Kategoriearchiv 'Technikecke'
SierraXTC am 11.11.10 um 22:41 Uhr

Eye on: Xcode

Apple, Technikecke

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Ich habe heute aus Neugierde einfach mal ein wenig mit Xcode, dem Entwicklungswerkzeug von Apple für die Entwicklung von MacOS/iOS-Anwendungen rumgespielt. Dabei hab ich mich einfach erstmal durch ein Apple Referenz-Tutorial gehangelt um einfach nur mal ein wenig reinzuschauen. Infos rund um Xcode, Objective-C und Cocoa gibt es darüber hinaus auch im Netz reichlich.
XCode Application Icon

Da das Tutorial zunächst nur mal ein kurzer Einstieg sein soll um sich mit der Arbeitsumgebung vertraut zu machen bleibt es auch zunächst bei einigen kurzen, sehr subjektiven Eindrücken:

  • XCode

Für das wenige, was man bisher selbst programmieren sollte zeigte sich aber schon: Ich bin Code-Vervollständig zumindest anders gewohnt. Reine Geschmacksfrage und sicher nur eine Zeit der Eingewöhnung. Aber etwas unglücklich find ich die automatisch generierten Header von Class-Dateien schon, wo der Entwicklername und die Firma aus dem persönlichen Mac-Adressbuch ausgelesen wird. Entweder hat man seinen Arbeitgeber mit sich referenziert und in allen Objective-C-Projekten ein “Copyright” auf den eigenen Arbeitgeber stehen, oder man zerbröselt sein Adressbuch und führt sich selbst unter irgendeiner Firma. ;) Könnte man schöner lösen.

Das hierarchische Strukturen von “Groups” nicht ins Dateisystem eines Projekts übernommen werden ist auch nicht so prall, gibt es aber vermutlich auch Abhilfe für.

  • Objective-C

Nette Sache da viel über Interfaces zu lösen, minimiert den Code erheblich wenn während des Builds automatisch die Methoden erzeugt werden. Ist auch eine reine Gewöhnungsfrage und der bisher produzierte KotCode ist dafür sicherlich keine Referenz, da ich über die Syntax nur bedingt im Bilde bin bisher. Aber eckige Klammern für “Nachrichten” – sprich Methoden-Aufrufe – sind, grade bei dem Apple-Tastaturlayout, nicht mehr gewöhnungsbedürftig, sondern schon nach 2 Zeilen nervtötend. :lol:

Ansonsten schwanke ich noch zwischen – oh, schön gelöst – und – och näää, das is ja blöd gemacht. Also das übliche, wenn man vornehmlich andere Programmiersprachen bisher genutzt hat. Ganz ehrlich, subjektiv find ich da (noch) JAVA oder C# intuitiver, was aber sicher daran liegt, das ich damit eben bisher mehr gearbeitet habe.

  • Interface Builder

Chic! Echt klasse. Manchmal – beim Referenzieren von eigenen Controller-Klassen etwas “hakelig” – aber chic. Vergleiche mit RCP brauchen da mal gar nicht gezogen werden, da kenn ich nichts ähnlich angenehmes. VisualStudio von MS kann da immerhin schon mehr und ist auch recht einfach zu bedienen. Aber ich bin vom IB echt begeistert bisher. Etwas irritiert bin ich zur Zeit, ob – und wenn ja wie – es möglich sein sollte, dynamische Views zu erzeugen, die aus einer Konfiguration anzuzeigende View-Elemente (un-)sichtbar werden lassen. Das ist aber eh noch viel zu weit weg.

  • Kurz-Fazit

Schon mal recht interessant alles. :thumbsup:

Spannend wird’s aber, wenn man sich erstmal so tief in die Materie hinein gefuchst hat/hätte, dass eigene Anwendungen dort Form annehmen können. Dazu fehlt aber halt noch der Einblick in die Objective-C API (neben einer Idee überhaupt). Auch wären Frameworks für Logging, XML und Datenbanken recht interessant. Da werd ich mal bißchen zu stöbern.

Eine Intensivierung dieses Eindrucks ist bei mir aber der ewig öde Motivations-Kreislauf: Was Neues gesehn -> spannend -> rumspielen -> erstes hadern mit Syntax und Debugging -> fehlende Ideen, das neu gewonnen Wissen in etwas sinnvolles zu packen -> grübeln -> immernoch keine Idee, womit man die Application-Welt bereichern soll -> einpacken und zur Seite legen :roll:

Mal schauen, der Winter scheint ja lang zu werden … gähn

SierraXTC am 28.10.10 um 20:11 Uhr

iPhone Tipp und iPod Killer

Apple, Technikecke

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Der Untergang des Abendlandes ist nah: Ich brauchte doch tatsächlich einen Tipp von der Computer BILD. Ich geh mich ‘ne runde schämen …. iPod Steuerung bei Tastensperre. Ja – ich bin schon ‘ne Blitzbirne. :lol:

Und caschy in seinem Job-Blog oder auch aptgetupdate (und vermutlich viele andere) konnten uns heute den iPod-Killer zeigen. Ich bin auch schon ganz begeistert: Stylish, sehr hochwertig und die integrierte Cam ist der Hammer. :thumbsup:

SierraXTC am 15.10.10 um 22:56 Uhr

HyperSQL

Technikecke

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Datenbank Management System (kurz DBMS) gibt’s wie Sand am Meer. Schlachtschiffe wie MSSQL oder Oracle – *sigh* – bieten mehr oder minder Komfort in der Verwaltung des DBMS. Der geneigte 08/15-User verläuft sich sicherlich häufiger bei MySQL – was ja nun mittlerweile auch unter Oracle HerrschaftFührung entwickelt wird. Warum also HyperSQL (aka HSQLDB)? Gute Frage!

Auf der Arbeit nutze ich MSSQL. Das liegt darin begründet, das grob überschlagen vermutlich rund 80% aller Kundeninstallationen MSSQL-Datenbanken sind. Hat aber den entscheidenden Nachteil, das so eine dicke MSSQL ein wenig Ressourcen zieht. Wer mal auf einem normalen – *sigh* – Desktop-Rechner mit eclipse und einer parallel laufenden MSSQL-DB entwickelt hat, der wird schnell feststellen, das Hardware-Ressourcen in Form von Arbeitsspeicher schnell Mangelware sind. Insbesondere wenn man mit Datenbanken arbeitet, deren reiner Datenbestand auch mal niedliche 1GB umfassen.

  • Installation

Gutgläubig, wie man so ist, greift man jeden Tipp auf. OK – heute auf der Schaffe eben schnell HSQLDB geladen und installiert. Ja klar: Herunterladen, in einen Ordner seiner Wahl entpacken und – unter Windows – das beigefügte Startscript runServer.bat aufrufen. Das war’s! In etwa 200 Millisekunden steht einem ein DBMS zur Verfügung. Klasse Sache. Für den geneigten Linux- oder MacOS-Nutzer:

#!/bin/bash
cd ../data
java -classpath ../lib/hsqldb.jar org.hsqldb.server.Server

Zu speichern als runServer.sh mit chmod 755 runServer.sh im bin/-Verzeichnis der HSQLB-Installation.

  • Benutzung

OK – was mach ich nun damit? HSQLB legt unter data/ eine Test-Datenbank an. Ist jetzt nicht unbedingt der Einstieg schlechthin. Wer die üblichen DBMS gewöhnt ist, der erwartet vielleicht die Vorgehensweise: Mit dem Management-Tool seiner Wahl sich zur HSQLDB verbinden und mit CREATE DATABASE moep eine eigene, leere Datenbank anlegen. Mitnichten!

Nehmen wir als Management-Tool mal SQuirreL, dann ist für die Verbindung natürlich der JDBC-Treiber für HSQLDB notwendig. Der Treiber findet sich in der etwa 1 MB großen hsqldb.jar aus der HSQLDB-Installation. Was ja die eigentliche Datenbank ist. Ist der JDBC-Treiber von SQuirreL gefunden und geladen kann man aus den Varianten “In-Memory“, “Server“, “Standalone” und “Web-Server” wählen. “Server” ist nun erstmal eine gute Wahl. Mit der URL

jdbc:hsqldb:hsql://localhost

bekommt man auch eine Verbindung zu der laufenden DBMS-Instanz. Wer damit schon zufrieden ist, kann auf dieser Datenbank seine Tabellen erzeugen und damit arbeiten. Das ich damit nicht glücklich bin steht außer Frage.

  • Neue Datenbank

Wer einigermaßen schlau ist, der wühlt sich durch diedas API und durch die Dokumentation. Dann wird ins Auge springen, das man HSQLDB parametrierbar(?) starten kann. Man übergibt dem obigen Start-Script einfach Parameter zur Datenbank, die man nutzen möchte:

--database.0 file:baseDb --dbname.0 baseDb

So hat man nun zumindest immer eine Datenbank im Zugriff. Kann reichen, muss aber nicht. Auch da hilft die Dokumentation weiter:

When a server instance is started, or when a connection is made to an in-process database, a new, empty database is created if no database exists at the given path.

Ich geh hier bewußt auf den file-Modus der Datenbank ein. Dieser erscheint mir persönlich am sinnvollsten. Gut, wie bekomm ich nun den in-process Zugriff? HSQLB ist in Java geschrieben und bietet eine entsprechend einfache Integration in Java-Projekte. Ja, wir sind nun schon auf einer Ebene, wo wir unsere Entwicklungs-Umgebung bemühen sollten. Denn nun heißt es, z.B. Java-Code auszuführen:

Connection c = DriverManager.getConnection(
"jdbc:hsqldb:file:/opt/db/testdb;ifexists=true", "SA", "");

OK, zerlegen wir zunächst obigen Code – vielmehr des Strings, der die Datenbank-Verbindung erzeugt (getConnection()):

  • Parameter 1:
    die Verbindungs-URL, typisch für den file-Mode. Die Datenablage im Dateisystem wird mit file: definiert, es folgt der Pfad zum Verzeichnis im Dateisystem, unter dem die Datenbank erzeugt werden soll. Der Datenbank-Name ist dabei der letzte Teil hinter dem (Back-)Slash. Dieser Teil erzeugt auch kein weiteres Verzeichnis, sondern lediglich Dateien mit dem Datenbank-Namen als Prefix.

    Nun wird’s etwas knifflig: Oben wird hinter der URL noch ein Parameter angehangen, semikolon-separiert. ifexists=true bedeutet, das eine existierende Datenbank im Dateisystem genommen wird, sonst wird eine Neue erzeugt. Dazu gleich noch eine Anmerkung.

  • Parameter 2:
    Benutzername der Datenbank. Standardmäßig erfolgt der Zugriff über den HSQLDB-Benutzer “SA“. Lediglich bei diesem ist Groß-/Kleinschreibung irrelevant.
  • Parameter 3:
    Passwort des Benutzers. Auffallend ist: “SA” hat per default kein Passwort.

Bezüglich des Parameters ifexists=true hilft lesen ungemein:

For troubleshooting purposes, you can specify a connection property ifexists=true to allow connection to an existing database only and avoid creating a new database. In this case, if the database does not exist, the getConnection() method will throw an exception.

Hinweis: ifexists=true sucht auch explizit nach einer bestehenden Datenbank. Wird diese nicht gefunden, bekommt man direkt mal Exceptions um die Ohren gepfeffert.

  • Zugriff

Nun gut, dann haben wir also in Schritt 1 ohne ifexists=true die Datenbank erzeugt und greifen im Folgenden mit selbigem Parameter auf die erzeugte Datenbank zu. Komm ich nun auch per SQuirreL an die Datenbank ran? Logisch – wenn da keine offene Verbindung drauf existiert schon. Wie man – öhm – mehrere Verbindung, wenn denn möglich, nutzt lernen wir ich dann später mal. Was trägt man nun bei SQuirreL als URL ein?

Halt genau die obige URL – es geht wohlweißlich auch ohne den Parameter.

  • Benutzer

Wer meint, das seine Anwendung lieber mit einem Benutzer mit Passwort auf HSQLDB zugreifen sollte, der kann der erzeugten Datenbank per SQL mit dem Befehl

CREATE USER moep PASSWORD moep [ADMIN]

einen weiteren Nutzer hinzufügen – inklusive der optionalen Berechtigungen eines Admins. Dieser verfügt dann über die Berechtigungsrolle des “SA“-Benutzers. In die Tiefen der Benutzerrechte bin ich bisher noch nicht hinab gestiegen. HSQLDB ist auch primär eine Entwicklungs-Datenbank zum schnellen starten und stoppen und nicht für den produktiven Einsatz vorgesehn.

Wenn ich nun obiges SQL-Statement in SQuirreL abfeuer, dann greift indes eine merkwürdige Form des Case-Sensitive in HSQLDB: Egal ob groß oder klein geschrieben, ein erfolgreicher Verbindungsaufbau erfolgt nur, wenn Benutzername und Passwort groß geschrieben ist. Weiß der Geier warum …

  • Und nun? Hibernate?

Was macht man nun mit diesem gewonnen Wissen? Man kann zumindest mit seiner Java-Anwendung diese Datenbank nutzen. Hooray! Kein “ernsthafter” Entwickler geht noch ohne Hibernate – einem Persistenz-Framework für Datenbank-Verbindungen unter Java – an Datenbanken ran.

An dieser Stelle vertröste ich dann auf den zweiten Teil dieser Einführung in HSQLDB, die ich von der Arbeit aus wohl schreiben werde. Merkwürdigerweise fehlen mir Java-Projekte hier zu Hause, da hier das Entwickeln auf Grund von anderem, unnötigen Zeitvertreib seit Jahren zu kurz gekommen ist. Grob überschlagen bietet Hibernate einige Optionen für die Datenbank-Verbindung zu HSQLDB, die ich dann beim Aufbau meines Testsystems auch ausprobieren und womöglich nutzen werde.

So einfach HyperSQL auch ist, so – für mich – ungewöhnlich ist da die Vorgehensweise, wenn man es anders gewohnt ist. Gewonnen wäre zwar indes nur etwas für mich, wenn ich eine MSSQL-Datenbank in HSQLDB konvertieren könnte, aber ich muss eh mindestens eine neue, saubere Testumgebung für mich aufbauen. Von daher hoffe ich in Zukunft auf weniger Performance-Probleme beim Entwicklen – kann ja auch nicht schaden und reduziert wohlweislich den Koffein-Konsum.

SierraXTC am 14.10.10 um 08:24 Uhr

Pimp my iPhone (I)

Apple, Technikecke

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Das iPhone zu customizen ist ja anscheinend auch so’n Ding. So ein Mobiltelefon ein wenig zu individualisieren – sei es ein Wallpaper, evtl. gar passende Icons oder ganz banal ‘n Klingelton – ist ja an sich eine schöne Sache. Apple läßt da von Hause aus, wenn ich das richtig sehe, eigentlich nur sehr wenig Spielraum. Wenn ich da falsch liege, so bitte ich wahrlich um hilfreiche Tipps. :)
Apple Logo
official Apple Logo

Nachdem ich nun seit einiger Zeit mich durch Google forste erschließt sich mir, das wohl ein Wallpaper nun nicht so das große Problem ist. Aber, brauch ich nun für ‘n iPhone 4 wegen der besseren Auflösung eigentlich ‘n Wallpaper in einer höheren Auflösung? Skaliert die Software automatisch die “normalen” 320x480px auf 640x960px? :gruebel:

Apple hat wohl mal für’s iPhone Klingeltöne im App-Store angeboten. Diese gibt es nun – angeblich(?) – auch nicht mehr. Wie auch immer, ich hätte eh nicht vor für’nen popligen Klingelton nicht vorhandene Kohle rauszuwerfen. Gut, es gibt diverse Ringtone-Apps, mit denen man aus Liedern bis zu 30 Sekunden ausschneiden kann. Diese Samples werden dann direkt ins Apple-Klingelton-Format gespeichert, können über den App-Datenaustausch gespeichert werden und auf Grund der Dateiendung in iTunes registriert werden und damit dann wiederum mit dem iPhone als Klingelton synchronisiert werden. So weit, so (naja) gut. :roll:

Ringtone Designer Free
image by AppStore

Individuelle SMS-Töne? Gibt’s nicht! Individuelle Wecker-Sounds? Gibt’s nicht! Angeblich ist aber – zumindest Ersteres – durch einen Jailbreak möglich. Genauso, wie man sein iPhone, respektive iPod touch per Winterboard mit kompletten Themes versorgen kann. Diese bieten ja schon mal eine gute Basis, um sich generell dem Thema der Individualisierung weiter zu nähern. Mit Winterboard, das aber – immer noch(?) – unter iOS 4 noch nicht im vollen Umfang funktioniert, wie unter iOS 3, hat man deutlich mehr Optionen zur Anpassung des Designs. Vom Dock über Icons, StatusBar und auch hin zu LockScreens und vielem mehr.

Gut, einfachster Weg ist demnach immernoch sich ‘n Theme zu besorgen und es zu installieren. It’s so easy. Einziger Haken: Die Icons. Logisch, das nicht jedes Theme für jede der x-trilliarden Apps ‘n passendes Icon zum Theme hat. An sich auch nicht das Problem, wenn man sich durch die HowTos und Anleitungen liest. Toll ist aber, wenn die Icons sich für die Standard-Apps nicht anpassen, da die Systemeinstellungen auf Deutsch sind. Wenn ich im Theme-Ordner ein Icon namens “Uhr.png” anlege, wird auch das Icon der App angepaßt. Standardmäßig wird aber das Icon “Clock.png” genommen. Ein kleines WTF

Na gut, ich kann per Terminal alles umkopieren, renamen oder was auch immer. Schöner wäre es natürlich, wenn man sich selber eine Icon-Basis anlegt und so bei jeder neuen App mit wenigen Handgriffen im Graphikprogramm der Wahl ein passendes Design für’s Theme erstellt. Man erinnere sich an meine linken Hände bezüglich Graphikprogramme. :D

Seven OS Theme
image by modmyi.com

Die Königsdisziplin wären ja dann sogenannte “Stacks“. Gab es wohl mit Winterboard und iOS 3 und hat anscheinend den Ordner-Charakter ähnlich wie in iOS 4. Offensichtlich war es auch möglich, diese Stacks frei zu platzieren. Geht das mit iOS 4 immernoch? Und wenn ja, wie? ;)

Gut, eigentlich find ich es absurd, Ordner anzulegen – aber die passende App auf einer der mittlerweile 5 Seiten zu finden ist auch nicht grad so prall übersichtlich. Grundsätzlich hab ich mich nun damit auch abgefunden, das es den “Easy-Way” – Theme installieren und glücklich sein – für mich nicht gibt. Auch hab ich kein Problem (mehr) damit, noch weitere Stunden damit zu verbringen, mich durch einige Infos zu lesen. Aber es erscheint mir grad in Bezug auf iOS 4, respektive iPhone 4 alles noch recht überschaubar zu sein, was man so an Material findet. Daher wären nette Link-Tipps immer gern gesehn. Somit kann ich’s ja meinetwegen auch irgendwo verstehen, warum einige ihre Themes nur gegen Kohle im Cydia-Store anbieten. Aber da würd ich dann wohl doch eher selber “rumfrickeln” um dann wirklich ‘ne nette individuelle Note zu haben.

Für’n popliges customize ist das schon recht aufwändig – was sich Apple grundsätzlich dabei gedacht hat, den Anwender grade bei so Banalitäten wie Klingeltöne so zu kastrieren erscheint mir mehr als fraglich. Vor allem, wenn man bei dem Preis von dem Gerät sich mal durch die Standard-Sounds wühlt. Ohrenbluten vorprogrammiert. Da klingt so manch ein 8bit-Sound fetziger.

SierraXTC am 12.10.10 um 06:07 Uhr

Navigon

Apple, Technikecke, iOS Apps

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Meine Meinung zu Navigations-Geräten im Auto ist ja mittlerweile bekannt. Ein wenig muss ich dann doch an dieser Stelle zurück rudern. Eine gute Navi-Software auf einem iPhone kann vermutlich durchaus hilfreich sein. Ich hab auf meiner Fahrt nach Dänemark und am vergangenen Wochenende ins Rheinland mir ein wenig Orientierung mit Hilfe der “Karten-App” verschafft, welche bei iOS standardmäßig vorhanden ist.

Um grundsätzlich zu wissen, wo man sich in etwa befindet und wo man so ungefähr hin muss ist die App allemal auch ausreichend. Etwas unschön ist jedoch, das man bei der Straßenführung inklusive Einordnung auf Fahrstreifen natürlich nicht unterstützt wird, wie es eine Navi-Software macht. Ebenso kommt auf dem Display – je nach Zoom – eine Abfahrt immernoch recht “plötzlich“. Außerdem fehlt – so weit ich das gesehn habe – eine Möglichkeit, Routen über Wegpunkte zu führen, wie man es aus Google Maps her kennt. Und als vermutlich entscheidender Nachtteil ist auch zu nenen, das man für den Download des Kartenmaterials auch eine Netzwerk-Verbindung benötigt.

All sowas bieten verschiedene Apps für’s iPhone. So hat u.a. TomTom dort was im Angebot oder auch Navigon. Es gibt z.B. die Navigon select Telekom Edition für T-Mobile-Kunden im App-Store sogar für umme. Die Navigon-Lizenz erlaubt dabei eine Nutzung für 2 Jahre, die automatisch zu einer Vollversion aufgebohrt wird, wenn man für einige Euronen eines der unzähligen Zusatzpakete kauft.

Ich hatte nun – total sinnvoll wieder einmal – die Möglichkeit, Navigon in einer Version mit 3d-Kartenmaterial auf der Strecke zwischen Haustür und Arbeit zu testen. Das alles geht recht simpel vonstatten: Zieladresse eingeben und Navigation starten. Vom aktuellen Ort wird dann die Navigation zum Zielort gestartet und bietet dem Anwender drei Routen, die man dann wählen kann – Schnellste, Kürzeste und .. ja äh, vielleicht Schönste, keine Ahnung.

Navigon App

35 Minuten für die Strecke – exklusive Baustelle zwischen Hamm-Rhynern und dem Kamener Kreuz – sind nichts desto trotz eine sehr optimistische Hochrechnung. Wenn man sich ein wenig mit der App beschäftigt, so kann man u.a. Zwischenziele anwählen um die Strecken etwas zu individualisieren. Weiterhin werden Anzeigen für POI geliefert, von Sparkassen über Apotheken hin zu Parkplätzen. Die Standard-Ansicht erschlägt zunächst mit einer Informationsflut:

Navigon App

So wird die aktuelle Geschwindigkeit ermittelt, die verbleibende Strecke des Straßenverlaufs, die voraussichtliche Ankunftszeit und die verbleibende Restfahrstrecke. Die 3d-Ansicht ist dabei ansonsten recht übersichtlich, optional können Straßennamen in der Ansicht aktiviert werden.

Navigon App

Dank Stau auf der A45 konnte ich den Mehrwert der Navi-App dann auch entsprechend per Screenshot festhalten. So wechselt die Software rechtzeitig die Anzeige und schwenkt auf eine Detail-Ansicht der kommenden Kreuzung, Abfahrt oder des Autobahn-Kreuz inklusive Hervorhebung der Spuren, die man sinnvollerweise zu befahren hätte. Was einem auf der Autobahn nun nicht so zwingend vom Hocker haut kann bei größeren, unübersichtlichen Innenstadt-Kreuzungen sehr wohl hilfreich sein. Schick sind dabei natürlich auch die nahezu orginalgetreuen Hinweisschilder.

Navigon App

Wenn man der Abzweigung näher kommt, wird wiederum auf die normale Ansicht umgeschaltet und man erhält rechts unten in der Ecke noch die eigene Streckenführung angezeigt. Entsprechend noch ein kurzer Blick darauf, wie es dann ausschaut, wenn man wirklich nicht nur gradeaus fahren braucht, sondern auch mal abfährt. Das “geradeaus fahren” ist dabei an gewissen Stellen etwas irritierend: Große Autobahn-Kreuze werden dabei als “Zwischenziele” gehandelt, die den aktuellen Streckenverlauf unterbrechen. So hat man sich beim Folgen des Straßenverlaufs stets “links zu halten“.

Navigon App

Bei entscheidenden Richtungswechseln, wie Abfahrten wird neben der obigen Anzeige im weiteren Verlauf wieder auf die standardmäßige Ansicht geschaltet mit Hinweis auf die Abfahrt und die entsprechende Fahrtrichtung. Im unteren Bild sieht man auch schon einige POI wie Parkplätze, in diesem Fall die Betonflächen in Uni-Nähe. Ebenso werden – wenn gewünscht – Geschwindigkeitsbegrenzungen angezeigt, die z.T. aber doch schon deutlich historischen Charakter haben.

Navigon App

Für die Geschwindigkeitsbegrenzungen bietet Navigon in Verbindung mit der Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit Hinweis-Meldungen, wenn man – je nach Konfiguration – x-km/h zu schnell ist um dann wieder das Tempo zu drosseln. Derzeit hab ich leider nicht im Kopf, ob es eine Kombination mit (stationären) Radarfallen gibt. Hingegen kann mit einer Erweiterung auf die aktuelle Verkehrssituation auf der Route Einfluß genommen werden.

Das GPS im iPhone ist dabei ausreichend exakt – wie ich auch schon bei der Karten-App feststellen konnte. Ein “bitte Wenden” auf der Autobahn hört man auch nicht, wenn man an einer Abfahrt vorbei gefahren sein sollte. Die Software ermittelt recht zügig eine alternative Route ohne dabei auf 180°-Kehren zu setzen.

Zusammenfassend war ich schon sehr angetan von der Navigon-Software. Viel mehr erwarte ich eigentlich nicht von einem Navi. Das es optional möglich ist, die Software noch zu erweitern ist ein angemessener Zug, gerade für Kunden, welche die freie T-Mobile-Edition besitzen. Die App kostet sonst, in der ausprobierten Version als Navigon MobileNavigator Europe im App-Store € 89,99. Ich denke, der Preis ist für Kartenmaterial aus Nord-, Mittel-, Ost- und Südeuropa in Ordnung. Alternativ kann man sich für € 15,- weniger auch eine reine EU-Edition zulegen.

Für mich jedoch nur begrenzt an dieser Stelle interessant, da ich eben nicht so häufig auf Routen unterwegs bin, die den Preis rechtfertigen würden. Dafür würde im Zweifel auch die Karten-App auch ihren Dienst hinreichend verrichten.

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