SierraXTC am 25.05.11 um 18:20 Uhr
 Tags: Auto, VW, Wohnraum
Ich muss es mir wohl irgendwann mal eingestehen: Ich bin durch und durch ein Spiesser™. Sämtliche Versuche dagegen anzugehen, diese geerbten Gene zu unterdrücken schlugen fehl.
Zu meiner Wohnung gehört ein Parkplatz, eine extra Fläche, die den Bewohnern der anliegenden Häuser zur Verfügung gestellt wird. Insgesamt finden sich dort etwa 10 Stellplätze. Oh, was war da los, als ich zu Beginn mein Auto nicht auf der für unser Haus in anscheinend stillem Einvernehmen zugewiesenen rechten Seite geparkt habe, sondern ich konsequent diesem Gesetz widersprochenparkt habe und links stand.
Es wurde mir ein Zettelchen mit einem unfreundlich formulierten lieben Gruß an die Windschutzscheibe geheftet. Oha, was hab ich wie’n HB-Männchen geflucht – aber einfach um nicht noch mehr graue Haare zu bekommen, dem so freundlich geäußerten Wunsch entsprochen. Seit dem parke ich rechts – unter der schönen Kastanie.
Naja, immerhin möchte ich dort parken: Denn nicht immer ist das möglich. Mal steht der Nachbar schon auf der einen, ganz speziellen Stellfläche – die, bei der das Auto nicht komplett vollharzt und sämtliche Pollen, Blätter und Blüten sich durch die kleinsten Ritzen bis ins Autoinnere den Weg bahnen – mal steht wer anderes da. Gut .. können die ja mal machen, der Nachbar zahlt ja auch schließlich auch dafür. Es sind immerhin noch sage und schreibe 4 Stellflächen frei, die nicht nach typisch deutscher Art mit dem eigenen Kennzeichen als eigenes Parkrevier markiert wurden.
Also blieben die vier freien Fläche für je 2 bezahlende Anwohner und von mir aus auch noch 2 Gäste. Kann ja nicht so schwer sein. Denkste .. Ganz dem Spießbürgertum verfallen hab ich nun beim Hausmeister ebenfalls eine reviermarkierende Park-Plakette in Form eines Nummernschilds anbringen lassen. Immerhin: Es zeigt Wirkung – hier im Haus hat wohl wieder wer Besuch, aber hey, mein obligatorischer – quasi in stillem Einvernehmen erkämpfte und nun extra ausgewiesene – Parkplatz war frei. Frei für das schönste Auto der Welt: Also für meins.
Ja, ich find’s selbst ganz schön spießig, aber ehrlich – und wer mich kennt, der weiß, das ich in sowas gerne aufgehe – ich bekomm ‘ne mittelschwere Krise, wenn ich Abends von der Arbeit nach Hause komme und ich find auf dem Parkplatz nicht mal mehr eine freie Stellfläche. Wie gesagt, immerhin bezahl ich dafür ja auch noch. Wenn es in letzter Zeit nicht so oft vorgekommen wäre, das ich gar nicht – oder nur gänzlich ungeliebt in der hintersten Ecke – parken konnte, ich hätt’s mir auch wohl verkniffen. Aber so … nee, nee.
SierraXTC am 04.05.11 um 20:42 Uhr
 Tags: Auto, Autobahn, StauNach knapp 1 Jahr hat es mich heute richtig erwischt. Im feinsten Feierabend-Verkehr musste ich von einer angenehmen Reisegeschwindigkeit auf 0 km/h herunter bremsen.

Klar, hier mal 10 Minuten Stop & Go am Kamener Kreuz sind quasi Usus, auch hin und wieder mal ‘ne ½ Stunde vor/in der Baustelle bei Bönen – geschenkt. Meist bin ich noch glimpflich aus der Geschichte “Stau” heraus gekommen. Mit Glück, das ich direkt vor der Vollsperrung stand und somit quasi die Alternativ-Route auf’s Auge gedrückt bekam, oder eben, dass der Unfall, der den Stau provoziert hat, nur ein kleiner Blechschaden war.

Irgendwie hab ich’s heute am Spätnachmittag vor meiner Abfahrt verpasst mich kurz über die Verkehrslage zu informieren. Blöd gelaufen, denn als ich kurz vor der Anschlusstelle Dortmund-Landstrop mit Schwung auf der linken Spur Richtung Kamener Kreuz angerauscht kam, offenbarte sich schon das Grauen – dummerweise offenbarte sich keine Chance, sich noch irgendwie von ganz links nach ganz rechts zur Abfahrt zu mogeln. Keine 500 Meter hinter der Ausfahrt war dann Stillstand angesagt. Gut, das man ein iPhone hat ..

.. denn da erfährt man von einem Unfall zwischen der AS Kamen/Bergkamen und dem Kamener Kreuz – inklusive Vollsperrung der Richtungsfahrbahn ab Kamen/Bergkamen. Nun gut, klar das man dann erstmal steht. Während dessen kann man auch bei DerWesten den dazugehörigen Artikel lesen und sich irre drüber freuen, dass die Vollsperrung bis ca. 23 Uhr aufrecht gehalten wird.

Ich hatte heute eh nicht’s besonderes vor – außer ‘n bißchen lesen. Lesen konnte ich während der Rückfahrt immerhin schon genug. Denn für die schlappen 5km zwischen Lanstrop und Kamen brauchte ich heute lediglich 100 Minuten. Was dann auch der Grund dafür ist, dass ich mich überhaupt bemühe, diesen tollen Stau so ausgiebig zu erwähnen. Etwas mehr als 1 ½ Stunden schönste Freizeit auf der Autobahn verplempern … Moment, wer glaubt, das ich mich hier darüber beschweren möchte: Nee, nee .. immernoch um Welten besser als witterungsbedingte, streikbedingte, Personen-im-Gleis-bedingte, oberleitungsschädenbedingte oder was-auch-immer-bedingte Himmelfahrt-Kommandos mit der Bahn.

Gegen 19:35 Uhr war ich dann endlich auch an obiger AS Kamen/Bergkamen von der Blechlawine mehr oder minder erlöst. Immerhin kenn ich mich zwischen Dortmund und Hamm doch etwas besser aus, als 90% der Mitinsassen dieses tollen Staus – Schleichwege sei dank! Aber, Freunde der Sonne, mal ehrlich:
Die Blitzidee, den Standstreifen zu benutzen, wenn die Bahn eh von drei auf eine Spur verengt wird und das Reisverschlußverfahren in Deutschland sowieso nicht wirklich funktioniert ist einfach nur selten dämlich. Während ich schon auf der Landstraße in Richtung Bergkamen endlich davon rauschen konnte standen die Helden des Individualverkehrs immernoch auf dem Standstreifen und warteten sich ‘n Pinn in den Bauch.
Damit hab ich heute den unrühmlichen Rekord von 2 ½ Stunden für den Heimweg aufgestellt – und dabei auch noch schön den Verschleiß von Kupplung und Bremsen in die Höhe getrieben. Das alles, weil wieder einmal ein Berufs-Kraftfahrer im Feierabendverkehr gepennt hat und dabei sogar noch ein Menschenleben auf dem Gewissen hat.
SierraXTC am 11.04.11 um 08:43 Uhr
 Tags: Auto, VW kein Symbolbild
Laßt mich doch – es ist mein erstes Auto.
(..) Es würde fast schon an handwerkliche Höchstleistung grenzen, wenn ich dann auch die Nummernschild-Beleuchtung – ja, die einzige, die das Auto hat: hinten – reparieren kann. Soll angeblich auch nicht wirklich schwierig sein. (..)
Ja, auch das kann ich nur bestätigen, denn der Austausch der Kennzeichen-Beleuchtung war nun ebenfalls keine besondere Herausforderung:
Mit ‘nem Kreuzschlitz die beiden Schrauben lösen, etwas an dem dann gelösten Plastiksockel ruckeln und diesen aus der Kunstoffverkleidung ziehen. Die Soffitte 5W sitzen zwischen 2 kleinen Metallklemmen und können ganz einfach getauscht werden. Genauso wie beim Ausbau verfährt man nun beim Einbau nur eben in umgekehrter Reihenfolge.
Aufwand: ebenfalls keine 5 Minuten.
Als ich im vergangenen Herbst den Satz Winterreifen auf meine vorhandenen Stahlfelgen aufziehen lies, habe ich direkt die Gummis für den Sommer entsorgen lassen. Also musste diesen Frühjahr ein neuer Satz Sommer-Pneus her. Hier und da etwas geschaut, aber ich hatte von Beginn an eigentlich den A.T.U. Online-Shop im Auge. Ganz ehrlich, original VW-Kompletträder kamen für mich rein preislich nicht in den Sinn. So sehr ich auch auf VW steh, aber preislich fällt man beim Zubehör öfter mal hinten rüber.

Nachdem ich mich Ende letzten Monats endlich für ein Komplettrad entschieden hatte – was durchaus doch länger gedauert hat, als eigentlich erhofft – ging die Bestellung raus. Die Gründe, warum allein die Entscheidung so schwierig war: 15″ oder 16″? 195er oder 205er? Stahlfelge oder Alufelge? Fragen über Fragen.
Letztlich hab ich mich dann doch zum großen Wurf durchgerungen: 16″ Aluett Typ 13 7,0×16 ET 48 mit Continental Sport Contact 2 205/55 R 16 91W. Ich hoffe, es war die richtige Wahl. Der Satz Puschen wurde dann letzten Montag zur Maloche geliefert. Gut, in Kartons. Hatte ich jetzt nicht unbedingt in der Form erwartet. Aber: Der Satz passte inkl. Kartons in den Golf.
Am Wochenende hab ich dann noch ein bißchen Geld zum (nun wohl neuen) Händler meines Vertrauens getragen und mir den Satz montieren lassen. Ich hatte ja eigentlich auch im Auge, den Radwechsel selbst vorzunehmen, aber aus unerfindlichen Gründen hab ich dann doch darauf verzichtet.
Jedenfalls schaut mein Wagen mit der neuen Bereifung doch recht anschaulich aus, so jedenfalls mein Eindruck. Will ich mal hoffen, dass ich noch lange dran Freunde habe und der Winter dieses Jahr nicht wieder so früh kommt.
SierraXTC am 30.03.11 um 19:03 Uhr
 Tags: Auto, VW Symbolbild
Wenn gelbe Warnsymbole in den Armaturen aufleuchten ist zumindest irgendwas nicht ganz in Ordnung. Die erste freudige Erfahrung mit einem gelben Lämpchen hatte ich im November, was mich dazu brachte, mal mein Bordbuch zu Rate zu ziehen. Gebrauchsanweisungen lesen ist ja nun nicht so mein Ding. Immerhin brachte es Aufschluss: Die ominöse Anzeige deutete darauf hin, das irgendwo in der vorweihnachtlichen Festbeleuchtung meines Golfs eine Lampe defekt sei. Erschreckend schnell stellte ich fest: Tatsache, das Abblendlicht auf der Beifahrerseite tut nicht mehr ..
Da ich nunmal dazu tendiere generell mit Abblendlicht zu fahren – insbesondere im Herbst wenn es dunkel ist – war das etwas nervig. Weiterhin siegte meine Faulheit und ich hielt am nächsten Morgen eben bei ‘ner Werkstatt an, die damals genau auf’m Weg zur Arbeit lag. Ich halte knapp € 13,- für Material und Wechseln einer Funzel in ‘nem Auto noch für durchaus annehmbar. Blöderweise hat die nette Vertragswerkstatt nun dicht gemacht und ohne größere Umwege ist erstmal kein einigermaßen vertrauenswürdiger Schrauber auszumachen.
Wie immer, kaum ist die Werkstatt weg leuchtet das Läpchen wieder. Immerhin sind ja auch schon sechs Monate vergangen und: Überraschung! Das Abblendlicht auf der Fahrerseite hat diesmal den Geist aufgegeben. Also wieder ‘n bißchen rumgegooglet. Tendenziell ist der Tausch des Abblendlichts ja ‘ne Zeit lang nicht ohne gewesen, ehe irgendwer – war’s die EU(?) – angeordnet hat, das so etwas mit wenigen Handgriffen zu erledigen sein soll. Wenn man dem Internet glauben schenken darf, dann muss bei dem Golf IV von meinem Großvater die halbe Front zerlegt werden, damit dort ‘n Abblendlicht getauscht werden kann.
Das ist dann glücklicherweise bei meinem Fünfer dann doch nicht so aufwendig. Ich hatte einfach mal ‘n passendes Set H7-Scheinwerfer bei amazon geordert in der Hoffnung mit meinem dicht zwischen Genie und Wahnsinn wandelnden handwerklichen Geschick die Dinger auch einbauen zu können. Heute wurde geliefert und eigentlich wollte ich mich am Samstag in aller Ruhe dem Tausch widmen. Trotzdem wollte ich mal bei Tageslicht unter die Haube schauen, ob ich zumindest erkennen kann, wo ich da frickeln darf.
Es ist wirklich extrem simpel, so dass sogar ich nichts falsch machen konnte:
Da die Abblendlichter etwas in den Motorraum hinein ragen ist eine schwarze, kreisrunde Abdeckung von vielleicht 15cm Durchmesser in Höhe der Scheinwerfer nicht zu übersehen. Wer des Lesens mächtig ist, erfährt in welche Richtung er die Abdeckung zum Lösen drehen darf. Alle anderen probieren es einfach aus. Hinter der Blende verbirgt sich in einem Plastiksockel die Fassung der Scheinwerfer. Diese Sockel kann man mit einer etwa 45° Drehung ebenfalls lösen und dann langsam aus dem Schacht ziehen. Nun hat man besagte Fassung in der Hand aus der man die alte Lampe nur noch entfernen und die Neue einstecken braucht. Genauso wie beim Ausbau verfährt man nun beim Einbau nur eben in umgekehrter Reihenfolge.
Aufwand: Keine 5 Minuten pro Scheinwerfer.
Da es nunmal keine Original-VW Glühlampen waren hab ich direkt beide getauscht, mich nervts selber im Rückspiegel, wenn da Autos auf der Bahn an einen heran rauschen, die bspw. links blaues Pseudo-Xeon haben und rechts matt-gammelige Originalscheinwerfer. Sieht nicht nur scheiße aus, irritiert im ungünstigsten Fall auch.
Nun liegt netterweise noch ein weiteres Päckchen Lampen hier auf dem Schreibtisch. Da ich dafür aber ‘n Schraubendreher benötige muss das bis zum Wochenende liegen bleiben. Es würde fast schon an handwerkliche Höchstleistung grenzen, wenn ich dann auch die Nummernschild-Beleuchtung – ja, die einzige, die das Auto hat: hinten – reparieren kann. Soll angeblich auch nicht wirklich schwierig sein. Ich bin gespannt.
SierraXTC am 08.02.11 um 14:11 Uhr
 Tags: Auto, Autobahn
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Seit etwa 20.000km bewundere ich nun die Bauarbeiten auf der A2 – den Ausbau auf sechs Spuren auf knapp 9km zwischen der Anschlussstelle Hamm und dem Kamener Kreuz. Dabei fällt insbesondere ins Auge, das die Abgrenzung der einzelnen Richtungsfahrbahnen in der Mitte nicht mehr wie früher durch Leitplanken |
geschieht. Warum eigentlich? Denn anscheinend ist es nicht so einfach, so ‘n paar Betongleitwände sauber zu gießen. In kleineren, als auch größeren Teilen mussten nun schon mehrfach einzelne Elemente neu gegossen werden. Sehr schick war heute auch das in sich zusammengefallene Element in Höhe von Bönen, da darf man wohl auch nochmal ran.
Irgendwie erschließt sich mir nicht ganz der Vorteil. Die Fertigung scheint mir teuerer und aufwändiger als die Montage von Leitplanken zu sein. Ob ich einen Aufprall mit 100km/h auf eine dieser Betongleitwände einer flexiblen Leitplanke vorziehen sollte kann ich auch nicht wirklich sagen – zumal ich auch keinen Bedarf habe, es ausprobieren zu wollen. Und zu guter Letzt sind diese Beton-Elemente eben so dermaßen unflexibel, dass eine geänderte Verkehrsführung durch Baustellen nicht mehr “mal eben so” möglich ist.
Bei den meisten Betonschutzwandsystemen verschieben sich bei einem Fahrzeuganprall die Ortbetonwände oder Schutzwände aus Fertigteilen je nach Wirkungsbereich um einige, jedoch wesentliche, Zentimeter, sofern sie nicht hinterfüllt sind. (..) Der Durchbruch auf die Gegenfahrbahn wird damit verhindert. (..) Nach Unfällen lassen sich Betonschutzwand vergleichsweise schnell wieder ersetzen – die Betonkörper selbst sind Opfermaterial im Sinne einer Knautschzone, die die Aufprallenergie absorbiert, und werden nach einem Unfall routinemäßig entsorgt – und einrichten.
Gerade die Aussage “sofern sie nicht hinterfüllt sind” irritiert mich: Der mit Sand und Kiesel aufgefüllte Raum zwischen den beiden Betongleitwänden kann doch dann nicht mehr diese Verformung beim Aufprall bieten, oder? Gut, das mit dem Durchbruch auf die Gegenfahrbahn ist klar und sicherlich ein gewichtiger Aspekt, denn so manch ein 40-Tonner hat auf der Gegenfahrbahn wohl schon für unliebsame Begegnungen gesorgt. Wobei wiederum das “vergleichsweise schnelle Ersetzen” von mir angezweifelt wird, so wie die Arbeiter auf der A2 mit den Elementen rumhampeln.
Nun ja, ich hoffe, das ich den grauen Kästen nie näher als 50cm komme, von daher sollte es mir eigentlich egal sein – aber man hat halt nun reichlich Zeit während man durch die Baustelle schleicht, um sich über das, was dort auf der A2 fabriziert wird, Gedanken zu machen. Wenn man mal etwas googlt, dann zeigt sich auch keine wirklich eindeutige Meinung, welches System vorteilhafter ist.
TAZ-Artikel von 2008
Wikipedia – Betonschutzwand
Wikipedia – Schutzplanke
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