Elive Revolution rl2
Desktop, GNU/Linux, Technikecke
Tags: Debian, Enlightenment, LinuxDie meisten Probleme lösen sich eigentlich schon, wenn man offenen Auges über Distrowatch surft. Ich hatte von vornherein im Hinterkopf dem 400er einen Enlightenment-Desktop zu verpassen. Natürlich ist eine aktuelle Version von e17 noch nicht mal in Debian Unstable vertreten – e17 ist ja auch noch lange nicht mal Beta – weswegen man früher oder später eh auf Backports hätte ausweichen müssen. Netterweise gibt es ein Projekt, welches Debian “etch” mit e17 kombiniert und als Live-CD zur Verfügung stellt. Elive-CD kommt dazu mit einem Installer daher, der das System auch direkt auf die Platte schaufelt.
So ganz flink war dieser Vorgang bei dem 400er nun nicht, vor allem die Konfiguration nach dem ersten, erfolgreichen Bootvorgang von der Festplatte dauerte doch sehr lange. Am Ende begrüßte mich aber ein komplettes Debian Testing System mit dem e17-eigenen LogIn-Manager “Entrance“. Während der Installation erkannte das LiveCD sogar direkt die verbaute Cirrus Logic PCI-Soundkarte.
In jedem Fall erfreut mich das endgültige Ergebnis. Denn zu Beginn der ersten Versuche mit der elive-CD fror das System schon wieder ein. Bis ich denn auch endlich mal auf die Idee gekommen bin ACPI abzuschalten. Genau das scheint wohl die Ursache allen bisherigen Übels gewesen zu sein.
Nun werd ich mich in den kommenden Tagen ein wenig an der Konfiguration von e17 versuchen und das System mit der noch fehlenden – aber von mir dringend benötigten – Software ausstatten (ob amaroK wohl flüssig läuft?). Von der Performance her bin ich auch durchaus zufrieden. Viel von einem AMD K6-2 400MHz System mit gerade mal 256MB Arbeitsspeicher sollte man nicht erwarten, aber auch wenn die Anwendungen sich eine kurze Denkpause beim Starten gönnen, so läuft e17 doch mehr als passabel. Die Wechsel der virtuellen Arbeitsflächen gehen flüssig von statten und die Programme sind auch direkt da und werden nicht Pixel für Pixel aufgebaut.
Wer durch die paar Zeilen auf den Geschmack von Elive gekommen ist, findet sicher noch weitergehende Informationen in diesem ausführlichen Review. Für heute heißt es aber erst einmal
root@poochie # shutdown -hf now





