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ZeltenLangsam muß auch mal der Zeitpunkt kommen, an dem ich mich hier im Blog offiziell zurück melde. Das vergangene Pfingstwochenende war schön, aber auch ein wenig anstrengend. Normalerweise fährt man ja in einen Urlaub um sich zu entspannen und Kraft zu tanken, aber nach knapp vier Tagen in denen meine Bereitschaft für Aktivität mich selbst schon erschreckt hat ist der Akku eher leer als voll
Los ging’s am Freitag gegen viertel nach zehn. Das durchwachsene Wetter war für den größten Teil der Hinfahrt ganz angenehm, so fühlte man sich nicht wie in einem Backofen gefangen. Während der ersten – und einzigen – kurzen “Frühstücks”-Pause über die etwas mehr als 300km mußte dann aber auch schon die Sonnebrille aus der Reisetasche gepackt werden. Die Hinfahrt verlief glücklicherweise ohne Probleme und ohne größere Staus, auch wenn in den Niederlanden trotz (oder gerade wegen) der Höchstgeschwindigkeit von 120km/h die Verkehrsdichte auf den Autobahnen zunahm. Eine nette kleine Überraschung gab’s dennoch: In den Niederlanden bremst man lieber ganze Autobahnen aus, statt entsprechend hohe Brücken zu bauen. Mit etwas Sorge und Mißtrauen betrachteten wir auf dem Hinweg noch den Vorgang, den Verkehrsfluß herunter zu bremsen und vor roten Ampeln zu stellen – damit einfach nur ein paar Bötchen weiter schippern können
Ich hoffe bisher ist kein deutscher Architekt auf so schlaue Ideen gekommen.

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Wie schon mal verlinkt ging’s zum Campingplatz Callasande, der aber entgegen der vermuteten Namensähnlichkeit zum Feriendorf Callantsoog gar nicht bei diesem liegt, sondern in Groote Keeten. Groote Keeten wiederum liegt rund 5km nördlich von Callantsoog – mitten in der Pampa. Im Vergleich zu den Ferienhochburgen Callantsoog oder Julianadorp war Groote Keeten ein eher beschauliches Kaff wo zwischen Ortsein- und Ortsausfahrt mit ‘nem Auto nur wenige Sekunden lagen.
Der Campingplatz an sich wird wohl – und das nicht nur um Pfingsten rum – vornehmlich von Familien, respektive holländischen Dauercampern gebucht. Jedenfalls hatte es ganz den Anschein, als ob wir in unserer Altersklasse nahezu allein auf dem Platz waren. Zugewiesen (oder auch online gebucht – however) bekamen wir den Platz “250“. Vier einzelne Stellplätze sind durch Büsche und Hecken zu einer großen, geschützten Parzelle zusammen gelegt. Dem Lärmschutz vor uns unseren Nachbarn wären sogar komplett einzeln abgetrennte Stellplätze vielleicht gut gewesen
Rund 80qm sollten die Stellplätze groß sein und die Fläche wurde von uns bis auf die letzten Quadratzentimeter auch ausgenutzt. Gebucht für sechs Personen, drei Zelten und ein Auto belegten wir von Sonntag auf Montag mit elf Leutchen, fünf Zelten und einem Wohnmobil den Stellplatz.

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Im Vergleich zu Rømø 2004, wo man nicht nur im Meer davon schwimmen konnte hatten wir dieses Jahr eigentlich schon absolutes Traumwetter. Tagsüber waren es sicherlich stellenweise über 20°C bei meist wolkenlosem Himmel. Wenn der Wind fehlte, dann merkte man richtig, wie die Sonne ballerte. Durch den Wind am Strand war es dann teilweise aber schon wieder etwas frisch. Obwohl literweise Sunblocker, Sonnencreme und Sonnenöl geflossen sind hatte nach dem ersten Tag am Strand (Anm.: das war erst Samstag) so ziemlich jeder irgendwo ‘nen Sonnebrand. Mich hatte es nett im Gesicht erwischt. Nachts wurde es dafür umso kälter. Um zu später Stunde überhaupt draußen sitzen zu können mußte man sich schon in lange Hose, mehrere Lagen T-Shirts, Sweat-Shirts und/oder Jacken packen.
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Nachdem wir ja schon verhältnismäßig früh los gekommen sind am Freitag Vormittag waren wir auch gegen halb drei die ersten, die von uns den Platz erreichten und einchecken konnten. Da diese kleinen Igluzelte im Nu aufgebaut sind und so der Kofferraum schnell geleert war ging’s direkt im Anschluß nach Schagen um dort in einem Supermarkt notwendige Lebensmittel für’s Wochenende einkaufen zu können. Diesmal schleppten wir – abgesehn von mehreren Tonnen Grillfleisch – kaum Nahrungsmittel mit nach Holland. Bei Albert Heijn wurden wir dann auch fündig. Da wir vermeindlich hinreichend Grillmaterial hatten beschränkte sich der Einkauf auf den Getränke-Vorrat für Freitag und Frühstück-Utensilien für Samstag.
Zurück am Platz trudelten die Nächsten ein, die auch den Grill und das Grillfleisch mitbrachten. Mit dem ersten Bierchen, aus den zwei Kisten |
Amstel, konnte in Ruhe der Grill angefeuert werden. So wartete man noch auf die Letzten, die Freitag Abend noch ankommen sollten, bei kühlem Bier und Grillen. Da aber die erfrischenden Temperaturen des Nachts noch etwas befremdlich erschienen hielten wir’s am ersten Abend auch nicht allzu lange aus. Immerhin blieb noch ‘ne halbe Palette “Bier” – ja, so hieß das gute und vor allem billige Dosenbier – über.
Nach einer seeligen Nachtruhe ging’s Samstag Vormittag schon gegen halb zehn aus den Federn. Aber eine erquickende Dusche und ein ausgewogenes Frühstück – keine falschen Gedanken, so richtig mit Brötchen und so – machen einen ja direkt fit für den Tag. Damit auch für den Rest des Wochenendes für Getränke gesorgt war mußten einige nochmal zum guten “Albert” fahren und die Rationen für die verbleibenden zwei Tage und Abende kaufen. Nachdem man gegen Nachmittag wieder vollzählig war ging’s zum ersten mal zum Strand. Der Fußweg wurde vom Platz mit rund 900m angegeben. Gefühlt waren es aber eher einige Kilometer bis man endlich das Wasser erreicht hatte.

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Wie man sieht waren alleine die Dünen, die es zu überqueren galt, schon recht weitläufig. Am Strand wurde noch ein wenig gekickt bevor einige – darunter auch ich – auf die Idee kamen die etwa vier Kilometer Fußweg nach Callantsoog am Strand zu gehen. Das “kleine” Stückchen war schon ein bißchen anstrengend, aber in Callantsoog gab’s ‘ne nette Frittenschmiede die ganz leckere holländische Frites zubereitet hat. Nach der kurzen Erholung ging’s an den Dünen zurück zum Campingplatz. So im gesamten dürfte das auch wieder ein knapp 10km langer Spaziergang gewesen sein. Aber an Aktivität für den Tag war das noch lange nicht alles
Abends wollten wir noch ein wenig hinter dem Ball hertreten, da u.a. ich aber dieses eingezäunte Mini-Feld mit Mini-Toren auf Asphalt nicht ganz einladend empfand wechselten wir später zum “Affenkäfig“, wo dann zwei junge Holländer mitkicken wollten. Soweit war das ja alles noch OK, die “Kurzen” (dürften etwa irgendwo im Teenager-Alter gewesen sein) konnten ja nett dribbeln, aber das Fußball ‘n Mannschaftssport war ist denen wohl etwas entgangen. Der Truppe um die zwei noch recht angenehmen Holländer schloß sich später ein Witzbold an. Mit seinen dummen Kommentaren wurde er geradezu sympathisch von uns aufgenommen
Naja, was soll man sagen, wir haben gewonnen. Wie hoch? Irrelevant. Wenn’s auch eher rustikal und nach Stolperfußball bei uns aussah können wir uns nun “rühmen” paar Kaasköppe holländische Teenies besiegt zu haben
Dann war aber auch mal gut an Leibesertüchtigungen für den Tag. Wie soll’s anders sein, endlich gab’s mal wieder Grillfleisch, lecker gekühltes Dosenbier und Küstennebel. Zumindest tat man sein Bestes um von Innen sich kälteresistent zu machen.
Ein “Urlaub” für Langschläfer war dies jedenfalls nicht. Um neun Uhr rum krochen die ersten – zu denen diesmal auch ich zählte – schon wieder aus ihren Zelten. Zum Frühstück wurden wir dann von den letzten zwei Nachzüglern überrascht, die sogleich mal für weitere Getränke gesorgt hatten. Bis man sich aber so gesammelt hat, alle Leutchen fit genug waren, gefrühstückt hatten, das nächste Zelt stand usw usf dauerte es ein wenig, aber dann ging’s wieder den kurzen Weg an den Strand.

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In der fein knallenden Sonne wurde auch wieder etwas gekickt – einen trieb es gar ins Wasser. Ehrlich gesagt, ich würde das Meer jetzt nicht als wirklich “wohltemperiert” bezeichnen. Diesmal ging’s am späten Nachmittag auf direktem Weg zurück zum Zeltplatz um dann auch endlich mal Grillen zu können. Wurd ja auch mal langsam Zeit. Ich befürchte das trotzdem wohl noch immernoch einiges an Fleisch, Würstchen und anderem Grillgut (Putenspieße, Holzfällersteaks, etc pp) übrig geblieben sein müßte. Nach dem Motto, daß es sich mit vollem Bauch besonders gut spielen läßt ging’s nochmal zum sehr “körperbetonten” Fußball-Spiel gegeneinander.
- Deutschland – Deutschland
In dem oben schon beschriebenen Mini-Feld ging’s bei drei gegen drei ganz schön zur Sache. Eigentlich sind solche Plätze ja eher was für die technisch beschlagenen Spieler, wir spielten aber irgendwie deutlich rustikaler. Nicht, daß man nicht nach den bisherigen Aktivitäten schon genug Muskelkater und blaue Flecke davon getragen hätte, das Spiel hatte eine solide Härte. Zweimal wurde bis zehn gespielt, zweimal durfte sich unser Team knapp geschlagen geben. Nun denn, wir haben ja immerhin nicht gegen Holländer verloren
Der Rest des Abends war ganz nett, mit elf Leuten um den Tisch zu sitzen war ganz witzig – nur etwas fraglich, ob unsere Nachbarn das auch so empfanden. Bis auf die Nacht von Samstag auf Sonntag gab’s aber keinen der sich über uns beschwert hat. Mittlerweile sollten wir ja auch so solide und ruhig geworden sein, daß es alles gesittet abläuft – wohlgemerkt, sollten
Der Heimweg wurde am Montag schon sehr früh angetreten. Um acht bin ich aus ‘m Schlafsack gefallen, direkt duschen gewesen und danach wurde sofort alles zusammen geräumt. Ohne Frühstück waren wir um viertel nach neun schon vom Platz. Auch auf der Rückfahrt hatten wir Glück, daß wir in keinen Stau kamen. Pünklich zur Kaffeezeit war ich dann auch wieder zu Hause. Ein bißchen kaputt war ich schon, so daß das Auspacken auf heute verschoben wurde. Abschließend war’s ein schönes Wochenende mit weniger Streß als ich eigentlich schon befürchtet hatte, “Schönwetterzelten” klappt ja meist auch ganz gut bei mir. Noch so’n netter Camping-Urlaub würde mir sicherlich auch gefallen, aber ich glaub mal nicht, daß es dazu dieses Jahr nochmal kommen wird. Scheinbar wurden die Überlegungen zum “Center Parc 2006” am Wochenende wieder konkretisiert. Mal schauen, was da noch auf mich zukommt