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Real LifeWer es sich nicht schon gedacht hat, der wird spätestens jetzt wissen, dass ich das vergangene Wochenende in Köln verbracht habe. Nun gut, nicht ausschließlich, da ich mich merkwürdigerweise auch in Schlebusch aufgehalten habe. Anlaß war das Wir sind Helden-Konzert am 31.10. im E-Werk. Doch darum soll’s an dieser Stelle erstmal gar nicht gehen.
Deutz
Jeder Westfale, der nach Köln anreist kommt unweigerlich durch Köln-Deutz. Dabei bleibt es meistens wohl auch beim “durch“, z.B. ist der einzige Ort, an dem ich mich länger als nötig in Deutz aufgehalten hatte bisher der U-Bahnhof “Bahnhof Deutz/LANXESS Arena“. Wobei ich ja noch nicht mal in den Genuß gekommen bin, die LANXESS Arena von innen zu sehen.
Ich hab noch nie ein dermaßen rappelvolles Bahnhofs-Lokal gesehn. Das im Deutzer-Bahnhof gelegene BahnHof muss anscheinend ein echt beliebtes Anlaufziel sein. Egal ob am Samstag Abend – um nur kurz ein paar Kölsch zu trinken – oder am Sonntag Abend, um dort vermeindlich was Essen zu können: Der Laden war brechend voll, es gab kaum freie Tische/bzw. keinen Tisch mehr.
| Das eigentliche Ziel am Samstag war das Mongo’s in Deutz am Fuße des KölnTriangle. Dort stellt man sich sein Futter an einer langen Auslage mit einer reichhaltigen Auswahl verschiedener Gemüsesorten, Gewürzen und Fleischsorten mit frei wählbarer Marinade zusammen. Das Ganze wird kurz angeschmort und dann zum Tisch serviert. Auf Grund |
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grenzenlosen Vertrauens in meine Begleitung war der Griff zum “Total Mongo’s” durchaus eine gute Wahl. Das ist quasi das All-You-Can-Eat-Angebot ab 18 Uhr zum – wahrlich nicht grade Schnäppchen – Preis von € 21,90. Jedenfalls haben wir uns dann vier mal an dem Foodmarket bedient – in Kombination mit verschiedenen Marinaden, Fleisch vom Krokodil, Känguruh oder Kudu und diversen Beilagen. Satt wird man dabei auf alle Fälle – und lecker war’s auch. Auch wenn ich nicht zur Experimentierfreude beim Essen neige, so waren die Kombinationen alle ausnahmslos lecker, wenngleich mich das Kängeruh-Fleisch zu der einen Marinade (“Flamed Tandoori“) nicht ganz umgehauen hat.
Das Mongo’s – ist ja ‘ne Kette – sollte man einfach mal antesten, ich denke, es ist durchaus ‘ne Empfehlung wert. Der Laden wird mich wohl auch grundsätzlich nicht das letzte Mal gesehn haben.
Deutzer Nachtleben
Naja, wenn man dann aus dem Monog’s endlich raus kommt ist sicherlich auch schon meist nach elf Uhr Abends. Um diese Uhrzeit ist dann in Deutz immernoch mehr los, als in manch einem verschlafenen, westfälischen Städtchen. Obwohl man sich auch nicht allzu viel Hoffnungen machen sollte. Zwischen eins und zwei werden auch in Deutz die Bürgersteige am Wochenende hochgeklappt. Dann wird’s dort nicht mehr so einfach, ‘ne Location zu finden.
Das Cafe Especial ist ein mexikanischer Pub, der auch mexikanisches Essen anbietet. Wer das mal ausprobiert, der möge sich bitte bei mir melden. Ansonsten eben recht typisch für das Thema in Inneneinrichtung und Getränkekarte. Man sollte sich durchaus damit abfinden, das auch gewisse Narkøtica eben jenes mexikanische Flair haben.
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Das Latino Cubana ist eine sehr verwinkelte Bar. So glaubt man auf den ersten Blick nicht, wie groß der Laden eigentlich ist. Anscheinend kann man auch dort wohl ganz gut essen – zumindest war am Sonntag Abend dort auch der Laden proppevoll. Bei unserem Besuch am Samstag war’s hingegen angenehm überschaubar. Netterweise ist das ein – wer hätte es bei dem Namen gedacht – Raucherclub. |
Blöderweise warf uns dort die Bedienung auf Grund der Uhrzeit (es war vielleicht grad mal halb zwei) freundlich aber bestimmt raus, dort wird wohl gegen zwei Uhr dicht gemacht, auch bei Zeitumstellung.
Zu guter Letzt hatten wir uns noch mehr oder minder ins HoteLux verlaufen. Ich denke – verlaufen – trifft es ganz gut. Das Ambiente irritierte uns doch sehr, grade nach den bisherigen Bars. Gut, man kann nicht sagen, dass es in irgendeiner Form schlecht war – es war eben nur puristischer. Übrigens auch ein Raucherclub, wovon es anscheinend in Deutz einige gibt. Vorteilhaft in jedem Fall, dass das HoteLux noch offen hatte.
Essen in Köln
.. wie vielleicht schon vermutet kann man das anscheinend recht gut. Blöderweise nur nicht ohne Reservierung an einem Sonntag Abend, wenn in der LANXESS Arena David Garret auftritt .. Der Versuch sich wieder in Deutz nieder zu lassen schlug gänzlich fehl – vom Vapiano über den BahnHof, Cafe Especial, Latino Cubana hin zur kleinsten Dönerschmiede war alles rappelvoll.
Also haben wir uns ins XII Apostel auf gut Glück getraut. Eigentlich war das Restaurant schon für Samstag geplant, da war aber schon online keine Reservierung möglich. Sonntag war dann etwas weniger los in der Altstadt, so das wir relativ zeitig noch einen Tisch bekommen haben. Und ich die sicherlich beste Pizza, die ich bisher gefuttert hab. Wirklich: Leckerer Boden, leckerer Belag, da paßte alles. Auch wenn das Preis/Leistung-Verhältnis OK ist, sollte man erst in Ruhe essen und nicht vorschnell den Blick auf die Preise in der Speisekarte werfen.
Stimmiges Ambiente, leckeres Essen, guter Wein – nur die Bedienung hätte an dem Abend etwas flotter sein können. Immerhin hatten wir es Druck. Als wir um 19 Uhr etwa am Tisch saßen, da öffneten sich grade die Türen zum WSH-Konzert in Mülheim. Dazu aber – wie erwähnt – ein anderes mal.
Friesenplatz
…denn nach dem E-Werk ging’s noch weiter zum Friesenplatz…
| Nach dem Konzert ging’s von Mülheim aus zurück nach Köln an den Ring. Das Päff ist ein sehr chilliger Club am Friesenplatz. Nette Sofas in den Ecke, auf denen man nur blöderweise eher selten ‘n Platz findet. Päffgen gehört zu den wenigen, von mir durchaus gerne getrunkenen Kölsch-Sorten und zu allem überfluß durfte man auch in dem Laden sich ‘n Glimmstengel anzünden. Die musikalische Untermaltung war hingegen doch etwas gewöhnungsbedürftig für meinen |
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Geschmack, insbesondere da sie doch recht laut war. Aber, es läßt sich dort sehr gut aushalten – ich bin mal gespannt, ob mir die Möglichkeit gegeben wird, mich da doch nochmal länger aufhalten zu können in näherer Zukunft.
.. und wenn ich nicht im Jameson Pub gewesen wäre, wär ich wohl nicht in Köln gewesen nehm ich an. Immer wieder angenehm in das urig-irische Ambiete des Irish Pub zu versinken. Ungünstigerweise gab es aber an dem Abend eine Karaoke-Aktion. Allseits sollte bekannt sein, das ich von sowas alles andere als ein Fan bin. Netterweise hat sich auch der Irish Pub den deutschen Gepflogenheiten angepaßt und auch dort kann man in Teilen der Rauchkultur frönen. Ziemlich viele Läden generell, die sich in Köln dazu hinreißen lassen. Jedenfalls kann man den Irish Pub grundsätzlich nur empfehlen: Immer gute Musik, reichhaltige Getränkeauswahl, auch über die irischen Spezialitäten hinaus.
Genug gesehn
.. dürfte ich damit für das vergangene Wochenende wohl haben. Das ist ja das nette an einer solchen Großstadt, es gibt genug Läden die man vorher noch nicht gesehn hat. Man bekommt immer wieder neue Locations gezeigt, die durchaus gerne auch irgendwann später nochmal aufsuchen würde, wenn man nicht bis dahin schon wieder was anderes gefunden hat.