<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>blog.babytux.de &#187; Italien</title>
	<atom:link href="http://www.babytux.de/wordpress/tag/italien/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.babytux.de/wordpress</link>
	<description>Babytux bloggt</description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Feb 2012 18:42:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Ich war Fußball-WM</title>
		<link>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/11/394_ich-war-fussball-wm</link>
		<comments>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/11/394_ich-war-fussball-wm#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Jul 2006 22:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SierraXTC</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2006]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[feiern]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/11/394_ich-war-fussball-wm</guid>
		<description><![CDATA[Wirft man einen Blick in die Runde der Berufsjournalje, so zieht jede Redaktion, ebenso wie die gesammelte WM-Blogosphäre, für sich das Resumée aus der vergangenen FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006. In diesem Sinne darf ich natürlich nicht fehlen und werfe hier einen letzten Blick zurück auf die vergangenen vier Wochen, die Deutschland und die Welt in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wirft man einen Blick in die Runde der Berufsjournalje, so zieht jede Redaktion, ebenso wie die gesammelte WM-Blogosphäre, für sich das Resumée aus der vergangenen <a href="http://fifaworldcup2006.com" target="_blank">FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006</a>. In diesem Sinne darf ich natürlich nicht fehlen und werfe hier einen letzten Blick zurück auf die vergangenen vier Wochen, die Deutschland und die Welt in den Ausnahmezustand versetzten. So findet jede große Party auch ein Ende, wenngleich nach diesem Fest der Kater nicht ganz so schmerzhaft zu sein scheint.</p>
<p><span id="more-394"></span></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="2" width="100%" align="center">
<tr>
<td>An dieser Stelle beginnen wir mit dem, in meinen Augen, unrühmlichen Ende der Fußball-WM. <b><i>Italien</i></b> ist nach Elfmeterschießen im WM-Finale von Berlin gegen <i>Frankreich</i> Weltmeister 2006 geworden. Für mich ist das eine große Enttäuschung und macht damit eigentlich schon wieder vieles von dem großartigen Ereignis kaputt, was sich die Menschen gemeinsam in den letzten vier Wochen hier erarbeitet und aufgebaut haben. Der Grund liegt vornehmlich für mich im &#8220;spielerischen&#8221; Bereich. Mit <i>Italien</i> und <i>Frankreich</i> haben es zwei zwar taktisch sehr gute Mannschaften ins Finale geschafft, beide Teams spielen aber eben eine sehr unattraktive Form des Fußballs.</td>
<td width="155">
<div align="center"><a href="http://www.flickr.com/photos/acmiler/186206790/" target="_blank"><img src="http://sierraxtc.babytux.de/img/italien_wm06_klein.jpg" alt="Weltmeister 2006 Italien Cannavaro" /></a><br />
<font size="1"><i>click thumbnail to enlarge &#8211; Photo von <a href="http://www.flickr.com" target="_blank">flickr.com</a></i></font></td>
</tr>
</table>
<p><i>Italien</i> mit seinem ergebnisorientierten Cattenacio spielt vielleicht noch unschöneren Fußball als <i>Griechenland</i> 2004 in Portugal. Dazu kommt, daß das italienische Team die Stereotypen, die ihnen seit Jahrzehnten im Fußball anhängen nachhaltig untermauert hat. Mit einem zum Teil sehr unsportlichem Verhalten &#8220;<i>kämpfte</i>&#8221; man sich Runde um Runde bis ins Finale. <a href="http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/fussball/nationalteam/wm2006/news_aktuell/342238" target="_blank">32 Schwalben</a> sprechen Bände, eine davon &#8211; zumindest ein sehr fragwürdiges Foulspiel &#8211; ermöglichte <i>Italien</i> überhaupt erst den Einzug ins Viertelfinale. Als in der <b>95.</b> Minute im Spiel gegen <i>Australien</i> Schiedsrichter Cantalejo aus Spanien auf den Punkt zeigt begünstigt er klar die italienische Mannschaft. Dreimal spielte <i>Italien</i> in der Finalrunde 0:0 nach neunzig Minuten: Gegen <i>Australien</i>, wo man unverdient erst in der Nachspielzeit das erlösende Tor schaffte, wie auch gegen <i>Deutschland</i> und <i>Frankreich</i>. Dazu zeigte man keine sportliche Größe, wie man an unrühmlichen Foulspielen, wie der Ellbogen-Check von &#8220;<i>de Rossi</i>&#8221; gegen die <i>USofA</i>, das erwähnte zweifelhafte Foul an &#8220;<i>Grosso</i>&#8221; im Achtelfinale, der TV-&#8221;Beweis&#8221;, der zur zweifelhaften Sperre von &#8220;<i>Frings</i>&#8221; im Halbfinale führte oder letztlich die Provokation durch &#8220;<i>Materazzi</i>&#8220;, die zur roten Karte gegen &#8220;<i>Zidane</i>&#8221; im Finale führte sehen kann. Deswegen fällt es mir schwer von einem verdienten Titelgewinn für die Azzuro zu sprechen, zumal spielerisch <i>Frankreich</i> über weite Strecken, des von mir bis &#8211; auf die letzten Minuten &#8211; boykottierten Finales, selbiges dominiert haben soll.</p>
<p align="center"><b><i>Das neue Fußball-Spiel</i></b></p>
<p>Mit der Spielweise, wie die <i>Italiener</i> ihr Fußball-&#8221;Spiel&#8221; vortrugen standen sie aber letztlich bei dieser Weltmeisterschaft nicht alleine da. Von tollen, mitreißenden Spielen war selten etwas zu sehen. Viele Mannschaften, darunter hochgelobte Titelaspiranten wie <i>England</i> oder <i>Brasilien</i> spielten ergebnisorientierten Fußball. Taktisch zum Teil sicherlich auf sehr hohem Niveau neutralisierten sich Weltklasse-Teams im Mittelfeld. Oft entschied ein einziger Fehler ein ganzes Spiel. Im Ausnutzen dieser Fehler zeigten sich Mannschaften wie <i>Italien</i> ganz groß. Teams, die vielleicht im Ansatz begeisternden Fußball zeigen wollten, wie <i>Australien</i> oder <i>Ghana</i> scheiterten an der kämpferischen Abwehrleistung dieser &#8220;großen&#8221; Teams, sowie an ihrem eigenen Unvermögen. Sicherlich spielte auch <i>Deutschland</i> nicht den ansehnlichsten Fußball, aber daß unser Team von vielen für die neue Art Fußball zu spielen gelobt wird zeigt, daß Fußball-Deutschland zu anderen Mannschaften mindestens aufgeschlossen hat bei dieser WM. Während vor zwei Jahren Teams wie <i>Portugal</i>, die <i>Tschechei</i> und gar die <i>Niederlande</i> mich wirklich zu begeistern wußten, kann ich mich ernsthaft an kein Spiel bei diesem Turnier erinnern, wo ich richtig mitgerissen wurde. Das finde ich sehr bedauerlich und läßt den Fußball-Fan nicht gerade in eine rosige Zukunft blicken. Wo es doch für den Zuschauer deutlich interessanter wäre ein offenes Spiel verfolgen zu können. Denn, daran sollten sich auch die Weltklasse-Mannschaften erinnern: Man gewinnt ein Spiel nicht nur, wenn Hinten die Null steht. Spiele kann man nur gewinnen, wenn man mehr Tore schießt als der Gegner. </p>
<p align="center"><b><i>&#8217;54 &#8211; &#8217;74 &#8211; &#8217;90 &#8211; 2010</i></b></p>
<p>Von dieser Philosophie ist &#8211; vielleicht nicht ganz unberechtigt &#8211; Jürgen Klinsmann als Bundestrainer während der WM auch ein wenig abgekommen. So schön einige Auftritte des <i>deutschen Teams</i> 2005 beim Confed-Cup waren, so kassierte man im den letzten Jahr über die zurückliegenden Testspiele zu viele Gegentore. Das dann bei der WM im eigenen Land die deutschen Innenverteidiger &#8220;<I>Mertesacker</I>&#8221; und &#8220;<I>Metzelder</I>&#8221; zu den besten Abwehrspielern gehören ist daher eine große Überraschung. Wenige Fehler, sehr gute, konzentrierte und kämpferische Leistungen vor allem in der Defensive, wie soll&#8217;s auch anders sein bei dieser WM, brachten auch das deutsche Team viel weiter, als der kühnste Optimist im Vorfeld noch zu träumen wagte.</p>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="2" align="center" width="100%">
<tr>
<td width="155">
<div align="center"><a href="http://www.flickr.com/photos/57407439@N00/174407666/" target="_blank"><img src="http://sierraxtc.babytux.de/img/poldi_wm2006_klein.jpg" alt="Podolski Jubel Schweden" /></a><br />
<font size="1"><i>click thumbnail to enlarge &#8211; Photo von <a href="http://www.flickr.com" target="_blank">flickr.com</a></i></font></td>
<td>Dabei vergaß die Mannschaft aber bis zu den schweren Brocken wie <i>Argentinien</i> nie das Tore schießen, auch wenn sie dabei mal 90 Minuten erfolglos gegen einen polnischen Strafraum anrannte, ehe das erlösende Tor in der Nachspielzeit fiel,  ohne sich dabei im Strafraum fallen zu lassen, ganz aus dem Spiel heraus. Ein klares Zeichen, daß <i>Deutschland</i> nicht nur die Defensivarbeit mit der notwendigen Ernsthaftigkeit verfolgte, sondern auch im Spiel nach vorne Akzente zu setzen wußte beweißt, daß mit &#8220;<I>Klose</I>&#8221; </td>
</tr>
</table>
<p>der Torschützenkönig der diesjährigen WM aus <i>Deutschland</i> kommt und mit &#8220;<i>Podolski</i>&#8221; der zweite deutsche Stürmer immerhin auf Platz 2 der Torschützenliste steht. Das Team ist jung und hat auf vielen Positionen ein herausragendes Turnier gespielt. Dazu kommen motivierte Spieler, die mannschaftsdienlich über die letzten vier Wochen ruhig ihr Reservisten-Dasein gefristet haben und zum entsprechenden Zeitpunkt stark aufspielten und einen versöhnlichen dritten Platz mit der gesamten Mannschaft erreichten. Das eröffnet dem deutschen Fußball eigentlich eine optimistische Perspektive für die kommenden Aufgaben. Offensichtlich ist das Spielermaterial in Deutschland doch vorhanden, man muß die Klasse der Einzelspieler &#8220;nur&#8221; als solche abrufen und ein stimmiges Gesamtpaket daraus schnüren. An diesem Punkt, den Jürgen Klinsmann erreicht hat, muß man nun anknüpfen und diese Arbeit konsequent weiter führen. Ob aber die Päckchen weiterhin von Klinsmann geschnürt werden bleibt nach wie vor abzuwarten. Ich für meinen Teil denke, daß es einen neuen Bundestrainer geben wird, der hoffentlich von der <a href="http://www.dfb.de/" target="_blank">DFB</a>-Führung bewußt mit der Vorgabe gewählt werden sollte, dieses neuartige System weiter zu verfolgen.</p>
<p align="center"><b><i>Zu Gast bei Freunden</i></b></p>
<p>Nachdem nun ein Großteil der sportlichen Seite in diesem Resumée betrachtet wurde gilt es sich der großen Party um dieses Turnier drum herum zu widmen. Menschen, überall Menschen &#8211; nur scheinbar nicht in <a href="http://www.hamm.de" target="_blank">Hamm</a>. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Public_Viewing" target="_blank">Public Viewing</a> ist scheinbar in Deutschland endgültig angekommen. Von diesem Phänomen habe ich aber, vielleicht auch aus eigener Feigheit, nur aus den Medien hören können. Generell bin ich eigentlich auch nicht unbedingt der Typ, der sich zwischen Tausenden von Menschen quetscht und dann vom eigentlichen Ereignis &#8211; dem Spiel &#8211; vermutlich wenig mitbekommen würde. Aber diese Party muß etwas ganz Großes, ganz Besonderes gewesen sein, wenn man vor allem einige der live von der Fanmeile in Berlin bloggenden Autoren Glauben schenken darf. In Berlin fand vielleicht eine vier Wochen anhaltende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Loveparade" target="_blank">LoveParade</a> statt *g* Eine Fanfest, was von den Zuschauern und Besuchern gleichermaßen wirklich als Fest gefeiert wurde. Die Berichterstattung in den Medien umfaßt nur wenige der unsäglichen Übergriffe durch Hooligans. Dabei scheinen vor allem auch die Ordnungshüter im Vorfeld wie auch letztlich vor Ort in angemessenem Maße reagiert zu haben. So wurde multimedial ein ganz anderes Bild von Deutschland in die Welt getragen, als es vor allem das Ausland wohl im Vorfeld vermutet hätte. Scheinbar waren wir <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,425907,00.html" target="_blank">sympathisch</a>: &#8220;<i>weltoffen, multikulturell, sympathisch</i>&#8221; Uns miesepetrigen, verbissenen, humorlosen Deutschen hätte das scheinbar niemand zugetraut. Dabei ist es doch eigentlich durchaus den Menschen hier vor Ort bekannt, daß die Bevölkerung schon lange nicht mehr &#8216;nen Stock im Poppes hat und daher auch &#8211; trotz Mediendebatten über verfehlte Integrationspolitik &#8211; seit Jahren &#8220;Multikulti&#8221; leben muß, leben kann und auch lebt. Deutschland war, zumindest fällt mir spontan keine Ausnahme ein, eigentlich seit je her ein guter Gastgeber und hat es endlich verstanden, nicht nur sich zurückhaltend zu präsentieren, sondern gemeinsam mit seinen Gästen die vier sonnigen Sommerwochen zu nutzen und aus dem Turnier eine schöne, große, gemeinsame Party zu veranstalten.</p>
<p align="center"><b><i>Generation Partyotismus</i></b></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="2" width="100%" align="center">
<tr>
<td>Während unten auf der Straße der &#8220;Mob&#8221; mit dem Fähnchen am Auto und in der Hand Arm in Arm mit Afrikanern, Südamerikanern, Nordamerikanern, Asiaten und anderen Europäern feierte wurde in den Medien das schwarz-rot-geile (BILD-Schlagzeile) Fahnenmeer anfangs mit Argwohn betrachtet. Aufkommende Debatten um Nationalstolz und Patriotismus rauschten durch Deutschlands Blätterwald.</td>
<td width="155">
<div align="center"><a href="http://www.flickr.com/photos/howie_berlin/174132515/" target="_blank"><img src="http://sierraxtc.babytux.de/img/schland_wm2006_klein.jpg" alt="schwarz rot goldenes Fahnenmeer" /></a><br />
<font size="1"><i>click thumbnail to enlarge &#8211; Photo von <a href="http://www.flickr.com" target="_blank">flickr.com</a></i></font></td>
</tr>
</table>
<p>So ein Phänomen muß in Deutschland erst diskutiert und analysiert werden in Hinblick auf die allgegenwärtige Vergangenheit. Diese Vergangheit wird auch von den kommenden Generationen, die freudig die deutsche Flagge geschwenkt haben, sicher nie vergessen werden. Aber diese kommenden Generationen werden mit dieser Vergangenheit anders umgehen, als sich dauerhaft in Demut zu üben. Dieses Turnier und die Fanfeste dürften genau dies gezeigt haben. Auch wenn dies vielleicht nicht bei <a href="http://focus.msn.de/politik/deutschland/Sachsen_nid_31271.html" target="_blank">allen gut ankommt</a>, so wird man sich vermutlich damit arrangieren müssen. Ich möchte gerne glauben, daß während der EM 2008 &#8211; vielleicht nicht in diesem Umfang &#8211; das Public Viewing wieder aufgegriffen wird, auch die kommende Europameisterschaft wird in Deutschland sicherlich ge<u>feiert</u> werden (so man sich qualifiziert). Denn dieses Turnier in Deutschland hat vielleicht etwas geschafft, was nicht mal eine <a href="http://www.du-bist-deutschland.de" target="_blank">millionenschwere Kampagne</a> schaffen kann. Das Turnier und die sich daraus ergebende Chance, sich zu präsentieren hat vermutlich die Menschen sich selber ein Stück näher gebracht: <b>Wir</b> sind Deutschland. </p>
<p align="center"><i><b>Die WM in ARD und ZDF</b></i></p>
<p>Während auf Fanmeilen Fans sich gegenseitig einheizten durfte der gemeine 08/15-Fan sich durch das Rahmenprogramm im Fernsehn kämpfen. Wieder mal saß man bei den Öffentlich-Rechtlichen glücklicherweise in der ersten Reihe. Es störte nur, daß man in der ersten Reihe so nah an den Lautsprechern sitzt. Dabei wurde man mit stundenlangen Vorberichten überschüttet. Man wußte zwischenzeitlich vermutlich welche Zahnpasta &#8220;<i>Ronaldinho</i>&#8221; benutzt und ob das ein gutes, statistisches Omen ist. Jede noch so entbehrliche Statistik hielten uns Johannes B. Kerner und Gerd Delling unter die Nase, die beweisen sollte, warum z.B. <i>Brasilien</i> die <i>Franzosen</i> im Viertelfinale hinaus kegelt. So kommt es doch letztlich immer anders als man denkt, und wie sagte einst eine weise Person: &#8220;<i>Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast</i>&#8220;. Daher war das Rahmenprogramm, wie die ein oder andere <a href="http://www.babytux.de/wordpress/2006/06/08/333_yank-und-sierraxtc-die-prognose-viii">Prognose</a> einfach nur der obligatorische Zeitvertreib um sich mental für das bevorstehende Spiel vorzubereiten.</p>
<p>Denn Vorbereitung für den Zuschauer bedurfte es allemal: Über die volle Distanz der Spiele und gar gnadenlos bis zum Ende der WM fanden die Kommentatoren nur selten die richtigen Worte. Ganz gleich, ob die <a href="http://www.ard.de" target="_blank">ARD</a> oder das <a href="http://www.zdf.de" target="_blank">ZDF</a> die Spiele übertragen durfte, das Kommentatoren-WM-Team der Öffentlich-Rechtlichen war <a href="http://www.babytux.de/wordpress/2006/06/20/356_wir-sind-fussball-berichterstattung-ii">ein Graus</a>. So fand (zu Recht) in vielen WM-Blogs das kollektive Stöhnen statt: <a href="http://suedtribuene.twoday.net/stories/2234097/" target="_blank">Mal kreativ</a>, <a href="http://www.wm-blogger.de/2006/07/10/gelobt-sei-ernst-huberty/" target="_blank">mal geschichtsträchtig</a> zeigte man sich und der Netzwelt, daß man in den neunzig Minuten lieber anders begleitet werden möchte. Zumal die Schar der Kommentatoren nur die Spitze des Eisbergs ist: Kameraschwenks auf die Trainerbank, ins Publikum, auf A-, B-, C-Promis, sekundenlang. Das Spiel lief schon längst wieder, da hielt die Regie noch immer auf Frau Merkel oder Herrn Gottschalk und <s>unsere</s> die Kommentatoren wußten auch dazu etwas beitragen zu müssen. Während ich gern wissen möchte, wer wann und wie den Einwurf macht bekam ich Dinge erzählt, die mich nicht interessieren. Während nicht nur in Dortmund eine Elf aufopferungsvoll die letzten Minuten kämpfte und verlor mußte ich verfrühte (Fehl-)Analysen über mich ergehen lassen. Deutschland war nach sechszig Minuten im Viertelfinale schon hoffnungslos, sowie sang- und klanglos ausgeschieden &#8211; wenn man den Kommentatoren gelauscht hat. Und das solche berechtigte Kritik natürlich nicht gern gehört wurde zeigt <a href="http://fooligan.de/2006/07/10/beckmann-gegen-wahrheit-10/" target="_blank">diese Resonanz</a>. </p>
<p>Zumindest wurde man im Anschluß mit geistreichen Analysen von Günther Netzer oder Jürgen Klopp belohnt. Das war auch das einzig Weltmeisterliche, was im gesamten Programm rund um das Turnier dem Zuschauer von Seiten der Berichterstattung geboten wurde. Daß aber ein Umdenken in den Köpfen der Programmchefs einsetzen wird ist nicht zu erwarten. Fußball ist zu Unterhaltung, Entertainment, zur große Abendshow geworden. Eine Übertragung dauert mittlerweile meist mehr als doppelt so lange wie das eigentliche Spiel selbst. Vor diesem Hintergrund wird den Kommentatoren immer wieder auf ein Neues einfallen dürfen, mit welchen finalen Spiel-Analysen in der dritten Minute das Spiel zu kommentieren ist. Es ist schade um den großen Sport, wenn man in Zukunft wirklich zu der Maßnahme greifen muß und dem Ton endlich den Saft abdrehen muß.</p>
<p align="center"><b><i>Farbenfrohes Fußball-Fest</i></b></p>
<p>Die Kommentatoren waren aber bei dieser Weltmeisterschaft wieder einer Vollbeschäftigung ausgesetzt, die ihresgleichen suchte: Reihenweise mußte man Fairplay-Statistiken bemühen um überhaupt noch den Überblick behalten zu können, welcher Spieler überhaupt noch spielberechtigt war.</p>
<table border="0" cellspacing="2" cellpadding="2" align="center" width="100%">
<tr>
<td width="155">
<div align="center"><a href="http://www.flickr.com/photos/acmiler/176423375/" target="_blank"><img src="http://sierraxtc.babytux.de/img/porhol_wm2006_klein.jpg" alt="Schiri Portugal Holland Rot" /></a><br />
<font size="1"><i>click thumbnail to enlarge &#8211; Photo von <a href="http://www.flickr.com" target="_blank">flickr.com</a></i></font></td>
<td>Mit einer eher eigenwilligen Regelauslegung hielt die <a href="http://www.fifa.com" target="_blank">FIFA</a> ihre Schiedsrichter dazu an, das Spiel entsprechend direkt zu unterbrechen und Spieler nicht nur zu ermahnen, sondern auch direkt zu verwarnen. Bei einem Turnier wie einer Weltmeisterschaft zeigt sich einmal mehr, daß Fußball überall in der Welt anders gespielt wird. Während sich einige Europäer mit schon Oscar-reifen Vorstellungen unsportlich Vorteile</td>
</table>
<p>zu verschaffen wissen können zum Teil diese Darbietungen Schiedsrichter aus anderen Erdteilen noch nicht korrekt einschätzen. Ein Verhängnis, welches sich <i>Italien</i> zu nutzen machte. Das Turnier lebte wieder von zweifelhaften Entscheidungen, welche die Schiedsrichter unnötig in den Mittelpunkt stellten. Ein guter Schiedsrichter sollte ein Spiel unauffällig leiten, bei vielen Spielen war der Schiedsrichter der Hauptakteuer auf dem Rasen. Das kann und darf einfach nicht sein. Ebenso wie man sich als Verband eine klare Linie auferlegen sollte, nach denen man im nach hinein gefundene Unsportlichkeiten bewertet. Nicht nur der defensive Fußball muß sich ändern, auch müssen die Schiedsrichter deutlich erfahrener sein und sich über die Spielweise der teilnehmenden Nationen besser informieren. Vielleicht sollten Top-Schiedsrichter, die ja in Zukunft <s>Profis</s> Berufsschiedsrichter sein sollen, durch die einzelnen Kontinentalverbände rotieren. Schon 2002 stand der Weltverband mit seinen Schiedsrichtern in der Kritik. Denn es ist bei diesem Spiel notwendig die Regeln nicht einfach nur wort-wörtlich auszulegen, sondern sie auf dem Feld situationsbedingt zu interpretieren. Das oft genannte <i>Fingerspitzengefühl</i> bei der Regelauslegung muß der Referee in Zukunft mitbringen. Er muß in der Lage sein unsportliches Verhalten in welcher Form auch immer zu erkennen, sich dabei auf seine Linienrichter und auf den vierten, fünften Offiziellen verlassen können und sich dem Respekt der Spieler sicher sein. Diese Schiedsrichter können dann auch unauffällig ein Turnier zu einem großen sportlichen Ereignis werden lassen.</p>
<p align="center"><b><i>Die Welt zu Gast</i></b></p>
<p>Nicht nur in Bezug auf die Regelauslegung auf dem Platz diktiert der Fußball-Weltverband das Geschehen. Im Vorfeld haderten viele mit den Vorgaben der FIFA in Bezug auf Werbung, Ticketverkauf oder die ominöse Bannmeile. Aus unsäglichen Stadionnamen wie &#8220;Allianz&#8221;-Arena oder &#8220;Signal-Iduna&#8221;-Park wurden die FIFA-WM-Stadien und alle Sponsoren-Logos von nicht offiziellen Partnern der FIFA-WM 2006 mußten entfernt werden. In Stadien wurde <a href="http://www.budweiser.com/" target="_blank">Anheuser Busch Budweiser</a> ausgeschenkt, einzig <a href="http://www.bitburger.de" target="_blank">Bitburger</a> hatte als verbliebener deutscher Brauer eine Schanklizenz. Die Offiziellen wurden nicht von Mercedes-Benz, BMW oder Audi zu den VIP-Lounges chauffiert sondern in Produkten der typisch deutschen Automobilschmiede <a href="http://www.hyundai-motor.com" target="_blank">Hyundai</a>. Ob dies alles so sinnvoll ist um dem Gastgeberland entsprechend auch nicht nur durch die Infrastruktur und durch die Bevölkerung die Option zu bieten sich zu präsentieren sei dahin gestellt. Dennoch werden sich im Zuge dieser enormen Kommerzialisierung die Verantwortlichen sicherlich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch einiges Überlegen müssen, wie sie die Vermarktung dieses weltweiten Events nicht irgendwann so kaputt verkauft haben, daß die Auswüchse am Konsumenten vorbei zielen. Ich denke, bei Ticketpreisen von mehreren hundert Euro im Zweifel sollte man nicht nur den VIP-Touristen, der sich gemeinhin als <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,425667,00.html" target="_blank">Stimmungskiller</a> entpuppt</a>, zuvorkommend behandeln, sondern auch denjenigen, der diese Veranstaltung erst zu einem richtigen Ereignis macht: Nämlich demjenigen, der lautstark mit tausend anderen im Stadion für Stimmung sorgt &#8211; und nein, dies ist <u>nicht</u> der <s>Animateur</s> Stadionsprecher.</p>
<p align="center"><b><i>Nicht mittendrin &#8211; aber dabei</i></b></p>
<p>So war ich letztlich nicht mittendrin, sondern &#8211; in Ahnlehnung an den guten alten <a href="http://www.dsf.de" target="_blank">DSF</a>-Werbeslogan &#8211; nur dabei, aber habe es trotzdem sehr genossen zu sehen, wie eine angefachte Euphorie durchaus Großes bewirken kann. Leider ist diese Weltmeisterschaft nun vorbei und es bleiben im Endeffekt nur die Erinnerungen an schöne, interessante, zum Teil gähnend langweilige (in Bezug auf die Spiele) vier sonnige, heiße Wochen in Deutschland 2006. Über den erfolgreichen dritten Platz während dieser WM wird vielleicht im ersten Pflichtspiel gegen <i>Irland</i> nach einem enttäuschenden 1:0 Erfolg niemand mehr reden, aber spätestens wenn 2008 und 2010 wieder die allgegenwärtigen Moderatoren und Kommentatoren ihre Statistiken ausbreiten werden wir wieder mit diesem, weiteren großen Moment in der Geschichte des DFB konfrontiert. In Anbetracht der Tatsache, daß nun wieder in den Medien das Tagesgeschäft Einzug erhält und in rund vier Wochen die <s>Telekom-Liga</s> <a href="http://www.bundesliga.de" target="_blank">Bundesliga</a> ihre Pforten öffnet wird sicherlich nicht viel von der großen Euphorie und der allgegenwärtigen Party in den &#8220;<i>grauen Alltag</i>&#8221; hinüber gerettet. Wenn aber zu großen Sportereignissen wie der EURO 2008 oder der WM 2010 in Südafrika (<a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,425957,00.html" target="_blank">oder den USofA, oder Groß-Britannien</a>) wieder die Menschen bunten Fähnchen auf öffentlichen Plätzen bei sommerlichen Temperaturen schwenken und mit dem Team mitfiebern, dann ist doch schon ein bißchen was gewonnen.</p>
<p>Damit ich neben den wenigen Themen, die ich mir in diesem Blog aus den Fingern sauge, auch weiterhin noch etwas zu schreiben habe, werde ich natürlich die junge, aufstrebende Mannschaft auf ihrem Weg in die <i>Schweiz</i> und nach <i>Österreich</i> ein wenig begleiten. Man schaut sich ja doch immer wieder die Länderspiele an, ganz gleich, wie gut sie sind oder <a href="http://www.kicker.de/wmspecial/nationalelf/spielplan/runde/NaviIndex/1/liga/106/saison/2006-07/spieltag/0/turniergruppe/904" target="_blank">gegen wen wir spielen</a>. Vielleicht in Zukunft doch mit ein bißchen weniger Gezeter und Gemecker von meiner Seite und einem etwas optimistischeren Blick nach vorne. Ich hoffe der nächste treue Leser erinnert mich an diese Worte, wenn die Schweden am 16. August ihre Revanche in <s>dem FIFA-WM-Stadion Gelsenkirchen</s> der Veltins-Arena &#8220;AufSchalke&#8221; erhalten. Mit besten Dank an die Leser, die bei diesem Resumée bis zum Ende durchgehalten haben gebe ich zurück in die angeschlossenen Sendeanstalten.</p>
<p align="center"><img src="http://www.babytux.de/wordpress/wp-content/themes/babytux-theme/gfx/wm.png" alt="Ich bin Fußball-WM" /></p>
<div align="center"><b>Ich war Fußball-WM</b></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/11/394_ich-war-fussball-wm/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Deutschland &#8211; Italien &#091;WM&#093;</title>
		<link>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/05/385_deutschland-italien-wm</link>
		<comments>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/05/385_deutschland-italien-wm#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2006 11:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SierraXTC</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalelf]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2006]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Länderspiel]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/05/385_deutschland-italien-wm</guid>
		<description><![CDATA[Eine weitere Nachbetrachtung muß auch nach dem gestrigen Spiel gegen Italien folgen. Wieder einmal fuhr das ZDF die größte Waffe im Kampf gegen einen unterhaltsamen Fußball-Abend auf: Bélà Rhéty durfte das Halbfinal-Spiel der Deutschen wieder einmal kaputt moderieren. Wie immer waren es zwei grundverschiedene Spiele, die der allgemein bekannt und beliebte ZDF-Kommentator und ich gesehn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine weitere Nachbetrachtung muß auch nach dem gestrigen Spiel gegen <b>Italien</b> folgen. Wieder einmal fuhr das <a href="http://www.zdf.de" target="_blank">ZDF</a> die größte Waffe im Kampf gegen einen unterhaltsamen Fußball-Abend auf: Bélà Rhéty durfte das Halbfinal-Spiel der <b>Deutschen</b> wieder einmal kaputt moderieren. Wie immer waren es zwei grundverschiedene Spiele, die der allgemein bekannt und beliebte ZDF-Kommentator und ich gesehn haben. Wie immer wurde schon in der fünften Minute mit der Spielanalyse begonnen, dessen Quintessenz sich bis zum Ende nach 120 Minuten im Sekundentakt änderte. Wie immer wurde <b>Deutschland</b> aus dem Tunier geredet, wie immer haben <i>wir</i> schlecht gespielt. Wann kommt die Euphorie eigentlich in den Kommentator-Kabinen an? Nie mehr? Ich kann es echt nicht mehr hören, mir graut jetzt schon vor dem ersten Kick nach der Fußball-WM und den dann abgegebenen Kommentaren.</p>
<h1>Statistisches</h1>
<p><b>Deutschland:</b></p>
<blockquote><p>1 Lehmann &#8211; 3 Friedrich, 17 Mertesacker, 21 Metzelder, 16 Lahm &#8211; 5 Kehl, 19 Schneider (83. 22 Odonkor), 18 Borowski (73. 7 Schweinsteiger), 13 Ballack &#8211; 11 Klose (111. 10 Neuville), 20 Podolski</p></blockquote>
<p><b>Italien:</b></p>
<blockquote><p>Buffon &#8211; Zambrotta, Cannavaro, Materazzi, Grosso &#8211; Camoranesi (91. Iaquinta), Pirlo, Gattuso, Perrotta (104. Del Piero) &#8211; Totti, Toni (74. Gilardino)</p></blockquote>
<p><b>Tore:</b></p>
<blockquote><p>0:1 Grosso (119.)<br />
0:2 Del Piero (120.)</p></blockquote>
<p><b>Gelbe Karten:</b></p>
<blockquote><p>Borowski, Metzelder &#8211; Camoranesi</p></blockquote>
<p><b>Zuschauer:</b></p>
<blockquote><p>65000 (ausverkauft) &#8211; FIFA-WM-Stadion Dortmund</p></blockquote>
<h1>Das Spiel</h1>
<p>Die beiden Teams begannen das Spiel überraschend eher offensiv ehe sich auch die Nervösität legte und die Mannschaften sich den taktischen Vorgaben besannen. Obwohl im Mittelfeld deutlich mehr Platz den Teams zur Verfügung stand, als es zwischen Deutschland und Argentinien der Fall war konnten sich beide Offensivreihen nicht entscheidend in Szene setzen. Die Italiener hatten zwar mehr Spielanteile, wirkten aber in der Spielweise ideenlos im Angriff. Die Deutschen waren engagiert, störten die Italiener früh und zwangen sie zu Konzentrationsfehler aus denen einige Angriffe hervor gingen, die letztlich in dem starken italienischen Deckungsverbund verpufften.<br />
In der zweiten Hälfte fanden die Deutschen immer mehr ins Spiel, da sich die Italiener zunehmend zurück zogen. Aus der zweiten Hälfte stammen dann auch die einzigen, zu vermeldenden Großchancen von &#8220;<i>Klose</i>&#8221; und &#8220;<i>Podolski</i>&#8220;, die beide am starken italienischen Torwart &#8220;<i>Buffon</i>&#8221; scheiterten. Chancen auf Seiten der Italiener fanden gar nicht statt oder die Angreifer verranten sich in der gut funktionierenden Abseitsfalle der Deutschen.<br />
Die Verlängerung begann mit zwei Aluminium-Treffer der Italiener. Erst traf &#8220;<i>Gilardino</i>&#8221; nur den Pfosten, ehe im zweiten Versuch &#8220;<i>Zambrotta</i>&#8221; einen Distanzschuß zu genau an die Latte schoß. Danach konnte die deutsche Mannschaft wieder ins Spiel finden. Letztlich wirkte nach 105 Minuten die Partie nach wie vor ausgeglichen. In der zweiten Hälfte der Verlängerung erhöhten die Italiener nochmals den Druck um einem Elfmeterschießen gegen die Deutschen aus dem Wege gehen zu können. Erst nach 119 Minuten erlaubte sich der deutsche Deckungsverband den ersten, aber entscheidenden Fehler seit dem zweiten Gegentor Costa Ricas und &#8220;<i>Grosso</i>&#8221; konnte unhaltbar für &#8220;<i>Lehmann</i>&#8221; zur 1:0 Führung einschießen. Danach mußte Deutschland natürlich nochmal alles nach vorne werfen um einen schnellen Ausgleich zu erzielen. Dies eröffnete eine Konterchance der Italiener, die diesmal &#8220;<i>del Piero</i>&#8221; zum unverdient hohen 2:0 Endstand abschloß.</p>
<h1>Weisheiten</h1>
<p>Wieder einmal konnte Deutschland in einer WM-Endrunde die <b>Italiener</b> nicht bezwingen. Eigentlich sah ich, vor allem in der zweiten Hälfte ein Übergewicht der <b>Deutschen</b>, die es eher verdient hätten in das Finale einzuziehen. Zumal auch rückblickend auf den bisherigen Tunierverlauf im gestrigen Spiel nicht die entschieden bessere Mannschaft weiter gekommen ist. Für das letztlich grandiose Tunier bisher kann man sich aber an dieser Stelle auch nichts mehr kaufen, so bleibt zu hoffen, daß in einem weiteren, schweren Spiel vielleicht zur Ehrenrettung der dritte Platz sicher gestellt wird. Vielleicht war es 2006 noch zu früh für dieses Team das noch sehr jung ist und in den letzten zwei Jahren aus ihren Fehlern, vor allem im defensiven Bereich gelernt zu haben scheint. Ohne einen &#8220;<i>Lahm</i>&#8221; oder &#8220;<i>Frings</i>&#8220;, wie sie zur Zeit in Form sind, wären wir vermutlich noch nicht mal so weit gekommen. So gehört aber <b>Deutschland</b> diesmal zu Recht nach dem schmeichelhaften Finaleinzug 2002 zum zweiten Mal in Folge zu den vier besten Teams der Welt. Das sollte in Hinblick auf die anstehende EM-Qualifikation, sowie die EM 2008 und letztlich in ferner Zukunft die WM 2010 eigentlich genug Selbstvertrauen geben um dieses Team weiter wachsen zu lassen. So kaputt geredet, wie der Fußball nach dem Vorrunden-Aus 2004 wurde, war er in Deutschland scheinbar nicht. Das Spielerpotential scheint vorhanden zu sein und aus einer erfolgreichen U21 rückt weiter talentierter Nachwuchs nach.<br />
Dennoch .. ein bißchen schlecher Verlierer muß ich an dieser Stelle doch spielen: Der Schiedsrichter machte in meinen Augen leider einen schwächeren Eindruck als im Viertelfinale Lubos Michel. Viel zu viele Nicklichkeiten lies er durchgehen, die letztlich in einem nicht geahndeten Foul von Hinten an &#8220;<i>Borowski</i>&#8221; gipfelten. Gerade diese extreme Härte, die oftmals in Fouls endete vom italienischen Mittelfeld hätte man klarer unterbinden müssen. Ob das Handspiel im Strafraum von einem Italiener zu einem Strafstoß hätte führen müssen sei dahin gestellt, vielleicht war es ganz gut so, so konnte man davon ausgehen, daß der Schiedsrichter zumindest bei den schmerzverzerrten Darstellungen der sonst so knüppelharten Italiener im deutschen Strafraum nicht auf den Punkt zeigte. Weiterhin war die Freistoß-Entscheidung kurz vor Ende der ersten Halbzeit eine klare Fehlentscheidung: Wenn der Schiedsrichter den Zweikampf als Foulspiel des Italieners wertet, dann muß er auch den Elfmeter geben. Die Szene fand klar im Sechzehner statt, so verlegte Archundia Tellez den Ort des Geschehens über fünf Meter weiter vom italienischen Tor weg. Das ändert aber letzten Endes nichts an der Tatsache, daß die Deutschen zu keiner Zeit wirklich nah am Torerfolg waren. So ist das bittere Gesetz nun einmal: Wer keine Tore schießt kann auch kein Spiel gewinnen.<br />
Auch wenn wir jetzt nicht mehr Weltmeister werden können, alle &#8220;Hochrechnungen&#8221; dahin sind und der Aberglaube gewichen ist, so war es eine tolle Leistung, ein tolles Tunier, was hoffentlich mit einer weiteren tollen Leistung am Samstag Abend erfolgreich abgeschlossen wird. Wie ich hörte singen sogar die <a href="http://www.sportfreunde-stiller.de" target="_blank">Sportfreunde Stiller</a> schon jetzt: <b>&#8217;54 &#8211; &#8217;74 &#8211; &#8217;90 &#8211; 2010</b> <img src='http://www.babytux.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_thumbsup.gif' alt=':thumbsup:' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/05/385_deutschland-italien-wm/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Yank¤¤ und SierraXTC &#8211; Die Prognose (XI)</title>
		<link>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/04/382_yank-und-sierraxtc-die-prognose-xi</link>
		<comments>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/04/382_yank-und-sierraxtc-die-prognose-xi#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 04 Jul 2006 13:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SierraXTC</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2006]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/04/382_yank-und-sierraxtc-die-prognose-xi</guid>
		<description><![CDATA[Hier also die vermutlich vorletzte Prognose zu den ausstehenden Halbfinal-Partien heute Abend in Dortmund und morgen Abend in München. Jeder, der verbliebenen vier Teilnehmer der WM-Endrunde darf sich Gewiss sein, nach heute Abend noch mindestens einmal die Euphorie und Stimmung in den deutschen WM-Stadien genießen zu können. Natürlich möchten Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal (in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier also die vermutlich vorletzte Prognose zu den ausstehenden Halbfinal-Partien heute Abend in Dortmund und morgen Abend in München. Jeder, der verbliebenen vier Teilnehmer der WM-Endrunde darf sich Gewiss sein, nach heute Abend noch mindestens einmal die Euphorie und Stimmung in den deutschen WM-Stadien genießen zu können. Natürlich möchten <b>Deutschland</b>, <b>Frankreich</b>, <b>Italien</b> und <b>Portugal</b> (in alphabetischer Reihenfolge) nach Berlin fahren und dort in letzter Konsequenz den Weltmeister-Titel feiern.</p>
<div align="center"><b><i>Portugal &#8211; Frankreich</i></b></div>
<p>Der Weltmeister von 1998 hat eher überraschend den Weltmeister von 2002, <i>Brasilien</i>, im Viertelfinale bezwingen können. Durch die ansprechenden Leistungen <u>nach</u> der Vorrunde gegen <i>Spanien</i> und <i>Brasilien</i> wird man die <b>Franzosen</b> sicherlich nicht mehr unterschätzen. Trotz allem hadern die Franzosen mit ihrer Angriffsstärke, man zeigte zwar ein gutes Angriffs- und Konterspiel gegen <i>Brasilien</i>, kam aber zu keinen zwingenden, hochkarätigen Torchancen. Sowas erspielt sich auf der anderen Seite gerne <b>Portugal</b> heraus, bleibt aber trotzdem genauso schwach im Abschluß wie die <b>Franzosen</b>. Daher und durch die bisweilen sehr konzentrierte Abwehrleistung beider Teams erwarte ich kein torreiches Halbfinalspiel, das vielleicht sogar noch über eine Verlängerung hinaus durch Elfmeterschießen entscheiden werden muß. Im Elfmeterschießen seh ich, dank &#8220;<i>Ricardo</i>&#8221; die <b>Portugiesen</b> eine &#8220;Nasenlänge vorraus&#8221;. Auch im gesamten Verlauf des Spiels glaub ich, daß die <b>Portugiesen</b> näher an dem einen Tor sein werden, sich aber vor den schnellen Kontern der <b>Franzosen</b> trotzdem fürchten sollten. Die Equipe Tricolore hat bisher das nötige Quentchen Glück gehabt, daß ein Ball auch mal ins Tor trudelt. Ich würd es eher den <b>Portugiesen</b> gönnen und wünschen, daß sie das WM-Finale bestreiten, nur ist die WM leider kein Wunschkonzert.</p>
<div align="center"><b><i>Deutschland &#8211; Italien</i></b></div>
<p>Beide Teams gehen durch einen Ausfall geschwächt in das Halbfinale. Bei <b>Deutschland</b> fehlt, dank der italienischen Medien, &#8220;<i>Frings</i>&#8220;, der für das Halbfinale gesperrt ist und danach sechs Monate unter Bewährung steht. Dieses Strafmaß ist an sich ein Witz. Entweder wird &#8220;<i>Frings</i>&#8221; gesperrt, oder er wird nicht gesperrt &#8211; so sieht es u.a. auch Christian Gödecke in seinem Spiegel Online-<a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,424900,00.html" target="_blank">Kommentar</a>. Auf <b>italienischer</b> Seite fehlt &#8220;<i>Nesta</i>&#8221; weiterhin verletzungsbedingt. Ob sich das Fehlen von &#8220;<i>Frings</i>&#8221; wirklich so stark bemerkbar macht, auch wenn er eine zentrale Säule im <b>deutschen</b> Spiel geworden ist, glaub ich persönlich nicht. Zum einen muß, wer Weltmeister werden will, jeden Spieler zu jeder Zeit ersetzen können und in jeder Situation seinen Gegner schlagen können. Auch bei vorherigen, erfolgreichen, Weltmeisterschaften wurden wichtige deutsche Spieler (zu unrecht) aus dem Tunier genommen und man zeigte trotzdem, oder gerade deswegen, großartige Leistungen. Derzeit scheint es im <b>deutschen Team</b> zu stimmen und derzeit, so scheint es, wird man sich für &#8220;<i>Frings</i>&#8221; den Hintern aufreißen um ihm, dem Team, den deutschen Fans, allen das WM-Finale in Berlin zu ermöglichen. Das es bis dahin alles andere als leicht wird, das wird jeder wissen. Die Spielweise der <b>Italiener</b> ist unschön, aber leider Gottes effektiv. So ein Schiedsrichter nicht auf provozierte Unsportlichkeiten sich einläßt und die <b>Deutschen</b> die vorhandenen Schwächen in der italienischen Abwehr konsequent ausnutzen steht einem Weiterkommen nicht viel im Wege. Vielleicht noch die eigene Unkonzentriertheit in der eigenen Abwehr. Zeit für eine &#8220;Revanche&#8221;, nicht nur für das 4:1 von Florenz von März 2006, sondern für die bisher verlorenen WM-Spiele gegen Italien ist gekommen. Eine Serie wird heute Abend reißen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/04/382_yank-und-sierraxtc-die-prognose-xi/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein fader Beigeschmack ..</title>
		<link>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/02/380_ein-fader-beigeschmack</link>
		<comments>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/02/380_ein-fader-beigeschmack#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2006 19:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SierraXTC</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalelf]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2006]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/02/380_ein-fader-beigeschmack</guid>
		<description><![CDATA[.. wird nach heute über alle Zeit auf dem kommenden WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Italien liegen. Nachdem die FIFA gestern verkündete, daß Ermittlungen gegen deutsche Spieler eingestellt wurden und nur noch die Funktionäre im Blickpunkt ständen, tauchten völlig überraschend im italienischen Fernsehn Bilder auf, in welchen der argentinische Spieler &#8220;Cruz&#8221; von einer &#8211; bis dato [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>.. wird nach heute über alle Zeit auf dem kommenden WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Italien liegen. Nachdem die FIFA gestern verkündete, daß Ermittlungen gegen deutsche Spieler eingestellt wurden und nur noch die Funktionäre im Blickpunkt ständen, tauchten <i>völlig überraschend</i> im italienischen Fernsehn Bilder auf, in welchen der argentinische Spieler &#8220;<i>Cruz</i>&#8221; von einer &#8211; bis dato nicht näher identifizierbaren &#8211; Faust getroffen worden sei. Eben jener &#8220;<i>Cruz</i>&#8220;, der sagt:</p>
<blockquote><p>Ich habe keinen Faustschlag bekommen, zumindest habe ich nichts gespürt.</p></blockquote>
<div align="right"><i><font size="1">Quelle: <a href="http://www.sport1.de/de/sport/artikel_189719.html" target="_blank">Sport1.de</a></i></font></div>
<p>Ebene jene Faust, die nun ob sie &#8220;<i>Cruz</i>&#8221; getroffen hat oder nicht, soll nun dem deutschen Mittelfeldakteur &#8220;<i>Thorsten Frings</i>&#8221; nachgewiesen worden sein. Darauf hin lief natürlich der italienische Fußballbund &#8211; dessen Mitspieler allesamt regelmäßig für Fair-Play-Trophäen nominiert werden *sigh* &#8211; mit erhobenem Zeigerfinger zur FIFA und fordert Gerechtigkeit ein. Nein, sie weisen nicht nur auf einen möglichen Fehler hin, sondern sie fordern direkt die Bestrafung. Ähnlich, wie sie gerne auch auf dem Platz für ihre Schwalben vom Schiedsrichter Bestrafungen des Gegners in Form von Karten fordern.<br />
Nun greift die FIFA, pflichtbewußt wie sie das ganze Tunier über ist, diese Forderung zu recht auf und <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,424703,00.html" target="_blank">so besteht die Möglichkeit</a>, daß der vielleicht wichtigste Part im deutschen Mittelfeld gegen Italien nicht von &#8220;<a href="http://fooligan.de/2006/06/29/der-frings-die-nummer-6/" target="_blank"><i>Thorsten Frings</i></a>&#8221; besetzt wird.<br />
Nun, wer sich seiner Stärke bewußt ist, dem ist egal ob Deutschland mit oder ohne &#8220;<i>Frings</i>&#8221; spielt. Dieser Stärke ist sich nur Deutschland selber zur Zeit scheinbar bewußt. Wer Angst hat, der petzt gerne und fordert &#8211; ganz im Sinne des Fair-Play &#8211; Bestrafungen ein. Eine Unart, die schon zu Recht von den Schiedsrichtern auf dem Platz nicht geduldet wird. Sollte &#8220;<i>Frings</i>&#8221; einem der so freundlichen, argentinischen Gäste nach dem Spiel völlig unberechtigterweise seine Faust zu nah ins Gesicht gehalten haben, so &#8211; meine Güte &#8211; sperrt ihn doch. Wird Italien auf Grund dessen vielleicht die Chance bekommen, das Spiel zu gewinnen, so müssen die Italiener mit diesem Makel leben, nicht wir. Wird Italien dennoch nach Dienstag Abend nur um Platz Drei spielen, dürften sie sich der Lächerlichkeit Preis gegeben haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.babytux.de/wordpress/2006/07/02/380_ein-fader-beigeschmack/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

