SierraXTC am 07.02.12 um 21:19 Uhr

Senk ju vor träwelling (XXXVIII)

Geschwafel

Taglogo Tags: , ,

Aus mir bisweilen noch unerklärlichen Gründen steht mir mein Auto im Moment nicht zur Verfügung. Dies soll hier aber ausnahmsweise nicht das Thema sein – dazu vielleicht (oder eher: ganz sicher) später einmal mehr. So blieb mir nichts anderes übrig, als auf die Dienste meines so hoch verehrten ÖPNV zurück zu greifen. Aus diesen leidgeprüften Erfahrungen habe ich mich seinerzeit bekanntlich auch für das Luxusgut Individualverkehr entschieden. Mir schwante daher bereits gestern Abend schon Böses – immerhin ist Winter, ist ja bekanntlich nicht so das Ding von der Bahn.

Um einigermaßen zeitig auf der Maloche zu sein hieß es daher: Der frühe Vogel friert sich den Arsch ab. Halb sechs – früher an der Tagesordnung, heute gefühlt mitten in der Nacht – ging’s raus, nur um sich dann ab kurz nach sechs bei -14°C an der Bushaltestelle mit Cooper, Julia und Dieter anzufreunden. Ich musste feststellen: Sind wohl nicht so nette Zeitgenossen.

Als Pendler im Nahverkehr verfällt man öfter in höchst unsinnige Verhaltensmuster – zum Beispiel die regelmäßige Abfrage der Bahn App. Das Ergebnis ist immer das Gleiche: Gesichtspalmierung.

Obligatorische Verspätung im ÖPNV in NRW

Gut – man muss es DB Regio zu Gute halten: Es waren letztendlich nur 7 Minuten Verspätung. Was das bei einem Zeitfenster von 8 Minuten für Auswirkungen hat braucht man wohl nicht näher erläutern. Aber auch hier: Kein Thema!

Statt die Rückleuchten einer vor meiner Nase abfahrenden S1 zu sehen hörte ich die geradezu erleichternde Durchsage, dass die S1 ohne Halt bis Bochum Hbf. fährt. Naja, irgendwo zwischen Dortmund Hbf. und Bochum Hbf. wär ich indes schon gerne ausgestiegen. Immerhin wollt ich keinen Stadtbummel machen sondern zur Arbeit.

Freude über frühmorgendliche Ansagen in Bahnhöfen

Soll ich erwähnen, dass die Idee, statt dessen die nächste S2 nehmen zu wollen eine Schnappsidee war? Ach ja, Gründe? Gründe dafür, dass sowohl die S1 ohne Halt durch Dortmund rauscht und die S2 erst in Mengede einen Stopp einlegt? Naja, bastelt Euch aus “Winter“, “Frost” und “Weiche” selbst was Schlaues.

So kann ich geradezu euphorisch verkünden, dass das urbane Leben ja echt phantastisch ist: Es gibt durchaus genug Alternativen zum Schienenverkehr der Bahn. Und im Gegensatz zur Bahn klappt bei der DSW21 auch vieles besser. Zum Beispiel: Winter! Nur, dass es eben etwas länger dauert, wenn man sich im Berufsverkehr durch den Dortmunder Untergrund bis in die Außenbezirke schlagen muss. Statt ‘ner guten Viertelstunde dauerts dann halt mal 40 Minuten bei zweimaligem Umsteigen – Dortmund ist halt metropolesk.

Aber was beschwer ich mich? Ich bin für den Schnapp von €8,50 – so günstig ist die verbundübergreifende Verbindung mittlerweile für eine Fahrt – innerhalb von 105 Minuten von A nach B gekommen. Dabei konnte ich zweimal Bus fahren, zweimal U-Bahn fahren und einmal mit einem tollen, doppelstöckigen Zug mitfahren. Ist doch Service!

Verkehrsverbünde - die Endgegner im ÖPNV

Das es auch anders geht zeigte die Rückfahrt: Perfekte Anbindung – in geradezu rekordverdächtigen 65 Minuten war ich zu Hause. Mal von der Schulklasse im RE6 abgesehn war das im weitesten Sinne entspannend. Im sehr weit gefassten Sinne. Trotzdem versteh ich nicht wirklich, warum es im VRR nicht möglich ist, über den eigenen Verkehrsverbund hinaus gültige Fahrkarten zu erstehen. Unterschwellig ruft ein kleines Männchen in meinem Kopf unentweg ein böses Wort.

Aber unterm Strich bleiben eben die negativen Erfahrungen nachhaltig hängen: Eine Werbung, sein Auto in der Ecke stehen zu lassen und auf den Nahverkehr umzuschwenken war das wieder einmal nicht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach unterirdisch. Man kann ja mal auf Bus & Bahn zurück greifen, aber die Knalltüten, die im feinsten Werbejargon von “entspanntem Reisen” quatschen, die sind vermutlich selbst noch nie mitgefahren. Ich freu mich jedenfalls darauf, wenn wieder mein Auto vor der Tür steht. In diesem Sinne hab ich mir auch eine erneute Tortour mit den Öffentlichen für morgen geschenkt – ich muss mich noch von heute erholen.

SierraXTC am 13.07.11 um 18:48 Uhr

Ein Tag in Essen

Geschwafel

Taglogo Tags: ,

Es ist ja nicht so, dass ich in meinem Job keine Abwechslung hätte: Nach 1 ½ Tagen Herdecke und mal ‘nem Abstimmungsgespräch um’me Ecke direkt im Technologiepark, geschehen noch Zeiten und Wunder und man läßt mich mal wieder auf die Kunden los.

Morgen darf ich einen Tag im … schönen Essen … (?) verbringen. Da werden quasi Erinnerungen wach – hach. Ich bin vor allem auf die Hin- und Rückreise gespannt. ICE .. tolle Sache – aber nun ja, mein Auto wollt ich eben nicht nehmen. ;)

Diese Methode mit ‘ner Auftragsnummer die Fahrkarten am Automaten zu ziehen ist ja fast bequem – wenn man nicht davon ausgehen kann, dass mindestens ein Automat pro Bahnhof kaputt ist und sich vor den anderen meterlange Schlangen bilden. So hab ich dann auch heute nach der Arbeit mir dieses Ticket gezogen, kennt man ja: Ist man selber vielleicht etwas spät dran und gerät in solche Schlangen vor den Automaten hat der Zug mal grade keine Verspätung. Da ich die Karte nun aber habe geh ich davon aus, dass ich gemäß Murphy morgen also verspätet beim Kunden ankomme. :D

Übrigens: 40 Schleifen für 80 Minuten Rumpelbahn zweiter Klasse ohne Sitzplatzreservierung ist auch ein reiner Kampfpreis der Bahn, oder?

SierraXTC am 10.03.11 um 16:16 Uhr

Senk ju vor träwelling (XXXVII)

Geschwafel

Taglogo Tags:

Ich weiß nicht, wie der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer so drauf ist, aber seine Aussagen stehen in gewissem Widerspruch zu den Taten der GDL. Schon beim ersten Warnstreik, der meiner Erinnerung nach von morgens halb sieben bis halb neun ging, traf es vornehmlich die Pendler, die den Nahverkehr nutzen. Vor ein paar Tagen las ich in einem SpOn-Interview von Weselsky:

Weselsky: Uns ist klar, dass wir Reisende beeinträchtigen. Wir haben aber bei den Warnstreiks schon versucht, die Pendler außen vor zu lassen. (..)

Vielleicht hat Herr Weselsky andere Informationen, wann Pendler generell die Bahn für die An- und Abreise zur Arbeitsstelle nutzen, ich hatte immer vermutet, dass dies in den Morgenstunden und am späten Nachmittag erfolgt. Von daher ist Herr Weselksky vermutlich auch nicht der Annahme, die Pendler mit dem heutigen Streik von vier Uhr morgens bis zehn Uhr getroffen zu haben – oder wie?

Arbeitskampf, Tarifrecht, Gewerkschaften – gut und schön, und auch wichtiger denn je in der aktuellen Gesellschaft. Die GDL könnte sicherlich auch deutlich lockerer Rückendeckung von den Pendler erwarten, wenn man den Arbeitskampf dort führt, wo er auch das zu bestreikende Unternehmen trifft.

Andere Gewerkschaften, allen voran ver.di, welche den öffentlichen Sektor bestreiken, gehen mit dem Streikrecht gefühltermaßen irgendwie anders um und legen trotz ÖPNV und Müllabfuhr nicht die Republik lahm.

SierraXTC am 25.02.11 um 18:57 Uhr

Ausstieg in Fahrtrichtung Links (XX)

Geschwafel, Multi-/Media

Taglogo Tags: , ,

25. Februar 2011:

  • GDL, oder ein Land in Geiselhaft
    Wie ich persönlich finde sehr treffend beschrieben – auch wenn es mich nur noch geringfügig direkt betrifft, so hab ich die Situation noch direkt vor Augen. Und exakt die Verhältnismäßigkeit geht bei dieser Form der Arbeitsniederlegung flöten.
  • Bildblog – Wir sind Helden wollen nicht für BILD werben
    Die WSH-Server sind down, so einen reißenden Absatz hat Judiths Brief gefunden. Eine passende Antwort mit gelungener Wortwahl. “Ich glaub es hackt!
SierraXTC am 01.12.10 um 08:57 Uhr

Ausstieg in Fahrtrichtung Links (XIX)

Geschwafel

Taglogo Tags: ,

01. Dezember 2010:
Wie unterschiedlich der gestrige Schlichterspruch aufgenommen werden kann:

Kategorien
STATISTIK
  • Insgesamt 1289 Beiträge
  • mit 305,141 Wörtern
Mai 2012
M D M D F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
SUCHE

Monatsarchiv
KOMMENTARE Commets RSS 2.0 Feed
  • Top Kommentatoren
  • commanderx (112)
  • Manuel (69)
  • Yank (59)
  • Marc (53)
  • Noodles (41)
  • Links
    META
    SYNDICATION