SierraXTC am 06.06.06 um 18:27 Uhr

Callasande 2006

Geschwafel

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Langsam muß auch mal der Zeitpunkt kommen, an dem ich mich hier im Blog offiziell zurück melde. Das vergangene Pfingstwochenende war schön, aber auch ein wenig anstrengend. Normalerweise fährt man ja in einen Urlaub um sich zu entspannen und Kraft zu tanken, aber nach knapp vier Tagen in denen meine Bereitschaft für Aktivität mich selbst schon erschreckt hat ist der Akku eher leer als voll :D

  • Die Anreise

Los ging’s am Freitag gegen viertel nach zehn. Das durchwachsene Wetter war für den größten Teil der Hinfahrt ganz angenehm, so fühlte man sich nicht wie in einem Backofen gefangen. Während der ersten – und einzigen – kurzen “Frühstücks”-Pause über die etwas mehr als 300km mußte dann aber auch schon die Sonnebrille aus der Reisetasche gepackt werden. Die Hinfahrt verlief glücklicherweise ohne Probleme und ohne größere Staus, auch wenn in den Niederlanden trotz (oder gerade wegen) der Höchstgeschwindigkeit von 120km/h die Verkehrsdichte auf den Autobahnen zunahm. Eine nette kleine Überraschung gab’s dennoch: In den Niederlanden bremst man lieber ganze Autobahnen aus, statt entsprechend hohe Brücken zu bauen. Mit etwas Sorge und Mißtrauen betrachteten wir auf dem Hinweg noch den Vorgang, den Verkehrsfluß herunter zu bremsen und vor roten Ampeln zu stellen – damit einfach nur ein paar Bötchen weiter schippern können :roll: Ich hoffe bisher ist kein deutscher Architekt auf so schlaue Ideen gekommen.

Hollands Highways
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  • Die Location

Wie schon mal verlinkt ging’s zum Campingplatz Callasande, der aber entgegen der vermuteten Namensähnlichkeit zum Feriendorf Callantsoog gar nicht bei diesem liegt, sondern in Groote Keeten. Groote Keeten wiederum liegt rund 5km nördlich von Callantsoog – mitten in der Pampa. Im Vergleich zu den Ferienhochburgen Callantsoog oder Julianadorp war Groote Keeten ein eher beschauliches Kaff wo zwischen Ortsein- und Ortsausfahrt mit ‘nem Auto nur wenige Sekunden lagen.
Der Campingplatz an sich wird wohl – und das nicht nur um Pfingsten rum – vornehmlich von Familien, respektive holländischen Dauercampern gebucht. Jedenfalls hatte es ganz den Anschein, als ob wir in unserer Altersklasse nahezu allein auf dem Platz waren. Zugewiesen (oder auch online gebucht – however) bekamen wir den Platz “250. Vier einzelne Stellplätze sind durch Büsche und Hecken zu einer großen, geschützten Parzelle zusammen gelegt. Dem Lärmschutz vor uns unseren Nachbarn wären sogar komplett einzeln abgetrennte Stellplätze vielleicht gut gewesen :D Rund 80qm sollten die Stellplätze groß sein und die Fläche wurde von uns bis auf die letzten Quadratzentimeter auch ausgenutzt. Gebucht für sechs Personen, drei Zelten und ein Auto belegten wir von Sonntag auf Montag mit elf Leutchen, fünf Zelten und einem Wohnmobil den Stellplatz.

Zeltburg Callasande
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  • Das Wetter

Im Vergleich zu Rømø 2004, wo man nicht nur im Meer davon schwimmen konnte hatten wir dieses Jahr eigentlich schon absolutes Traumwetter. Tagsüber waren es sicherlich stellenweise über 20°C bei meist wolkenlosem Himmel. Wenn der Wind fehlte, dann merkte man richtig, wie die Sonne ballerte. Durch den Wind am Strand war es dann teilweise aber schon wieder etwas frisch. Obwohl literweise Sunblocker, Sonnencreme und Sonnenöl geflossen sind hatte nach dem ersten Tag am Strand (Anm.: das war erst Samstag) so ziemlich jeder irgendwo ‘nen Sonnebrand. Mich hatte es nett im Gesicht erwischt. Nachts wurde es dafür umso kälter. Um zu später Stunde überhaupt draußen sitzen zu können mußte man sich schon in lange Hose, mehrere Lagen T-Shirts, Sweat-Shirts und/oder Jacken packen.

  • Tag 1 – Freitag

Nachdem wir ja schon verhältnismäßig früh los gekommen sind am Freitag Vormittag waren wir auch gegen halb drei die ersten, die von uns den Platz erreichten und einchecken konnten. Da diese kleinen Igluzelte im Nu aufgebaut sind und so der Kofferraum schnell geleert war ging’s direkt im Anschluß nach Schagen um dort in einem Supermarkt notwendige Lebensmittel für’s Wochenende einkaufen zu können. Diesmal schleppten wir – abgesehn von mehreren Tonnen Grillfleisch – kaum Nahrungsmittel mit nach Holland. Bei Albert Heijn wurden wir dann auch fündig. Da wir vermeindlich hinreichend Grillmaterial hatten beschränkte sich der Einkauf auf den Getränke-Vorrat für Freitag und Frühstück-Utensilien für Samstag.
Zurück am Platz trudelten die Nächsten ein, die auch den Grill und das Grillfleisch mitbrachten. Mit dem ersten Bierchen, aus den zwei Kisten

Amstel, konnte in Ruhe der Grill angefeuert werden. So wartete man noch auf die Letzten, die Freitag Abend noch ankommen sollten, bei kühlem Bier und Grillen. Da aber die erfrischenden Temperaturen des Nachts noch etwas befremdlich erschienen hielten wir’s am ersten Abend auch nicht allzu lange aus. Immerhin blieb noch ‘ne halbe Palette “Bier” – ja, so hieß das gute und vor allem billige Dosenbier – über.

  • Tag 2 – Samstag

Nach einer seeligen Nachtruhe ging’s Samstag Vormittag schon gegen halb zehn aus den Federn. Aber eine erquickende Dusche und ein ausgewogenes Frühstück – keine falschen Gedanken, so richtig mit Brötchen und so – machen einen ja direkt fit für den Tag. Damit auch für den Rest des Wochenendes für Getränke gesorgt war mußten einige nochmal zum guten “Albert” fahren und die Rationen für die verbleibenden zwei Tage und Abende kaufen. Nachdem man gegen Nachmittag wieder vollzählig war ging’s zum ersten mal zum Strand. Der Fußweg wurde vom Platz mit rund 900m angegeben. Gefühlt waren es aber eher einige Kilometer bis man endlich das Wasser erreicht hatte.

Dünenlandschaft
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Wie man sieht waren alleine die Dünen, die es zu überqueren galt, schon recht weitläufig. Am Strand wurde noch ein wenig gekickt bevor einige – darunter auch ich – auf die Idee kamen die etwa vier Kilometer Fußweg nach Callantsoog am Strand zu gehen. Das “kleine” Stückchen war schon ein bißchen anstrengend, aber in Callantsoog gab’s ‘ne nette Frittenschmiede die ganz leckere holländische Frites zubereitet hat. Nach der kurzen Erholung ging’s an den Dünen zurück zum Campingplatz. So im gesamten dürfte das auch wieder ein knapp 10km langer Spaziergang gewesen sein. Aber an Aktivität für den Tag war das noch lange nicht alles

  • Holland – Deutschland

Abends wollten wir noch ein wenig hinter dem Ball hertreten, da u.a. ich aber dieses eingezäunte Mini-Feld mit Mini-Toren auf Asphalt nicht ganz einladend empfand wechselten wir später zum “Affenkäfig“, wo dann zwei junge Holländer mitkicken wollten. Soweit war das ja alles noch OK, die “Kurzen” (dürften etwa irgendwo im Teenager-Alter gewesen sein) konnten ja nett dribbeln, aber das Fußball ‘n Mannschaftssport war ist denen wohl etwas entgangen. Der Truppe um die zwei noch recht angenehmen Holländer schloß sich später ein Witzbold an. Mit seinen dummen Kommentaren wurde er geradezu sympathisch von uns aufgenommen :roll: Naja, was soll man sagen, wir haben gewonnen. Wie hoch? Irrelevant. Wenn’s auch eher rustikal und nach Stolperfußball bei uns aussah können wir uns nun “rühmen” paar Kaasköppe holländische Teenies besiegt zu haben :lol:

Dann war aber auch mal gut an Leibesertüchtigungen für den Tag. Wie soll’s anders sein, endlich gab’s mal wieder Grillfleisch, lecker gekühltes Dosenbier und Küstennebel. Zumindest tat man sein Bestes um von Innen sich kälteresistent zu machen.

  • Tag 3 – Sonntag

Ein “Urlaub” für Langschläfer war dies jedenfalls nicht. Um neun Uhr rum krochen die ersten – zu denen diesmal auch ich zählte – schon wieder aus ihren Zelten. Zum Frühstück wurden wir dann von den letzten zwei Nachzüglern überrascht, die sogleich mal für weitere Getränke gesorgt hatten. Bis man sich aber so gesammelt hat, alle Leutchen fit genug waren, gefrühstückt hatten, das nächste Zelt stand usw usf dauerte es ein wenig, aber dann ging’s wieder den kurzen Weg an den Strand.

Strand von Groote Keeten
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In der fein knallenden Sonne wurde auch wieder etwas gekickt – einen trieb es gar ins Wasser. Ehrlich gesagt, ich würde das Meer jetzt nicht als wirklich “wohltemperiert” bezeichnen. Diesmal ging’s am späten Nachmittag auf direktem Weg zurück zum Zeltplatz um dann auch endlich mal Grillen zu können. Wurd ja auch mal langsam Zeit. Ich befürchte das trotzdem wohl noch immernoch einiges an Fleisch, Würstchen und anderem Grillgut (Putenspieße, Holzfällersteaks, etc pp) übrig geblieben sein müßte. Nach dem Motto, daß es sich mit vollem Bauch besonders gut spielen läßt ging’s nochmal zum sehr “körperbetonten” Fußball-Spiel gegeneinander.

  • Deutschland – Deutschland

In dem oben schon beschriebenen Mini-Feld ging’s bei drei gegen drei ganz schön zur Sache. Eigentlich sind solche Plätze ja eher was für die technisch beschlagenen Spieler, wir spielten aber irgendwie deutlich rustikaler. Nicht, daß man nicht nach den bisherigen Aktivitäten schon genug Muskelkater und blaue Flecke davon getragen hätte, das Spiel hatte eine solide Härte. Zweimal wurde bis zehn gespielt, zweimal durfte sich unser Team knapp geschlagen geben. Nun denn, wir haben ja immerhin nicht gegen Holländer verloren ;)

Der Rest des Abends war ganz nett, mit elf Leuten um den Tisch zu sitzen war ganz witzig – nur etwas fraglich, ob unsere Nachbarn das auch so empfanden. Bis auf die Nacht von Samstag auf Sonntag gab’s aber keinen der sich über uns beschwert hat. Mittlerweile sollten wir ja auch so solide und ruhig geworden sein, daß es alles gesittet abläuft – wohlgemerkt, sollten :P

  • Die Abreise

Der Heimweg wurde am Montag schon sehr früh angetreten. Um acht bin ich aus ‘m Schlafsack gefallen, direkt duschen gewesen und danach wurde sofort alles zusammen geräumt. Ohne Frühstück waren wir um viertel nach neun schon vom Platz. Auch auf der Rückfahrt hatten wir Glück, daß wir in keinen Stau kamen. Pünklich zur Kaffeezeit war ich dann auch wieder zu Hause. Ein bißchen kaputt war ich schon, so daß das Auspacken auf heute verschoben wurde. Abschließend war’s ein schönes Wochenende mit weniger Streß als ich eigentlich schon befürchtet hatte, “Schönwetterzelten” klappt ja meist auch ganz gut bei mir. Noch so’n netter Camping-Urlaub würde mir sicherlich auch gefallen, aber ich glaub mal nicht, daß es dazu dieses Jahr nochmal kommen wird. Scheinbar wurden die Überlegungen zum “Center Parc 2006” am Wochenende wieder konkretisiert. Mal schauen, was da noch auf mich zukommt ;)

SierraXTC am 02.06.06 um 09:14 Uhr

Bye bye, mach et jut ..

Geschwafel

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.. bes zom nächste Mol. An dieser Stelle werd ich mich in mein knapp viertägiges “Trainigslager” verabschieden. Neben den obligatorischen Trainigseinheiten werden wir wohl gegen so starke Gegner wie FC Amstel, Arminia Barbecue und dessen Nachwuchsteam 1. FC Nackensteak antreten. Bleibt nur die Sorge, daß uns nicht der TSV Wolkenbruch überrollt. Angesichts der aktuellen Prognose können wir zumindest ab morgen mit geringer Regenwahrscheinlichkeit rechnen. Ich hoffe, daß dem kurzen Wochenende in Holland nun nichts mehr im Wege steht und ich mich am späten Montag Nachmittag in aller Frische wieder zurück melden darf.
Ich gebe nun ab an Yank¤¤, der den Babytux in den kommenden Tagen versorgt. Vielen Dank an dieser Stelle schon mal ;)

Ja Yank¤¤, ich weiß: In der Überschrift fehlt ein Teil :P

SierraXTC am 30.05.06 um 16:51 Uhr

Nu’ ist Holland in Not

Geschwafel

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Es ist passiert – ich habe mal wieder standhaft auf meinem Anliegen beharrt mich wieder mal bequatschen lassen ein Zelt-Wochenende in Kauf zu nehmen. Das ich aus den Erfahrungen der Vergangenheit nicht einfach mal schlau werde und statt im Dauerregen irgendwo in der Pampa zu sitzen (wie vor zwei Jahren auf Rømø) einfach zu Hause im Keller ‘n ruhiges Wochenende verbringen kann *seufz*
Diesmal geht’s über Pfingsten nach Holland, genauer gesagt nach Callantsoog. Ein nicht gänzlich unbekannter Camping-Platz, der schon zu seeligen Zeiten, als ich noch mit der Familie in Urlaub gefahren bin aufgesucht wurde und mich wohl zu letzt irgendwann Ende der 90er gesehn haben muß, wenn ich mich halbwegs richtig entsinne.
Grade hab ich mal einen vorsichtigen Blick auf wetter.com geworfen um zu sehen, was uns denn an der Nordsee für ein Wetter erwartet. So ganz erwärmen (nein, welch ein Wortspiel :P ) können mich die Prognosen für’s Wochenende nicht wirklich:

Freitag:
bedeckt – zwischen 11° und 13°C – Regenwahrscheinlichkeit ~55%
Samstag:
bedeckt – zwischen 12° und 15°C – Regenwahrscheinlichkeit ~25%
Sonntag:
wolkig – zwischen 13° und 16°C – Regenwahrscheinlichkeit ~15%
Montag:
wolkig – zwischen 13° und 16°C – Regenwahrscheinlichkeit ~20%

Quelle: Wetter.com

Ich bin einfach mal so unglaublich optimistisch zu hoffen, daß wir zumindest im Trockenen auf- und abbauen können. Das wäre vermutlich schon viel wert. Wenn’s denn zwischendurch auch mal aufhört zu regnen und nicht so wie am letzten “Urlaubs”-Tag vor zwei Jahren einfach nur ununterbrochen schüttet wär das mal ‘n ordentlicher Ansatz. So recht mag ich nämlich dem 100-jährigen Kalender nicht mehr Glauben schenken, der möchte mir eigentlich erzählen, daß

Juni
1. – 4. herrlich schönes Wetter

herrschen soll. Mit den Regenprognosen im Mai hat er indes aber weitestgehend leider recht gehabt. Hoffen wir das Beste – mit genügend Amstel kann man sich bestimmt auch aufwärmen.
Während ich dann von Freitag bis Montag Holland von innen heraus infiltriere und so den Siegeswillen und die Unterstützung der Oranje-Fans schwäche *hust* wird mich Yank¤¤ hier bestimmt würdig vertreten, so daß es das ein oder andere mal doch noch ein paar Neuigkeiten hier zu lesen gibt :thumbsup:

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