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SportIch hatte ja vor einigen Wochen die iOS-App Runkeeper hier mal erwähnt. Mittlerweile habe ich mich ein wenig mehr mit der App beschäftigt und – im Gegensatz zu Runtastic bevorzuge ich sie im Augenblick eher, dazu aber später noch etwas ausführlicher.
Was es mit dem “Coaching” auf sich hat kann ich auch nicht sagen. Spezielle, dafür notwendige “Workouts” habe ich noch nicht erzeugt.
Mittlerweile hab ich auch dieses ‘Feature’ für mich entdecken können und nutze es auch entsprechend häufig. Als Coaching kann man individuelle Workouts erstellen, die gespeichert werden und jederzeit abrufbar sind. Diese Workouts können aus beliebig vielen, verschiedenen Intervallen zusammen gestellt werden. Während der Einheit erinnert einen dann die freundliche Tante daran, wann neue Abschnitte der erzeugten Intervalle beginnen.
Für mich logischerweise sehr brauchbar, da ich derzeit nunmal noch weit von Einheiten entfernt bin, bei denen ich konstant ein Tempo halten kann… Die Intervalle können in Zeit- oder Streckenabschnitten verschiedener Dauer und Geschwindigkeitsstufen konfiguriert werden. So stellt man sich seinen eigenen Plan zusammen und kann diese Zusammenstellung beliebig häufig wiederholen lassen.

Aktivitäten können auch im nachhinein noch bestehenden Routen zugewiesen werden (..)
Dies ist mehr oder minder nicht wirklich so: Man kann auf der Runkeeper-Webseite sich selbst Routen zusammenstellen, die man möglicherweise gerne läuft und vielleicht – mit wem auch immer – teilen möchte. Dabei ist das Erzeugen solcher Strecken eher etwas hakelig und bei weitem nur eine sehr grobe Annäherung an die eigentliche Strecke, insbesondere wenn man Fußwege, Trampelpfade oder sonstige, nicht befestigte Wege nutzen möchte.
Aus einer bereits synchronisierten Einheit kann man – soweit ich das bisher erkennen konnte – auf der Webseite selber nur neue Strecken erstellen und diese nicht mit bereits erzeugten Routen verknüpfen. Da ist Optimierungsbedarf, wenngleich die Notwendigkeit dieser Funktionalität mit der eigentlichen Social-Media-Komponente steht und fällt.
- Was ist nicht so “prall” …
Leider gibt es auch einige Dinge, die mich mittlerweile etwas stören: Das sind nicht zwingend Belange der App, denn die verrichtet nunmal gut ihren Dienst und saugt den Akku auch nicht sonderlich stark leer, trotz des GPS-Trackings. Aber selbiges ist mit den iPhone doch manchmal etwas irreführend: Strecken sind nicht unbedingt gleich lang, betrachtet man die getrackten Routen, dann läuft man durch Häuser, Gärten oder schwimmt im Kanal. Von daher sind die Angaben zu den Höhenmetern mit dem iPhone auch eher mit Vorsicht zu genießen.
Das Anlegen, respektive Editieren von Workouts in der App ist nicht besonders Benutzerfreundlich gestaltet, da könnte es auf alle Fälle Verbesserungen geben. Im Gegensatz zu anderen Diensten kann man sich nicht mit einem Facebook-Account anmelden – für mich persönlich nicht so schlimm, da ich solch ein “Feature” eh nicht nutze, kann aber für bestimmte Nutzer ein Killerargument sein. Auch die vorgeschlagenen Texte für Facebook oder Twitter gefallen mal überhaupt nicht. Dazu kommt die Social-Komponente auf der Webseite zur Zeit gar nicht in Fahrt: Über die Integration mit anderen Web-2.0 Diensten hinaus wurde erst vor kurzem die Möglichkeit geschaffen, Freunde bei Runkeeper zu adden. Mehr als das und bißchen Routen-Sharing ist da einfach nicht.
- Was unterscheidet Runkeeper von Runtastic
Ich habe bisher nur diese beiden Apps etwas ausprobiert. Gerade Runtastic wartet in meinen Augen mit deutlich mehr Hürden oder nervigen Eigenheiten auf. Angefangen von der Tatsache, das Features wie Workouts oder Sprachausgaben erst mit der kostenpflichten Version in Runtastic möglich sind – da hat das kostenlose Runkeeper zumindest die Nase vorn. Soweit ich das beurteilen kann bieten beide Dienste keine Im-/Export-Funktion um z.B. über Schnittstellen bereits getrackte Einheiten irgendwie auszutauschen. Einmal eins genutzt, dann hängt man gefühltermaßen fest.
Die Webseite von Runkeeper gefällt mir persönlich besser, da sie schlichter gehalten ist. Klar, die individualisierten Profile und die deutlich höhere Social-Komponente bei Runtastic sind nette, z.T. sehr ansprechende Gimmicks, jedoch wirkt die Seite extrem überladen und für mich unübersichtlich. Abgeschreckt wurd ich direkt mal, als mich Runtastic drauf hingewiesen hat, dass bei Ihrer Google-Maps Implementierung Opera mal nicht unterstützt wird. Dafür, das IE/Firefox/Safari/Chrome schon unterstützt werden find ich das schwach.
Die Runtastic-App macht auf den ersten Blick aber einen besseren Eindruck: Mehr Features, mehr Statistiken, mehr Informationen, die man zu einer Einheit hinterlegen kann – auf der anderen Seite sind viele Dinge davon eben erst in der kostenpflichten Variante voll zugänglich. Das Runtastic komplett eingedeutscht ist, ist sicherlich schön – für mich aber auch nicht unbedingt wichtig, so weit bin ich des Englischen noch mächtig, das ich verstehe, was mir die Tante über mein Gehechel drüber quatscht. Runtastic finanziert sich in der kostenlosen Version jedoch direkt über In-App-Werbung, davon ist man bei Runkeeper (noch(?)) verschont.
Grundsätzlich werde ich mindestens diese beiden Apps für die anscheinend gerade auch erst aufstrebende Masse an Fitness-Communities mit Apps für mobile Endgeräte im Auge behalten.
Vom optischen Eindruck der App bin ich klar Fan von Runtastic, aber ganz ehrlich – und das ist für mich z.Zt. der entscheidene Punkt – bin ich nicht gewillt für den vollen Funktionsumfang die paar Kröten zu latzen, wenn ich das alles auch für Umme hab. Vielleicht tut sich da bei Runkeeper in einigen Bereichen noch was, aber da bin ich eher pessimistisch, denn Runkeeper scheint eher die weniger verspielten – vielleicht seriösen und ambitionierten – Sportler ansprechen zu wollen.
Generell Im-/Export-Schnittstellen mögen durchaus interessant sein, werden vermutlich aber nie auf Grund der Kundenbindung angeboten werden. Immerhin finanzieren sich beide Dienste über Premium-Dienstleistungen auf der Webseite.
Von daher bin ich derweil nach wie vor mit meiner zufälligen, ersten Wahl zufrieden – wer gewillt ist, € 4,99 auszugeben (und nicht mit Opera surft) wird vermutlich bei Runtastic stärker auf seine Kosten kommen.
Runkeeper.com – Is there any way to export my Runkeeper data?
We have built in an export function and have placed it on the profile setting tab at the bottom http://runkeeper.com/settings/profile (we are still looking for a permanent home for this functionality). (..)
OK, da scheint sich was zu tun .. das Captcha funktioniert mit Opera – halleluja – natürlich nicht wirklich ..