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kaltEs ist Oktober. Dieser Monat fällt grundsätzlich nicht in die Zeiten des Jahres, die mir persönlich liegen. Der Zeitraum begrenzt sich scheinbar neuerdings nur noch auf die Monate zwischen Mai und August. Was bei zwölf Monaten nicht gerade viel ist. Wo man wieder das Glück hat von früh Morgens an den Tag zu genießen macht es zusätzlich keinen Spaß, wenn man im Dunkeln aus dem Haus geht und schon jetzt fast wieder im Dunkeln erst die eigenen vier Wände erreicht.
Mit diesem Manko der Gesetzmäßigkeit ließe sich noch arrangieren. Nicht aber mit dem zweifelhaften Vergnüngen, nicht unter einer drückenden Hitze leiden zu brauchen. Seit Anfang der Woche gehört ein Schal zum täglich dringend benötigtem Outfit. Tagsüber erreichen die Temperaturen zwar einen noch erträglichen Wert, aber Morgens auf dem Weg zur Arbeit hab ich auch schon angenehmere Zeiten erlebt.
Ich scheue mich ja schon etwas davor zu viel über das Wetter zu meckern, denn immerhin ist es trocken, sogar z.T. auch sonnig. Aber es ist kalt. Gefühlt ist es sogar bitterkalt. Und es wird auch dadurch nicht wärmer, wenn man auf verpaßte oder verspätete Anschlüsse wartet. 6°C um viertel nach sechs Morgens – gefühlte 7°C um viertel nach zehn Abends. *brr* Nee, nich so mein Ding.
Im “Sommer” holt man sich im Nahverkehr den “Tod”, weil man aus nicht klimatisierten S-Bahnen mit Sauna-Flair in frostige Züge mit ballernder Klima-Anlage steigt, um nachher wieder “Sauna”-Tours in den Bussen zu erleben. Im Winter friert man nur: In den nicht klimatisierten S-Bahnen, in den Zügen, die scheinbar die Funktion “heizen” nicht kennen (es sei denn es sind Waggons von Anno Tobak) und in Bussen, wo sich witzig findende Fahrgäste scheinbar gerne der Frischluftzufuhr bei Temperaturen um den Gefrierpunkt frönen.
Spaß ist was anderes. Wettertechnisch gesehen sowieso – was den ÖPNV betrifft auch. Gerade sowieso mein Lieblings-Thema, aber wer in den Genuß des Individual-Verkehrs kommt und das Gemecker über den ÖPNV nicht nachvollziehen kann, der möge sich nur mal ‘ne Woche damit rumquälen. Auch nach 15 Jahren Bus & Bahn wird man damit nicht grün.
Ich hab jetzt schon keine Lust mich gleich wieder frierend zur Haltestelle zu quälen. Die Vorfreude auf den ersten heißen Kaffee in (hoffentlich) rund 1 1/2 Stunden motiviert einen trotzdem nicht so wirklich, wenn man bibbernd am Bahnsteig steht.