energie-Stadion
Das Spiel
Wie üblich – und nach wie vor in meinen Augen recht logisch zu diesem Zeitpunkt der Saison – mühte sich das Team in dieses Spiel. Dabei gingen die Aserbaidschaner recht forsch zur Sache. Vor allem im Sinne von aggressiv. So durfte sich Mertesacker bereits nach 11 Minuten nach einer Verletzung im Gesicht nach einem Foulspiel schon wieder schonen. Auch die nächsten, deutlich spürbaren Fouls wurden zwar abgepfiffen, aber eben nicht geahndet. Irgendwann verließ die Aserbaidschaner aber der Mut zur Aggressivität und die deutsche Elf hatte sich überlegt, das so ein Törchen vielleicht nicht schaden würde. Der ein oder andere sehenswerte Angriff wurde vor’s gegnerische Tor getragen, jedoch parierte zumeist Agayev recht souverän. Nach knapp einer halben Stunde erlöste Westermann das Team. Danach ging es weiter in Richtung Agayev der in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch fix zweimal den Ball aus dem Tor tragen durfte, nachdem zunächst sehenswert Podolski eingenetzt hatte und dann noch schnell Klose hinterher.
Nach der Pause spielte die desorientierte Abwehr Aserbaidschans auch noch für Deutschland, als man schon selbst die Bälle im eigenen Netz versenkte. Was sich aber Manuel Neuer nach einer der seltenen Ecken für die Gäste erlaubte war die Lachnummer des Abends. Irgendwie – so erschien es – übermotiviert segelte er am kurzen Pfosten dem Ball entgegen, statt ihn aber sicher über dem Kopf des Gegners abzufangen, klatschte er den Ball nach vorne ab, auf den Rücken von Melikov, von dem aus der Ball irgendwie ins Netz trudelte. Sehenswert, aber völlig unnötig. Danach nahm das deutsche Team auch ein wenig das Tempo raus und spielte ein paar nette Ballstaffetten ohne sich groß zu mühen. Gegen Ende des Spiels zeigte Badstuber, warum der Gegner eher Kreisliga- als Profi-Mannschaft war, als er unglaublich frei im 16er zum Kopfball heran rauschen konnte. Und als alle schon im Geiste in der Kabine waren erhöhte Klose noch auf 6:1.
Weisheiten
Nach der letzten Qualifikationsrunde hatte ich zumindest nicht unbedingt erwartet, dass dieser Gegner verhältnismäßig leicht zu bezwingen war. Positiv war sicherlich, das man nachgesetzt hat und ein wenig am Tore-Konto geschraubt hat. Von Fußballglanz wie gegen England oder Argentien war das Team aber meilenweit entfernt, auch wenn der ARD-Kommentator anderer Meinung war und vermutlich Podolski am Liebsten einen Heiratsantrag gemacht hätte, so verzückt war er von ihm.
Das man schlecht ins Spiel kommt, wenn man 89 Minuten fast gar nichts zu tun hat und dann bei einer Szene selten bescheiden aussieht, gut, das ist ärgerlich für Neuer. Aber es war auch völlig unnötig. Seine Qualität ist sicher unbestritten, aber er erlaubt sich leider auch oft genug noch solche Aussetzer.
Honk des Tages
Die Wahl war schwierig, aus Neuer, Schiri und ARD-Kommentator den Honk zu wählen. Aber letzten Endes war es doch der Schiri, der selten merkwürdige Entscheidungen traf. Ich hoffe, das er nicht die Spiele gegen die Türkei oder Belgien pfeifft, wo Fehlentscheidungen deutlich schwerer wiegen könnten.
SierraXTC am 12.08.10 um 09:19 Uhr
 Tags: Deutschland, Fußball, Länderspiel, seufzGestern gab es anscheinend ein Länderspiel zwischen Dänemark und Deutschland. Und in Höxter ist gestern ein Traktor umgefallen.
Tut mir leid, aber ich spreche dem Spiel jegliche Relevanz ab
SierraXTC am 24.06.10 um 16:19 Uhr
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