Kategoriearchiv 'Multi-/Media'
SierraXTC am 25.02.11 um 18:57 Uhr

Ausstieg in Fahrtrichtung Links (XX)

Geschwafel, Multi-/Media

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25. Februar 2011:

  • GDL, oder ein Land in Geiselhaft
    Wie ich persönlich finde sehr treffend beschrieben – auch wenn es mich nur noch geringfügig direkt betrifft, so hab ich die Situation noch direkt vor Augen. Und exakt die Verhältnismäßigkeit geht bei dieser Form der Arbeitsniederlegung flöten.
  • Bildblog – Wir sind Helden wollen nicht für BILD werben
    Die WSH-Server sind down, so einen reißenden Absatz hat Judiths Brief gefunden. Eine passende Antwort mit gelungener Wortwahl. “Ich glaub es hackt!
SierraXTC am 30.11.10 um 16:47 Uhr

Ausstieg in Fahrtrichtung Links (XVIII)

Geschwafel, Multi-/Media, Technikecke

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30. November 2010:
Im Rahmen der aktuellen Debatte:


image by tutsi.de

  • heise.de
    Blog macht wegen neuem Jugendschutzgesetz dicht [Update]
  • golem.de
    Jugendmedienschutzstaatsvertrag – Grüne wollen zustimmen – erste Blogs schließen
  • 17 Fragen zum JMStV
    (..) Lediglich das Impressum muss um die Daten eines Jugendschutzbeauftragten ergänzt werden, weil sonst Abmahnungen drohen. (..) So kann es passieren, dass die Behörden Inhalte aktiver prüfen und vielleicht Sperrverfügungen aussprechen werden. (..) Anzeichen für beides gibt es bisher noch nicht.
  • derWesten.de
    Neuer Jugendschutz im Netz ist stark umstritten
  • Indiskretion Ehrensache
    (..) Tatsächlich sprechen wir von der internationalsten, ja, globalsten aller Generationen der Menschheitsgeschichte. Und die muss nicht geschützt werden – das bekommt die prima selber hin. Also, im Internet, jetzt. Geschützt werden muss sie vor regelungswütigen Politikern, für die ein Browser weiterhin so alltäglich ist wie einst Siege für Tasmania Berlin in der Bundesliga. (..)
  • Arbeitskreis Zensur

Ob er – also der JMStV nun kommt (ziemlich sicher eigentlich) oder nicht – bedingt dadurch ändert sich eigentlich auch nicht viel: Außer einer weiteren rechtlichen Unsicherheit für Betreiber von Netzangeboten, die dadurch dem gemeinen Hobby “Abmahnwahn” Tür und Tor öffnet.

Zielgerichteter Schutz von Jugendlichen vor Medieninhalten wird dadurch nicht gewährleistet. Insbesondere ist es einfach an den Haaren herbei gezogen das Internet mit einer Sendeanstalten wie dem Radio oder dem Fernsehn gleichzusetzen – auch wenn es bei Streaming-Inhalten, Video-Plattformen oder ähnlichem vielleicht Überschneidungen gibt. Samt und sonders ist es aber technisch eine ganz andere Grundlage – und das will in den Kopf vieler Politiker einfach nicht rein.

Ob GEZ, GEMA, JMStV oder Stoppschilder: Ein globales Netzwerk lässt sich nicht durch bundesdeutsche Schildbürgerpolitik reglementieren. Verstehen wird es aber weder Zensursula, Schäuble 2.0, Thomas ‘der elektronische Personalausweis ist sicher’ de Maizière oder wie die ganzen grauhaarigen Gestalten in irgendwelchen Enquête-Kommissionen sonst so heißen …


via Twitter

SierraXTC am 04.11.10 um 19:17 Uhr

“Wir sind Helden” in Köln (III) (Nachlese)

Multi-/Media

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Köln an sich war ja schon recht interessant – aber, wie erwähnt, war der eigentliche Grund mein viertes Wir sind Helden-Konzert, weswegen ich mich überhaupt in meine Lieblingsstadt begeben hatte.

E-Werk Köln
image by cover-me.net

Bisher waren die Anlaufstellen immer das Palladium (gegenüber vom E-Werk) und der Tanzbrunnen. Die Erinnerungen ans E-Werk waren nicht nur auf Grund des enormen zeitlichen Abstand recht getrübt, auch war es seinerzeit als Disco geöffnet.

Dieses mal haben wir es uns geschenkt, uns weit vor Tore-Öffnung vorm E-Werk anzustellen. Statt dessen waren wir in Seelenruhe essen und sind fast genau mit dem ersten Akkord von den Helden erst eingetroffen. Ersparte uns in diesem Fall dadurch auch die Vorband.

Im Vorfeld herrschte natürlich schon etwas Bedenken, da das aktuelle Album “Bring mich nach Hause” nun nochmal um längen ruhiger geworden ist. Doch, wie schon häufiger auf dieser Tour angekündigt, spielten die Helden das – O-Ton – worauf sie so Lust hätten. Und diese Mischung war gut gewählt.

Klar kam auch Repertoire des neuesten Werkes in der Setlist vor, aber davon wirken einige der Stücke live dann doch nicht mehr ganz so ruhig, wie noch auf den Studio-Aufnahmen. Summa summarum bildete das Konzert einen schönen Schnitt aus 10 Jahren Bandgeschichte und den vier, bisher erschienenen Tonträgern.

Absolutes Highlight dieses Konzert, das muss man wohl so festhalten, war – mal wieder – Denkmal. Nicht nur durch die subjektive Betrachtung zum eigentlichen Stück war zu diesem Zeitpunkt das Publikum auch entsprechend warm geworden und wußte auch ohne weitere Unterstützung der Band musikalisch zu überzeugen.

SETLIST
    1. Was uns beiden gehört
    2. Von hier an blind
    3. Wenn es passiert
    4. Echolot
    5. Die Zeit
    6. Alles
    7. Die Träume anderer Leute
    8. Bring mich nach Hause
    9. Du erkennst mich nicht wieder
    10. The Geek
    11. Alles auf Anfang
    12. Panik
    13. Aurelie
    14. Streichelzoo
    15. Guten Tag
    16. Denkmal

Wir sind Helden - E-Werk - 2010
image by Lesters brand new iPhone

SETLIST
    1. Wolf und Brigitte
    2. Rüssel an Schwanz
    3. Nur ein Wort
    4. Auge des Sturms
    5. Nichts was wir tun können
    6. Bist Du nicht müde
Anders als bisher fand sich dieses gute Stück auch nicht im Zugaben-Teil wieder, sondern kurz vor selbigem. Nach einer kurzen Pause traten die Helden mit Der traurigen Ballade von Brigitte und Wolfgang erneut auf die Bühne.

Es folgte ein recht umfangreicher Zugaben-Teil des Konzerts mit immerhin sechs Stücken, welche die Stimmung im Publikum weiterhin auf einem sehr guten Level hielten. Von der Mischung her war es sicherlich ein sehr gutes Konzert, da mir auch ad hoc nur ganz wenige Lieder in den Sinn kommen würden, die ich noch gern gehört hätte.

Aber: Es dürfte absehbar sein, dass dies auch nicht

mein letztes Konzert von dieser Band gewesen sein dürfte. Schon am Eingang zum E-Werk hing ein Flyer mit der Ankündigung eines Konzerts im Sommer im Tanzbrunnen. Von daher dürfte es nicht unwahrscheinlich sein, das ich am 25.06.2011 zufällig in Köln bin.

Der Rest des Abends rundete die gewonnen Eindrücke vom Konzert dann noch angenehm ab. Aber, btw: € 2,70 im E-Werk für’n 0,3 Kölsch find ich dann doch etwas teuer :roll:

SierraXTC am 29.10.10 um 08:19 Uhr

Köln

Geschwafel, Multi-/Media

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E-Werk Köln
image by cover-me.net

SierraXTC am 27.10.10 um 20:46 Uhr

Neues aus klein Bloggersdorf (V)

Geschwafel, Multi-/Media

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Eine neue Sau muss mal wieder durch’s Dorf getrieben werden. Unter dem Deckmantel der “Anonymität” in Blogkommentaren echauffieren sich Blogger darüber, das doch so ein Internet-Pranger, wie ihn der Niggemeier da geschaffen hat ja mal gar nicht geht. Huch, was ist denn da passiert? Was steht da auf den Klowänden des Internets?
Rasende Sau

Da hat sich also jemand die Mühe gemacht, seine – anscheind so zu titulierende – Privatfehde zu dokumentieren und denjenigen, der sein Blog in den Kommentaren besudelt hat öffentlich zu denunzieren. Ich würd drauf wetten, dass sowas in jedem 08/15-Katzencontent-Blog alle Nase lang passiert. Kräht vermutlich kein Hahn nach – erst wenn es sich um eine Person des öffentlichen Interesses dreht wirds anscheinend böse. Dabei ist das “öffentlich wirksame auflaufen lassen von Trollen” so alt wie das Usenet.

Nun wird also jemandem das Recht auf Anonymität zugestanden. Das gibt’s? Ganz ehrlich, die rechtliche Grundlage im Netz wird mir zunehmend suspekter und immer heikler. Ich blick’s nicht mehr, aber da ist es ja ganz gut, das es die Blogosphäre gibt, die könnte ja aufklären. Ein Pseudonym und eine Fake-Email-Adresse (wobei es ja eine reale Mail-Adresse war) ist aber noch lange keine “Anonymität“. Darüber müsste sich eigentlich jeder halbwegs Bloginteressierte bewußt sein. Wär ja noch schöner, was soll denn Schäuble oder Zensursula denken, wenn wir unter dem Deckmantel der Anonymität im Internet einen rechtsfreien Raum gestalten könnten.

Im Ernst: Anonymität und damit ein potentielles Recht darauf unerkannt sich im Netz bewegen zu können erscheint mir – ohne die notwendige Erfahrung sich selbst mit allem Aufwand so anonym wie nur eben möglich zu geben – schwer vorstellbar. Also auf der Schiene kann man nun wirklich nicht kommen.

Bleibt also eigentlich nur der Schluß, das sich da jemand etwas sehr trottelig angestellt hat. Kann man machen, kommt aber immer irgendwie blöd, wenn’s auffällt. Und nun mal bitte Butter bei die Fische: Wer in seinem Admin-Panel unter den Kommentaren die gleiche Email-Adresse mit verschiedenen Pseudonymen findet wird doch wohl selber stutzig und sich ein Stück weit verhohnepiepelt vorkommen. Da zeig mir einer dieser grade aufschreienden – ja, das schreib ich grad wirklich: – Blogwarte, wer da nicht anfängt, sich mit diesem Störenfried zu beschäftigen? Sollte man in Hinblick auf die eher heikle gesetzliche Grundlage vielleicht mal einen Blick drauf werfen.

Ist es dann noch jemand, mit dem man sich eh schon gerne käbbelt, dann jucken die Finger bestimmt wie die Wutz. Der Online-Pranger ist aber nunmal so alt wie das Netz selber. Da dürfte es wohl einigen ganz schön die Schamesröte ins Gesicht treiben, wenn sie alte Usegroups lesen würden. Ja mei, klar ist es kindisch sich dann zu einer deftigen Retourkutsche zu entscheiden – liegt aber oftmals in der Natur des Menschen. Der eine macht’s und fühlt sich danach toll, bis der Shitstorm über einen hinüber zieht.

Dann aber die moralische Keule zu schwingen, von Pseudo-Anonymität zu schwafeln, Datenauswertung anzugreifen und zum vernünftigen Umgang aufzurufen halte ich für vermessen. Das, was dort grade passiert ist ein kleiner Pups im Universum. Jeder zweite Mensch im “öffentlichen Interesse” macht den Knicks, redet sich raus mit “ich war uninformiert, wie das läuft” und taucht 6 Monate später an anderer Stelle wieder auf, als wär nichts gewesen.

Und genau das ist – wie ich persönlich empfinde – das Problem der deutschen Blogosphäre. Graswurzeljournalismus at it’s best. Einfach mal direkt losbrüllen und den Shitstorm starten. Das machen die meisten genau so lange, bis sie selbst der Shitstorm trifft. Dann wird auch der beliebigste A-Blogger ruhiger. Mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf andere Blogger zu zeigen scheint in letzter Zeit wieder enorm zu zunehmen. So gedeiht definitiv keine langfristige, potentielle Online-Kultur via Blog, Twitter und Facebook.

Nicht falsch verstehen: Was der Stefan da gemacht hat ist genauso kindisch, wie sich als Pseudo-Anonymer in Blog-Kommentaren zu trollen. Es verläßt die Stufe des Lächerlichen, wenn wegen so etwas eine Sau durch ganz Klein-Bloggersdorf getrieben wird.

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