SierraXTC am 25.10.07 um 20:43 Uhr

fbcondecor

GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke

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Ein System, welches stetig mit der aktuellen Entwicklung wächst und keine Release-Stände “einfriert” ändert sich entsprechend häufig. So ändern sich die Konfigurationen, Abhängigkeiten oder eben auch Startscripte. Diesmal betraf es bei einem meiner letzten Updates unter Gentoo die splashutils. Beim Booten bekam ich die Fehlermeldung:

rc: WARNING: /etc/init.d/splash missing; skipping ...

Hintergrund war, daß der Bootsplash, btw die Terminals tty2 bis tty6 nicht mehr mit dem Splash-Theme versehen wurden. Ist letztlich auch kein Wunder, wenn das nötige Script nicht ausgeführt wird.

Wenn man wenigstens etwas genauer die Meldungen am Ende eines Update-Vorgangs von portage lesen würde, dann wüßte man aber auch, daß das Init-Script nicht mehr splash heißt, sondern seit den splashutils-1.5.2.1 eben fbcondecor. :roll:

Also einfach die entsprechende Scripte mittels rc-update austauschen und sich freuen. :thumbsup:

SierraXTC am 19.10.07 um 06:06 Uhr

Sorgenkind

GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke

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Mein Fileserver scratchy ist und bleibt mein Sorgenkind: Das liegt zum einen an der sehr betagten Hardware und an der 24/7-Beanspruchung, wofür die verbauten Komponenten nie ausgelegt waren. So hat sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag das System aufgehangen. Die Debug-Meldung schien mir irgendwas von parport erzählen zu wollen. Jedenfalls fror das System ein und … ließ sich auch nicht mehr booten.

Nach “Verifying DMI Pool Data ...” wurde der Bootloader nicht aufgerufen. Abends konnte ich das System dann endlich zerlegen und die Hardware prüfen. Das Netzteil ist defekt und der CPU-Lüfter hatte sich mittlerweile auch fest gelaufen und wollte die CPU partout nicht mehr kühlen. Nach einiger Zeit des Testens bin ich zu dem unweigerlichen Entschluß gekommen: Machen wir mal ‘n Filesystem-Check und installieren grub neu.

Das war jedenfalls erfolgreich und scratchyschnurrt” wieder brav vor sich hin. Ich hoffe, endlich mal länger als 75 Tage am Stück. Der Umzug in die andere Ecke vom Keller scheint dem Rechner bisher noch nicht so recht bekommen zu sein. :cry:

SierraXTC am 29.09.07 um 21:53 Uhr

Schöne GTK-Anwendungen

Desktop, GNU/Linux, Technikecke

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Bekanntermaßen bin ich kein Freund von GTK-Anwendungen – nicht, weil sie schlecht wären. Nein, ich nutze ja aus Überzeugung Pidgin oder X-Chat, um nur zwei zu nennen. Auch kann ich gut mit XFce leben. Lediglich die Optik mißfällt mir.

Sehr sogar. Ebenso mißfällt mir, daß die Schriftarten von GTK-Anwendungen generell zu groß sind. Ob man nun einen WindowManager wie fluxbox oder ein DesktopEnvironment wie KDE nutzt. Dieser Zustand hält eigentlich seit Jahren schon an – erstaunlich, das ich mich kaum damit beschäftigt habe, wie man GTK-Anwendungen ansprechend darstellen kann.

Mir ist durchaus bekannt, das es einige Möglichkeiten geben soll um das Aussehen von GTK-Anwendungen zu konfigurieren – jedoch bin ich gerade wenn es um die Konfiguration von Schriftarten/-größen geht sehr schreibfaul: Da möchte ich klicken. Bei Kubuntu war/oder ist ein Tool in der unmöglichen Systemkonfiguration gewesen, womit man das Aussehen von GTK-Anwendungen verändern konnte. Unter Gentoo hatte ich nach solch einem Tool noch nie gesucht. rotwerd

Dabei wäre das alles ganz einfach gewesen: Ein kurzer Blick ins gentoo-wiki konnte mir weiterhelfen. Dort wird einfach beschrieben, wie man es schafft, daß GTK Anwendungen wie QT-Anwendungen aussehen. Ich habe mich für den Weg über die GTK-Qt-Engine entschieden. Mit Hilfe dieser Engine, die man per emerge x11-themes/gtk-engines-qt bekommt, wird für die Darstellung von GTK Programmen die QT-Engine genutzt. Dieses Theme kann man dann ganz komfortabel mit gtk-chtheme – einem Theme-Switcher für GTK-Themes – aktivieren. Der Theme-Switcher hilft auch, die überdimensionierten GTK-Fonts auf ein “Normalmaß” anzupassen.

Um es nur mal zu erwähnen: Die Sans-Schrift in GTK-Anwendung mit einer Schriftgröße von 9 (was eigentlich? Pixel?) entspricht in QT-Anwendungen einer Sans-Schriftgröße von 10. 8-O

GTK look as QT
click thumbnail to enlarge

Somit hab ich nun auch mehr Übersicht in den Verzeichnis-Bäumen, wie z.B. der Projekt-Übersicht in eclipse. Auch wenn ich jetzt schon wieder das Gestöhne der GTK-Liebhaber höre. ;)

Das ist aber nun wirklich eine reine Geschmacks-Frage* :P

* abgsehn davon, daß KDE sowieso besser ist :lol:

Und ja(!) das Projekt heißt wirklich “MyFirstJavaApp rotwerd

SierraXTC am 26.09.07 um 05:57 Uhr

Features am laufenden Band

GNU/Linux, Technikecke, Wordpress

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Bestehende Systeme durch Update-Vorgänge zu aktualisieren ist bisweilen ein schwieriges Unterfangen. Manche Systeme bringen von Hause aus Scripte mit, welche sich zum Ziel setzen, ein Update komfortabel einzuspielen. So der Paketmanager von Gentoo. Gerade Portage ist dafür ausgelegt ein System einmal zu installieren und kontinuierlich aktuell zu halten. Dennoch gibt es immer wieder Bugs Features, welche ein simples world update zu einem Höllenritt werden lassen.

  • Gentoo

Seit einiger Zeit fehlt nach – oder schon während – einem emerge -uv world ein symbolischer Link auf die Library libexpat.so mit der Bezeichnung libexpat.so.0. Der Paketmanager Portage empfiehlt ein sogenanntes revdep-rebuild um das System anzupassen. Bei diesem rebuild müssen scheinbar rund 1/3 aller installierten Programme neu gebaut werden. Das wäre alles nicht besonders erwähnenswert, wenn configure-Routinen explizit nach libexpat.so.0 suchen würden, die – bekanntlich – nicht mehr vorhanden ist.

Den revdep-rebuild-Prozess teste ich gerade auf meinem P3 800. Dabei brechen diverse Kompilier-Vorgänge ab und Portage wirft mit zumindest massig aussagekräftigen Fehlermeldungen um sich. Von Fehlern, die besagte Library suchen bis hin zu falsch gesetzten USE-Flags ist zur Zeit alles dabei. Dabei ist auf dem P3 gerade mal ein minimales Gentoo installiert. 8-O

  • Linux Kernel

Andere Freude bereiten mir die gepatchten Gentoo-Kernel-Sourcen für Laptops. Ich erwarte völlig naiv, daß eine bestehende Konfiguration ohne größere Probleme in eine neue Kernel-Version mit übernommen werden kann. Mit dem aktuellen Kernel werden die Partitionen der SATA-Festplatte mit /dev/sdaX angesprochen. Entsprechend sind grub und /etc/fstab konfiguriert. Mit gleicher Konfiguration und einem 2.6.22er-suspend-Kernel wollen die Partitionen wieder per /dev/hdaX angesprochen werden. Der Zusammenhang verschließt sich mir zur Zeit. :shrug:

  • WordPress

Wie bereits beschrieben ist ein WordPress-PlugIn zum aktuellen Release inkompatibel. Scheinbar halten sich die Inkompatibilitäten noch in Grenzen: Lediglich das URL-Rewrite funktioniert nicht richtig. Versucht man über die TagCloud getaggte Artikel aufzurufen erhält man eine 404-Seite. So etwas finde ich relativ schade, da bisher ein einfaches Update der Rewrite-Rules aus WordPress heraus das Problem behoben hat. Ansonsten kann man zumindest auf bestehende Tags zurück greifen und das PlugIn in seiner wesentlichen Funktionalität weiter benutzen.

Nun mal abgesehn von dem fehlenden Symlink zur libexpat.so, welcher als Workaround auch noch sehr simpel von Hand zu setzen ist, sind das keine besonders gravierenden Probleme. Aber es sind störende Kleinigkeiten, die einen z.T. einige, unnötige Stunden vor dem Rechner fesseln können um die Ursache zu beheben. Ich finde, daß nicht nur im ClosedSource-Bereich, sondern auch bei OpenSource-Entwicklern sich viele Mängel einschleichen, scheinbar je komplexer die entwickelte Software wird.

Etwas weniger bleeding edge und Beta würden so manch einem Nutzer das ein oder andere graue Haar ersparen. Akut zu Handeln, wenn Sicherheits-Lecks ausgenutzt werden können ist richtig, aber bei der Freigabe neuer Funktionalitäten oder Änderungen an grundlegenden Strukturen könnte so manch ein Entwickler – vor allem, wenn er IMHO die Zeit haben müßte – etwas mehr Engagement ins Qualitätsmanagement setzen.

So scheint sich aber im Software-Bereich die Entwicklung hin zum End-Anwender als Beta-Tester für finale releases abzuzeichnen. Da steht ein besagtes Software-Haus aus Redmond mittlerweile nicht mehr alleine da. :shrug:

SierraXTC am 23.09.07 um 15:22 Uhr

New Milestone (VIII)

GNU/Linux, Linux allgemein, Technikecke

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Eigentlich hätte ich schon letzte Woche einen neuen Meilenstein auf dem Weg zu einem Uptime-Rekord mitteilen sollen – wenn da nicht sieben Tage nach dem letzten Milestone mir die Technik einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Diesmal war es keine defekte Hardware, die zu einem Reboot zwang, diesmal war’s eine Sicherung, die den Stromkreislauf lahm legt. So darf ich heute nun freudig mitteilen, daß die ersten 50 Tage wieder um sind:

Milestone September 2007

Hoffen wir mal, daß die Freude am 24/7-laufenden Fileserver länger Vorhält als weitere sieben Tage ;)

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