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Nein – ich kann den Hype um einen Simpsons-Film nicht verstehen. Wirklich nicht. Die Simpsons sind schon sehr lange nicht mehr das, was diese Zeichentrick-Serie mal ausgemacht hat. Mit Staffel 14 bin ich denn auch stehen geblieben, da ich mir den suspekten Slapstick-Humor nicht mehr antuen konnte. Jetzt läuft also eine dieser “supersized” Episoden noch auf der Kino-Leinwand. Entsprechend gering ist meine Erwartungshaltung auch. |
Am Wochenende habe ich mich aber – auf Grund der vielfach hohen Meinung zum Film – dazu hinreißen lassen, ihn zu schauen. An und für sich kann man nicht besonders enttäuscht werden, wenn man schon mit wenig Ansprüchen an die Sache heran geht. Aus der Sicht betrachtet stimmt das auch. Gemessen an meinen Erinnerungen an die letzten aktuelleren Episoden, die ich sehen konnte ist der Film zumindest eine solide Vorstellung.
Dennoch kann ich mich nicht der Meinung anschließen, daß dieser Film wieder mehr “back to the root” der Simpsons geht. Viel zu oft basierte der Humor des Films nur auf Homers Dummheit durch die er sich selber verletzt. Oft gesehn in den letzten Jahren und oft genug verteufelt. Schon zu Beginn die Szene auf dem Dach, wo Homer sich mit dem Hammer verletzt lies mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Ob nun Hornissennest, Jahrmarkt-Attraktion, Lawine und viele Szenen mehr, ich kann bei den Simpsons mit solchem Humor nicht viel Anfangen – das wäre z.B. eher was für South Park.
Und beim besten Willen – ich nehme Bart diese Hingabe für Weichei Flanders überhaupt nicht ab. Das ist doch sehr untypisch und ziemlich fehl am Platz. Auch frag ich mich, wo Barts “Ay caramba” hin ist .. “Jeronimo“? 
Mag sein, daß dies soweit nur Kleinigkeiten sind, aber Details, die eben Simpsons zu den Simpsons gemacht haben. Auch ansonsten war der Film eher durchwachsen. Die Story war eher mäßig und konnte auch nicht über die volle Spielzeit unterhalten. Vor allem das ominöse Erdloch war sehr unsinnig in Szene gesetzt. Und auch ansonsten fehlten einfach Momente, wo man beherzt hätte lachen können. Denn mehr als ein paar vereinzelte Schmunzler konnte mir der Film nicht wirklich entlocken.
Ja, schon: Arnie und Itchy als Parodien auf die US-Präsidenten war sehr nett, Green Day zu Beginn war auch recht amüsant. Auch der Alaska-Geschichte konnte ich noch die ein oder andere positive Seite abgewinnen. Dennoch war’s das dann aber auch an den Szenen, die mir noch in guter Erinnerung geblieben sind. Das ist für die Gesamtspielzeit irgendwie etwas wenig. Wenn man sich etwas mehr auf die Simpsons an sich besinnt hätte und nicht im gesamten Film nahezu alle Nebencharaktere hätte unterbringen müssen, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen – so man sich nicht auf den Aua-Ich-Hab-Mir-Wehgetan-Humor von Homer verlassen hätte
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Naja, dies war dann also der erste Streich – wenn man den Aussagen von Matt Groening glauben darf, so folgt der nächste Streich auf den Fuße. Immerhin denkt das Team wohl über einen weiteren Kino-Film nach. Ob und in wieweit ich das begrüßen kann weiß ich noch nicht. Luft nach oben wäre nach diesem Film noch genug, aber mittlerweile ist auch wieder etwas Platz nach unten, das könnte gefährlich werden. Wichtiger wäre zu Wissen, was eigentlich aus den besseren Simpsons wird: Auch wenn ich Futurama nicht unbedingt auf der Leinwand sehen möchte, so fänd ich es besser, wenn man in diese Serie wieder Leben einhauchen würde. Dort steckt noch genug Potential drin, welches bei den Simpsons nach rund 20 Jahren langsam ausgeht.