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Über michLaufen *seufz* … diesbezüglich hab ich mich auch schon lange nicht mehr geäußert. Beim letzten Mal hab ich noch voller Stolz verkündet, dass ich irgendwo Luft dafür hätte, mal am Stück zu Laufen. Naja, trotz aller Konditions-Killer läuft’s sich auch recht gut – sprich: Ich bin nach wie vor am Ball und dreh meine Runden.
Ich will nicht sagen, dass ich zu hohe Erwartungen hege, aber ich denke, ich kann mich recht gut einschätzen und denke, dass ich abschätzen kann, wozu ich in der Lage sein sollte. Von einer Wettbewerbsfähigkeit bin ich weit entfernt, und das war auch zu erwarten. Aber eigene Ziele sollten so realistisch gewählt sein, das sie auch erreicht werden können. Und, das sind sie eigentlich auch nach wie vor:
Vielleicht bekomm ich ja in Zukunft noch etwas mehr Tempo in die Bewegung um dann auch mal rund 5,5km in einer ½ Stunde plus X zu schaffen. (Das ‘X’ darf ruhig ein kleines ‘x’ sein).
Physisch – das hab ich mir nun selber häufiger bewiesen – ist das Potential bereits vorhanden ganz ruhig 6km zu Laufen. Physisch wäre sogar noch Potential vorhanden. Aber im Augenblick ist Laufen eine Kopfsache. Abschalten? Einfach dem Rhytmus und der Musik auf den Ohren folgen? Irgendwann erzählt mir mein Wille: “Junge, nette Idee, aber grad heute? Nee, da hab ich kein Bock drauf!“.
Nach wie vor seh ich das Tempo – siehe Konditionskiller – eher nebensächlich. Nach wie vor ist das Motto: Überhaupt in den Quark zu kommen und was zu machen. Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deswegen – kollidiert diese Ansicht mit dem Ehrgeiz: Der sagt einem: Das schaffste doch Locker, schwing die Hufe und sieh zu. Langsam beginne ich zu glauben, dass ich doch Schizophren bin.
Nachdem ich nun bekanntlich die ominösen 5,5km geschafft habe – sie auch regelmäßig bewältige heißt es trotzdem für mich erstmal noch den Kopf frei bekommen – obwohl gerade das beim Laufen eigentlich passieren sollte. Um sich weiter zu motivieren – immer mehr, immer weiter – hab ich natürlich auch neuen Ansporn gefunden.
Aber der Zeitabstand ist nun groß geworden. Es liegt noch eine Hürde vor den neuen Zielen: Kälte. Bisher meinte es das Wetter mit meinen sportlichen Ambitionen immer gut mit mir. Ich war vielleicht ein, zwei mal im Nieselregen laufen. Sonst war es trocken, zumeist sogar warm und sonnig. (Ja, ich war im Juli/August laufen
)
Ich bin ernsthaft schwer gespannt, wie es ausschaut, wenn es draußen ungemütlich wird. Der Wille zu Laufen ist da. Das Equipment in Teilen bereits ebenfalls. Ich sehe es auch noch nicht als unüberwindbare Hürde. Nur, es gibt einen Schweinehund. Ich hoffe, das mein Ehrgeiz im Winter den Schweinhund überwindet und ich am Ball bleibe. Das vereinfacht das Durchstarten im kommenden Frühjahr ungemein.